Gott ist auf Putins Seite, der Westen ist zu Gomorra geworde


@all!

Das Problem im Westen ist, dass die Menschen sich so akzeptieren wie sie sind und sich nicht verbessern wollen. Das heißt sie wollen ihre Fehler nicht erkennen, oder sie erkennen ihre Fehler und vermeiden sie nicht. Beides ist aus spiritueller Sicht nicht gut, denn wahrlich spirituelle Menschen erkennen ihre Fehler und begehen sie nicht wieder. Sie suchen die Fehler auch nicht bei anderen, sondern bei sich selbst, indem sie Introspektion betreiben. In Russland gibt es viele Menschen, die spirituell sehr weit entwickelt sind. Aber es gibt auch Menschen, die Dinge tun, die aus spiritueller Sicht verpönt sind, und die will Putin diskriminieren oder bestrafen. Auch das finde ich nicht richtig. Die Menschen müssen selber den wahren Weg finden.

Unterstützung bekommen alle Menschen durch Sahaja Yoga, das die Menschen Fehler erkennen und nicht mehr begehen lässt.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Tobias hat folgendes geschrieben:
Schmied hat folgendes geschrieben:
Ja. Du bist antirussisch und antiputinistisch.


Inwiefern bin ich denn bitte 'antirussisch'? Hast du denn einmal versucht dich damit auseinanderzusetzen was dir inhaltlich gesagt wurde?


Kam bei mir so rüber.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Schmied hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Schmied

[...] Denkst du das ist eine zutreffende Analyse des Weltgeschehens?


Ja.


Und warum denkst du das?

Und ist es nicht etwas komisch das ein bekannter US-Politiker solche Dinge äußern kann, wenn die USA doch so antichristlich sein sollen? Und warum sind die USA eigentlich viel christlicher als Russland, wenn die USA doch so antichristlich sind und Russland so christlich? Und warum spielt in Russland Religion sonst so eine geringe Rolle?


Er ist aber christlich eingestellt, darum seine Worte in dieser Form.

USA und christlich? Hast du überhaupt den Eingangstext gelesen?

Wie christlich findest du das z.B.?: USA: Satanisten enthüllen Denkmal in Detroit http://religion.orf.at/stories/2723463/
Sören hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich eher, was "Antiputinismus" sein soll. [...]


Na, wenn es der Westen schafft den Begriff "Putinversteher" einzuführen, dann kann die andere Seite auch vom "Antiputinismus" reden.
Schmied hat folgendes geschrieben:
USA und christlich? Hast du überhaupt den Eingangstext gelesen?


Vergleiche doch einfach mal ein paar statistische Zahlen wie viel Prozent der Bevölkerung sich in Russland als Christen sehen und wie viele in den USA. Und dann vergleiche mal die Quoten des Kirchgangs in Russland und den USA. Realistisch kann man maximal 20% der Bevölkerung als praktizierende Christen sehen. In den USA sind es über 70%. In Russland stagnieren die Zahl der Kirchen, in den USA wird eine Megachurch nach der Anderen gebaut.

Und mit Verlaub: ich muss mein Faktenwissen über die USA nicht den völlig ideologisierten Geschwafel eines reaktionären US-Politikers entnehmen.

Wie kann es denn eigentlich sein das fundamentalistische Christen in den USA so großen politischen Einfluss haben, wenn die USA doch angeblich so 'unchristlich' und 'satanisch' sind?

Schmied hat folgendes geschrieben:
Wie christlich findest du das z.B.?: USA: Satanisten enthüllen Denkmal in Detroit http://religion.orf.at/stories/2723463/


In einem Land mit großem Individualismus und Religionsfreiheit ist so etwas nicht überraschend, wenn es eine große Gruppe von Christen gibt die ihre Religiosität sehr offensiv ausleben. Im Gegensatz zu den zig Millionen die nur alleine für Megachurches ausgegeben werden ist das aber ein sektiererisches Ereignis am Rande.

Hier nur mal ein Beispiel über was für Maßstäbe wir bei Megachurches sprechen: http://www.forbes.com/2009/06/26/am.....usiness-megachurches.html

'Satanismus' in dieser Form kann meiner Meinung nach nur als sektiererische Bewegung in einer christlich dominierten Gesellschaft existieren. Einer Gesellschaft die nicht christlich geprägt ist sagt das ganze Konzept des 'Teufels' ziemlich wenig. Freilich gibt es in anderen religiösen Systemen ähnliche Konzepte, aber ich nehme an darauf willst du nicht hinaus.

Was sagst du denn dazu das es in Russland diverse Statuen für Lenin gibt, jemand der bekennender Feind jeder Religion war? Und was sagst du dazu das es nicht wenig Anhänger von Stalin gibt, jemand der fromme Christen im Schaaren in Gulags deportiert hat? Warum unternimmt dein ach so christlicher Putin nichts gegen die? Ach ja... die machen vermutlich die nächsten 20% aus die er braucht um seine Herrschaft zu stabilisieren. Denen erzählt er was für ein guter Sozialist er ist...

Schmied hat folgendes geschrieben:
Kam bei mir so rüber.


Und auf welcher Basis? Wo habe ich etwas negatives über das russische Volk geschrieben? Oder sind wir jetzt so weit gekommen Putin mit dem russischen Volk gleichzusetzen?

Was ich getan habe ist die Herrschaftspropaganda Putin und seiner Clique kritisch zu betrachten. Genau das ist ja das frappierende an dem was oft als 'Putinversteher' bezeichnet wird. Während diese bei westlichen Staaten bei jeder Handlung extrem kritisch sind (und dabei nicht selten vom Bereich des kritischen Denkens in das der Verschwörungstheorien abdriften) wird Putin einfach in naivster Haltung als 'der Gute' stilisiert und jeder der etwas dagegen sagt muss schon irgendwie 'böse' sein.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Schmied hat folgendes geschrieben:
USA und christlich? Hast du überhaupt den Eingangstext gelesen?


Vergleiche doch einfach mal ein paar statistische Zahlen wie viel Prozent der Bevölkerung sich in Russland als Christen sehen und wie viele in den USA. Und dann vergleiche mal die Quoten des Kirchgangs in Russland und den USA. Realistisch kann man maximal 20% der Bevölkerung als praktizierende Christen sehen. In den USA sind es über 70%. In Russland stagnieren die Zahl der Kirchen, in den USA wird eine Megachurch nach der Anderen gebaut.

Und mit Verlaub: ich muss mein Faktenwissen über die USA nicht den völlig ideologisierten Geschwafel eines reaktionären US-Politikers entnehmen.

Wie kann es denn eigentlich sein das fundamentalistische Christen in den USA so großen politischen Einfluss haben, wenn die USA doch angeblich so 'unchristlich' und 'satanisch' sind?


Wie kann es sein, dass, wenn die USA so christlich sind, aus ihnen das entspringt?:

Zitat:
„Die Kapitulation des Westens vor der sexuellen Revolution und den leichten Scheidungen, der ungezügelten Promiskuität, der Pornografie, der Homosexualität, dem Feminismus, der Abtreibung, der gleichgeschlechtlichen Ehen, der Euthanasie, dem Assistieren bei Selbstmorden“, zählt Buchanan die Übel auf gegen die Putin kämpft.


Zitat:
Schmied hat folgendes geschrieben:
Wie christlich findest du das z.B.?: USA: Satanisten enthüllen Denkmal in Detroit http://religion.orf.at/stories/2723463/


In einem Land mit großem Individualismus und Religionsfreiheit ist so etwas nicht überraschend, wenn es eine große Gruppe von Christen gibt die ihre Religiosität sehr offensiv ausleben. Im Gegensatz zu den zig Millionen die nur alleine für Megachurches ausgegeben werden ist das aber ein sektiererisches Ereignis am Rande.

Hier nur mal ein Beispiel über was für Maßstäbe wir bei Megachurches sprechen: http://www.forbes.com/2009/06/26/am.....usiness-megachurches.html

'Satanismus' in dieser Form kann meiner Meinung nach nur als sektiererische Bewegung in einer christlich dominierten Gesellschaft existieren. Einer Gesellschaft die nicht christlich geprägt ist sagt das ganze Konzept des 'Teufels' ziemlich wenig. Freilich gibt es in anderen religiösen Systemen ähnliche Konzepte, aber ich nehme an darauf willst du nicht hinaus.


Warum wurde die in den ach so vermeintlich christlichen USA - wie du es uns hier darstellen willst - im Jahre 1966 gegründete 'Church of Satan' (Kirche Satans) staatlich offiziell anerkannt?

Dann andere "Phänomene" aus den USA:

Rock 'n' Roll: Ist diese destruktive Musik, die in den USA entstanden ist und dort massenweise gehört (meistens in Verbindung mit Drogen) und in die ganze Welt exportiert wird, christlich?

Kapitalismus: Ist die erbarmungslose Herrschaft und Vergötterung des Geldes christlich?

Globalisierung und die Neue Weltordnung: Ist die Globalisierung unter der Vorherrschaft der USA und die geplante Abschaffung des Bargeldes christlich? Oder sind das alles Vorbereitungen für die Herrschaft des Antichrists?

In den "christlichen" USA wurde vor kurzem die Homoehe in allen Staaten legalisiert.

USA sind die Hauptproduzenten der perversesten Pornofilme weltweit. Dahinter kommt Deutschland. Alles schön für jedermann frei im Internet zugänglich.

Die Liste ist unendlich lang.

Von was reden wir also hier?

Zitat:
Was sagst du denn dazu das es in Russland diverse Statuen für Lenin gibt, jemand der bekennender Feind jeder Religion war?


Es ist noch nicht lange her, dass Russland einige Jahrzehnte lang kommunistisch war. Russland wendet sich aber wieder der christlichen Tradition zu, oder ist zumindest daran bestrebt.
Zitat:


Und was sagst du dazu das es nicht wenig Anhänger von Stalin gibt, jemand der fromme Christen im Schaaren in Gulags deportiert hat? Warum unternimmt dein ach so christlicher Putin nichts gegen die? Ach ja... die machen vermutlich die nächsten 20% aus die er braucht um seine Herrschaft zu stabilisieren. Denen erzählt er was für ein guter Sozialist er ist...


Hier kommt z.B. meiner Meinung nach deine antirussische Einstellung durch. Jeder, als russischer Präsident, ist in deinen Augen von vornherein verdächtig und bedenklich, der nicht auf den Zug der westlichen Antiwerte aufspringt und auf dieser "Basis" mit dem Westen kooperiert. Außerdem scheinst du sehr durch das westliche Fernsehen, bezüglich diesem Thema, beeinflusst worden zu sein, ohne das dir Vorgesetzte kritisch hinterfragt zu haben.

Zitat:
Schmied hat folgendes geschrieben:
Kam bei mir so rüber.


Und auf welcher Basis? Wo habe ich etwas negatives über das russische Volk geschrieben? Oder sind wir jetzt so weit gekommen Putin mit dem russischen Volk gleichzusetzen?


Putin wurde demokratisch von der Mehrheit des Volkes gewählt, also stellst du dich auch somit gegen das russische Volk.
Zitat:


Was ich getan habe ist die Herrschaftspropaganda Putin und seiner Clique kritisch zu betrachten.


Propaganda, weil du oder das westliche Fernsehen es so sagen?

Zitat:
Genau das ist ja das frappierende an dem was oft als 'Putinversteher' bezeichnet wird. Während diese bei westlichen Staaten bei jeder Handlung extrem kritisch sind (und dabei nicht selten vom Bereich des kritischen Denkens in das der Verschwörungstheorien abdriften) wird Putin einfach in naivster Haltung als 'der Gute' stilisiert und jeder der etwas dagegen sagt muss schon irgendwie 'böse' sein.


Sie sind bei jeder bösen Handlung des Westens kritisch. Und leider wurde und wird auch weiterhin mächtig Propaganda gegen Russland und Putin im Westen betrieben. Warum? Wahrscheinlich weil sich Russland der Neuen Weltordnung (im Sinne der Globalisierung), unter der Führung der USA, nicht unterordnen will.
Schmied hat folgendes geschrieben:
Wie kann es sein, dass, wenn die USA so christlich sind, aus ihnen das entspringt?:

Zitat:
„Die Kapitulation des Westens vor der sexuellen Revolution und den leichten Scheidungen, der ungezügelten Promiskuität, der Pornografie, der Homosexualität, dem Feminismus, der Abtreibung, der gleichgeschlechtlichen Ehen, der Euthanasie, dem Assistieren bei Selbstmorden“, zählt Buchanan die Übel auf gegen die Putin kämpft.


Weil ein US-amerikanischer Politiker damit in bestimmten Kreisen Stimmen bzw. finanzielle Zuwendungen bekommt. Der Spruch ist, wenn überhaupt, ein Beleg dafür das in den USA konservativ/fundamentalistisch-christliche und progressivere Stimmen hart aufeinanderknallen.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Warum wurde die in den ach so vermeintlich christlichen USA - wie du es uns hier darstellen willst - im Jahre 1966 gegründete 'Church of Satan' (Kirche Satans) staatlich offiziell anerkannt?


Was soll denn bitte besagte 'staatliche Anerkennung' sein? Staatliche Institutionen dürfen in den USA überhaupt keine Gesetze bezüglich Religionen machen.

Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the fr-ee exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the Government for a redress of grievances. (1. Verfassungszusatz der USA)

Entsprechend dürfte es sich bei der vermeintlichen staatlichen Anerkennung von Satanisten in den USA um eine Fantasie handeln. Selbst die US-Steuerbehörde (IRS) kennt die "Church of Satan" nicht als "Exempt Organization" (im Gegensatz zu fast jeder Kirche oder anderen etwas größeren Religionsgemeinschaft in den USA; hier einsehbar: https://goo.gl/DM5cQi), was heißt das die Organisation ganz normal Steuern zahlen muss. Und das dürfte wohl das Erste sein was die "Church of Satan" erreichen wollen würde, wenn sie denn nach irgendeiner Anerkennung streben würde oder könnte.

Zu dem 'Phänomen' des Satanismus in den USA hatte ich dir ja zudem bereits etwas geschrieben. In einem Land mit starkem Individualismus und Religionsfreiheit ist die Entstehung solcher Gruppen nicht verwunderlich, wenn man zudem eine so lautstarke christliche Mehrheit (gut, so Lautstark ist davon eigentlich auch nur eine Minderheit, aber die ist sehr einflussreich und versteht es sich als Mehrheit darzustellen) im Land hat.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Dann andere "Phänomene" aus den USA:

Rock 'n' Roll: Ist diese destruktive Musik, die in den USA entstanden ist und dort massenweise gehört (meistens in Verbindung mit Drogen) und in die ganze Welt exportiert wird, christlich?


Rock’n’Roll muss mitnichten destruktiv sein und auch nicht mit dem Konsum von Drogen verbunden sein. Zudem ist es selbst eine komplexe Mischung aus allerlei Musikstilen (siehe etwa https://upload.wikimedia.org/wikipe.....mmons/0/0b/Stylemap_2.png). Davon abgesehen das diese Musik oder von ihr beeinflusste inzwischen fast auf der ganzen Welt verbreitet ist wirst du wohl in kaum einem anderen Land der Welt einen so großen Markt für genuin christliche Musik außerhalb der reinen Kirchenmusik finden. Was wird denn in Russland so für Musik gehört? Sieht mir jetzt auf den ersten Blick auch nicht alles nach Klassik und Chormusik aus? https://www.shazam.com/de/charts/top-100/russia

Schmied hat folgendes geschrieben:
Kapitalismus: Ist die erbarmungslose Herrschaft und Vergötterung des Geldes christlich?


Was Kapitalismus genau ist und wie er genau entstanden ist bleibt eine komplexe und nicht unumstrittene Frage. Außer Frage jedoch steht das er 1) im christlich-westlichen Kulturraum entstanden ist und 2) sich global ausbreitet. Übrigens gibt es kaum ein Land wo der Kapitalismus nach dem Zusammenbruch des Ostblocks gnadenloser zugeschlagen hat als in Russland. Putin selbst erlebte seinen Aufstieg ja u.a. dadurch das er sich im russischen Volk den Ruf erwarb endlich den Oligarchen Einhalt zu gebieten. Freilich nicht ohne sich und seine Clique selbst zu welchen zu machen und nur jenen wirklich als Leder zu gehen die es wagten gegen ihn und seine ehemaligen KGB-Freunde aufzubegehren.

Etwas genuin US-amerikanisches ist der Kapitalismus nicht und war es auch nie.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Globalisierung und die Neue Weltordnung: Ist die Globalisierung unter der Vorherrschaft der USA und die geplante Abschaffung des Bargeldes christlich? Oder sind das alles Vorbereitungen für die Herrschaft des Antichrists?


Inwiefern gibt es konkrete Pläne das Bargeld abzuschaffen? Würde mich sehr interessieren. Das Bargeld was wir aktuell haben ist freilich letztlich in meister Hinsicht auch nur noch 'virtuell', denn ein realer Gegenwert existiert in den Zentralbanken schon lange nicht mehr. Das Geld erhält seinen Wert dadurch das wir alle darauf als Tauschmittel vertrauen. Nicht mehr und nicht weniger.

Ob die Globalisierung zu einer Vorherrschaft der USA führen wird bleibt abzuwarten. Tatsächlich schienen die USA nach dem Kalten Krieg noch die einzige verbleibende Supermacht zu sein und das in jeder Hinsicht. Seitdem sind aber 15 Jahre vergangen und inzwischen ist das Image der USA sowohl außenpolitisch als auch wirtschaftlich schon ziemlich angekratzt. China dagegen scheint einen Aufstieg zu erleben. Letzerer Sachverhalt dürfte übrigens der eigentliche Grund sein warum Herr Putin sich überhaupt auf einmal so traut gegenüber dem westlichen Block so laute Töne anzuschlagen. Hoffen wir mal für das russische Volk das er sich da nicht verkalkuliert hat. Aktuell macht die russische Wirtschaft ja eher Talfahrt.

Was du mit 'Neuer Weltordnung' meinst müsstest du dann etwas genauer Spezifizieren? Die USA als vermeintlich einzig verbleibende Supermacht nach 1990 (Bush, sen.)? Die USA in ihrem globalen 'Kampf gegen den Terror' nach 2001 (Bush, jr.)? Oder eine der diversen Verschwörungstheorien?

Was das nun mit dem Antichristen zu tun haben soll ist mir etwas schleierhaft. Hier sieht man eher recht deutlich wie religiöser Glaube sich mit Ängsten vor der Gasförmigkeit der modernen Gesellschaft verbindet.

Schmied hat folgendes geschrieben:
In den "christlichen" USA wurde vor kurzem die Homoehe in allen Staaten legalisiert.


Ja, nach sehr langer Zeit, gegen (noch immer) großen Widerstand und tatsächlich nicht durch ein Parlament, sondern durch das Verfassungsgericht und auch dort mit einer 5-4 Entscheidung. Die Argumentation ist übrigens etwa die Gleiche mit der damals auch die ehe zwischen verschiedenen 'Rassen' zugelassen wurde.

Schmied hat folgendes geschrieben:
USA sind die Hauptproduzenten der perversesten Pornofilme weltweit. Dahinter kommt Deutschland. Alles schön für jedermann frei im Internet zugänglich.


Ich kenne mich mit Pornographie im Detail jetzt nicht so aus und habe jetzt ehrlich gesagt wenig Lust hier ausführlich zu recherchieren.

Prinzipiell erlaubt das Internet die Verbreitung jeder Informationen. Eben auch von Pornographie. Dagegen wird sich nur etwas machen lassen wenn der Bedarf nicht mehr vorhanden ist oder man totalitäre Methoden der Zensur einführt.

Wie oben schon angedeutet sind die genauen Verhältnisse der Produktion besagtem Materials mir nicht bekannt. Es erscheint mir aber irgendwie sehr unwahrscheinlich das der Osten von Europa hier als Markt so abgeschlagen sein soll, wenn man bedenkt wie Prostitution und Frauenhandel dort blüht.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Die Liste ist unendlich lang.

Von was reden wir also hier?


Deine bisherige Liste war wenig überzeugend. Ich habe dir ziemlich deutliche Fakten über die große Zahl an praktizierenden Christen und die großen finanziellen Mittel christlicher Kirchen in den USA genannt. Das hast du leider fast völlig ignoriert. Warum?

Schmied hat folgendes geschrieben:
Es ist noch nicht lange her, dass Russland einige Jahrzehnte lang kommunistisch war. Russland wendet sich aber wieder der christlichen Tradition zu, oder ist zumindest daran bestrebt.


Das Russland lange Realsozialistisch war (kommunistisch war die Partei und ihre Ideologie, das Land war es selbst nach deren Aussage nie) ist richtig und das dies nachwirkt auch. Richtig ist auch das ein Teil der Bevölkerung sich danach wieder offener ihrer Religion zuwendeten (darunter nicht nur orthodoxe Christen, sondern auch Juden, Muslime, etc.) bzw. sich überhaupt wieder begannen mit Religion zu beschäftigen. Allerdings ist Russland auch ein Paradebeispiel für den erneuten Aufstieg der Bedeutung von Religion im Postsozialismus. In Polen oder auf dem Balkan (wenn hier oft auch nur als Abgrenzung zu anderen ethnischen Gruppen um sich besser diskriminieren und verfolgen zu können) etwa ist dies viel mehr der Fall.

Ich erkenne keinerlei Beleg dafür das in Russland eine generelle (Re)Christianisierung der Gesellschaft einsetzt. Eben besonders wenn man betrachtet wie Putin auch andere gesellschaftliche Akteure und Symbole heranzieht um seine Herrschaft zu unterstützten. Darunter auch die genannten Leninisten und Stalinisten, Teile der russischen Wirtschaftselite, etc. Diese Gruppen haben mit der orthodoxen Kirche alle wenig gemeinsam.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Hier kommt z.B. meiner Meinung nach deine antirussische Einstellung durch. Jeder, als russischer Präsident, ist in deinen Augen von vornherein verdächtig und bedenklich, der nicht auf den Zug der westlichen Antiwerte aufspringt und auf dieser "Basis" mit dem Westen kooperiert. Außerdem scheinst du sehr durch das westliche Fernsehen, bezüglich diesem Thema, beeinflusst worden zu sein, ohne das dir Vorgesetzte kritisch hinterfragt zu haben.


Geschickt bist du ja schon. Das muss man dir lassen. Genau bei einer der unangenehmsten Fragen, nämlich warum Putin selbst Fans unter den Stalinisten hat und er gegen diese nichts macht lenkst du schnell vom Thema ab und unterstellst mir dies und jenes.

Ich wiederhole die Frage: Wenn Putin ein so großer Verteidiger des Christentums ist, warum unternimmt er dann nichts gegen Leninisten und Stalinisten in seinem Land?

Nun zu deinen persönlichen Anschuldigungen, auch wenn diese vermutlich nur dazu dienten um von der von mir im letzten Absatz wiederholten Fragen abzulenken.

1. Ich besitze keinen Fernsehr. Serien und Filme schaue ich im Internet, auf Discs oder im Kino. TV-Nachrichten schaue ich fast nie. Vielleicht alle paar Wochen mal den 100 Sekunden Überblick vom ARD, weil ich nicht anderweitig dazu gekommen bin mir Informationen zuzulegen darüber was gerade so in der Welt passiert ist. Zeitungen, Fachportale und Fachzeitschriften nehmen da weit mehr Zeit in Anspruch sie zu lesen und manchmal geht es nicht anders.

2. Ich behaupte mir vorgesetzte Informationen schon recht gut, wenn natürlich nicht ohne Fehler, kritisch verarbeiten zu können. Es ist interessant das diejenigen die ihre Positionen nie kritisch hinterfragen immer so laut dabei sind dies anderen zu Unterstellen. Du kannst hier gern im Forum nachlesen oder andere Nutzer fragen das ich gegenüber diversen Entscheidungen westlicher Mächte ebenso kritisch bin. Was ich jedoch nicht tue ist mich in Verschwörungstheorien zu verwickeln, antiwestliche Propaganda zu dreschen oder mit irgendwelchen Autokraten zu kuscheln, weil es mir gerade in dieses oder jenes Konzept passt. Hier ein schönes russisches Sprichwort dazu: Нечего на зеркало пенять, коли рожа крива.

3. Ich habe kein Problem mit dem russischen Volk. Davon abgesehen das ich kein Rassist bin kenne ich dazu zu viele nette Russen und kenne mich dazu wohl auch zu gut mit der russischen Kultur aus. Putin ist nicht das russische Volk. Es stimmt das er in jedes seiner Ämter formal demokratisch gewählt wurde. Es stimmt auch das er maßgeblich dafür verantwortlich ist den russischen Staat als administratives Gebilde wieder in Funktion zu setzen nachdem er in den 1990er Jahren zunehmend zerfiel. Insofern kann ich auch gut nachvollziehen wieso so viele Russen ihn schätzen. Gleichwohl sehe ich aber eben auch wie er die ohnehin schon schwache und korrupte russische Demokratie und Wirtschaft so unterwandert hat das nun beides von ihm und seiner Clique gelenkt ist. Leuten die dagegen aufbegehren geschehen ziemlich oft ziemlich seltsame Unfälle oder auf einmal werden deren kriminellen Umtriebe bekannt (soll nicht heißen das diese unbedingt erlogen sind, aber sie dürften oft schon lange vorher bekannt sein). Auch übersehe ich - vermutlich besonders aufgrund meiner Ausbildung als Sozialwissenschaftler - nicht wie Putin es versteht sich propagandistisch bei ganz verschiedenen Gruppen in Szene zu setzen. Weil ich diese Propaganda nun nicht kritiklos glaube soll ich antirussisch sein? Dazu noch einmal das besagte Sprichwort: Нечего на зеркало пенять, коли рожа крива.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Putin wurde demokratisch von der Mehrheit des Volkes gewählt, also stellst du dich auch somit gegen das russische Volk.


Dazu habe ich oben schon etwas geschrieben. Formell stimmt was du sagst. De facto wird die russischen Demokratie aber von Putin und seiner Gruppe gelenkt.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Propaganda, weil du oder das westliche Fernsehen es so sagen?


Ich habe keinen Fernseher und es steht dir frei inhaltlich auf meine Argumente einzugehen. Das Putin ein gläubiger Christ ist und Russland dabei ist ein christliches Land zu werden (und das durch die Hilfe von Putin) ist auf jeden Fall als Propaganda zu werten. Es soll ihm die Unterstützung der frommen Orthodoxen und auch der reaktionären Russen sichern und zudem auch einiger reaktionärer Christen im Ausland. Nun macht fast jeder Politiker Propaganda, denn das ist fast der einzige Weg gewählt zu werden oder im Amt zu bleiben. Das Problem was ich hier sehe ist, dass dies bei der Putin-Clique dazu dient von realen Sachverhalten abzulenken und das im großem Maßstab.

Schmied hat folgendes geschrieben:
Sie sind bei jeder bösen Handlung des Westens kritisch. Und leider wurde und wird auch weiterhin mächtig Propaganda gegen Russland und Putin im Westen betrieben. Warum? Wahrscheinlich weil sich Russland der Neuen Weltordnung (im Sinne der Globalisierung), unter der Führung der USA, nicht unterordnen will.


Anscheinend hatte man in Deutschland nach Schröder, der sich ja gut mit Putin verstand und es scheinbar auch noch immer tut, Putins Umtriebe innerhalb von Russland akzeptiert (egal was er tat, für Schröder blieb Putin ein "lupenreiner Demokrat"). In den 1990ern hatten Deutschland und Russland auch ziemlich positive und intensive politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen aufgebaut. Diese basierten aber freilich darauf das Russland keinen imperialen Anspruch mehr in seinen Nachbarländern hegt und das egalitäre Selbstbestimmungsrecht der Völker geachtet wird (zumindest in Europa). Um diesen Status zu erreichen war schließlich 1990 politische Zustimmung von Russland nach Deutschland und viel Geld von Deutschland nach Russland geflossen.

Scheinbar meinte Putin um 2010 herum dann aber auch in Europa wieder die alten imperialen Träume Russlands aktivieren zu müssen oder zu können. Die Gründe sind komplex. Ohne den relativen Aufstieg von China wäre es aber schwer denkbar das sowas passiert wäre. (Im Pazifik stationieren die USA und China um die Wette ihre Flotten.) Und genau seitdem besteht der Konflikt zwischen Russland und dem westlichen Block. Nun mögen beide Seiten nun ihre Propaganda von sich geben, aber die Faktenlage ist das die Staaten des westlichen Blocks im Vergleich näher am Ideal der Demokratie und den Menschenrechten dran sind und in diesem Fall auch das Völkerrecht eindeutig auf ihrer Seite haben.