Sexuelle Enthaltsamkeit


Hallo Rowanny,

das meiste in deinem Beitrag schildert einfach einen vernünftigen, verantwortbewußten Umgang mit der Sexualität.


Zitat:
Außerdem hat die körperliche Vereinigung nicht nur den Zeugungszweck, sondern es soll dabei der nicht minder wertvolle und notwendige Vorgang einer innigen Verschmelzung und eines Austausches gegenseitiger Fluide zu höherer Kraftentfaltung erfolgen. Vortrag Ende


gg, in ähnlichen Worten wird das in vielen Religionen so verlangt.

Nur hat noch nie jemals genau gesagt, was denn diese "gegenseitigen Fluide zu höherer Kraftentfaltung" sein sollen.
Außerdem, selbst bei einem wunderbar vollzogenen Geschlechtsakt bleibst du mit deinem Höhepunkt alleine. Bestenfalls gibt es einen gleichen Zeitpunkt. Ich persönlich habe da eigentlich auch noch nie etwas von "höherer Kraftentfaltung" gespürt.
Daß eine gute Übereinstimmung in der Sexualität auch für eine gute Ehe förderlich ist, versteht sich von selbst.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
[quote] Ich persönlich habe da eigentlich auch noch nie etwas von "höherer Kraftentfaltung" gespürt.
[
Pjotr Kala,

Noch nie "wie auf Wolken" dahingeschwebt?

Noch nie das Gefühl gehabt, uns gehört die Welt?

Noch nie das Gefühl des Bäume Ausreißens verspürt?

Dieses "Mit Dir kann mir nichts passieren"?

Schade.
Hallo Rowanny,

gg, meiner Meinung nach beschreibst du hier eher die Gefühle des Verliebtseins als die der Liebe.

Und zu deiner Beruhigung, ich kenne die genannten Gefühle auch. Und sie sind sogar nicht auf die Sexualität beschränkt.


Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Rowanny,

gg, meiner Meinung nach beschreibst du hier eher die Gefühle des Verliebtseins als die der Liebe.

Und zu deiner Beruhigung, ich kenne die genannten Gefühle auch. Und sie sind sogar nicht auf die Sexualität beschränkt.


Pjotr Kala


Schööön!
Der Geist ist der ANTRIEB im Körper des Menschen. So wie die Feder oder Batterie der Antrieb in einer Uhr ist.
So lange ICH noch Sekundenzeiger, Minutenzeiger oder Stundenzeiger bin, werde ICH schlicht weg ANGETRIEBEN. Zum Arbeiten, zum Vergnügen, und auch zum Sex!
Wenn ICH aber nicht mehr Zeiger bin, sondern zum ANTRIEB SELBST Geworden bin, dann werde ich nicht mehr angetrieben. Wer oder was sollte mich noch antreiben, wenn ICH der Antrieb SELBST BIN?
Darum ist die ganze KÜNSTLICHE Enthaltung vom Sex eine reine (auch wieder Christliche) ILLUSION.

Der Mensch sollte also zum Antrieb SELBST (zum GEIST SELBST) werden, dann braucht er sich um das getrieben werden, keine Gedanken mehr zu machen. Denn dann wird er nicht mehr getrieben, sondern er muß sich – den Körper – Selbst antreiben. Alles Andere ist Schwachsinn.

© Demetrius Degen
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
"Wer oder was sollte mich noch antreiben, wenn ICH der Antrieb SELBST BIN?"

Da Gott die Kraft ist, die die Natur treibt, und der Mensch ebenfalls ein Teil der Natur ist, ist die Antwort auf die Frage, was mich denn antreiben sollte, recht simpel!
Liebe Rowanny!

Der, dem es nicht um Genuss geht, der genießt alles, auch die sexuelle Enthaltsamkeit. Sie bereitet nämlich große Freude.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Liebe Rowanny!

Der, dem es nicht um Genuss geht, der genießt alles, auch die sexuelle Enthaltsamkeit. Sie bereitet nämlich große Freude.

Alles Liebe

Erich


Dieser Spaß sei Dir gegönnt!

PS: Aber übernimm Dich nicht!
@Rowanny
Zitat:
Zitat:
Ist sexuelle Enthaltsamkeit für den geistigen Aufstieg förderlich?


Er ist unabdingbar laut den vedischen Schriften. Allen voran der Bhagavad-Gita. Denn die Formel ist, sexuelle Lust in spirituelle Liebe zu transzendieren.

Als erstes sollten wir verstehen das wir nicht der materielle Körper sind. Wir "bewohnen" diesen lediglich. So wie wir vergleichsweise Kleider anziehen aber eben nicht diese Kleider sind.
Sexuelle Freuden sind die grössten Freuden die wir durch den materiellen, vergänglichen Körper erfahren können und solange wir uns von dieser Art Freude bezaubern lassen, finden wir auch keinen Zugang zu höheren spirituellen Freuden.
Spirituelle Freuden erscheinen in dem Masse in dem wir uns nicht mehr mit dem materiellen Körper identifizieren. Wir mögen alle theoretisch verstehen das wir nicht der Körper sind, aber hier geht es um Verwirklichung.

Spiritualität beginnt an dem Punkt wo wir verstehen das wir weder Materie, noch ein Produkt von Materie sind. Der Wunsch nach sexuellem Genuss entsteht aus Unwissenheit über das eigene ewige Selbst.

Arjuna stellte die gleiche Frage an den Höchsten Herrn Shri Krishna und dessen Antwort ist wie folgt:
Zitat:

Es ist Lust allein, Arjuna, die aus Berührung mit der materiellen Erscheinungsweise der Leidenschaft geboren wird und sich später in Zorn umwandelt. Sie ist der allesverschlingende, sündige Feind dieser Welt.

Wie Feuer von Rauch, ein Spiegel von Staub und ein Embryo vom Mutterleib bedeckt ist, so wird das Lebewesen von verschiedenen Graden dieser Lust bedeckt.

So wird das reine Bewusstsein des weisen Lebewesens von seiner ewigen Feindin in der Form von Lust bedeckt, die niemals befriedigt werden kann und die wie Feuer brennt.

Die Sinne, der Geist (Verstand) und die Intelligenz (Unterscheidungsvermögen) sind die Wohnstätten der Lust. Durch sie bedeckt die Lust das wirkliche Wissen des Lebewesens und verwirrt es.

Deshalb, o Arjuna, bester der Bharatas, bezwinge gleich zu Anfang dieses grosse Symbol der Sünde (die Lust), indem du die Sinne regulierst, und erschlage diese Zerstörerin des Wissend und der Selbstverwirklichung.

(Bhagavad-Gita Kap.3 37-41)

Der Materialist geniesst im Äusseren durch seine Sinne und der Spiritualist / Transzendentalist geniesst im Innern.

Shir Krishna erklärt zum Thema Genuss folgendes:
Zitat:
Die verkörperte Seele kann zwar von Sinnenfreuden zurückgehalten werden, doch der Geschmack für die Sinnesobjekte bleibt.
Wenn sie jedoch solche Neigungen aufgibt, da sie einen höheren Geschmack erfährt, ist sie im Bewusstsein gefestigt.

(Bhagavad-Gita 2.59)

Es ist wie beim Essen, wo uns die leckersten Speisen vorgesetzt werden können, aber wenn wir bereits satt sind haben sie keine Anziehung auf uns.
So geniesst der wahre Spiritualist grenzenloses Glück in seinem Innern und ist dadurch nicht mehr von den seichten Freuden der körperlichen Lebensauffassung berührt.
sexuelle Enthaltsamkeit als Genuss.Wo liegt da der Kick?