Karsamstag


Der Leib des Herrn ruht im Grab, die Welt liegt in Dunkelheit. Maria ist das einzige Licht, das Urbild der Hoffnung. Die Mutter des Herrn - meine Mutter - und die Frauen, die dem Meister seit den Zeiten in Galiläa gefolgt sind, beobachten aufmerksam die Grablegung; dann verlassen sie den Ort es wird Nacht.
Alles ist überstanden. Das Werk unserer Erlösung ist vollbracht. Jetzt sind wir Kinder Gottes, weil Jesus für uns gestorben ist und sein Tod und losgekauft hat. Du und ich sind um einen hohen Preis erkauft worden (vgl. 1 Kor 6,20). Wir müssen uns in das Leben und Sterben Christi selbst hineinbegeben. Durch Abtötung und Buße sterben, damit Christus durch die Liebe in uns lebt. Und so in seine Fußspuren treten, um zu Miterlösern für alle Menschen zu werden.
Das Leben für die anderen hingeben. Nur dann leben wir Christi Leben und werden eins mit ihm.
Wo waren die Apostel an jenem Tag? Wir wissen es nicht. Verängstigt und verwirrt mögen sie ziellos und traurig umhergeirrt sein. Hatten sie an jenem Sabbat Zuflucht bei Maria gefunden? Auf jeden Fall ist sie mit ihrem Glauben, ihrer Hoffnung und ihrer Liebe Schutz und Schirm während dieser Zeit zwischen dem Dunkel des Todes und dem Leuchten der Auferstehung.
Dieser Sabbat, an dem alle die vom Gesetz vorgeschriebene Ruhe einhielten, war für Unsere Liebe Frau kein Trauertag: ihr Sohn hatte aufgehört zu leiden. Sie wartete mit freudiger Gelassenheit auf den Augenblick der Auferstehung. Von daher ist es plausibel, dass sie die Frauen nicht begleitet, wenn diese sich mit den wohlriechenden Salben auf den Weg zum Grab machen, um den toten Jesus das allerletzte Zeichen der Liebe zu erweisen.
Maria lebt in der Erwartung der Auferstehung. Sie erinnert uns besonders dann an den lebenden Christus, wenn wir - ermattet oder verwirrt - nur Dunkelheit sehen und dem Kreuz und dem Opfer ausweichen möchten.
Die Kirche grüßt sie im Salve Regina als "unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung" und betet: "wende deine barmherzigen Augen und zu, und nach diesem Elend zeige und Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes."
Mit Maria betrachten wir den Ort des Geschehens: Nun ist alles still. Wir atmen auf, dass die schreckliche Not endlich vorüber ist. Ein tiefer Friede liegt um das einsame Grab. Es ist der Friede der Vollendung. Der drinnen schläft, hat mit göttlicher Treue alles zu Ende gebracht, was der Vater ihm aufgetragen hatte. Nun ruht er von seinem Werk. Und es ist uns, als wetterleuchte schon die nahende Osterherrlichkeit um den stillen Ort.

aus Franciso F. Carvajal, Meditationen für jeden Tag, Bd. 2
Zitat:
"Das Werk unserer Erlösung ist vollbracht"


Halleluja! Der Sohn ist gequält und tot. Erbärmlich ermordet! Endlich ist Burkl und Co erlöst!

Aber ist das wirklich so?

Weshalb wird der "Vater" lt. Bibeln, die Übeltäter die den Sohn mordeten, übel umbringen?

Du sollst nicht töten
! So lautet das 5. Gebot!

Wie kann da ein gesunder Mensch der Meinung sein: Durch einen Mord ist das Werk unserer Erlösung erbracht?

Und Jesus sprach lt. Bibeln: "Siehe ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen wie seine Werke sind!"

Werke sind: Gedanken, gesprochene Worte, geschriebene Worte und Taten!


Ich wünsche allen, das gute Werke ihr Leben "pflastern" möge und das nicht nur zu Ostern!


PS: Hütet Euch vor religiösen Eiferern, denn sie bieten spirituelle "Steine" statt spirituelles "Brot"
Amare amare est, Lieben ist bitter. Gott liebt uns mit Bitterkeit, so Bernhard von Clairvaux, für die der Schmerz der jungen Frau im Hohelied zeugt.

Es gibt ein modisches Raisonnement, wie Gott sich habe erlauben können, seinen Sohn für alle "schlachten" zu lassen und sein Blutopfer einzufordern als Abzahlung an die Gerechtigkeit. Bei einem solchen Vorwurf handelt es sich um ein grandioses Missverständnis.

Nirgends geht es um kleinkrämerische Gerechtigkeit, es geht um die Preisgabe Gottes selbst: Bitter wie sonst nichts ist das Hergeben des Sohnes. Und dieses Hergeben bis ins Maßlose und Missverständliche führt zur Verwechslung der Liebe mit Prostitution - eben dasselbe geschieht Gott in solcher Anklage, er hätte doch seinen Sohn nicht ausliefern dürfen. Damit ist Gott in die äußerste Verwechslung seiner Liebe eingetreten. Weil er eine Liebe gelebt hat, unter deren unverstandenen Vorzeichen die Menschheit mit ihm zu rechten beginnt, ob es eigentlich soviel "Verschwendung" gebraucht hätte.

Als Abraham seinen Sohn opfern wollte, hielt ein Engel den Arm des Geprüften auf. Auf Golgotha geschah keine Schonung: "Diesmal hing kein Widder mehr im Strauch" - weder für den Vater noch für den Sohn. So dass der Vater das Letzte gab, ja, dass er sich verschwendete, gratis, aber auch frustra - umsonst und bis ins Missverständnis hinein umsonst. Dieses große Umsonst der Liebe Gottes, das sich an unserem Begreifen bricht, ist die Stelle, an der sich die Agape ins Unausdenkliche öffnet.

"Deus caritas est" überschrieb Benedikt XVI. seine erste Enzyklika. Und was niemand vorhersah: Er hat beide Arten von Liebe ins Gespräch gebracht, die irdische und die himmlische Liebe. Überraschend fügt er Eros und Agape zusammen, denn die Liebe, die aus der Natur, von unten stammt und von sich aus irregehen kann, wird durch die Liebe von oben gehalten, geleitet, geheiligt: im Sakrament. Und die Liebe von oben, die göttliche Liebe selbst, ist "abgestiegen" in unsere nächtlichen Gassen, um uns zu holen.

Ja, rätselhafte Liebe.

Hanna Barbara Gerl-Falkovitz
Moin

Ich kann mich für diese merkwürdigen Annahmen und Umstände zwar auch nicht begeistern, aber selbst wenn man sich nur am Rande mit der Thematik beschäftigt, bekommt man wohl mit, dass nicht der Mord am Kreuz im Fokus der Spiritualität steht, sondern der Akt der Vergebung an dem man sich orientieren könnte...
Dass es keinen Sinn macht Mördern und Verbrechern ausschliesslich zu vergeben und sie gewähren zu lassen, dürfte jedem Menschen einleuchten der einigermassen klar bei Verstand ist...

LG
Man sollte an Burkls Beiträge zu Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und sicher kommt da auch noch was zu Ostern nicht zu strenge Maßstäbe anlegen. Es handelt sich lediglich um irrelevante Meinungsäußerungen der paulinischen Häresie und des frei fantasierten Katholizismus. Man sollte das alles nicht mit Christentum oder der jesuanischen Botschaft verwechseln.
Zitat:
"Deus caritas est" überschrieb Benedikt XVI. seine erste Enzyklika.


Was er auch immer überschrieb, er war wohl der vorerst letzte "Inquisitor"(Leiter der rkK. Glaubenskongregation).

Ein Mensch, einer von vielen der sich "Heiliger Vater" (!) nennen lies, "Stellvertreter Gottes" auf Erden!

PS: Burkl, schon gegoogelt: Heilige Inquisition und Liebesleben der Päpste?
Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! / Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; / er hat verwundet, er wird auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, / am dritten Tag richtet er uns wieder auf / und wir leben vor seinem Angesicht.

Hosea 6,1-2
Burkl hat folgendes geschrieben:
Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! / Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; / er hat verwundet, er wird auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, / am dritten Tag richtet er uns wieder auf / und wir leben vor seinem Angesicht.

Hosea 6,1-2


* Jesus: "Ich komme bald und richte Euch nach euren Werken" Matth. 16.27 + Off.22.12

* Jesus: "Niemand kommt zum Vater der nicht mein Wort lebt"

* Jesus Bergpredigt: "Du kommst nicht von dannen so Du nicht den letzten Heller zahlest"

* Bibel: "Kinder sind zu züchtigen und die Ungehorsamen lasset steinigen vor den Toren der Stadt" (Sprüche/5.Moses)

* Johannes/Jesus: "Willst Du mir folgen, so hasse Dich, Deine Geschwister und Eltern"

* Offenbarung: "Die, die nicht ihre Kleider reinwaschen, werden ausgelöscht aus dem Buche des Leben"

* Lukas: "Es ist die Nacht der Finsternis,... nicht die der Rettung"


FROHE OSTERN
Herr Jesus Christus,
du hast uns gelehrt, barmherzig zu sein wie der himmlische Vater,
und uns gesagt, wer dich sieht, sieht ihn.
Zeig uns dein Angesicht, und wir werden Heil finden.

Dein liebender Blick
befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes;
erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon,
das Glück nur in einem Geschöpf zu suchen;
ließ Petrus nach seinem Verrat weinen
und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu.
Lass uns dein Wort an die Samariterin so hören,
als sei es an uns persönlich gerichtet:
„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht!“

Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters
und offenbarst uns den Gott, der seine Allmacht vor allem
in der Vergebung und in der Barmherzigkeit zeigt.
Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz,
dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Du wolltest, dass deine Diener selbst der Schwachheit unterworfen sind,
damit sie Mitleid verspüren mit denen, die in Unwissenheit und Irrtum leben.
Schenke allen, die sich an sie wenden,
die Erfahrung, von Gott erwartet und geliebt zu sein
und bei ihm Vergebung zu finden.

Sende aus deinen Geist und schenke uns allen seine Salbung,
damit das Jubiläum der Barmherzigkeit ein Gnadenjahr des Herrn werde
und deine Kirche mit neuer Begeisterung
den Armen die Frohe Botschaft bringe,
den Gefangenen und Unterdrückten die Freiheit verkünde
und den Blinden die Augen öffne.

So bitten wir dich,
auf die Fürsprache Marias, der Mutter der Barmherzigkeit,
der du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes
lebst und herrschst in alle Ewigkeit.
Amen.

Papst Franziskus,
Gebet zum Jahr der Barmherzigkeit
Grubi hat folgendes geschrieben:
Moin

Ich kann mich für diese merkwürdigen Annahmen und Umstände zwar auch nicht begeistern, aber selbst wenn man sich nur am Rande mit der Thematik beschäftigt, bekommt man wohl mit, dass nicht der Mord am Kreuz im Fokus der Spiritualität steht, sondern der Akt der Vergebung an dem man sich orientieren könnte...
Dass es keinen Sinn macht Mördern und Verbrechern ausschliesslich zu vergeben und sie gewähren zu lassen, dürfte jedem Menschen einleuchten der einigermassen klar bei Verstand ist...

LG


Lieber Grubi!

Da hast du insofern recht, dass ein wesentlicher Punkt an Jesus Botschaft die Vergebung ist. "Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" Das gilt auch heute, denn die meisten Menschen wissen nicht, was sie tun, ganz egal welche Fehler sie begehen. Vergeben bewirkt zweierlei Dinge: Erstens ist es gut und lobenswert Fehler zu verzeihen, auch wenn sie noch so schrecklich sein mögen. Das bedeutet aber nicht, dass derjenige, der die Fehler begeht, von seiner Verantwortung losgeeist wird. Zweitens ist Verzeihen gut für denjeneigen, der verzeiht, denn all der Groll und Hass, der dahintersteckt, wird aufgelöst.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!