Dürfen Stiftungen ihr Spendengeld Privat nutzen?


Also ich hab eine Moralische Frage.

Meist finanzieren Stiftungen und Hilfsorganisationen sich nur über Spendengelder.

Die Besitzer haben keinerlei Einkommen, da zB. ein Tierheim ein Vollzeit Job ist und man keine Zeit hat noch arbeiten zu gehen.

Dürfen die Besitzer des Tierheims sich selbst über die Spendengelder ernähren und vielleicht sogar Ihre eigene Miete damit zahlen für ihre eigene Wohnung?

Ich meine, wie soll man selbst sonst Leben können, wenn man sein ganzes Leben Hilfsbedürftigen widmet ?
Nein, nach dem Recht haben Spendengelder in deren Verwendung eine ZWECKBINDUNG.
Somit kann ein Ehrenamt nur von Menschen ausgeführt werden,
welche ihnen Lebensunterhalt auf eine andere Weise erwerben,
von anderen GETRENNT von den Spendengeldern finanziert werden, oder eben Geld auf der hohen Kante haben.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Ich glaube da muss man unterscheiden - wenn jemand eine ausdrücklich zweckgewidmete Sammlung durchführt ist das etwas anderes als wenn eine Organisation finanziell unterstützt wird.

Beispiel: Mehrere Eltern tun sich informell zusammen um für ein verunfalltes Kind aus der Klasse zu sammeln. Verwenden sie nicht jeden Euro für diesen Zweck wäre das Betrug. Das gilt auch für andere informelle "Haustürsammlungen" etc. und generell immer dann wenn der Zweck eines Zusammenschlusses ausschließlich die Einhebung und Weiterleitung von Geldbeträgen zu bestimmen Zwecke an Dritte ist und darüber hinaus keine gemeinnützige "Eigenleistung" damit verbunden ist.

Bei gemeinnützigen Organisationen, NGOs usw. ist das allerdings anders. Sie dürfen von den lukrierten Spendengeldern einen Anteil für die eigene auf den Spendenzweck bezogene Verwaltung und Infrastruktur benutzen. In welchem Ausmaß sie das tun variiert stark und hängt von ihrer Wirtschaftlichkeit ab. Um den Spendern bei ihrer Entscheidung zu helfen gibt es "Spendengütesiegel". Ein Kriterium dieser Siegel ist dann eben, dass dieser von den Spendeneinnahmen abgezweigte Verwaltungskostenanteil eine gewisse Grenze nicht überschreiten darf.

Das Tierheim wäre ein klassisches Beispiel dafür, dass selbstverständlich auch Infrastruktur und Gehälter von den Spendengeldern finanziert werden dürfen.

Hier ein Beispiel für so ein Gütesiegel:

http://www.osgs.at/kriterien/die-wichtigsten-kriterien
Vielen lieben dank euch beiden, das hat mir meine Frage beantwortet.
Zitat:
Dürfen die Besitzer des Tierheims sich selbst über die Spendengelder ernähren und vielleicht sogar Ihre eigene Miete damit zahlen für ihre eigene Wohnung?


Ich kenne mich mit den AGBs für Spendenprojekte nicht sonderlich gut aus, aber grundsätzlich würde ich mutmaßen, dass zweckungebundene Spenden für eine Organisation für die Betreiber dieser Organisation auch "privat" genutzt werden.
Aber um "Ernährung" geht es dabei sicherlich nicht.

Neulich waren hier bei uns in der Fußgängerpassage Leute, die Spenden für Kinder in Afrika sammelten und wollten dann die Kontodaten auf einem Tablet eingetragen haben.... auf einem TABELT! Da muss man nicht Informatiker sein, um zu wissen, dass das das Dümmste ist, was man tun kann.
Aber scheinbar funktioniert das bei manchen Leuten, die vllt denken, es sei die neueste Technik und deshlab "sicher". Aber im Grunde ist ein Tablet nichts weiter als eine Krankheit.

Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit bzw. leichte Navigation geht mit Sicherheit nicht konform, da man sich damit immer weiter vom Quellcode entfernt.

Da mache ich doch lieber selbst eine Überweisungen direkt bei der Bank.