Ostersonntag


Sören hat folgendes geschrieben:
Ich fühle mich geehrt, dass ich mittlerweile als Quelle zitiert werde


Kannst Du auch mit Recht, lieber Sören. Du hast da eine großartige Arbeit geleistet.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Lt. Evangelien war das Grab aber leer; ist das Deiner Meinung nach auch nur als Bild aufzufassen für ein geistiges Geschehen?

LG,
Minou


So meine ich 'Abdu'l-Bahá verstanden zu haben, ja.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Ich wollte, wenn auch nur kurz, an einige Aspekte des Lebens Christi heute erinnern - ​Jesus Christus heri et hodie: ipse et in saecula (Hebr 13,8 ), denn hier ist das Fundament des ganzen christlichen Lebens. Wenn wir uns umschauen und den Verlauf der Menschheitsgeschichte betrachten, sehen wir manchen Fortschritt. Die Wissenschaft hat dem Menschen ein deutlicheres Bewusstsein seiner Macht gegeben. Die Technik beherrscht die Natur besser als in früheren Zeiten, und sie gestattet der Menschheit den Traum von einer höheren Kultur, einem größeren Wohlstand und einer stärkeren Einheit.

Vielleicht möchten einige ein nuancierteres Bild haben und darauf hinweisen, dass die Menschen heute mehr noch als früher unter Ungerechtigkeit und Krieg leiden. Es stimmt.
Aber über solche Gedanken hinausgreifend möchte ich lieber daran erinnern, dass in der religiösen Dimension der Mensch Mensch bleibt und Gott Gott. Hier ist der Gipfel des Fortschritts schon erreicht: Christus, Alpha und Omega, der Anfang und das Ende (Offb 21,6).

Im geistlichen Leben gibt es also keine neue, künftige Epoche mehr. Alles ist schon in Christus gegeben, der starb und auferstand und lebt und für immer bleibt. Doch es ist nötig, sich mit Ihm im Glauben zu vereinigen und sein Leben in uns offenbar werden zu lassen, damit man sagen kann, dass jeder Christ nicht nur alter Christus ist, sondern ipse Christus, Christus selbst.

(zitiert aus Hl. Josémaria Escrivá, Christi Gegenwart in den Christen, Homilie, gehalten am 26. März 1967, Ostersonntag)
Burkl hat folgendes geschrieben:
Er ist auferstanden! - Jesus ist auferstanden. Er ist nicht mehr im Grab - das Leben hat den Tod überwunden.


Hallo,
eine andere Erklärung und Meinung:

Pontius Pilatus ab die Anweisung "führt die Kreuzigung so aus daß es aussieht als ob, nehmt ihn nachts ab und macht ihm deutlich er möge umghend aus der Gegend für immer verschwinden"! Diese deckt sich auch mit der Überlieferung daß Pontius Pilatus Jesus dank seiner absoluten Macht begnadigen wollte, nicht als einen todeswürdigen Schwerverbrecher ansah.

Eine Erklärzung die mit allen normalen Erfahrungen sich besser deckt und daher logischer ist als die Variante Auferstehung von den Toten.

Für einen an Vernunft orientierten Menschen ist Auferstehung nur ein Märchen ohne jeden Realitätsbezug. Ostern und Karfreitag daher nur für Gläubige von Bedeutung ist, für alle anderen sind es schöne Frühlingsfeiertage.
Zitat:
Im geistlichen Leben gibt es also keine neue, künftige Epoche mehr. Alles ist schon in Christus gegeben, der starb und auferstand und lebt und für immer bleibt. Doch es ist nötig, sich mit Ihm im Glauben zu vereinigen und sein Leben in uns offenbar werden zu lassen, damit man sagen kann, dass jeder Christ nicht nur alter Christus ist, sondern ipse Christus, Christus selbst.

(zitiert aus Hl. Josémaria Escrivá, Christi Gegenwart in den Christen, Homilie, gehalten am 26. März 1967, Ostersonntag)


gg, das sehen die Moslems, die Juden, die Bahai und etliche andere Religionen sicher ganz anders.
Das "geistliche Leben" ist ein sehr schwammiger Begriff, unter dem man alles Mögliche subsumieren kann und daher nicht aussagefähig ist.

Konkret in der heutigen Realität möchte ich mal einen Jesus Christus erleben, der mit den heutigen Problemen und vor allem mit den Problemen der nächsten 50 oder 100 Jahren (künstliche Intelligenz, Automatisierung, massivem Wegfall von Arbeitsplätzen, moralische Einordnung von Eingriffen in die menschliche Keimbahn, usw) konfrontiert wird, und hören, welche Lösungsansätze er dafür bietet.

Der komische Heilige Josémaria Escrivá war schon zu Lebzeiten ein Anachronismus und hat trotz seiner Heiligsprechung von Wojtyla und Unterstützung von Ratzinger nicht viel Positives auf die Beine gestellt. (Es sei denn, daß man die rückwärtsgewandte Auslegung der Bibel und den Versuch, massiven Einfluß auf Mulitplikatoren zu gewinnen als positiv ansieht).

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Kleine Korrektur: Josemaria Escriva war weder komisch noch heilig.
Hallo Templer,

tja, nüchtern betrachtet, hast du natürlich recht.
Für mich ist er allerdings von allen Heiligen der letzten 150 Jahre die umstrittenste Heiligsprechung und schon deswegen ein Witz.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ich fand die Umstände der Heiligsprechung von Johannes Paul II auch ganz putzig.
Ein mir bekannter Priester hat für die hasserfüllten Reaktionen und den Schmutz der ausgeleert wird, wenn die Kirche jemanden zur Ehre der Altäre erhebt, einen treffenden Begriff benutzt - "Das Geschrei der Unterwelt". Das trifft es eigentlich wirklich gut. Was außer dem sinnlosen Gebrüll und dem Spott kann man dem Guten und Wahren entgegensetzen? Nichts. Der Ostersieg Christi entpuppt das schon jetzt als ein vergebliches Aufheulen.

"Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.
„Lasst uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihre Stricke!“ Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie."

Psalm 2,2-4

"Der Triumph des Herrn am Tag seiner Auferstehung ist endgültig. Wo sind die Wachen, die die Machthaber aufgestellt hatten? Wo die Siegel, mit denen sie den Grabstein zu sichern wähnten? Wo sind die, die den Herrn verurteilt, wo die, die ihn gekreuzigt hatten?... Der Herr siegt, und all diese armseligen Menschen ergreifen die Flucht.

Sei voller Hoffnung: Christus siegt immer."

Hl. Josémaria Escrivá, Im Feuer der Schmiede, Nr. 660
Auch hier hilft Luther weiter. "Was nicht von Gott ist, das ist vom Teufel."
Das Papsttum wie auch die Heiligenverehrung und vieles mehr ist nicht von Gott, wenn man der bibel folgt.