Austausch über Worte Gottes


Hallo Sphinx,
könntest Du dieser Überschrift zustimmen?
Gleiche Frage an Erich?
Oder wollt Ihr lieber selbst was einrichten?

Zitat:
Lieber Erich,

Ich wünschte mir dass diese Lehren über der zustände der Menschen genauso wie du es beschreibst auch auf Schulen gäbe..
DeNn ich glaub das einzigste was Wir auf erden wissen und kennen sollten sind wir selbst..was in Uns das ganze ergibt..!
Dann würden wir auch viel leid und trug uns ersparen..vllt auch Kriege..


schrieb Sphinx

Dem, was Du hier geschrieben hast, kann ich nur voll zustimmen.

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Wenn Sie es für richtig halten, daNn ist es auch für mich okey ^^ !
Ich möchte darauf hinweisen, dass dieser Thread geeignet ist zum Austausch über den Thread "Worte Gottes". http://www.geistigenahrung.org/ftopic72187.html

Ebenso gibt es dafür den Thread "Gedanken zu 'Verse Gottes' ", wo darüber gesprochen werden kann.
http://www.geistigenahrung.org/ftopic71465.html

"Worte Gottes" selbst ist nur für Worte aus den Heiligen Schriften gedacht.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Burkl,

Zitat:
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Mk 13,13


Schon die Verallgemeinerung zeigt, daß der Satz keine gültige Wahrheit enthält, sondern eher ins Reich der Propaganda gehört.

Pjotr Kala


Ich habe jetzt mal Pjotrs Beitrag gleich mitkopiert, drüben ist ja unerwünscht.

@ Burkl

Um seines (Jesus) Namens willen wird keiner gehasst werden, wenn man aber rumläuft und allen die nicht das gleiche glauben wie man selbst sagt, dass sie boshafte Mängelwesen sind, können die Symphatiewerte schon mal in den Keller gehen.
Long Road hat folgendes geschrieben:
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Burkl,

Zitat:
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Mk 13,13


Schon die Verallgemeinerung zeigt, daß der Satz keine gültige Wahrheit enthält, sondern eher ins Reich der Propaganda gehört.

Pjotr Kala


Ich habe jetzt mal Pjotrs Beitrag gleich mitkopiert, drüben ist ja unerwünscht.

@ Burkl

Um seines (Jesus) Namens willen wird keiner gehasst werden, wenn man aber rumläuft und allen die nicht das gleiche glauben wie man selbst sagt, dass sie boshafte Mängelwesen sind, können die Symphatiewerte schon mal in den Keller gehen.

Das tut mir leid, dass du mich unsympathisch findest.

Wenn ich mir Jesus zum Vorbild nehme muss ich damit rechnen anzuecken, bewusst oder unbewusst missverstanden und abgelehnt zu werden. Die christliche Botschaft ist keine "zuckersüße" Botschaft, die alle hören wollen.

Als Jesus seine "Brotrede" über die Eucharistie hielt, war die Reaktion, dass sich viele von ihm abwendeten, weil sie sich von seinen Worten abgestoßen fühlten (vgl. Joh 6,60 und folgende). Revidiert er ein einziges Wort oder läuft er jemandem nach?
Im Gegenteil - er fragt die anderen, die bleiben: Wollt auch ihr weggehen?
Hallo Burkl,

gg, primär geht es um die Sache, nicht um die Person.
Du kannst ein toller Typ sein und nur halt eine religiöse Macke haben.
Analog gilt natürlich auch das Gleiche für mich.

An dem Satz ist allerdings nichts mißzuverstehen und damit wird er durch die Verallgemeinerung unwahr. Das ist nun mal ausnahmsweise eine ganz einfache Logik.
Außerdem sind die Evangelien erst viel später unter der Prämisse, eine junge Religion zu stabilisieren, aufgeschrieben worden. Man muß da sehr vorsichtig mit "wahren Jesus-Worten" sein.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
An dem Satz ist allerdings nichts mißzuverstehen und damit wird er durch die Verallgemeinerung unwahr. Das ist nun mal ausnahmsweise eine ganz einfache Logik.

Es ist das Stilmittel der rhetorischen Überzeichnung, das Jesus öfters benutzt.

Er präzisiert auch, was er meint:

"Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten." Joh 16,2

Der Kern der christlichen Botschaft enthält "Sprengstoff".

So schreibt Papst Franziskus im Vorwort der Youcat-Bibel:
"Ich will Euch etwas sagen: Heute gibt es mehr verfolgte Christen als in den Anfangszeiten der Kirche. Und warum werden sie verfolgt? Sie werden verfolgt, weil sie ein Kreuz tragen und Zeugnis für Jesus ablegen. Sie werden verurteilt, weil sie eine Bibel besitzen. Die Bibel ist also ein äußerst gefährliches Buch. So gefährlich, dass man in manchen Ländern so behandelt wird als würde man Handgranaten im Kleiderschrank horten. Es war ein Nichtchrist, Mahatma Gandhi, der einmal gesagt hat: "Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist - sonst weiter nichts."

Was haltet ihr also in Händen? Ein Stück Literatur? Ein paar schöne alte Geschichten? Dann müsste man den vielen Christen, die sich für die Bibel einsperren und foltern ließen, sagen: Wie dumm wart Ihr, es ist doch bloß ein Stück Literatur! Nein, durch das Wort Gottes ist das Licht in die Welt gekommen. Und es wird nie wieder verlöschen. In Evangelii Gaudium (175) habe ich gesagt: „Wir tappen nicht in der Finsternis und müssen nicht darauf warten, dass Gott sein Wort an uns richtet, denn »Gott hat gesprochen, er ist nicht mehr der große Unbekannte, sondern er hat sich gezeigt«. Nehmen wir den erhabenen Schatz des geoffenbarten Wortes in uns auf.“

Ihr haltet also etwas Göttliches in Händen: ein Buch wie Feuer!"
Hallo Burkl,

gg, eine Überzeichnung macht die Grundaussage nicht wahrer.
Es wird, wie bei so vielen religiösen Aussagen die Relation nicht beachtet und damit können falsche Schlüsse gezogen werden.
Und leider halten sich in vielen Religionen die falschen Schlüsse mit den richtigen fast die Waage ( wobei ich bei der Institution kath. Kirche mir nicht so ganz sicher bin, ob sie nicht doch mehr zu falschen Schlüssen neigt, man denke an die Konterkarierung der Beschlüsse des Vaticanums 2).

Ja, die Bibel enthält Sprengstoff. Und deswegen hat sich die kath. Kirche ja auch entschieden, ihn gar nicht erst zur Zündung zu bringen, sondern wohldosiert zu ihrem Machterhalt einzusetzen (gg, ganz leicht an ihrem Finanzgebaren der letzten Jahrzehnte zu erkennen).

Als Überträger von Wertkonzepten wird die Bibel, wie auch der Koran oder alle übrigen religösen Schriften einen bleibenden Wert haben.
Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, zu erkennen, was wirklich von bleibendem Wert ist.
Entkleidet man diese Schriften von allen Teilen, die nur dem Machterhalt, der Abgrenzung und Unterdrückung oder Ausgrenzung der Nicht- oder Andersgläubigen oder Anders-Verhaltenden, und den rein metaphysischen Inhalten, so bleibt ein Kern von Werten übrig, auf den sich die meisten Menschen einigen können. Leider ist er nicht so sehr groß., denn schon bei der Formulierung von Menschenrechten versuchen Religionen hier wieder Ausgrenzungen vorzunehmen. Aber immerhin gibt es diese Werte.

Zur Bibel: Die Hauptschriften sind so ca 100 Jahre nach Christus entstanden. Vorher gab es wohl hauptsächlich nur mündliche Überlieferungen. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen werden mündliche Überlieferungen spätestens in der dritten Generation verfälscht (oder geschönt je nach Intention). Es ist also damit zu rechnen, daß die Bibel nur noch wenig mit den tatsächlichen Geschehnissen zur Zeit von Jesus zu tun hat.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Burkl:
Ihr haltet also etwas Göttliches in Händen: ein Buch wie Feuer.
Wenn ich davon aus gehe, dass alle Kinder Gottes sind,
so ist doch anzunehmen, dass alle „etwas göttliches in Händen halten“ und nur
die Frage ist, wie sie damit umgehen oder wie sie es benennen.
Die Bibel als ein Buch wie Feuer zu bezeichnen, ja, sie kann ganz verschieden
ausgelegt werden und hat nicht nur zu feurigen Diskussionen geführt.
Auch sich wegen seines Glaubens oder seiner Einstellung oft unverstanden zu
fühlen ist nicht nur ein Privileg der Christen.
Für mich ist unverständlich, warum es notwendig sein soll, meine Meinung oder
meinen Glauben jemanden aufzudrängen. Diesen als seinen Weg zu sehen und
in liebe zu leben, ja, aber dazu gehört auch
so respektvoll zu sein dass man den Weg eines anderen auch akzeptiert.
Liebe Grüße!
Monaliesa
Monaliesa hat folgendes geschrieben:
Ihr haltet also etwas Göttliches in Händen: ein Buch wie Feuer.
Wenn ich davon aus gehe, dass alle Kinder Gottes sind,
so ist doch anzunehmen, dass alle „etwas göttliches in Händen halten“ und nur
die Frage ist, wie sie damit umgehen oder wie sie es benennen.

Liebe Monaliesa,

Kinder Gottes sind aus christlicher Sicht alle Menschen.
Das "Feuer" des Geistes, das Christus in die Kirche ausgegossen hat, ist dazu da die Menschen anzuzünden, sodass ihr Leben für diese Gotteskindschaft brennt. Insofern unterscheiden wir uns als Christen, die ihre Berufung zur Gotteskindschaft leben, nur dadurch von den anderen Menschen als unser Licht brennt. Wir sind als Mensch aber nichts Besonderes. Auch der Esel, der den Herrn am Palmsonntag nach Jerusalem gebracht hat, blieb deshalb ein Esel und wurde nicht zum edlen Ross.

Zitat:

Die Bibel als ein Buch wie Feuer zu bezeichnen, ja, sie kann ganz verschieden
ausgelegt werden und hat nicht nur zu feurigen Diskussionen geführt.

Sie kann sogar völlig falsch ausgelegt werden - von der Frohbotschaft zur "Drohbotschaft" gemacht werden. Deshalb ist es ja so wichtig, dass es die Kirche mit Petrus an der Spitze der Hierarchie als Auslegungsinstanz gibt.

Zitat:

Auch sich wegen seines Glaubens oder seiner Einstellung oft unverstanden zu
fühlen ist nicht nur ein Privileg der Christen.

Das Martyrium der Christen ist viel mehr als "ein wenig Unverstandensein". Die Konseqenzen für das Christsein gehen bis zu Folter und Tod. Hauptsächlich betrifft das Christen in islamisch geprägten Ländern oder unter totalitären Regimen.

Aber es gibt auch eine Form der Diskriminierung von Christen im "Westen" - z.B. die Krankenschwester, die entlassen wird, weil sie ein Kreuz sichtbar bei der Arbeit tragen will. Oder die verpflichtende Teilnahme von Kindern aus christlichen Familien am Sexualkundeunterricht, in dem ein Bild von Sexualität vermittelt wird, das den religiösen Grundwerten der Eltern diametral widerspricht. Oder Stellen im Gesundheitswesen, die inoffiziell nur von Bewerbern besetzt werden, die bereit sind Abtreibungen durchzuführen bzw. daran mitzuwirken. Auch das sind Formen von Christenverfolgung.

Zitat:
Für mich ist unverständlich, warum es notwendig sein soll, meine Meinung oder
meinen Glauben jemanden aufzudrängen. Diesen als seinen Weg zu sehen und
in liebe zu leben, ja, aber dazu gehört auch
so respektvoll zu sein dass man den Weg eines anderen auch akzeptiert.

Da hast du Recht. Deshalb haben solche Menschen, die zwanghaft, angstvoll oder gewaltbereit ihren Glauben verbreiten, meines Erachtens auch keinen echten Glauben.

Das christliche Apostolat ist anders. Es ist nicht der Versuch einer Verteidigung einer Weltsicht oder der Herstellung einer bestimmten Ordnung oder der Versuch Menschen zu irgendetwas zu zwingen, was sie nicht selbst wollen. Stell dir vor du hast eine total gute Nachricht - möchtest du die nicht unbedingt sofort deiner besten Freundin mitteilen, drängt es dich nicht massiv dazu?
Das christliche Apostolat ist ein Überfließen des inneren Lebens, ein Überschwang an Freude, die ihrem Wesen nach nicht still und auf sich selbst beschränkt bleiben kann.

"Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben!" Apg 4,20