Die Zeit


Alles passiert zur rechten Zeit und alles hat seine Zeit!

So ist meine Zeit hier bei "Geistige Nahrung" nun gekommen.

Die Begegnung weshalb ich mich hier anmelden "musste" hat stattgefunden.


Die Zeit

Hörst du den Wind?
Er raunt dir zu:
“Die Zeit die rinnt,
sie rinnt an Dir vorbei
weil du ihr entgegen eilst“.

Hörst Du den Vogel über Dir?
Er singt Dir zu:
“Eile nicht so,
lass dich tragen,
mach`s so wie wir.“

Hörst Du das Rauschen des Baumes?
Er raunt Dir zu:
“Verweile bei mir,
atme den Duft meiner Blätter,
ich schenke ihn dir“.


Die Zeit –

sie liebt uns.


-daVinnci@gmx.de
Wir haben keine Zeit

Dazu ein ganz konkretes Beispiel: Einmal setzten sich zwei Menschen in einem Gasthaus an einen Tisch ganz in meine Nähe. Mir fiel sofort ihre Unruhe auf. Kaum hatten sie Platz genommen, riefen sie schon nach dem Kellner. Ohne die Speisekarte anzuschauen, fragten sie nur: „Was geht schnell, wir haben keine Zeit!“ Der Kellner schien auf diese Frage gar nicht vorbereitet zu sein und konnte nicht auf Anhieb eine Antwort geben. „Wir wollen etwas, das sofort serviert werden kann,“ betonte einer der Gäste schon etwas verärgert. Der Kellner nannte eine Speise. „Ja, bringen Sie das zwei Mal, aber schnell“, war die Reaktion. Dann begann das große Warten. Es waren sicher noch keine drei Minuten vergangen, da wurde schon auf die Uhr geschaut. „Wo bleibt denn nur das Essen so lange! Wir haben doch extra gesagt, dass es schnell gehen muss. Was ist das hier für eine unfreundliche Bedienung? Dieses Gasthaus sieht uns nicht mehr!“ Als der Kellner die Getränke brachte, wurde darauf gedrängt, doch das Essen schleunigst zu bringen. Der Kellner verschwand mit den Worten: „Kommt sofort!“ - Nach zehn Minuten war jedoch die Geduld der Gäste zu Ende. Protestierend standen sie auf und verließen das Gastzimmer.
Vor allem die Menschen in Europa haben keine Zeit mehr. Ungeduldig rasen sie von einer Aktion zur anderen. Alles muss funktionieren und zwar möglichst sofort. Die Geduld bleibt auf der Strecke. Das Erlebnis aus dem Gasthaus ist nur ein kleines Beispiel dafür, dass die Geduld für viele ein Fremdwort geworden ist. Weder mit den anderen, noch mit uns selbst haben wir Geduld. Und mit dem Fehlen der Geduld verschwindet auch etwas anderes, etwas sehr Wesentliches, nämlich die Liebe, denn - so lautet ein italienisches Sprichwort: „Die Liebe hat zwei Töchter, die Sanftmut und die Geduld.“
Geduld und Liebe gehören zusammen. Das ist auch die Lehre des hl. Franz von Sales. Der Ungeduldig ist lieblos und Lieblosigkeit beginnt mit der Ungeduld. Dem Bischof von Genf ist daher diese Tugend ganz besonders wichtig. Er möchte den Menschen den Weg der Liebe weisen. Seine Methode für diesen Weg ist der „Weg der kleinen Schritte“. Die Menschen, die Franz von Sales begleitete, wollten immer möglichst rasch vollkommen werden. Beharrlich mahnte er diese jedoch zur Geduld. Hast und Eile vergrößern nur die Gefahr, dass man auf dem Weg zur Liebe stolpert, das geduldige Vorangehen im Vertrauen auf Gottes Führung bringt uns jedoch sicher ans Ziel ... und ist, nach Franz von Sales auch mehr Wert. Jedenfalls meinte er einmal, dass die Kirschen zwar die schnellsten Früchte hervorbringen, die aber ebenso schnell faulig werden können. Die Palme jedoch, die Königin unter den Bäumen, braucht für die ersten Früchte bis zu hundert Jahre.

http://www.franz-sales-verlag.de/fs.....x.php/Lexikon/Geduld#toc1
Dazu gibt es ein schönes Gedicht von Engelbert Schinkel:

Keine Zeit

keine Zeit
immer
höher, weiter, schneller
läuft
das Leben
an einem vorbei

morgen werden
wir es anhalten
falls wir Zeit dazu haben
Mein liebstes "Zeitgedicht" stammt von: Emanuel Geibel.


"Die Zeit ist wie ein Bild von Mosaik..."

Die Zeit ist wie ein Bild von Mosaik;
Zu nah beschaut, verwirrt es nur den Blick;
Willst du des Ganzen Art und Sinn verstehn,
So musst du's, Freund, aus rechter Ferne sehn.
Die Zeit gibt es nicht (lediglich ein erfundenes Menschliches Instrument).

Wenn man aber die Zeit mit Veränderung gleichsetzt, dann kann man sehr wohl sagen, ja sie existiert.
Wir leben in einer Welt in welcher sich alles ständig verändert.

Angenommen alles ist Energie.
Dann sind die vorhandenen Energien ständig im Wandel.
Ohne Wandel gibt es nichts Neues.
Wir leben folglich in einer Welt in welcher sich ständig Neues entfaltet.
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Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.