Meine Ensamkeit zerfrisst mich von innen


Immer allein, immer einsam...Ich erinnere Schläge und abgestellt zu werden...frühe Gedanken an den Tod und die Hoffnung der liebe Gott wird mich zu sich nehmen, - aber noch nicht mal das...immer im Kampf, immer.. ich kann und will nicht mehr..ich lass alles los und bin bereit zu sterben...aber auch diesmal wird es nicht...also geht die Qual weiter...woher die Kraft nehmen für mein Kind, für die Arbeit...
Welche konkrete Situation soll das beschreiben?
never hat folgendes geschrieben:
Immer allein, immer einsam...Ich erinnere Schläge und abgestellt zu werden...frühe Gedanken an den Tod und die Hoffnung der liebe Gott wird mich zu sich nehmen, - aber noch nicht mal das...immer im Kampf, immer.. ich kann und will nicht mehr..ich lass alles los und bin bereit zu sterben...aber auch diesmal wird es nicht...also geht die Qual weiter...woher die Kraft nehmen für mein Kind, für die Arbeit...

"Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde? / Sind nicht seine Tage die eines Tagelöhners?" Hiob 7,1

Hast du dir schon mal überlegt, ob diese Kämpfe, die da in deinem Leben auszutragen sind, etwas mit der Liebe Gottes zu dir zu tun haben könnten?

Im Leben des Menschen wird es immer und unvermeidlich auch Kampf und Kreuz geben. Es nicht die Frage, ob das kommt, sondern wie wir damit umgehen. Es ist die Frage, ob wir das Kreuz aktiv annehmen oder ob es über uns kommt und uns überwältigt und erdrückt.

Die fehlende Kraft für dein Leben liegt genau dort, wo du sie eben nicht suchst - genau in dem Kreuz, gegen das du derzeit mit aller Kraft ankämpfst und das du nicht tragen magst, sondern abschütteln willst. Und wenn du es im Vertrauen auf Gott und mit Liebe trägst - glaube mir, dann wird es erträglich. Dann kommt vor dem Zusammenbruch auch die notwendige Hilfe.

"Mit seinem Kreuz auf den Schultern geht Er hinaus nach KaIvaria, dem Ort, der auf hebräisch GoIgotha heißt (Joh 19,17). Und sie halten einen gewissen Simon von Cyrene an, der gerade vom Feld kommt, und laden ihm das Kreuz auf, dass er es Jesus nachtrage (Lk 23,26).
Jetzt erfüllte sich das Wort des Isaias – Er wurde unter die Missetäter gezählt (Jes 52,12); denn mit Ihm führten sie noch zwei andere, die Verbrecher waren, zur Hinrichtung (Lk 23,32).

Wenn einer mir nachfolgen will... Mein Kind und Freund, wir sind traurig beim Durchleben des Leidens unseres Herrn. – Sieh, mit welcher Liebe Er das Kreuz umfängt. – Lerne von Ihm. – Jesus trägt das Kreuz für dich – du, trage es für Jesus.
Aber schleife dein Kreuz nicht hinter dir her... Nimm es fest auf deine Schultern, weil dein Kreuz, wenn du es so trägst, nicht mehr irgendein Kreuz sein wird... sondern das Heilige Kreuz. Werde nicht mutlos unter dem Kreuz. Resignation ist ein wenig großzügiges Wort. Liebe das Kreuz. Wenn du es wirklich liebst, wird dein Kreuz... ein Kreuz ohne Kreuz sein. Und ganz sicher wirst du wie Er Maria auf dem Weg begegnen.

Manchmal ragt plötzlich das Kreuz vor uns auf, ohne dass wir es gesucht haben: es ist Christus, der nach uns fragt. Wohl mag sich das Herz gegen dieses Kreuz sträuben, das uns – weil wir nicht mit ihm rechneten – vielleicht um so dunkler erscheint... Versuche nicht, dein Herz zu trösten. Wenn es aber darauf besteht, dann sage ihm langsam und mitfühlend, wie in einer vertraulichen Zwiesprache: Herz, du Herz am Kreuz! Du Herz am Kreuz!"

Hl. Josémaria Escrivá
Herzlich willkommen never!

Ich bin mir nicht ganz sicher, was im Augenblick dein größtes Problem ist. Deshalb ist mir auch nicht ganz klar, ob du hier im Forum angemessene Hilfe finden wirst.
Kennst du diese Internetseite?
http://www.der-paritaetische.de/sta.....eratung/beratungsstellen/

Alles Gute und liebe Grüße!
Ich glaube stark, dass die Grundfragen des Lebens nicht in der Psychotherapie sondern in der Religion ihre letzten Antworten finden. Die Psychotherapie kann letztlich auch nur sagen "Hilf dir selbst!" und zu einem gewissen Punkt an Welt- und Selbsterkenntnis führen, zu dem man eben ohne übernatürliche Erklärung gelangen kann.

Ich würde nicht jeden Menschen, der unter der Last des Lebens ächzt, gleich in die Psychotherapie schicken. Den meisten fehlt heutzutage kein "Seelendoktor", sondern ein Seelsorger. Freilich mag es Ausnahmen geben bzw. auch eine Fehlzuteilung zum Priester erfolgen (dieser müsste das erkennen und dann von sich aus weiterverweisen) - aber ich glaube ein großer Prozentsatz an Menschen wird falsch zugewiesen, weil eben angesichts der Glaubensverdunstung kaum jemand auf die Idee kommt, dass der größte Mangel, unter dem wir leiden können der Gottesmangel ist - der Mangel an lebendiger Beziehung zu Ihm.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich würde nicht jeden Menschen, der unter der Last des Lebens ächzt, gleich in die Psychotherapie schicken. Den meisten fehlt heutzutage kein "Seelendoktor", sondern ein Seelsorger. Freilich mag es Ausnahmen geben bzw. auch eine Fehlzuteilung zum Priester erfolgen (dieser müsste das erkennen und dann von sich aus weiterverweisen) - aber ich glaube ein großer Prozentsatz an Menschen wird falsch zugewiesen, weil eben angesichts der Glaubensverdunstung kaum jemand auf die Idee kommt, dass der größte Mangel, unter dem wir leiden können der Gottesmangel ist - der Mangel an lebendiger Beziehung zu Ihm.


Das kommt darauf an, wie man Psychotherapie versteht. Viele Angebote setzen auf eine Psychoedukation. Das bedeutet man lernt etwas über die Entstehung der eigenen Gefühle und Gedanken und hat damit auch einen größeren Einfluss darauf. Das kann völlig unabhängig, oder auch eingebunden, in einen weltanschaulichen oder religiösen Kontext geschehen.
Damit stelle ich die sinngebende Rolle von Religion nicht in Frage.
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich würde nicht jeden Menschen, der unter der Last des Lebens ächzt, gleich in die Psychotherapie schicken. Den meisten fehlt heutzutage kein "Seelendoktor", sondern ein Seelsorger. Freilich mag es Ausnahmen geben bzw. auch eine Fehlzuteilung zum Priester erfolgen (dieser müsste das erkennen und dann von sich aus weiterverweisen) - aber ich glaube ein großer Prozentsatz an Menschen wird falsch zugewiesen, weil eben angesichts der Glaubensverdunstung kaum jemand auf die Idee kommt, dass der größte Mangel, unter dem wir leiden können der Gottesmangel ist - der Mangel an lebendiger Beziehung zu Ihm.


Das kommt darauf an, wie man Psychotherapie versteht. Viele Angebote setzen auf eine Psychoedukation. Das bedeutet man lernt etwas über die Entstehung der eigenen Gefühle und Gedanken und hat damit auch einen größeren Einfluss darauf. Das kann völlig unabhängig, oder auch eingebunden, in einen weltanschaulichen oder religiösen Kontext geschehen.
Damit stelle ich die sinngebende Rolle von Religion nicht in Frage.

Hast schon recht. Für viele wird der Gang zum "Psych-*" realistischerweise auch der erste Schritt sein. Hoffentlich aber nicht der letzte, um das "Problem Leben" zu bearbeiten.
Hallo zusammen
Also mir persönlich hilft sozusagen eine Mischung aus beidem. Ist schwer für mich zu erklären.
Ich 'kämpfe' ja schon seit Jahren. Kämpfen ist das falsche Wort, deshalb in Gänsefüßchen. Möchte es nicht als Kampf sehen. Auch wenn es in gewisser Weise eine Art Überlebenskampf ist. Tag für Tag, oft Stunde für Stunde.

Die Einsamkeit ist auch mein ständiger Begleiter. Im innen sowie auch im außen.

Lieben Gruß,
Claudia
Burkl hat folgendes geschrieben:

Manchmal ragt plötzlich das Kreuz vor uns auf, ohne dass wir es gesucht haben: es ist Christus, der nach uns fragt. Wohl mag sich das Herz gegen dieses Kreuz sträuben, das uns – weil wir nicht mit ihm rechneten – vielleicht um so dunkler erscheint... Versuche nicht, dein Herz zu trösten. Wenn es aber darauf besteht, dann sage ihm langsam und mitfühlend, wie in einer vertraulichen Zwiesprache: Herz, du Herz am Kreuz! Du Herz am Kreuz!"

Hl. Josémaria Escrivá


Entschuldige bitte, aber dieser Spruch mag für manche Menschen eventuell subjektiv ziemlich wie eine Verarsche erscheinen
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Manchmal ragt plötzlich das Kreuz vor uns auf, ohne dass wir es gesucht haben: es ist Christus, der nach uns fragt. Wohl mag sich das Herz gegen dieses Kreuz sträuben, das uns – weil wir nicht mit ihm rechneten – vielleicht um so dunkler erscheint... Versuche nicht, dein Herz zu trösten. Wenn es aber darauf besteht, dann sage ihm langsam und mitfühlend, wie in einer vertraulichen Zwiesprache: Herz, du Herz am Kreuz! Du Herz am Kreuz!"

Hl. Josémaria Escrivá


Entschuldige bitte, aber dieser Spruch mag für manche Menschen eventuell subjektiv ziemlich wie eine Verarsche erscheinen

Ja. Weil es, vor Allem außerhalb des Glaubens, keineswegs einsichtig ist, dass das Kreuz etwas Positives ist - im Gegenteil: Außerhalb einer gläubigen Perspektive ist es so, dass das Leid fast ausschließlich negativ gesehen wird, gesellschaftlich weitgehend tabuisiert wird und damit auch keiner positiven Annäherung und Annahme zugänglich ist.

Das Kreuz hat die Form eines Pluszeichens, das ist Kerninhalt der christlichen Botschaft.

Unter "Kreuz" in diesem Sinne sind allerdings nicht die vielfachen durch ungeordnete Eigenliebe entstehenden Scheinwidrigkeiten gemeint, die sich Menschen aufbürden. Man hört ja recht schnell, dies und jenes sei "ein Kreuz". Leiden, weil etwas dem eigenen Willen oder eigenen Launen zuwiderläuft ist nicht das Kreuz.

"Ich verstehe, dass es sich nur um eine Redewendung handelt, aber es berührt mich unangenehm zu hören, wie man ein Ungemach, dessen Grund der persönliche Hochmut ist, einfach Kreuz nennt. Diese Lasten sind nicht das Kreuz, weil sie nicht das Kreuz Christi sind. Kämpfe also gegen selbsterfundene Widrigkeiten, die mit dem Siegel Christi nichts zu tun haben: Entledige dich der vielfältigen Verkleidungen des eigenen Ich!"

Hl. Josémaría Escrivá, Im Feuer der Schmiede, Nr. 521

Nur der aus Liebe zu Gott erlittene Schmerz verdient es "Kreuz" genannt zu werden, denn die Kreuzesleiden Christi sind untrennbar mit seiner Liebe verbunden. Jesus hat sich nicht gegen den Willen des Vaters gestellt. Er nahm das Leid bereitwillig , ohne es angestrebt zu haben - er sah auch in dem ihm zufallenden Leid die liebende Handschrift Gottes. Er nahm das Kreuz an, ohne Rebellion, ohne Groll, im vollkommenen Vertrauen und in Liebe zu Gott - und hat dadurch Leid und Tod überwunden.

"Mir gefällt es nicht, wenn ihr 'Kreuz' nennt, was euch weh tut, denn das Kreuz ist der Thron, auf dem Christus triumphiert hat. Diese wütenden, rebellischen Christusdarstellungen sind mir zuwider. Der Herr hat seine Arme mit einem priesterlichen Gestus ausgebreitet. Mehr als die Nägel war es die Liebe, die Ihn ans Kreuz heftete."

Hl. Josémaria Escrivá, vgl. Der Kreuzweg, 12. Station, Nr. 3
http://de.escrivaworks.org/book/kreuzweg-nummern-12.htm