Was ist Wahrheit...


Wer die Liebe Gottes von Bedingungen gleich welcher Art und sonstigem theologischem Gesummse abhängig macht, redet Unsinn.
Zitat:
Das Verdienstvolle ist also das Offensein für Gott und sein Wirken an mir und auch die daraus hervorgehenden Werke, die Er durch mich bewirkt, die aber eigentlich Ihm gehören.


Ich versuche einmal zusammen zu fassen.

1. Ich richte Euch nach Euren Werken (Matth.16.27 + Off.22.12), stimmt so also gar nicht.

2. Gott wirkt an mir, ich bin also nicht verantwortlich.

3. Wenn ich sündige, dann sündigt also Gott.

4. Warum muss denn dann überhaupt noch gerichtet werden, zumal doch Jesus die Sünden der Welt auf sich genommen hat?


Burkl, so etwas Tolles lernt man in Deiner Religion?
Keine Verantwortung mehr? Ich glaube da schließe ich mich evtl. , vielleicht auch an.
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Ich versuche einmal zusammen zu fassen.

1. Ich richte Euch nach Euren Werken (Matth.16.27 + Off.22.12), stimmt so also gar nicht.

2. Gott wirkt an mir, ich bin also nicht verantwortlich.

3. Wenn ich sündige, dann sündigt also Gott.

4. Warum muss denn dann überhaupt noch gerichtet werden, zumal doch Jesus die Sünden der Welt auf sich genommen hat?

Burkl, so etwas Tolles lernt man in Deiner Religion?
Keine Verantwortung mehr? Ich glaube da schließe ich mich evtl. , vielleicht auch an.


Wer Anderen die Worte im Munde umdrehen will, schafft das, egal, was ihm erzählt wird.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Rowanny hat folgendes geschrieben:

1. Ich richte Euch nach Euren Werken (Matth.16.27 + Off.22.12), stimmt so also gar nicht.

Doch - sicher. Nur sind es eigentlich von Standpunkt der Gnade her immer die Werke Jesu. Ich bin "williges Werkzeug". Mein Verdienst ist also das Ausmaß der Fügsamkeit gegenüber dem Handeln Gottes an mir.

"So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan." Lk 17,10

Zitat:

2. Gott wirkt an mir, ich bin also nicht verantwortlich.

Doch. Du bist für das Ausmaß in dem du den inneren Regungen und Eingebungen der Gnade folgst und für sie eine Feinfühligkeit entwickelst verantwortlich.

Zitat:

3. Wenn ich sündige, dann sündigt also Gott.

Nein. Das bist immer ganz alleine du, Gott kann sich nicht selbst negieren. Insoweit du dich also durch Denken, Reden und Tun Gottes Gnade verschließt verwirkst du sie (schwere Sünde) bzw. disponierst dich für deren künftigen Verlust (lässliche Sünde).

Zitat:
4. Warum muss denn dann überhaupt noch gerichtet werden, zumal doch Jesus die Sünden der Welt auf sich genommen hat?

Ohne Jesus gäbe es keine Möglichkeit, dass ein Mensch das Gericht besteht, weil eben niemand gerecht ist außer ihm. Insofern ich mich auf ihn berufe, bin ich vor Gott gerechtfertigt. Aber ich kann mich nur soweit auf ihn berufen als ich für die Taufgnade offen war, das heißt mit ihr mitgewirkt habe. Habe ich die Taufgnade durch eine schwere unbereute Sünde ganz zurückgewiesen, kann ich mich überhaupt nicht mehr auf Jesus berufen.

Zitat:
Burkl, so etwas Tolles lernt man in Deiner Religion?
Keine Verantwortung mehr? Ich glaube da schließe ich mich evtl. , vielleicht auch an.

Lies bitte noch einmal genau. Es geht um die Übernahme von Verantwortung in Form der Mitwirkung mit der Gnade. Wenn du Katholik werden willst, dann wäre das sicherlich eine gute Sache. Du solltest aber zuvor ein gutes Katechumenat absolvieren.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Wer die Liebe Gottes von Bedingungen gleich welcher Art und sonstigem theologischem Gesummse abhängig macht, redet Unsinn.

Und wer behauptet - "Wir kommen ohnedies alle in den Himmel" - ist vermessen.
Zitat:
Du solltest aber zuvor ein gutes Katechumenat absolvieren.


Ja, das leuchtet mir ein, das werde ich vorher dann machen. Muss ich da vorher eine Prüfung ablegen und dem Papst die Treue schwören?

PS: Eine Frage habe ich da noch. Wie machen das die Menschen die vor Jesus lebten, bzw. bei der Geburt starben?
Rowanny hat folgendes geschrieben:

Eine Frage habe ich da noch. Wie machen das die Menschen die vor Jesus lebten, bzw. bei der Geburt starben?

Die Gerechtigkeit, die Jesus erworben hat und das Tor der Auferstehung ist ohne zeitliche Grenzen aufgestoßen worden. Umfasst also auch Menschen, die vor Jesus gelebt haben.

"Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.
Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.
Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiliger, die entschlafen waren, wurden auferweckt." (Mt 27,50 bis 52)

Was die unschuldigen Kinder anbelangt:

Die Kirche verarbeitet dieses sehr schwierige Thema in einem eigenen Festtag.

Nach dem Festtag des ersten Märtyrers, Stephanus (26. 12.), und des Apostels Johannes (27. 12.) feiern wir das Fest der Unschuldigen Kinder, in der Westkirche am 28., in den Ostkirchen am 29. Dezember.

Dabei erinnern wir uns daran, dass König Herodes angeordnet hat, alle männlichen Kinder bis zum Alter von 2 Jahren in Bethlehem zu töten, um zu verhindern, dass er den Thron an den neugeborenen “König der Juden” verlöre, dessen Geburt ihm von drei Weisen mitgeteilt worden war. Er wurde Herodes der Große genannt, König von Judäa, war aber sehr unbeliebt bei seinem Volk wegen seiner Verbindung zu den Römern und seiner religiösen Gleichgültigkeit.

Nur weil Josef in einem Traum vor dem Kindermord gewarnt wurde und angewiesen worden war, mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten zu fliehen, wurde der Heiland verschont (Matt. 2:13-15). Die anderen unschuldigen Kinder wurden Opfer des Schwerts. Dies ist eine der sieben Sorgen Marias: zu sehen, dass andere für ihren Sohn und Herrn Hass erdulden und leiden müssen; zu erfahren, dass, indem sie ihr eigenes Baby gerettet hat, andere sterben mussten.

Aus der Sicht des Glaubens heraus hat das Leben dieser und aller jemals unschuldig umgekommenen Kindern einen Sinn - sie sind ein Zeichen: Sie sind ruhmreich. Sie haben zur Ehre Gottes gelebt und sind zur Ehre Gottes gestorben - und sie sind aufgrund göttlicher Barmherzigkeit im Himmel, wo ihnen nichts mehr fehlt, und wo sie einst ihre Mütter und Väter, deren Herz hier gebrochen war, wieder in die Arme schließen werden. Wie vertrauen bei diesem Thema voll der göttlichen Barmherzigkeit. Es ist ja angesichts des Massenmordes der Abtreibung höchst aktuell.

Ausdrückliche Offenbarung zu ihrem Schicksal gibt es nicht.

Zitat:
Ja, das leuchtet mir ein, das werde ich vorher dann machen. Muss ich da vorher eine Prüfung ablegen und dem Papst die Treue schwören?

Musst du nicht. Deine evangelische Taufe wird im Regelfall anerkannt. Du bekommst nach einer ca. einjährigen Vorbereitung meist in der Osternacht die Kommunion und Firmung.
Zitat:
Die Gerechtigkeit, die Jesus erworben hat und das Tor der Auferstehung ist ohne zeitliche Grenzen aufgestoßen worden. Umfasst also auch Menschen, die vor Jesus gelebt haben.



In welcher Bibel steht das und wo?

Zitat:
Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiliger, die entschlafen waren, wurden auferweckt."


Die vermoderten und aufgelösten Leiber wurden auferweckt

Hat das jemand gesehen?

Zitat:
Wie vertrauen bei diesem Thema voll der göttlichen Barmherzigkeit. Es ist ja angesichts des Massenmordes der Abtreibung höchst aktuell.

Ausdrückliche Offenbarung zu ihrem Schicksal gibt es nicht.



Ja, dem vollkommenen Gott zu vertrauen macht auch schon Sinn. Ich tue das auch.

Zitat:
Ausdrückliche Offenbarung zu ihrem Schicksal gibt es nicht.


Schade. Kann es ja auch nicht geben.

Aber es gibt einen Psalm der passt. Psalm 90 Vers 3 und es gibt für mich die Gewissheit von der Vollkommenheit meines Schöpfers!


Ich bin mir sicher, die Seelen inkarnieren wieder in einen neuen irdischen Körper auf Erden um die Erfahrungen zu machen, die der Sinn des Lebens vorgibt.
Sören hat folgendes geschrieben:
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Ich versuche einmal zusammen zu fassen.

1. Ich richte Euch nach Euren Werken (Matth.16.27 + Off.22.12), stimmt so also gar nicht.

2. Gott wirkt an mir, ich bin also nicht verantwortlich.

3. Wenn ich sündige, dann sündigt also Gott.

4. Warum muss denn dann überhaupt noch gerichtet werden, zumal doch Jesus die Sünden der Welt auf sich genommen hat?

Burkl, so etwas Tolles lernt man in Deiner Religion?
Keine Verantwortung mehr? Ich glaube da schließe ich mich evtl. , vielleicht auch an.


Wer Anderen die Worte im Munde umdrehen will, schafft das, egal, was ihm erzählt wird.


Und wer das nicht will, gibt Gott einfach die Ehre der Vollkommenheit, denn damit liegt Er/Sie immer auf der richtigen Seite!!
Rowanny hat folgendes geschrieben:

Aber es gibt einen Psalm der passt. Psalm 90 Vers 3 und es gibt für mich die Gewissheit von der Vollkommenheit meines Schöpfers!


Ich bin mir sicher, die Seelen inkarnieren wieder in einen neuen irdischen Körper auf Erden um die Erfahrungen zu machen, die der Sinn des Lebens vorgibt.


Schau dir mal den Psalm 90 nochmal an:
3Der du die Menschen lässest sterben
und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
4Denn tausend Jahre sind vor dir / wie der Tag, der gestern vergangen ist,
und wie eine Nachtwache.
5Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, / sie sind wie ein Schlaf,
wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst,
6das am Morgen blüht und sprosst
und des Abends welkt und verdorrt.
7Das macht dein Zorn, dass wir so vergehen,
und dein Grimm, dass wir so plötzlich dahinmüssen.
8Denn unsre Missetaten stellst du vor dich,
unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.
9Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn,
wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz.

http://www.die-bibel.de/online-bibe.....bibelstelle/Psalm%2090,4/

Im zweiten Teil des Satzes wird jeweils sinngemäß wiederholt, was im ersten Teil gesagt wurde. Das ist eine rhetorische Figur. Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Parallelismus_(Rhetorik)
Wenn man das berücksichtigt, ergibt Vers 3 keinen Hinweis auf Reinkarnation.