Ostersonntag


Burkl schreibt:
Zitat:
Ein mir bekannter Priester hat für die hasserfüllten Reaktionen und den Schmutz der ausgeleert wird, wenn die Kirche jemanden zur Ehre der Altäre erhebt, einen treffenden Begriff benutzt - "Das Geschrei der Unterwelt". Das trifft es eigentlich wirklich gut. Was außer dem sinnlosen Gebrüll und dem Spott kann man dem Guten und Wahren entgegensetzen? Nichts. Der Ostersieg Christi entpuppt das schon jetzt als ein vergebliches Aufheulen.


gg, die kath. Kirche könnte "das Geschrei der Unterwelt" stark minimieren, wenn sie bei der Auswahl ihrer "Heiligen" etwas vorsichtiger wäre (die zweifelhafte Auswahl wurde hier ja schon mehrfach dokumentiert), und es nicht in den letzten Jahrzehnten zu einer wahren "Heiligenschwemme" gekommen wäre.

Und bei der reichlichen Auswahl an Psalmen, prophetischen Schriften und Bibelworten läßt sich immer ein (meist aus dem Zusammenhang gerissenes) passendes Verslein finden, wobei man natürlich immer alle kontrovers dazu stehende Verse tunlichst verschweigt.
Aber darin hat es Burkl sowieso schon zu einsamer Meisterschaft gebracht.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Und es gibt schon den nächsten Anwärter auf eine künftige Heiligsprechung. Seine Heiligkeit, den emeritierten Papst Benedikt XVI., der heute die Gnade erfährt seinen 90. Geburtstag an einem Ostersonntag feiern zu dürfen. Jedenfalls ist er für viele ein Kirchenlehrer.

https://www.google.at/url?sa=t&.....g2=DxdBowQSDAdtiN2eyYwUcw
gg, ja ein total rückwärts gewandter und wahrscheinlich sehr stark auf die Einflüsterungen des Opus Dei hörender.
Seine wirklich positive Botschaft war sein Rücktritt.
Meine Entscheidung, mit Ratzinger's Wahl die kath. Kirche zu verlassen, hat sich in seinen weiteren Amtshandlungen hauptsächlich bestätigt.
Franziskus versucht, den Karren aus den Dreck zu ziehen, bekommt aber starken Gegenwind von Opus Dei nahestehenden Kardinälen wie Meisner und Co.

Pjotr Kala
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3 Millionen Österreicher waren zu Ostern in der Messe. In Wien wurden hunderte Erwachsene in der Osternacht getauft darunter viele ehemalige Muslime. Die wissen also was sie an Jesus und der Kirche haben - zum Unterschied von Schwarzmalerei und negativer Sicht, lieber Pjotr, können sie die Gnade schätzen und treten nicht das Heiligste, das sie empfangen haben mit Füßen und überschütten es mit Häme und Verachtung. Du könntest dir ein Vorbild an ihnen nehmen.

https://www.google.at/url?sa=t&.....g2=mHvKBFQ8w6jv3JCSjAE7zA
Vielleiht bin ich missverstanden worden. Wer zu Heiligen erklärte Leute verehren will, wer den Papst ganz prima findet, wer das Abendmahl in katholischer Sicht betrachtet, wer Homosexuelle zu Sündern erklärt, wer die Ehe für unauflöslich hält usw. usw., der soll es tun. Ich meine aber, man sollte überprüfen, ob und in welcher Hinsicht sie der betreffenden Person nützlich sind. Sind sie vom Prüfenden für sich nützlich gefunden worden, soll er dabei bleiben, wo nicht, soll er sie lassen.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Ich meine aber, man sollte überprüfen, ob und in welcher Hinsicht sie der betreffenden Person nützlich sind.

Das klingt nach Utilitarismus. Wir selbst sollen demnach nach eigenen Nützlichkeitserwägungen entscheiden, was an der Botschaft Jesu wahr und annehmbar sein soll und was nicht und sind selbst der Auslegungsmaßstab. Das zeigt eine fehlende übernatürliche Sicht - nicht nur auf die Kirche sondern auch auf die Auferstehung (das hängt beides interessanterweise eng zusammen). Benedikt XVI. hat darauf repliziert:

“Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt” (1 Kor 15,14f). Mit diesen Worten stellt der heilige Paulus ganz drastisch heraus, welche Bedeutung der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi für die christliche Botschaft als Ganze hat: Er ist ihre Grundlage. Der christliche Glaube steht und fällt mit der Wahrheit des Zeugnisses, dass Christus von den Toten auferstanden ist.
Wenn man dies wegnimmt, dann kann man aus der christlichen Überlieferung zwar immer noch eine Reihe bedenkenswerter Vorstellungen über Gott und den Menschen, über dessen Sein und Sollen zusammenfügen – eine Art von religiöser Weltanschauung –, aber der christliche Glaube ist tot. Dann war Jesus eine religiöse Persönlichkeit, die gescheitert ist; die auch in ihrem Scheitern groß bleibt, uns zum Nachdenken zwingen kann. Aber er bleibt dann im rein Menschlichen, und seine Autorität reicht so weit, wie uns seine Botschaft einsichtig ist. Er ist kein Maßstab mehr; der Maßstab ist dann nur noch unser eigenes Urteil, das von seinem Erbe auswählt, was uns hilfreich erscheint und das bedeutet: Dann sind wir alleingelassen. Unser eigenes Urteil ist die letzte Instanz.

Nur wenn Jesus auferstanden ist, ist wirklich Neues geschehen, das die Welt und die Situation des Menschen verändert. Dann wird er der Maßstab, auf den wir uns verlassen können. Denn dann hat Gott sich wirklich gezeigt.

emeritierter Papst Benedikt XVI.
Ich war früher mal als "Rentner" hier notiert, habe mich dann aber als Templer geoutet.
Was Paulus oder irendein beliebiger Papst sagt oder gesagt hat, interessiert mich nur sekundär.
Ich bin mit jeder Sicht oder Interpretation jeder beliebigen Religion oder vergleichbarer spiritueller Richtungen einverstanden, der ein Mensch anhängt, wenn ihm dies ein erfreuliches Leben und einen ruhigen Tod ermöglicht.
Burkl schreibt:

Zitat:
3 Millionen Österreicher waren zu Ostern in der Messe. In Wien wurden hunderte Erwachsene in der Osternacht getauft darunter viele ehemalige Muslime. Die wissen also was sie an Jesus und der Kirche haben - zum Unterschied von Schwarzmalerei und negativer Sicht, lieber Pjotr, können sie die Gnade schätzen und treten nicht das Heiligste, das sie empfangen haben mit Füßen und überschütten es mit Häme und Verachtung. Du könntest dir ein Vorbild an ihnen nehmen.


Wer seine Entscheidung für einen Glauben trifft, tut dies (hoffentlich) nach reiflicher Überlegung und aus für ihn oder sie plausiblen Gründen. Das bedeutet aber nicht, daß diese Gründe für andere Personen tragfähig sind.
So gesehen kann man gerade erzkonservativen oder auch esoterischen und fanatischen Glaubensanhängern oft vorwerfen, daß sie in einer Filterblase feststecken, aus der sie sich auch nicht befreien wollen.

Verachtung habe ich eigentlich nur für Menschen, die die Wahrheit verdrehen oder mit Halbwahrheiten oder Verschweigen von Fakten versuchen, ihre Überzeugung um jeden Preis (auch um den Preis der Lüge) zu verkaufen.

Übrigens ist die Zahl der Kirchenaustritte in Deutschland zwar nach einem Höhepunkt um 2010 wieder gesunken, aber immer noch auf ziemlich hohen Niveau.
https://fowid.de/meldung/kirchenaus.....rche-deutschland-node3345

Pjotr Kala
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Du darfst aber auch die Wiedereintritte nicht vergessen - die nehmen auch seit Jahren zu.

"Mit Stichtag vom 31. Dezember 2016 wurden 5.265 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist etwas mehr (plus 3,96 Prozent) als 2015 (5.064). 2014 konnte die Kirche 4.995 Eintritte verzeichnen, 2013 waren es 4.771, 2012 4.477. Die Eintritte in die katholische Kirche nehmen damit seit Jahren leicht zu."

https://www.google.at/url?sa=t&.....g2=eZt1v5aUP1zpgQbN38PWhQ
Man sollte die Statistik schon richtig lesen! In der zweiten Grafik sind die Kirchenein- und austritte saldiert.
Sie sind zwar vom Höchstand wieder gefallen, aber immer noch relativ hoch.

Pjotr Kala
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