Austausch über Worte Gottes


Hallo Burkl,

Zitat:
Oder die verpflichtende Teilnahme von Kindern aus christlichen Familien am Sexualkundeunterricht, in dem ein Bild von Sexualität vermittelt wird, das den religiösen Grundwertern der Eltern diametral widerspricht. Oder Stellen im Gesundheitswesen, die inoffiziell nur von Bewerbern besetzt werden, die bereit sind Abtreibungen durchzuführen bzw. daran mitzuwirken. Auch das sind Formen von Christenverfolgung.


hmm, da frage ich mich glatt, was an einem wissenschaftlich orientierten Sexualkundeuntericht solchen Eltern nicht gefällt? Weil die sexuellen Randgruppen als "normale" Unterformen der Sexualität verstanden werden?
Natürlich gibt es auch da Ausreißer, die dieses Thema schon mit fast religiöser Überzeugung angehen. Aber ich denke, daß das Ausnahmen sind (schon allein wegem dem Aufstand der konservativen Religionsanhänger).

In Deutschland gibt es innerhalb der Fristenlösung nach eingehender Beratung ein Recht auf Abtreibung. Ein Arzt, der das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, muß sich eine Stelle an einem Krankenhaus suchen, das keine Abtreibungen vornimmt.
Und schon da kann es zu unverständlichen Reaktionen des Personals kommen wie in Köln geschehen. Verweigerung der "Pille danach" nach einer Vergewaltigung als Notfall (kein anderes Krankenhaus konnte zu dem Zeitpunkt den Notfall aufnehmen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

hmm, da frage ich mich glatt, was an einem wissenschaftlich orientierten Sexualkundeuntericht solchen Eltern nicht gefällt?

Findest du es "wissenschaftlich", wenn 14-jährigen Buben Kondome mit nach Hause gegeben werden mit dem Auftrag zu "üben" wie man so etwas anwendet?
Hallo Burkl,

hmm, wenn er nicht ganz weltfremd gewesen ist, hatte er höchstwahrscheinlich schon vorher von Kondomen und deren Anwendung gehört. Und die Anwendung üben schadet auch nicht.
Ob die Übung allerdings unbedingt für ein glückliches Sexualleben erforderlich ist, darüber kann man streiten.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
hmm, wenn er nicht ganz weltfremd gewesen ist, hatte er höchstwahrscheinlich schon vorher von Kondomen und deren Anwendung gehört. Und die Anwendung üben schadet auch nicht.

Jedenfalls ist es eine Frage der Moral. Und wenn der Staat hier Unterrichts-Angebote machen will, in denen er seine Ideologie anbietet - dann gehört das als Freifach eingerichtet.
Alles andere halte ich für einen Eingriff in das Erziehungsrecht der Eltern, das selbstverständlich auch die Wertevermittlung in diesem Bereich mitumfasst.
Burkl hat folgendes geschrieben:
[...]Deshalb ist es ja so wichtig, dass es die Kirche mit Petrus an der Spitze der Hierarchie als Auslegungsinstanz gibt.
[...]


Wer war an der Spitze der Hierarchie als Auslegungsinstanz beim Apostelkonzil? War es Petrus oder doch der Heilige Geist?

Die Aposteln schreiben da nämlich: „Es hat dem Heiligen Geist und uns gefallen“, dass es so und so sei (Apg. XV, 28 ).

Die Apostel haben den Heiligen Geist als ihren obersten Vorsteher anerkannt; sie haben Ihn vor sich und über sich gestellt.

So wurde es auch in den nachfolgenden Konzilien in der Kirche gemacht, und so machen es die Orthodoxen bis heute. Unser unfehlbarer Papst der Kirche ist der Heilige Geist.
Schmied hat folgendes geschrieben:
Unser unfehlbarer Papst der Kirche ist der Heilige Geist.

Das ist gut. Ich werde morgen in der Messe dafür beten, dass Er alle Orthodoxen dorthin führt, wo Er sie haben will.
Hallo Burkl,

Zitat:
Jedenfalls ist es eine Frage der Moral. Und wenn der Staat hier Unterrichts-Angebote machen will, in denen er seine Ideologie anbietet - dann gehört das als Freifach eingerichtet.
Alles andere halte ich für einen Eingriff in das Erziehungsrecht der Eltern, das selbstverständlich auch die Wertevermittlung in diesem Bereich mitumfasst.


gg, es ist mir zwar schleierhaft, was der Unterricht in der Anwendung eines Kondoms mit Moral zu tun hat, aber da wirst du sicher deine ganze eigene Ansicht haben. Schließlich werden sie dem Knaben wohl nicht gesagt haben, daß er sich mit Kondom durch die ganze Nachbarschaft bumsen kann, sondern daß es sinnvoll ist, wenn es denn frühzeitig zum ersten Mal kommen sollte zur Verhütung und zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten ein Kondom zu verwenden.
Aber vielleicht ist da ja in Österreich alles anders.
Ich bin ganz sicher, daß du dir die Wertevermittlung nicht aus der Hand nehmen läßt. Da wird die Sexualaufklärung in der Schule vielleicht doch eher korrigierend eingreifen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Zitat:
Insofern unterscheiden wir uns als Christen, die ihre Berufung zur Gotteskindschaft leben, nur dadurch von den anderen Menschen als unser Licht brennt.
Wenn du damit den Eifer meinst, mit dem der christliche Glaube manchmal verbreitet wird,
erscheint mir „Das Licht“ ziemlich grell oder heiß zu sein.
Die Aussage, dass Menschen, die nicht so wie die Kirche es sich vorstellt nur „Im dunkeln“ leben, will ich dir nicht unterstellen.
Zitat:
Sie kann sogar föllig falsch ausgelegt werden - von der Frohbotschaft zur „Drohbotschaft gemacht werden. Deshalb ist es ja so wichtig, dass es die Kirche mit Petrus an der Spitze der Hierarchie als Auslegungsinstanz gibt.
Da bin ich ganz anderer Meinung. Wäre vielleicht als anderer Thread ganz interessant.
Zitat:
Das Martyrium ist viel mehr als „Ein wenig unverstanden sein“.
Dass Menschen wegen ihres Glaubens, oder auch nicht Glaubens verfolgt oder getötet werden, ist ebenso unverständlich, wie wegen des Glaubens zu töten.
Das Beispiel mit der Krankenschwester kann durchaus als Diskriminierung gewertet werden, aber mit der Schulpolitik sind sicher auch nicht nur Christen nicht ganz einverstanden.
Wobei ich nicht einen gut gemachten Sexualunterricht als Hauptproblem sehe,
- in diesem Punkt scheinen wir verschiedene Meinungen zu haben.
Zitat:
Stell dir vor, du hast eine total gute Nachricht - möchtest du die nicht unbedingt sofort deiner besten Freundin mitteilen, drängt es dich nicht massiv dazu?
Schon, aber mir wäre wichtig, dass meine Freundin auch dazu bereit ist.
Sie könnte beispielsweise im Moment mit etwas für sie wichtigeren beschäftigt sein, oder es für sie nicht so wichtig oder toll erachten.
Liebe Grüße!
Monaliesa
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Zur Bibel: Die Hauptschriften sind so ca 100 Jahre nach Christus entstanden. Vorher gab es wohl hauptsächlich nur mündliche Überlieferungen. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen werden mündliche Überlieferungen spätestens in der dritten Generation verfälscht (oder geschönt je nach Intention). Es ist also damit zu rechnen, daß die Bibel nur noch wenig mit den tatsächlichen Geschehnissen zur Zeit von Jesus zu tun hat.


Hallo Pjotr,

so weit ich da nachgegangen bin, entstanden die drei synoptischen Evangelien zwischen 60 und 70 - da lebten sogar noch Zeitzeugen. Petrus wurde ca. 69 gekreuzigt. Das war also 30-40 Jahre nach der Kreuzigung Christi, eine Zeit, die zu kurz für Legendenbildung ist. Die Briefe im NT entstanden noch früher. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Evangelien nach Erzählungen des Petrus oder der anderen Jünger aufgeschrieben wurden. Ich denke auch nicht, dass am Inhalt etwas verfälscht erzählt wird, weil die Menschen vor den Niederschriften sehr viel auswendig lernten.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Monaliesa hat folgendes geschrieben:
Wenn du damit den Eifer meinst, mit dem der christliche Glaube manchmal verbreitet wird,
erscheint mir „Das Licht“ ziemlich grell oder heiß zu sein.
Die Aussage, dass Menschen, die nicht so wie die Kirche es sich vorstellt nur „Im dunkeln“ leben, will ich dir nicht unterstellen.

Da hast du Recht. Die Gefahr Menschen zu überfordern und damit abzuschrecken ist gegeben. Deshalb ist es ja wichtig sie dort abzuholen, wo sie stehen - und vor Allem Geduld zu haben - "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht", sagt ein afrikanisches Sprichwort.
Und die Botschaft Jesu ist in der einzigen Sprache geschrieben, die alle Menschen verstehen - die Liebe.

Zitat:

Da bin ich ganz anderer Meinung. Wäre vielleicht als anderer Thread ganz interessant.

Den könntest du gerne eröffnen.

Soviel vorweg - wenn es die Kirche nicht gäbe, wüssten du und ich von Jesus Christus nichts. Sie bringt Ihn zu uns.

Und was ich kürzlich in einem anderen Thread erwähnt habe - im Christentum ist das nicht so, dass die Botschaft, die ja Jesus Christus als Person ist, von der Gemeinde getrennt werden könnte. Christsein und Mitglied der Kirche zu sein ist identisch.

Zitat:

Schon, aber mir wäre wichtig, dass meine Freundin auch dazu bereit ist.
Sie könnte beispielsweise im Moment mit etwas für sie wichtigeren beschäftigt sein, oder es für sie nicht so wichtig oder toll erachten.

Ich könnte fragen - Wer gibt mir überhaupt das Recht, mich in das Leben meiner Freunde einzumischen?
Die Antwort ist ganz einfach: Auch Gott hat sich in mein Leben eingemischt, meist durch eine menschliche Begegnung.

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