Austausch über Worte Gottes


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Herr Schmied,


Zitat:
Tobias schrieb: Ich weiß nicht ob es berechtigt ist, aber kann es sein das du auch Selbstkritik und Selbsthass miteinander verwechselst? Oft scheinen Leute mangelnde Selbstkritik für eine Stärke zu halten, was es jedoch nicht ist.

Du antwortest:
Nein, verwechsle ich nicht. Ich habe viele Leute getroffen die ein Trauma durch die Römisch-Katholische Institution erlebt haben und sich deshalb völlig von Religion losgesagt haben, und die teilweise dadurch einen völlig sündigen und unmoralischen Weg eingeschlagen haben. Es gibt einige die in ihrer Kindheit Ministranten in der Römisch-Katholischen Institution waren, und danach z.B. Pornodarsteller wurden.


gggg, ich denke, da werden sich sicher bei den vielen Heiligen der christlichen Kirche auch welche mit einer sehr unheiligen Vergangenheit finden lassen, wie z.B. der "Heilige Augustinus".


Ja, in der Vergangenheit waren sie aber keine Christen.

Zitat:
Die Welt ist bunt und die Entwicklung eines Menschen kann in jede Richtung gehen.


Gut oder Böse ist dir völlig schnurz. Du bezeichnest es einfach als neutrale, verschiedene Richtungen.

Zitat:
Davon sind auch Anhänger einer Religion nicht ausgenommen und das kann mit Sicherheit nicht einer Religion angelastet werden. Hier zählen nur Fakten. Und die sprechen nun mal oft gegen die kath. Kirche.


Ich glaube ehrlich, die Römisch-Katholische Institution hat nicht die Gnadengabe Menschen wirklich zu ändern, zu bessern. Man versucht viel mehr mit eigenen Kräften und Zwang den Menschen zu ändern und das endet in ein Dilemma, Frustrationen der Anhänger, Traumen, und dann schlagen sie in die andere Richtung ein, den Weg der vollkommen ungezügelten Sünde.

Zitat:
Mit der orthodoxen Kirche hat man sich hier bisher kaum beschäftigt.


Dann fang mal an.
Zitat:

[...] Allerdings schaut man sich die Entwicklung in Rußland an, fragt man sich wirklich, ob es noch eine Steigerung der Rückwärtsgewandheit geben kann.


Ihr haltet uns für rückständig, wir euch für verrückt, wahnsinnig.

Zitat:
Wer bezweifelt heute noch ernsthaft, daß die Gewaltenteilung und die möglichst vollkommene Trennung von Staatsform und Religion der von der Orthodoxie oder dem Islam geforderten Einheitslösung vorzuziehen ist (abgesehen natürlich von den Leuten, die sich dadurch einen Machtzuwachs versprechen). [...]


Typisch westlicher Hochmut. Was bei euch schiefgegangen ist, muss nicht zwingend bei anderen schiefgehen. Ihr kamt nicht klar mit der Römisch-Katholischen Institution, wir kommen wunderbar klar mit der Orthodoxen Kirche.
Schmied hat folgendes geschrieben:
Typisch westlicher Hochmut. Was bei euch schiefgegangen ist, muss nicht zwingend bei anderen schiefgehen. Ihr kamt nicht klar mit der Römisch-Katholischen Institution, wir kommen wunderbar klar mit der Orthodoxen Kirche.

Erst mal hätte ich die Frage, wen Du denn mit "Ihr" meinst?
Zweitens ist die Trennung von Kirche und Staat ja auch in Russland eine Tatsache.
Drittens ist die Gewaltenteilung das Wirkungsvollste Konstrukt gegen Machtmissbrauch.

Dort wo z.B. die Judikative der Legislative unterliegt,
werden Systemgegner ruck zuck weggesperrt.
Solch ein System ist nicht Kritikfähig und steigert seine Macht weiter auf Kosten der Menschenrechten.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Hallo Herr Schmied,

gg, na in den anderen Religionsforen nicht so recht klar gekommen?

Zitat:
Ihr haltet uns für rückständig, wir euch für verrückt, wahnsinnig.


Ich werd mich hüten, das auf alle Mitglieder eurer Religion auszudehnen. Aber was ich bis jetzt hier von Angehörigen dieser Religion gelesen habe, war teilweise mehr als rückständig. Du bist da leider keine Ausnahme.

Zitat:
ypisch westlicher Hochmut. Was bei euch schiefgegangen ist, muss nicht zwingend bei anderen schiefgehen. Ihr kamt nicht klar mit der Römisch-Katholischen Institution, wir kommen wunderbar klar mit der Orthodoxen Kirche.


gg, wenn ich die Geschichte recht interpretiere, seid ihr gleich vom zaristischen Einfluß auf die orthodoxe Kirche direkt in den marxistischen Atheismus und damit in die Bedeutungslosigkeit geschlittert.
Erst Putin sieht wieder eine Chance, mit der Religion und der Abgrenzung zu demokratischen Prinzipien seine Bevölkerung ruhig zu halten. Aber auf Dauer wird ihm das trotz Beschneidung der Meinungsfreiheit nicht gelingen.
Ach ja, Demokratie ist in Rußland bis heute noch nicht einmal in Ansätzen gelungen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Schmied hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Schmied

Die Menschen in Osteuropa und China wurden vor der Zeit als dort die kommunistischen Revolutionen losgingen noch jeweils religiös sozialisiert. Sie haben sich aber dann eben davon abgewendet.


Alle werden sich nicht abgewendet haben. Nochmal: Auch Abwendung und Selbsthass ist nicht das Gleiche.


Oben war noch von Verdrängung und Selbsthass die Rede, nun von Abwendung un Selbsthass. Abwendung und Verdrängung sind auch unterschiedliche Dinge.

Vielleicht wäre es am einfachsten, wenn du einmal darlegen würdest was du unter den drei Begriffen verstehst.
Schmied hat folgendes geschrieben:
Ganz einfach: In der Orthodoxie ist eine Trennung zwischen Staat und Kirche nicht vorgesehen wie es sich das im Westen durch einen Zwist entwickelt hat. Staat und Kirche voneinander zu trennen ist für uns unnatürlich und pervers.


Das beantwortet zwar in gewisser Hinsicht einen Teil meiner Frage, aber nicht die gesamte Frage. Du hast dem römisch-katholischen Papst (bzw. den historischen Trägern dieses Titels) hier seine weltlichen Bestrebungen vorgeworfen. Das kann man sicher tun, aber ich frage mich auf welcher Basis du dies tust? Immerhin scheinst du die Vermengung von weltlichem und kirchlichem Regiment ja zu befürworten.

Freilich wird damit dem Missbrauch beider Regimenter Tür und Tor geöffnet, wie es ja in der gesamten Kirchengeschichte auch geschehen ist, wenn das der Fall war.

Den Begriff des "Staat" lassen wir hier mal lieber ganz raus, da es einen Staat in dem heutigen Sinne allenfalls ab der frühen Neuzeit gab. Sieht man mal von einzelnen speziellen Phasen in der Antike ab (und China als Sonderfall).
Schmied hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht ob es berechtigt ist, aber kann es sein das du auch Selbstkritik und Selbsthass miteinander verwechselst? Oft scheinen Leute mangelnde Selbstkritik für eine Stärke zu halten, was es jedoch nicht ist.


Nein, verwechsle ich nicht. Ich habe viele Leute getroffen die ein Trauma durch die Römisch-Katholische Institution erlebt haben und sich deshalb völlig von Religion losgesagt haben, und die teilweise dadurch einen völlig sündigen und unmoralischen Weg eingeschlagen haben. Es gibt einige die in ihrer Kindheit Ministranten in der Römisch-Katholischen Institution waren, und danach z.B. Pornodarsteller wurden.


Einzelne Erlebnisse sind immer nur von begrenztem Wert für allgemeine Aussagen, da man schlicht nicht weiß ob diese statistisch relevant sind.

Davon abgesehen wirst du Leute welche die RKK verlassen haben nicht als Beispiele für Selbsthass anführen können. Zumindest kritisiertest du so eine Gleichsetzung bei mir.

Meine Zweifel daran ob es im orthodoxen Teil von Europa wirklich so züchtig und keusch ist hatte ich ja bereits schon einmal zum Ausdruck gebracht. Immerhin ist die Region notorisch für ihren Frauenhandel und ihre Prostitution bekannt.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das tut mir leid, dass du mich unsympathisch findest.


Das habe ich nicht gesagt. Da ich dich persönlich kenne stimmt das auch nicht, da du eigentlich ein sehr sympathischer Mensch bist.

Ich habe nur gesagt, dass es verständlich ist, wenn Menschen es nicht sehr sympathisch finden dass man sie als boshafte Mängelwesen bezeichnet, nur weil sie eine andere Meinung haben. Mir persönlich ist so etwas relativ egal, ich denke nur, dass du dir selbst und deiner Sache keinen Gefallen tust.

Zitat:
Wenn ich mir Jesus zum Vorbild nehme muss ich damit rechnen anzuecken, bewusst oder unbewusst missverstanden und abgelehnt zu werden. Die christliche Botschaft ist keine "zuckersüße" Botschaft, die alle hören wollen.


Wenn das schon für dich einkalkuliert ist, ok. Auch hier ist zu bedenken, dass man natürlich auf taube Ohren stößt wenn man mit Beleidigungen und Drohungen kommt.

Zitat:
Als Jesus seine "Brotrede" über die Eucharistie hielt, war die Reaktion, dass sich viele von ihm abwendeten, weil sie sich von seinen Worten abgestoßen fühlten (vgl. Joh 6,60 und folgende). Revidiert er ein einziges Wort oder läuft er jemandem nach?
Im Gegenteil - er fragt die anderen, die bleiben: Wollt auch ihr weggehen?


Ja, das Problem ist halt, dass bei der Einstellung bald alle gehen und der letzte die Tür zu macht. Also halt nicht alle, sondern viele. Ein paar Selbstgerechte werden schon bleiben und sich gegenseitig auf die Schultern klopfen während sie sich als gottgefälliger sehen als die boshaften Mängelwesen.
Schmied hat folgendes geschrieben:
Typisch westlicher Hochmut. Was bei euch schiefgegangen ist, muss nicht zwingend bei anderen schiefgehen. Ihr kamt nicht klar mit der Römisch-Katholischen Institution, wir kommen wunderbar klar mit der Orthodoxen Kirche.


Tatsächlich ist die Annahme das die Moderne in jederlei Hinsicht so aussehen muss wie in Westeuropa oder Nordamerika von einer gewissen Arroganz geprägt und zudem ist auch fraglich ob es als Theorie ernsthaft haltbar ist.

Auf der anderen Seite ist die Behauptung es hätte kein Problem mit den Institutionen der Orthodoxie gegeben schlicht falsch. Tatsächlich hatte sich die Orthodoxe Kirche im zaristischen Russland etwa so eng mit der autokratischen und oft reaktionären Herrschaft verbunden, dass sie mit deren Zusammenbruch auch gleich mit zusammengebrochen war. Da es keine wirkliche religiöse Opposition gab erkannten die Revolutionäre in der Orthodoxen Kirche lediglich eine verschleierte reaktionäre politische Agenda und haben diese dann - unter der Verletzung diverser Menschenrechte - in die Bedeutungslosigkeit degradiert. Darüber welche Bedeutung die Orthodoxie heute noch in Russland spielt kann man sich freilich streiten und die Bedeutung der Religion ist unzweifelhaft größer als sie es 1989 war. Niemand der die Situation aber sachlich analysiert kommt zu deinem Ergebnis eines christlichen Russlands.

Davon abgesehen ist Gewaltenteilung nicht das Gleiche wie die Trennung kirchlicher und weltlicher Regimenter. Beide produzieren aber in der Regel eine deutlich lebenswertere Gesellschaft, auch für religiöse Menschen.
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Erst Putin sieht wieder eine Chance, mit der Religion und der Abgrenzung zu demokratischen Prinzipien seine Bevölkerung ruhig zu halten. Aber auf Dauer wird ihm das trotz Beschneidung der Meinungsfreiheit nicht gelingen.


Aber eben auch nur soweit wie es a) nicht den Interessen seiner Herrschaftsclique im Weg steht und b) nicht andere seiner Herrschaftslegitimationen eingeschränkt. So generiert er sich ja auch gern als Nationalist, Sozialist, Royalist, etc.

Insofern besteht aktuell noch wenig Gefahr, dass Russland in den Totalitarismus abgeleitet. Dazu ist Putin viel zu sehr Machiavellist als das er sich von einer anderen Weltanschauung vor den Karren sperren lassen würde.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Erich, du schreibst, für mich überraschend, dass Jesus ein Sahaya-Yogi war. Aus welchen Stellen des Neuen Testaments lässt sich das herauslesen? Oder gibt es dazu eine Sonderoffenbarung?


Lieber Rentner!

Im Grunde genommen ist jeder Mensch Sahaja Yogi, der erleuchtet ist und die Erleuchtung weitergeben kann. Wenn man von Sonderoffenbarung sprechen kann, so sind es die Reden von Shri Mataji Nirmala Devi, die besonders zu Weihnachten und zu Ostern über Jesus gesprochen hat. Du kannst dazu die Reden auf www.amruta.org nachlesen. Zum Grossteil sind diese Reden an Sahaja Yogis adressiert, sie sind aber für jedermann zugänglich, der sich anmeldet.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!