Opus Dei, wirklich ein "Werk Gottes"?


Elem.Luft hat folgendes geschrieben:
Wann ein Mensch wirklich völlig von Gott getrennt ist, kann nicht die römische Kirche entscheiden.


Nein, das habe ich auch nicht behauptet.

Zitat:
"Der Tod ist der Sünde Sold", interpretiere ich auch anders.


Wie interpretierst Du das?

Ich sehe nur, dass die Katholische Kirche sich fest an das Bibelwort hält.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich zum Beispiel interpretiere das so, dass der sogenannte Tod ein Ausbleiben oder eine Zerstörung eines vorrangigen Lebenszieles bedeutet. Durch die Sünde wird also dieses Lebensziel nicht erreicht.
Hallo Minou,
Zitat:
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Im totalen Gegensatz dazu steht ein angebliches anderes Jesuswort: "Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein". Den Spagat zwischen diesen beiden Aussagen muß man erst einmal hin bekommen. Mir ist das bis heute nicht gelungen.


Hallo Pjotr,

warum nicht? Wenn jemand nicht wieder heiraten darf, hat das m.E. mit Beschuldigen nichts zu tun. Das Zitat sagt ja nur, dass man niemanden verurteilen darf.


Nein, das seh ich vollkommen anders!
Hier geht es nicht nur um Beschuldigung sondern hauptsächlich um Bestrafung, nämlich die Steinigung. Und Jesus hat sicher nicht im Sinn gehabt, die Bestrafung der Steinigung zurückzunehmen, um sie dann in der vorhandenen Sozialstruktur und Kultur langsam aber sicher umkommen zu lassen. Da wäre ja in manchen Fällen die Steinigung humaner.
Das Verbot der Wiederverheiratung nach einem Fehltritt war aber insbesondere für die Frauen in der damaligen Zeit meistens der soziale Tod, da sie oft vollkommen abhängig vom Verdienst des Mannes war.
Daher steht das Jesuswort des Markus im Widerspruch zu der Aussage: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".

Hinzu sollte man das 11. Gebot beachten, daß in allen Kulturen besonders im sexuellen Verhalten seine Richtigkeit bewiesen hat, nämlich "Du solltst dich nicht erwischen lassen". (Gilt sogar bis in die Strukturen des Vatikans).

Pjotr Kala
[/quote]
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
@ Peter, Pjotr, Mara und Elem.Luft

Natürlich kann man alles drehen und nach seinen eigenen Wünschen interpretieren, doch darin sehe ich nicht den Sinn der Heiligen Schriften. Sie sollen ja schon Richtung geben.
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Minou,

gg, und du meinst, deine Interpretation wäre die richtige?

Jede eingeschlagene Richtung einer "heiligen Schrift" ist immer zeit- und
kultur-bezogen, und nur so können wir sie interpretieren.
Zeit und Kultur ändern sich und damit stimmt auch oft die Richtung der "heiligen Schriften" nicht mehr.

Außerdem, eklatante Widersprüche lassen sich nicht wegdiskutieren.
Darf ich daran erinnern, daß Tobias das einmal mit LongRoad versucht hat und dabei kläglich gescheitert ist.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Minou,

gg, und du meinst, deine Interpretation wäre die richtige?


Wo habe ich das je behauptet ? !

Zitat:
Außerdem, eklatante Widersprüche lassen sich nicht wegdiskutieren.
Darf ich daran erinnern, daß Tobias das einmal mit LongRoad versucht hat und dabei kläglich gescheitert ist.


Auch das war und ist absolut nicht meine Intention.
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Minou,

Du hast geschrieben:
Zitat:
Natürlich kann man alles drehen und nach seinen eigenen Wünschen interpretieren, doch darin sehe ich nicht den Sinn der Heiligen Schriften. Sie sollen ja schon Richtung geben.


Wer sagt, daß die Kritiker der heiligen Schriften sie nach ihren eigenen Wünschen auslegen? In der Regel versuchen sie sich an beweisbaren Fakten zu halten bzw logische Widersprüche aufzufinden.

Die Richtung, die die heiligen Schriften vorgeben sollen, ist ja bereits eine Interpretation des Lesers. Also kannst du außerhalb der ganz allgemeinen moralischen Werte überhaupt keine Richtung allgemeingültig festlegen.

Und selbst bei den allgemein akzeptierten Werten können wir nur annehmen, daß sie auch auf Dauer Bestand haben werden.

Ein fiktives Beispiel: Angenommen, der Mensch schafft es, die Lebensdauer auf 1000 Jahre zu verlängern. Es gibt aber das Problem, daß er sich davon nur 50 Jahre fortpflanzen kann und seine geistige und körperliche Leistungsfähigkeit mit bereits 200 Jahren stark abnimmt. Wie soll man da die Überalterung verhindern? Hier müßten dann neue Wertsysteme entwickelt werden, die wahrscheinlich auch in das Recht auf Leben eingreifen würden.

Pjotr Kala
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Zitat:
Wer sagt, daß die Kritiker der heiligen Schriften sie nach ihren eigenen Wünschen auslegen? In der Regel versuchen sie sich an beweisbaren Fakten zu halten bzw logische Widersprüche aufzufinden.


Das war überhaupt nicht mein Thema, Pjotr.
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Minou,

was war denn dann deine Meinung zu "Richtung vorgeben"?

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Nein, das seh ich vollkommen anders!
Hier geht es nicht nur um Beschuldigung sondern hauptsächlich um Bestrafung, nämlich die Steinigung. Und Jesus hat sicher nicht im Sinn gehabt, die Bestrafung der Steinigung zurückzunehmen, um sie dann in der vorhandenen Sozialstruktur und Kultur langsam aber sicher umkommen zu lassen. Da wäre ja in manchen Fällen die Steinigung humaner.

Hallo Pjotr Kala,

Jesus hat den jüdischen Klerus an seinen Wurzeln angegriffen. Hätte Jesus nur vorgehabt das einseitige patriarchale Verhalten infrage zu stellen, hätte er nach Lev 20,10 und Dtn 22,22 fragen können, wo der Ehebrecher sei, denn nach dem alten jüdischen Gesetz müssten beide gesteinigt werden.

Jesus geht jedoch viel weiter und hat so indirekt die Bestrafung durch Steinigung abgeschafft oder zumindest grundsätzlich in Frage gestellt, denn er zielt darauf ab, dass niemand einen anderen Menschen derart verurteilen und auch noch mit dem Tod bestrafen kann, weil jeder Mensch eigene Schuld auf sich geladen hat.

Jesus hat auch gefordert, nicht den Splitter im Auge des Anderen zu sehen, sondern den Balken im eigenen Auge.

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.