Betteln statt beten!


Rosegarden hat folgendes geschrieben:

Ich finde das Baha'i Konzept davon ganz gut: Wenn man sich in Bewegung setzt und was tut, kriegt man Hilfe von Gott.
Das wird im Christentum leider nicht so klar, obwohl das Gebet ja kaum anders funktionieren kann.

Bei dem Konzept fehlt die Gnade - es läuft eben auf ein "Hilf dir selbst, dann hilf dir Gott!" hinaus. Also darauf, dass es letztlich entscheidend auf das Handeln des Menschen ankäme.

Gebet ist aus meiner Sicht das aktive und bewusste "Einschwingen" und Sich-Einfügen in das Handeln Gottes, der sich meiner bedienen will. Er tut das Entscheidende und ich tue mit. Das ist der eine Aspekt. Und der andere ist, dass die Lobpreisung Gottes schlicht dem Menschen entspricht. Es macht glücklich - ist wie Balsam für die Seele.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Bei dem Konzept fehlt die Gnade - es läuft eben auf ein "Hilf dir selbst, dann hilf dir Gott!" hinaus.
Wie empfängt man denn Gnade, wenn man zu hause sitzt und auf ein Wunder wartet? Man muss das Leben schon anpacken, wenn man diese Gnade spüren will...oder hat Gott uns als hilflose Wesen erschaffen?
Burkl hat folgendes geschrieben:

dass die Lobpreisung Gottes schlicht dem Menschen entspricht. Es macht glücklich - ist wie Balsam für die Seele.

Da würde ich mit dir übereinstimmen. Kann aber nicht nur im Gebet sondern vor allem im Tun geschehen. Im Dienst, bei der Arbeit, im Tanz, im Singen, im handwerklichen Ausdruck...
RoseGarden hat folgendes geschrieben:
[...]Kann aber nicht nur im Gebet sondern vor allem im Tun geschehen. Im Dienst, bei der Arbeit, im Tanz, im Singen, im handwerklichen Ausdruck...


Das ist doch auch eine Art Lobpreisung Gottes?
Kurzum:
Es ist bestimmt nicht so selbstlos,
wenn man in der Zwiesprache mit Gott immer auf das
"ich will" fixiert ist.
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Kurzum:
Es ist bestimmt nicht so selbstlos,
wenn man in der Zwiesprache mit Gott immer auf das
"ich will" fixiert ist.


„Dein Wille geschehe…“
Gott zu lobpreisen fällt manchem schwer, dem es gerade recht dreckig geht. Da hilft oft eher ein Laurel & Hardy Film weiter.
RoseGarden hat folgendes geschrieben:
Wie empfängt man denn Gnade, wenn man zu hause sitzt und auf ein Wunder wartet?

Vor Allem im Offenwerden für das Wirken Gottes. Gnade ist etwas, das geschenkt werden muss. Sie kann nicht "selbst gemacht" werden. Am deutlichsten wird das in den Sakramenten der Kirche. Hier werden sozusagen die "Kanäle" der Gnade geöffnet und sie kann fließen.

Zitat:
Man muss das Leben schon anpacken, wenn man diese Gnade spüren will...oder hat Gott uns als hilflose Wesen erschaffen?

Gott will, dass wir mit der Gnade mitwirken. Ja klar. Aber wenn wir das tun ist das so wie wenn mir meine kleine Tochter in der Werkstatt "hilft" und freudestrahlend mit einem Hammer auf Bretter draufklopft. Die Arbeit macht eigentlich der Vater. Aber er will die Tochter nahe bei sich haben und das mithelfen Können macht sie glücklich.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Gott zu lobpreisen fällt manchem schwer, dem es gerade recht dreckig geht. Da hilft oft eher ein Laurel & Hardy Film weiter.

Oder das Stundengebet - schon probiert?

http://stundenbuch.katholisch.de/st.....=vesper&date=4.2.2016
Wenn das Stundengebet auch so lustig ist, warum nicht?
Rentner hat folgendes geschrieben:
Wenn das Stundengebet auch so lustig ist, warum nicht?

Beten mach dauerhaft froh. Das, was die Welt an Lustbarkeiten und Vergnügen zu bieten hat ist, kaum dass es angefangen hat, auch schon wieder vorbei.