Vom Lesen der Heiligen Schrift (Bibel)


Heiliger Justin von Celije

Vom Lesen der Heiligen Schrift [1]


Die Bibel ist in einem gewissen Sinn eine Biographie Gottes in dieser Welt. In ihr hat der Unbeschreibbare in einem gewissen Sinn Sich Selbst beschrieben. Die Heiligen Schriften des Neuen Testaments sind eine Biographie des inkarnierten Gottes in dieser Welt. In ihnen wird berichtet, wie Gott, um Sich Selbst den Menschen zu offenbaren, Gott den Logos sandte, Der Fleisch annahm und Mensch wurde und als Mensch den Menschen alles sagte, was Gott ist, alles, was Gott von dieser Welt und den in ihr lebenden Menschen will.
Gott der Logos offenbarte Gottes Plan für die Welt und Gottes Liebe für die Welt. Gott das Wort sprach zu den Menschen von Gott mit der Hilfe von Worten, insoweit wie menschliche Worte den Unfaßbaren Gott zu fassen vermögen.
In der Bibel hat der Herr alles dargelegt, was nötig ist für diese Welt und die in ihr lebenden Menschen. In ihr hat Er die Antworten gegeben auf alle Fragen. Keine der Fragen, die die menschliche Seele quälen, bleibt unbeantwortet in der Bibel, sei es direkt oder indirekt. Die Menschen können nicht mehr Fragen erdenken, als es Antworten gibt in der Bibel. Wenn es dir nicht gelingt, in der Bibel die Antwort auf irgendeine deiner Fragen zu finden, bedeutet das, dass du entweder eine sinnlose Frage gestellt hast, oder nicht weißt, wie die Bibel zu lesen ist, oder die darin enthaltene Antwort nicht zu Ende gelesen hast.
In der Bibel hat Gott bekannt gemacht:

1. Was die Welt ist, woher sie stammt, warum sie existiert, wohin sie geht und wie sie enden wird.

2. Was der Mensch ist, woher er stammt, wohin er geht, woraus er besteht, was seine Bestimmung ist, welches sein Ende ist.

3. Was die Tiere und die Pflanzen sind, was ihre Bestimmung ist, wozu sie dienen.

4. Was das Gute ist, woher es stammt, wohin es führt, was seine Bestimmung ist, wie es erlangt wird.

5. Was das Böse ist, woher es stammt, wie es ins Dasein kam, warum es existiert, wie es ein Ende finden wird.

6. Was die Gerechten sind und was die Sünder, wie ein Sünder zum Gerechten wird und wie ein hochmütiger gerechter Mensch zum Sünder wird, wie ein Mensch Gott dient und wie er dem Satan dient, welches der ganze Weg ist vom Guten zum Bösen, von Gott zum Satan.

7. Alles, von Anfang bis Ende, den ganzen Weg des Menschen vom Körper zu Gott, von seiner Empfängnis im Mutterleib bis zu seiner Auferstehung von den Toten.

8. Was die Geschichte der Welt ist, die Geschichte von Himmel und Erde, die Geschichte der Menschheit, welches ihr Weg ist, ihr Zweck und ihr Ende.

In der Bibel hat Gott absolut alles gesagt, was den Menschen gesagt werden mußte. Die Biographie jedes Menschen - eines jeden ohne Ausnahme - ist in der Bibel zu finden. In ihr kann jeder von uns sich selbst abgebildet und genau beschrieben finden, in allen Einzelheiten, mit allen Tugenden und Lastern, die du hast, den möglichen und den unmöglichen.
Du wirst darin die Wege finden, auf denen deine eigene Seele und die Seele jedes anderen von der Sünde zur Sündelosigkeit wandert, den ganzen Weg des Menschen zu Gott, und ebenso den ganzen Weg des Menschen zum Satan. Du wirst darin die Mittel finden, dich zu befreien von der Sünde.
Kurz gesagt, in der Bibel wirst du die ganze Geschichte der Sünde und der Sündhaftigkeit finden und die ganze Geschichte der Gerechtigkeit und der Gerechten.
Trauerst du, findest du in der Bibel Trost, bist du niedergeschlagen, findest du Freude, bist du zornig - Beruhigung, bist du von Lust bedrängt - Enthaltsamkeit, bist du töricht - Weisheit, bist du schlecht - Gutheit, bist du ein Schurke - Gnade und Gerechtigkeit, haßt du deinen Mitmenschen - Liebe. In ihr wirst du eine Arznei finden für alle deine Laster und Schwächen und Nahrung für alle deine Tugenden und guten Werke. Bist du gut, wird die Bibel dich lehren, besser zu werden. Bist du gütig, wird sie dich engelhafte Zärtlichkeit lehren. Bist du intelligent, wird sie dich Weisheit lehren.
Liebst du die Schönheit und Musikalität der dichterischen Sprache - es gibt nichts Schöneres und Ergreifenderes als das, was Hiob, Isaiah, Salomo, David, Johannes der Theologe und der Apostel Paulus geschrieben haben. Hier ist Musik - die engelhafte Musik der ewigen Wahrheit Gottes, gewandet in menschliche Worte.
Je mehr einer die Bibel liest und studiert, desto mehr Gründe findet er, sie so oft und so ausgiebig zu lesen wie er kann. Gemäß dem heiligen Johannes Chrysostomos ist sie wie eine aromatische Wurzel - je mehr man sie reibt, desto mehr duftet sie.

Wie wir die Bibel lesen sollen - mit den Hl. Vätern als Führern


Es ist wichtig zu wissen, warum wir die Bibel lesen sollen. Ebenso wichtig ist zu wissen, wie wir die Bibel lesen sollen. Die besten Führer hierbei sind die Heiligen Väter, allen voran der hl. Johannes Chrysostomos, der sozusagen ein fünftes Evangelium geschrieben hat.[2]
Die Heiligen Väter empfehlen, dass wir uns ernsthaft vorbereiten bevor wir die Bibel lesen und betrachten. Welches ist diese Vorbereitung? Zu allererst das Gebet. Betet zum Herrn, dass Er euren Sinn erleuchten möge, damit ihr die Worte der Bibel verstehen könnt, und dass Er euer Herz erfülle mit Seiner Gnade, damit ihr die Wahrheit und das Leben jener Worte zu empfinden vermöchtet. Seid euch bewußt, dass dies Gottes Worte sind, die Er Selbst spricht und zu euch persönlich sagt. Das Gebet, zusammen mit den anderen Tugenden, die wir im Evangelium finden, ist für den Menschen die beste Vorbereitung, um die Bibel zu verstehen.
Wie sollen wir die Bibel lesen? Betend und mit Ehrfurcht, denn in jedem Wort ist ein Tropfen ewiger Wahrheit, und alle Worte zusammen bilden den uferlosen Ozean der Ewigen Wahrheit.
Die Bibel ist nicht ein Buch, sondern Leben, denn ihre Worte "sind Geist und sind Leben" (Joh 6,63). Deshalb können ihre Worte nur verstanden werden, wenn wir sie mit dem Geist ihres Geistes und dem Leben ihres Lebens betrachten. Sie ist ein Buch, das gelesen werden muß mit dem Leben - indem wir es in die Tat umsetzen. Zuerst müssen wir es leben, erst dann können wir es verstehen.
Hier gelten die Worte des Erlösers: "Wenn einer den Willen Gottes tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist" (Joh 7,17) Tu es, damit du es verstehen kannst. Dies ist die Grundregel orthodoxer Bibel-Exegese.
Zuerst liest man die Bibel gewöhnlich schnell, doch dann immer langsamer, bis einer dahingelangt, dass er nicht einmal mehr Wort für Wort liest, weil er in jedem Wort ewige Wahrheit entdeckt, ein unaussprechliches Mysterium. Lest jeden Tag mindestens ein Kapitel des Alten und eines des Neuen Testaments, doch gleichzeitig setzt eine Tugend von jedem in die Tat um. Übt euch darin, bis es euch zur Gewohnheit wird.
Nehmen wir zum Beispiel als erstes die Tugend des Vergebens von Beleidigungen. Macht euch dies zur täglichen Pflicht. Gleichzeitig betet zum Herrn: "O gütiger Herr, schenke mir Liebe zu denen, die mich beleidigen!" Wenn ihr euch diese Tugend zur Gewohnheit gemacht habt, wird das Üben der übrigen Tugenden leichter sein für euch, bis zur allerletzten.
Die Hauptsache ist, die Bibel soviel wie möglich zu lesen. Wo der Verstand nicht begreift, wird das Herz fühlen, und wenn weder der Verstand begreift noch das Herz fühlt, dann lest die Stelle nochmals, denn durch das Lesen sät ihr Gottes Worte in eure Seele. Und dort werden sie nicht verlorengehen, sondern allmählich und unmerklich übergehen in die Natur eurer Seele. Dann wird geschehen, was der Erlöser über den Mann sagte, "der Samen in die Erde sät und sich dann zur Ruhe legt, und es vergeht die Nacht, es vergeht der Tag, und der Same keimt und sprießt, ohne dass der Mann es bemerkt" (Mk 4,26-27).
Die Hauptsache ist: sät, denn Gott ist es, Der das Gesäte zum Keimen bringt und es gedeihen läßt (1 Kor 3,6). Doch drängt nicht auf Erfolg, damit ihr nicht werdet wie jener, der heute sät und morgen schon ernten will.

Die Macht der Worte Gottes


Indem ihr die Bibel lest, mischt ihr göttlichen Sauerteig unter den Teig eurer Seele und eures Leibs, sodass er nach und nach den ganzen Teig durchsäuert und ihn aufgehen läßt mit der Wahrheit und Gerechtigkeit des Evangeliums (Mt 13,33).
Das Gleichnis vom Sämann, das der Herr vortrug, gilt für jeden von uns. Der Same der Göttlichen Wahrheit wird uns in der Bibel vermittelt. Indem wir sie lesen, säen wir den Samen in unsere eigene Seele. Ein Teil fällt auf den steinigen und von Dornen überwachsenen Boden unserer Seele, doch ein wenig fällt auch auf den guten Boden unseres Herzens und bringt Frucht. Und wenn du die Frucht erblickst und kostest davon, wird die Süße und die Freude dich anspornen, die steinigen und von Dornen überwucherten Bereiche deiner Seele zu säubern und zu pflügen und auch sie mit dem Samen des Wortes Gottes zu besäen.
Wißt ihr, wann ein Mensch weise ist in den Augen Christi unseres Herrn? Wenn er auf Sein Wort hört und es in die Tat umsetzt. Der Anfang der Weisheit ist, auf das Wort Gottes zu hören (Mt 7,24-25). Jedes Wort des Erlösers hat die Macht und die Kraft, sowohl leibliche als auch geistige Gebrechen zu heilen. "Sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird geheilt sein" (Mt 8,8 ). Der Erlöser sagte das Wort, und der Knecht des Hauptmanns war geheilt.
So wie Er es damals tat, so spricht der Herr auch heute unablässig Seine Worte zu dir, zu mir, zu einem jeden von uns. Doch wir müssen innehalten, uns vertiefen in sie und sie annehmen - mit dem Glauben des Hauptmanns von Kaphernaum (Mt 8,5f). Dann wird uns ein Wunder geschehen, und unsere Seelen werden geheilt werden, geradeso wie der Knecht des Hauptmanns geheilt wurde. Im Evangelium wird berichtet, dass man viele
Besessene zu Ihm brachte und dass Er die bösen Geister austrieb mit Seinem Wort und alle Kranken heilte (Mt 8,16). Auch heute tut Er dies, denn der Herr Jesus "ist derselbe gestern und heute und in die Ewen" (Hebr 13,8 ).
Jene, die nicht auf Gottes Worte hören, werden gerichtet werden beim Furchtgebietenden Gericht, und es wird ihnen an jenem Tag schlimmer ergehen als Sodom und Gomorrha (Mt 10,14-15). Habt acht auf euch, denn beim Furchtgebietenden Gericht wird man euch auffordern, Rechenschaft abzulegen für das, was ihr getan habt mit den Worten Gottes - ob ihr darauf gehört und sie bewahrt habt, ob ihr euch gefreut habt an ihnen oder ob ihr euch derselben geschämt habt. Wenn ihr euch ihrer geschämt habt, wird auch der Herr Sich eurer schämen, wenn Er kommt in der Herrlichkeit Seines Vaters zusammen mit den heiligen Engeln (Mk 8,38 ).
Es gibt nur wenige Worte von Menschen, die nicht leer und eitel sind. Deshalb gibt es nur wenige Worte, für die wir dereinst nicht verurteilt werden (Mt 12,36). Um dies zu vermeiden, müssen wir aus der Bibel die Worte Gottes lernen und betrachten und uns zu eigen machen, denn Gott hat sie den Menschen verkündet, damit sie sie annehmen, und durch sie die Wahrheit Gottes Selbst. In jedem Wort des Erlösers ist mehr Ewigkeit und
Beständigkeit als in Himmel und Erde zusammengenommen und ihrer ganzen Geschichte, sagt Er doch: "Himmel und Erde werden vergehen, Meine Worte aber werden nicht vergehen" (Mt 24,35). Das bedeutet, dass Gott und alles, was Gottes ist, in den Worten des Erlösers ist. Aus diesem Grund nämlich können sie nicht vergehen. Wenn ein Mensch sie annimmt, wird er beständiger als Himmel und Erde, denn es wohnt ihnen eine Kraft inne, die den Menschen unsterblich und ewig macht.
Durch das Lernen und Erfüllen der Worte Gottes wird einer zum Verwandten des Herrn Jesus. Er Selbst hat dies offenbart, als Er sagte: "Meine Mutter und Meine Brüder sind jene, die das Wort Gottes hören und es tun" (Lk 8,21). Das bedeutet, dass du, wenn du das Wort Gottes hörst und liest, ein Halbbruder Christi bist. Setzt du es in die Tat um, bist du ein Vollbruder des Herrn. Und das ist eine Freude und ein Privileg, die größer sind als jene der Engel.
Indem die Seele aus der Bibel lernt, wird sie überflutet von einer Seligkeit, die nicht ihresgleichen hat auf Erden. Der Erlöser sprach hierüber, als Er sagte: "Selig sind jene, die das Wort Gottes hören und es bewahren" (Lk 11,28 ).
Groß ist das Mysterium des Worts - so groß, dass die Zweite Person der Heiligen Dreiheit, Christus der Herr, in der Bibel "das Wort", "der Logos" genannt wird. Gott ist das Wort (Joh 1,1). Alle Worte, die vom Ewigen und Absoluten Wort kommen, sind voll von Gott, göttlicher Wahrheit, Ewigkeit und Gerechtigkeit. Wenn du ihnen gehorchst, gehorchst du Gott Selbst. Wenn du sie liest, liest du die unmittelbaren Worte Gottes Selbst. Gott das Wort wurde Fleisch, wurde Mensch (Joh 1,14), und so begann der stumme, stammelnde Mensch die Worte der Ewigen Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes zu verkünden.
Die Worte des Erlösers enthalten ein Elixir der Unsterblichkeit. Tropfen um Tropfen fällt es in die Seele des Menschen, der Seine Worte liest, und bringt seine Seele aus dem Tod hinüber ins Leben, aus der Unbeständigkeit in die Beständigkeit. Dies zeigte der Erlöser, als Er sagte: "Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer auf Mein Wort hört und an Den glaubt, Der Mich gesandt hat, hat ewiges Leben... er ist hinübergegangen aus dem Tod ins Leben" (Joh 5,24). An anderer Stelle äußerte der Erlöser diese entscheidenden Worte: "Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer Meine Worte bewahrt, wird den Tod niemals schauen" (Joh 8,51).
Jedes Wort Christi ist voll von Gott, und wenn es Eingang findet in die Seele des Menschen, reinigt es sie von jeder Beschmutzung. Von jedem Seiner Worte geht eine Kraft aus, die uns reinigt von der Sünde. Deshalb sagte der Erlöser beim Mystischen Abendmahl zu Seinen Jüngern, die gewohnt waren, unablässig auf Sein Wort zu horchen: "Ihr seid schon rein, des Wortes wegen, das Ich zu euch gesprochen habe" (Joh 15,3).

Die Heilige Schrift ist Gottes eigenes Wort


Christus der Herr und Seine Apostel bezeichnen alles, was in der Bibel geschrieben ist, als das Wort Gottes, das Wort des Herrn (Joh 17,14 / Apg 6,2; 13,46; 16,32; 19,20 / 2 Kor 2,17 / Kol 1,5 / 2 Thess 3,1). Wenn ihr sie nicht lest und annehmt als solches, werdet ihr gefangen bleiben in den stummen, stammelnden Worten von Menschen, in Leerheit und Eitelkeit. Jedes Wort Gottes ist voll von Gottes Wahrheit, die die Seele heiligt in Ewigkeit, nachdem sie einmal Eingang gefunden hat in die Seele. So wendet Sich der Erlöser zu Seinem himmlischen Vater und bittet Ihn: "Vater! Heilige sie durch Deine Wahrheit, Dein Wort ist Wahrheit" Joh 17,17). Wenn ihr das Wort Christi nicht annehmt als das Wort Gottes, als das Wort der Wahrheit, so bedeutet das, dass in euch die Falschheit und der Vater der Lüge dagegen rebellieren.
Jedes Wort des Erlösers beinhaltet viel Übernatürliches und ist voller Gnade.
Deshalb wird in die Seele des Menschen, wenn das Wort Christi sie besucht, Gnade ausgegossen. Der heilige Apostel schreibt den ganzen Aufbau des Hauses des Heils "dem Wort der Gnade Gottes" zu (Apg 20,32). Als gnadenerfüllte Kraft wirkt das Wort Gottes Wunder im Menschen und spendet ihm Leben, sofern er es mit Glauben hört und mit Glauben annimmt (1 Thess 2,13).
Alles wird verunreinigt durch die Sünde, doch alles wird rein gemacht durch das Wort Gottes und das Gebet (1 Tim 4,5) - alles, das heißt die ganze Schöpfung, vom Menschen an abwärts bis zum Wurm.
Kraft der Wahrheit, die es in sich trägt, und der Macht, die es besitzt, ist das Wort Gottes "schärfer als jedes Schwert und dringt in die Tiefe, bis zur Trennung von Seele und Leib, von Mark und Bein, und es unterscheidet genau die Gedanken und Neigungen des Herzens" (Heb 4,12). Nichts bleibt ihm verborgen.
Weil jedes Wort Gottes das Ewige Wort Gottes, den göttlichen Logos, in sich trägt, hat es die Macht, Menschen zu gebären und zu erneuern. Und wenn ein Mensch aus dem Wort geboren ist, ist er aus der Wahrheit geboren. Deshalb schreibt der heilige Jakobus der Apostel an die Christen, dass Gott der Vater sie geboren hat "durch das Wort der Wahrheit" (Jak 1,18 ), und der Apostel Petrus sagt gleicherweise zu ihnen, dass sie "neu geboren wurden durch das Wort des Lebendigen Gottes, Das in Ewigkeit bleibt" (1 Petr 1,23).
Alle Worte Gottes, die Gott zu den Menschen gesprochen hat, kommen vom Ewigen Wort, dem göttlichen Logos, Der das Wort des Lebens ist und ewiges Leben schenkt.
Indem ein Mensch sein Leben dem Ewigen Worte weiht, ersteht er vom Tod zum Leben. Indem er erfüllt wird von ewigem Leben, besiegt er den Tod und wird "teilhaftig göttlicher Natur" (2 Petr 1,4), und seiner Seligkeit wird kein Ende sein.
Das Wichtigste und Bedeutsamste in alledem ist Glaube und Liebe zu Christus dem Herrn, denn das Mysterium jedes Wortes Gottes öffnet sich unter der Einwirkung der Wärme jener Liebe, geradeso wie die Blüte sich öffnet und ihren Duft verströmt unter der Einwirkung der Wärme der Sonnenstrahlen. Amen

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[1] Homilie des hl. Justin (1894-1979, siehe Heilige Altväter der Gegenwart, Chania 2007), gehalten am Seminar des Hl. Sava in Sremski Karlovci (Serbien) am 22. Dezember 1929. Engl. in: A Treasure of Serbian Orthodox Spirituality, Bd. 4: "The Struggle for Faith", Grayslake IL/USA 1989, einsehbar auf www.sv-luka.org. Dt. Übers. aus Engl. vom Kloster hl. Johannes d. Vorläufers, Chania 2010

[2] Vom hl. Johannes Chrysostomos sind uns fortlaufende (Vers um Vers) Kommentare u.a. zum Buch Genesis und zum Psalter, zu den Evangelien des Matthäus und des Johannes, zur Apostelgeschichte sowie zu den Briefen des Apostels Paulus erhalten. Gr. Urtext in EPE JohChrys Bde. 2-25. Engl. Übers. zugänglich auf der Webseite www.newadvent. org/fathers. Dt. Übers. eines kleinen Teils hiervon in der "Bibliothek der Kirchenväter" zugänglich auf www.unifr.ch/bkv. Diese Schriftkommentare sprach der hl. Johannes in Form von Homilien unmittelbar zu den Gläubigen in der Kirche. Deshalb sind sie auch für uns Heutige ohne weiteres verständlich.

Quelle: http://www.prodromos-verlag.de/Justin_LesenDerHlSchrift.pdf
Hallo, hier ist Schmied.

Warum wurde mir hinterhältig (heimlich, ohne jegliche Benachrichtigung und Grund, ohne das Wissen von wem das gemacht wurde) gestern Nacht, nachdem ich dieses Thema geöffnet hatte, der Zugang auf meinen Account verwehrt?

Ist das die "feine englische Art"?

Einfach einen eliminieren, weil er einem nicht passt?
Gast8088 hat folgendes geschrieben:
Hallo, hier ist Schmied.

Warum wurde mir hinterhältig (heimlich, ohne jegliche Benachrichtigung und Grund, ohne das Wissen von wem das gemacht wurde) gestern Nacht, nachdem ich dieses Thema geöffnet hatte, der Zugang auf meinen Account verwehrt?

Ist das die "feine englische Art"?

Einfach einen eliminieren, weil er einem nicht passt?



Hallo Schmied,

dann kann es wohl nur ein technischer Defekt gewesen sein.
Zitat:
Einfach einen eliminieren, weil er einem nicht passt?


Wenn du Fairness willst, bist du auf dem falschen Planeten und gehörst zur falschen Spezies.
Zur allgemeinen Beruhigung:
Am 01.02.16 um 21:52 schrieb Tobias diese Mahnung an Schmied

Als Moderator möchte ich dir gleich noch auf dem Weg geben, dass du so wie du dich gerade verhältst aktiv auf deine erneute Sperrung zuarbeitest. Denn inzwischen misst man in deinen Beiträgen zunehmend jegliche Konstruktivität wie auch Höflichkeit. Beides ist aber Grundbedingung hier für jeden Post.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ups, Minou kam mir da kurz zuvor^^
Na gut, dann eben @Schmied: Solche Einstiegstexte wie da oben eignen sich normalerweise recht schlecht für eine Diskussion und das unabhängig vom Inhalt. Sie sind schlicht und ergreifend zu lang als erwarten zu können, dass sich die jeder durchliest Aber das nur am Rande.
_________________
Die Gottheit lebt in den Details.
Cacau hat folgendes geschrieben:
Ups, Minou kam mir da kurz zuvor^^
Na gut, dann eben @Schmied: Solche Einstiegstexte wie da oben eignen sich normalerweise recht schlecht für eine Diskussion und das unabhängig vom Inhalt. Sie sind schlicht und ergreifend zu lang als erwarten zu können, dass sich die jeder durchliest Aber das nur am Rande.


Das ist sicherlich sehr lang, aber entscheidet nicht jeder selbst ob er es liest oder nicht?

Ich habe es nicht gelesen, und lese auch von einem anderen User zwischenzeitlich nichts mehr, auch wenn es kürzere Texte sind, aber kann das wirklich der Grund sein jemanden zu löschen? Oder steckt mehr dahinter?

Im Moment kann ich es nicht einordnen.
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Cacau hat folgendes geschrieben:
Ups, Minou kam mir da kurz zuvor^^
Na gut, dann eben @Schmied: Solche Einstiegstexte wie da oben eignen sich normalerweise recht schlecht für eine Diskussion und das unabhängig vom Inhalt. Sie sind schlicht und ergreifend zu lang als erwarten zu können, dass sich die jeder durchliest Aber das nur am Rande.


Das ist sicherlich sehr lang, aber entscheidet nicht jeder selbst ob er es liest oder nicht?

Ich habe es nicht gelesen, und lese auch von einem anderen User zwischenzeitlich nichts mehr, auch wenn es kürzere Texte sind, aber kann das wirklich der Grund sein jemanden zu löschen? Oder steckt mehr dahinter?

Im Moment kann ich es nicht einordnen.


Ich wurde einfach heimlich, hinterhältig eliminiert, weil ihnen meine Einstellung nicht gefällt. Totalitarismus.

Na ja, da die Bahai die Neue Weltordnung unterstützen, wundert es auch nicht, dass sie sich derer Methoden bedienen.
Schmied, aber anscheinend eliminiert man Dich im Moment nicht!

Aber, was zieht Dich unbedingt hier hin?
Schmied hat folgendes geschrieben:
Ich wurde einfach heimlich, hinterhältig eliminiert, weil ihnen meine Einstellung nicht gefällt. Totalitarismus.


Das ist nicht richtig. Ich habe weiter oben Tobias' Ermahnung an Dich hier reingestellt.
Hier kann jeder seine Meinung schreiben, solange er nicht beleidigend oder rassistisch wird, womit ich aber nicht sagen will, dass Du rassistisch warst.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten