Rezept gegen Wut


Hat jemand eins parat? (bitte keine Gebete posten)
Durchatmen und an die eigenen Fehler denken ...
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Dumm nur, wenn man gerade auch wütend auf seine eigenen Fehler ist.
Daran habe ich auch gedacht - ich habe da auch kein Patentrezept, aber ich denke, es wäre gut zu analysieren, warum man gewisse Fehler macht und sich vorzunehmen achtsam zu sein.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Menon hat folgendes geschrieben:
Dumm nur, wenn man gerade auch wütend auf seine eigenen Fehler ist.

Das hat dann sehr wahrscheinlich etwas mit dem Hochmut zu tun. Dagegen helfen dir vielleicht folgende Gedanken vom Heiligen Josefmaria Escrivá:

"Man tadelt dich? − Werde nicht ärgerlich, wie dein Hochmut dir rät. − Denke: welche Liebe erweist man mir! Was wird man mir alles verschwiegen haben!"

"Wie schwer ist es, demütig zu sein! Nicht umsonst sagt die christliche Volksweisheit: »Der Hochmut stirbt erst vierundzwanzig Stunden, nachdem man gestorben ist«."

"Wer wirklich liebt, dem bleibt keine Zeit mehr, sich selbst zu suchen, kein Raum für den Hochmut. Dem fallen nur Gelegenheiten ein zu dienen!"

Ich glaube das wäre ein gutes Rezept - wenn der Zorn aufwallt, dann tue sofort etwas in dienender Haltung - irgendwas gibt es da immer: und wenn du du dich bückst und ein benutztes Taschentuch aufhebst, das ein anderer achtlos auf den Boden geworfen hat.
Moin Moin

@ Menon

Ich denke nicht dass man gegen jede unangenehme Gefühlsregung direkt mal etwas unternehmen muss.
Es scheint recht populär zu sein ständig irgendwas gegen seine Gefühlsregungen tun zu müssen, das sind Erwartungshaltungen die wir oft kritiklos akzeptieren ohne weiter nachzudenken, weil manche Gefühle von der Gesellschaft als grundsätzlich schlecht deklariert werden.

Die Welt ist voll mit Rezepten gegen Wut, Trauer, Liebeskummer, Melancholie u.s.w., ob es grundsätzlich sinnvoll ist gegen jedes Gefühl ein taktisches Mittel zu entwickeln, wage ich zu bezweifeln.
Wenn Wut aufkommt, kann das ganz praktische Gründe haben und hilfreiche Handlungen auslösen.

Nehmen wir an wir werden Zeuge einer irrsinnigen Ungerechtigkeit, durch uns selbst oder durch andere Menschen.
Dann ist es nicht immer hilfreich die Wut wegzudrücken oder sich in absoluter Beherrschung zu ergeben.
Möglicherweise will uns das Gefühl der Wut auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen und zum Handeln zwingen.
Wut kann dann durchaus eine Kraftquelle sein und unsere Kreativität beflügeln, solange die Wut nicht in ungebändigte Gewalt und blinde Agression umschlägt.
Aber selbst das kann sinnvoll sein, wenn wir jemanden aus einer gefährlichen Situation retten wollen.

Wut auf sich selbst ebbt irgendwann langsam ab, dann heisst es hinzuschauen woher die Wut kam, welchen Fehler ich gemacht habe, wie ich mich in Zukunft verbessere und welches Potential daraus geschöpft werden kann.
Ich denke wenn man das erkennt und ein bischen darüber nachdenkt, hat man gute Chancen sich selbst zu verzeihen und die Wut auf sich selbst nicht noch weiter zu steigern...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Ich finde es ok und verständlich, in gewissen Situationen wütend zu sein. Es kommt darauf an, wie es nach dem Wütendsein weitergeht.
Ich denke, kauf dir einen spritzigen Mercedes SLK
Wenn das zum Beispiel nicht gerade so begünstigend ist, dann plane ein aufregendes Wochenende oder Ähnliches!
Lieber Menon,

noch eine Ergänzung:

Ein Priester hat einmal in einer Predigt Familien, die mit dem Auto zur Messe angereist sind, gefragt: Mit welchem Teil des Autos sollt ihr euch identifizieren? Seine Antwort: Mit dem Fußabtreter.

Na - Jetzt rebelliert der Stolz, stimmt's? Was bildet sich der ein, Unverschämtheit usw.

Aber diese Frage für das eigene Leben und familiäre und berufliche Umfeld immer wieder zu betrachten ist ein guter innerlicher Indikator dafür, wo wir in der sehr wichtigen Tugend der Demut stehen.
Sind wir gerne der schmucklose Teil, auf dem die anderen "weicher auftreten" und der den Schmutz fernhält oder wären wir lieber der Mercedes-Stern - glänzend, jedoch ohne Nutzen - oder bilden wir uns ein ständig am Lenkrad sitzen zu müssen, die Dinge kontrollieren zu können?

Also wenn die Wut kommt - Stichwort: "Fußabtreter". Wie kann ich den anderen das Leben genau jetzt in diesem Moment ein wenig schöner und liebenswerter machen? Damit bist du sofort weg von dir und bei den anderen. Das ist der Feuerlöscher gegen aufwallenden Zorn.
Ich muss für meine Wut ein Ventil finden. Im besten Fall nicht mein Gegenüber, sondern über Bewegung oder ein imaginäres Gespräch mit meinem wütenden Ich, das ich dann frage, was genau mich eigentlich so wütend macht.
Es gibt schließlich viele verschiedene Ursachen, von Eifersucht über Neid bis hin zur Traurigkeit, die man im ersten Moment als Wut deutet. Bei mir ist es oft Enttäuschung und nicht Wut. Und das zu wissen macht mich schon ruhiger.