Gedanken zu "Beantwortete Fragen" von Abdu'l Baha


Minou hat folgendes geschrieben:
Sprichst Du hier von den 1000 Jahren, in denen Satan gebunden ist oder vom ewigen jenseitigen Leben?

Diese 1000 Jahre des angeketteten Satans kommen in der Offenbarung des Johannes vor. Da es sich um einen begrenzten Zeitraum handelt muss es sich um etwas Anderes als die Ewigkeit handeln. Die Lehre der Kirche sieht in diesem Zeitraum die Zeit der "streitenden Kirche" - also von der Gründung der Kirche durch den Heiligen Geist zu Pfingsten bis zum jüngsten Gericht. In der Kirche ist sozusagen der Raum des angeketteten Satans - er kann, wie ein Kettenhund, zwar immer noch beißen - sein Radius und damit seine Gefährlichkeit sind jedoch massiv eingeschränkt - insbesondere durch die Sakramente.

Im wohl bekanntesten deutschen Osterlied heißt es:

Der Heiland ist erstanden,
befreit von Todesbanden,
der als ein wahres Gotteslamm
für mich den Tod zu leiden kam.
Alleluja.

Nun ist der Mensch gerettet
und Satan angekettet.
Der Tod hat keinen Stachel mehr,
der Stein ist weg, das Grab ist leer.
AIleluja.

http://www.the-burgenland-bunch.org.....Heiland-ist-erstanden.htm

Zitat:

Findet nicht bei Jesu Wiederkunft das Gericht statt? Was geschieht nach diesem Gericht mit den Ungläubigen?

Das Trennungskriterium zwischen Himmel und Hölle wird sein, wie sehr jemand in seinem Leben geliebt hat - der Maßstab zwischen Menschen, die Jesus und die Kirche kennengelernt haben, die darüber hinaus sogar die Taufgnade empfangen haben und denjenigen, bei denen das nicht der Fall ist, wird ein unterschiedlicher sein. Ist der Abstand zwischen Gott und einem Menschen durch die Sünde zu groß, dann wird dieser im Jenseits nicht überwunden werden können. Dann erfolgt ein endgültiger Ausschluss von der Nähe zu Gott. Die durch die Taufe Reingewaschenen werden selig gepriesen. Das achtlose Umgehen mit diesem gnadenvollen Geschenk wird beim Gericht also sicher eine große Rolle spielen.

"Siehe, ich komme bald und mit mir bringe ich den Lohn und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht.
Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil am Baum des Lebens, und er wird durch die Tore in die Stadt eintreten können.
Draußen bleiben die «Hunde» und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Offb 22,12-15

Zitat:

Das Buch Jesaja verkündet, daß der Messias den Osten und Westen erobern werde, daß alle Völker der Welt sich Seinem Schutze anvertrauen werden, daß Sein Königreich errichtet werde, daß Er von einem unbekannten Ort kommen werde, daß Gericht gehalten werde über die Sünder und daß solche Gerechtigkeit herrschen werde, daß der Wolf und das Lamm, der Leopard und das Ziegenböcklein, die Schlange und der Säugling an einer Quelle, auf einer Wiese und in einem Nest beieinander sein werden. Auch für das erste Kommen galten diese Begleitumstände, obwohl sich keiner von ihnen tatsächlich ereignete.

Eine Grundtatsache, an die wir als Christen fest glauben ist, dass Jesus Christus kraft Seiner Auferstehung lebt - und zwar im vollsten Sinne, mit Leib, Geist und Seele. Es ist daher zu eng von Ihm nur in der Vergangenheit zu sprechen und Sein Leben und Wirken als abgeschlosses geschichtliches Ereignis zu sehen, das allenfalls noch in "der Sache Jesu" weiterlebe.

All sein Handeln und Seine Worte sind von zeitloser kosmischer Bedeutung und Wirksamkeit.

"Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet." Joh 14,19

"Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt;" Röm 6, 8 u. 9

"So spricht Er, der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde." Offb 2,8

Und was das Kommen des weltumfassenden messianischen Reichs anbelangt - es wurde bereits zu Zeiten des irdischen Wandels Jesu grundgelegt - man denke an die gläubig gewordene Syrophönizierin, die bekehrten Römer, den griechischen Besessenen von Gerasa -sie alle waren Heiden, die sich zu Christus bekehrten. Zu Pfingsten ist dann der endgültige - "Dammbruch". Der Heilige Geist gießt sich durch die Kirche über alle Völker aus. Im Reich Gottes ist das Paradies grundgelegt, dass sich dann eschatologisch, d.h. endzeitlich, im Neuen Himmel und der Neuen Erde voll entfalten wird.

"Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,
von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden." Apg 2,4-11

Zitat:
Auch die Wiederkunft Christi geschieht in ähnlicher Weise: Die erwähnten Zeichen und Umstände haben alle einen inneren Sinn und dürfen nicht wörtlich genommen werden. Unter anderem heißt es, daß die Sterne auf die Erde fallen werden. Es gibt unendlich viele Sterne, und heutige Gelehrte haben festgestellt und wissenschaftlich bewiesen, daß die Sonne schätzungsweise ein und eine halbe Million mal größer als unsere Erde und jeder der Fixsterne tausendmal größer als die Sonne ist. Wenn diese Sterne auf die Erde fielen, wie sollten sie auf ihr Platz finden? Es wäre so, wie wenn tausend Millionen Berge wie der Himalaja auf ein Senfkorn fallen sollten. Nach den Maßstäben der Vernunft und der Wissenschaft ist das ganz unmöglich.

Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Buch. Die Kernaussage ihm Zusammenhang mit den zweiten Kommen Christi und dem Endgericht ist, dass diese materielle Welt untergehen wird - darauf kommt es an, nicht auf astrophysikalische Theorien.

Zitat:
Noch merkwürdiger ist, daß Christus sagte: "Vielleicht werde ich kommen, wenn ihr noch schlaft. Denn das Kommen des Menschensohnes gleicht dem Kommen des Diebes." Vielleicht ist der Dieb im Hause und der Hausherr weiß nichts davon.¹

¹ Vgl. Matthäus 24:43 , Lukas 12:40 , 1.Thessalonicher 5:2 , Offenbarung 3:3 , Markus 13:36

Dass die Parusie quasi "im Geheimen" ablaufen würde lässt sich aus der Botschaft Jesu und der apostolischen Lehre so sicherlich nicht ableiten - im Gegenteil: Allen Christen war von Anfang an klar, dass die Wiederkehr Christi das Ende dieser Welt bedeutet. Und der Weltuntergang kann einleuchtenderweise nicht übersehen werden. Das Bild des Diebes dient in Bezug auf die Parusie und Weltende nicht als Bild für das Unbemerkte, sondern für das Unvorhersehbare.

"Und wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.
Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle.
Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten.
Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und alle kamen um.
Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen.
Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr? Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier." Lk 17,26-29; 34-37

"Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater." Mt 24,36

"Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel prasselnd vergehen, die Elemente werden verbrannt und aufgelöst, die Erde und alles, was auf ihr ist, werden nicht mehr gefunden." 2 Petr 3,10
Burkl hat folgendes geschrieben:
Gott will den Tod nicht.


Warum hat er uns dann sterblich geschaffen? Oder meinst du sowas wie 'den Tod der Seele'?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich bete auch für Sie, verehrter Abdul-Baha', für Ihre Arme Seele im Fegefeuer.


Zu Behaupten eine Zentralgestalt des Glaubens der Personen mit denen man diskutiert sei im Fegefeuer hilft bei einer Diskussion nicht sonderlich weiter. Ich wüsste auch nicht für was 'Abdulbaha' im Fegefeuer sein sollte.

Dafür das er Dekaden ohne jede Schuld formal ein Gefangener war? Dafür das er sich nachhaltig humanitär und pazifistisch eingesetzt hat? Oder dafür das er das Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft war der du nicht angehörst?
Minou hat folgendes geschrieben:

Es wäre schön, wenn User mit den verschiedensten Weltbildern sich hier beteiligen würden.

Dann wage ich mich mal ganz vorsichtig aus der Deckung.

Minou hat folgendes geschrieben:

In den heiligen Büchern heißt es, daß Christus wiederkommen werde


Heißt es wirklich so? Oder ist da die Rede von einem gewissen „Menschensohn“ anstatt von Christus wie zb hier:

Minou hat folgendes geschrieben:

Und niemand fährt gen Himmel, denn Der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, Der im Himmel ist


Es ist ein ganz fataler Irrtum des Christentums, Christus mit dem „Menschensohn“ zu verwechseln. Christus ist der Gottes-Sohn oder der eingeborene Sohn, also derjenige Gottesteil, der wieder zurückgezogen wurde (in den Vater eingegangen) und seitdem von der Menschheit für immer getrennt ist.

Christus wird nicht wiederkommen. Die Ankunft des Menschen-Sohnes aber - des ausgeborenen Sohnes oder desjenigen Gottesteils, welcher die Menschen über alles aufklären und der sie wissend machen soll, weil er ihr seit dem Schöpfungsanbeginn näher steht als der Gottes-Sohn (eingeborener Sohn), hat die Menschheit inzwischen ebenfalls verschlafen. Deshalb sind die allermeisten Menschen nach wie vor gläubig und nicht wissend, und von den wenigen Wissenden wollen sie auch nicht lernen, sondern halten an ihren bisherigen Vorstellungen fest.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Gott will den Tod nicht.


Warum hat er uns dann sterblich geschaffen? Oder meinst du sowas wie 'den Tod der Seele'?

Hat Er ja ursprünglich nicht. Der Tod kam erst durch die Sünde.

"Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben." Gen 2,16 u. 17
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich bete auch für Sie, verehrter Abdul-Baha', für Ihre Arme Seele im Fegefeuer.


Zu Behaupten eine Zentralgestalt des Glaubens der Personen mit denen man diskutiert sei im Fegefeuer hilft bei einer Diskussion nicht sonderlich weiter. Ich wüsste auch nicht für was 'Abdulbaha' im Fegefeuer sein sollte.

Für seine Sünden.
Hallo Philipp2, kannst du deine Aussage belegen?
Es grüßt der Templer (vormals "Rentner")
Templer hat folgendes geschrieben:
Hallo Philipp2, kannst du deine Aussage belegen?
Es grüßt der Templer (vormals "Rentner")

Welche Aussage?
Na, wo du schreibst, dass Jesus nicht der Menschensohn ist, und dass die Menschheit dessen Kommen verschlafen habe etc.
Templer hat folgendes geschrieben:
Na, wo du schreibst, dass Jesus nicht der Menschensohn ist, und dass die Menschheit dessen Kommen verschlafen habe etc.


Das sind aber viele Aussagen, nicht nur eine.
Welche Art von "Belegen" wird denn erwartet?

Ist es nicht eher so, dass diejenigen, welche behaupten Christus sei der Menschensohn, diese an sich schon unsinnige Aussage belegen sollten?