Islamisierung des Abendlandes


Zitat:
Nichts da wird islamisiert. Das Abendland wird atheisiert, heidnisiert, antichristianisiert, satanisiert.


Den Eindruck habe ich auch. Deshalb mache ich auch seit zwei Jahren den Fernseher nicht mehr an. Immer wenn irgendwo Anschläge sind, sind angeblich "Islamisten" schuld, obwohl es dafür überhaupt keine Beweise gibt. Man wird nur zugemüllt.

Noch viel verlogener finde ich die Tatsache, dass Leute in meinem Umfeld anscheinend die eigene Betroffenheit erst entdecken, wenn etwas "nahe genug" passiert. D.h. wenn täglich tausende Menschen an Hunger sterben, bockt das keinen, aber wenn die Medien einen Anschlag (bsw. den in Paris) zeigen, demonstrieren alle Betroffenheit. Da war es mir ein echtes Anliegen, der einzige zu sein, der nicht bei der verlogenen "Schweigeminute" dabei war.
Hallo Life,

gg, es steht dir vollkommen frei, mehr als eine Schweigeminute zu unternehmen.
Außerdem kannst du gerne stichhaltige Argumente (wohlbemerkt beweisbar)
hier aufführen.
Die meisten hier werden sie aufmerksam lesen.

Für UF120 lohnt es sich noch nicht mal, einen Kommentar zu verfassen.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Zitat:
gg, es steht dir vollkommen frei, mehr als eine Schweigeminute zu unternehmen.


Den Leuten, die bei dem Anschlag Verwandte oder Körperteile verloren haben ist es recht egal, ob andere Leute in ihrem Alltag eine Schweigeminute (oder mehrere) einlegen oder nicht.

Zitat:
Außerdem kannst du gerne stichhaltige Argumente (wohlbemerkt beweisbar) hier aufführen.


Ich kann es auch lassen.
Hallo Life,

ja klar, wenn du nicht mehr ernst genommen werden willst.


Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Abu Riha hat folgendes geschrieben:
Kann mir mal bitte jemand erklären, was so schlimm wäre, wenn das Abendland islamisiert würde? Schlimmer als die Christianisierung Europas in der Spätantike und Südamerikas im ausgehenden Mittelalter könnte das doch nicht sein.


Long Road und Pjotr Kala haben eigentlich schon alles Wesentliche auf Deine Frage geantwortet.


Meine Sicht ist ähnlich: Solange die übergroße Mehrheit der Muslime aufgeklärt ist, fest an die Trennung von Religion und Staat (und Recht!) glaubt, Werte wie liberale Bürger- und Menschenrechte als unantastbar ansieht und tolerant gegenüber Anders- und Nichtgläubigen ist, habe ich nicht das geringste Problem mit einer großen Zahl von Muslimen im "Abendland".

Das große Problem ist aber leider, dass eine sehr, sehr große Anzahl von Muslimen eben NICHT so denkt.

Bestenfalls sind es 15% der Muslime, die solche liberalen bzw. aufgeklärten Werte auch nur kennen.


Solange das so ist, würde eine "Islamisierung" des "Abendlandes" dazu führen, dass unsere freien Gesellschaften sich in stinkende Dreckslöcher voll von religiösem Hass, Tyrannei, Unterdrückung und Gewalt verwandeln würden.

Sieh mal in den Nahen Osten, dann kannst Du erkennen, zu was für Gesellschaften der Islam führt (und nein, daran sind nicht primär "die Juden" oder "die Amerikaner" Schuld, die angeblich die armen, armen Moslems so schlecht behandeln -- das ist fast alles hausgemacht).

Sowas wollen viele Menschen hier einfach nicht.

Gruß,
Bernhard
Abu Riha hat folgendes geschrieben:
Sura 109. Die Ungläubigen (Al-Káferün)
Offenbart vor der Hidschra. Dieses Kapitel enthält 6 Verse.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.
1. Sprich: «O ihr Ungläubigen!
2. Ich verehre nicht das, was ihr verehret,
3. Noch verehrt ihr das, was ich verehre.
4. Und ich will das nicht verehren, was ihr verehret;
5. Noch wollt ihr das verehren, was ich verehre.
6. Euch euer Glaube, und mir mein Glaube.


Und wie schaut es mit Konsequenzen aus?

Zitat:
O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Schutzherren', wenn sie den Unglauben mehr lieben als den Glauben! Wer von euch sie zu Vertrauten nimmt, das sind die Ungerechten. (1 Auch: Vertraute.) (Sura 9-23)


Zitat:
Muhammad ist Allahs Gesandter. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den
Ungläubigen gegenüber hart, zueinander aber barmherzig.(Sura 49-29)


Da ist eine Sub- oder Nebenkultur schon vorprogrammiert, wobei das noch die harmlosere Seite ist. Es gibt ja auch die Stellen die zum Kampf gegen Ungläubige aufrufen:

Zitat:
Diejenigen, die glauben, kämpfen auf Allahs Weg, und diejenigen, die ungläubig sind, kämpfen auf dem Weg der falschen Götter. So kämpft gegen die Gefolgsleute des Satans! Gewiß, die List des Satans ist schwach. (Sura 4-76)


Zitat:
O die ihr glaubt, kämpft gegen diejenigen, die in eurer Nähe sind von den Ungläubigen! Sie sollen in euch Härte vorfinden. Und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist!(Sura 9-123)


Wenn man jetzt einwenden mag, dass Ungläubige böse Atheisten sind:
Zitat:

Ungläubig sind ja diejenigen, die sagen: „Allah ist ja al-Masih, der Sohn Maryams"4. (D.h.: Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gott ist Christus, der Sohn der Maria.") (Sura 5-17)


Zitat:
Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen - von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde -, bis sie den Tribut' aus der Hand2 entrichten und gefügig sind3!
30. Die Juden sagen: ,,'Uzair4 ist Allahs Sohn", und die Christen sagen: „Al-Masih5 ist Allahs Sohn." Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen!(Sura 9-29,30)


Das wirft auf dein Zitat mMn schon ein anderes Licht: Mir meinen Glauben und euch euren Glauben, aber wenn ihr bei eurem falschen Glauben bleibt soll ich gegen euch kämpfen, oder mich zumindest nicht näher mit euch abgeben.

Bitte nimm das jetzt nicht persönlich, ich will dich nicht angreifen, ich will nur meine Sicht auf die Probleme die dem Islam innewohnen darlegen. Wenn du den Koran wohlwollend liest und einen friedvollen und toleranten Islam vertrittst und lebst habe ich nicht das geringste Problem. Wie gesagt gibt es auch edle und friedliche Verse und wenn man sich an diese hält habe ich kein Problem mit dem Islam.

Nur sollten Moslems geschlossen für einen friedlichen und toleranten Islam eintreten und ihre Glaubensbrüder und Schwestern davon überzeugen, dass nur das funktionieren kann und ein Kampf gegen Ungläubige, oder auch nur eine Abgrenzung von Ungläubigen, unter keinen Umständen gut ist.

Meine Erfahrung in den sozialen Medien und in Foren ist eher, dass friedliche Moslems "islamophobe" Kritiker davon überzeugen wollen, dass der Islam "auch friedlich" ist und das nicht alle Moslems Terroristen sind. MMn sollten aber friedliche Moslems ihre Energie dahingehend aufwenden, dass sie in die Moscheen, Gebetshäuser etc. gehen und Moslems darüber aufklären, dass Kampf, Intoleranz, Abgrenzung etc. der falsche Weg ist. Damit würden sie den "islamophoben" Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.
Hallo UF120, ich weiß, was du meinst. Erst vor wenigen Tagen habe ich eine Sendung in einem evangelikalen Internetradiosender gehört, in der ein Prediger versuchte, den Zuhörern nachzuweisen, dass Allah und der Gott der Bibel nicht identisch sind. Darüber kann man nachdenken. Und dann versuchte er nachzuweisen, dass Allah in Wirklichkeit der Satan beziehungsweise der Antichrist beziehungsweise der falsche Prophet sei, wie er in der Prophezeihung des Johannes gezeichnet ist. Ich sage dir, dass dies ein Irrtum ist. Muslime hassen den Satan ebenfalls, in der Hadsch gibt es eine vorgeschriebene rituelle Übung, die den Satan vertreiben und verspotten soll.
Dein Irrtum ist menschlich, und ich kann ihn dir also auch nicht vorwerfen, er beruht auf Unkenntnis. Vermindere deine Unkenntnis und vergrößere dadurch dein Verstehen.
Aber auch mein Verstehen ist sehr begrenzt, darum bitte ich dich um Hilfe. Du schreibst vom orthodoxen Christentum, und das kenne ich nicht wirklich ausreichend. Es gibt auch in Palästina und den anderen arabischen Staaten orthodoxe Christen, aber ich kenne persönlich keinen orthodoxen Christen. Was ist das heilsame am orthodoxen Christentum? Ich kenne nur den katholischen und evangelischen Glauben der Christen und ihren Streit untereinander. Ist das orthodoxe Christentum ein guter dritter Weg? Dann möchte ich davon mehr von dir wissen.
Hallo Long Road, ich sehe mit Freude, dass du den Heiligen Koran kennst und sogar aus ihm leicht zitieren kannst. Ich sehe, dass du das Edle, wie du es nennst und ich es nenne, im Koran erkannt hast. Ich sage dir darüber hinaus, dass, wer das Edle im Koran erkennt, das Edle in sich selbst erkannt hat. Und: Auch wer das Edle in seiner eigenen heiligen Schrift und das Edle in anderen heiligen Büchern erkannt hat, hat das Edle in sich vollendet.
Mir scheint, dass du dich an den Worten "kämpfen" oder "Kampf" störst. Bedenke bitte, dass Kampf und Krieg bis in unsere Zeit auch in Europa zum Normalfall gehörten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fingen die Europäer an, wenigstens in Europa den Krieg als normales Handeln zu ächten und heute können sich Europäer kaum noch einen Krieg untereinander vorstellen. Leider ist Ost- und Südosteuropa von dieser Entwicklung noch nicht erreicht.
Aber in fast allen anderen Ländern der Erde ist Krieg weiterhin der Normalfall, immer nur von kürzeren Perioden des Friedens unterbrochen.
Du kannst die Worte auch mit Auseinandersetzung oder Streit übersetzen, auch mit harter Auseinandersetzung, was ja nicht gleich Gewalt und Krieg meint. Sage: Setze dich mit den Ungläubigen auseinander, streite mit ihnen und verteidige deinen Glauben mit guten Argumenten.
Du weißt sicher, und leider wissen das viele Christen und auch Muslime nicht, dass nicht alle Verse des Korans für alle Zeiten geschrieben sind, sondern sich auf die kriegerische Zeit des Propheten bezogen. Ja, es war eine kriegerische Zeit auf allen Seiten.
Gebildete Muslime wissen das, auch Muslimwissenschaftler im Orient und im Westen wissen das, und deswegen ist Bildung einer der Wege zum Frieden.
Warum kommen die Muslime nach Europa? Weil sie den Krieg lieben? Nein, dann könnten sie ja zuhause bleiben. Die Muslime kommen nach Europa, weil sie in Frieden leben wollen.
Der Gruß des Sohnes der Maria und der Gruß des Muslims ist: Friede sei mit dir.
Abu Riha an UF129 hat folgendes geschrieben:
Hallo UF120, ich weiß, was du meinst. Erst vor wenigen Tagen habe ich eine Sendung in einem evangelikalen Internetradiosender gehört, in der ein Prediger versuchte, den Zuhörern nachzuweisen, dass Allah und der Gott der Bibel nicht identisch sind. Darüber kann man nachdenken. Und dann versuchte er nachzuweisen, dass Allah in Wirklichkeit der Satan beziehungsweise der Antichrist beziehungsweise der falsche Prophet sei, wie er in der Prophezeihung des Johannes gezeichnet ist. Ich sage dir, dass dies ein Irrtum ist. Muslime hassen den Satan ebenfalls, in der Hadsch gibt es eine vorgeschriebene rituelle Übung, die den Satan vertreiben und verspotten soll.

Mal nebenbei kann das Dunkel nur mit Licht vertrieben werden.
Und mit Hass wird ein hasserfülltes Wesen (sei es imaginär, oder nicht) nur erhalten, oder gar erschaffen werden.

Zurück zum Thema:
Fehlgeleitete Menschen gibt es überall.
Sich über diese Menschen allzu sehr zu echauffieren gibt diesen Menschen nur die Aufmerksamkeit, welche sie erhaschen wollen.

Ob es nun Christen sind, die ihre Religion über den Islam stellen,
oder auch umgekehrt.
Juden gegen Muslime, gegen Christen und Christen wiederum gegen Juden...

Wohin führt das denn?
Eine Religion kann nur so heilsam sein, wie sie andere Religionen neben sich existieren lässt und auch achtet!

Und wenn Gewalttaten, die angeblich im Namen Allah verübt werden, dann von Christen benutzt werden, den Islam zu diffamieren,
dann werden dadurch gemäßigte Muslime dem Islamismus zugetrieben.

Kurzum:
Mögen Muslime bessere Muslime werden.
Mögen Christen bessere Christen werden.

etc.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Zu sagen, dass Muslime den Teufel "hassen", ist nicht das richtige Wort, das verbessere ich. Wie aus Sura 7 hervorgeht, ist der Teufel zu verachten, denn er ist einer, der die Menschen vom Glauben abbringen will, er ist ein Versucher.
Hi

Es ist sehr wahrscheinlich spirituell oder religiös betrachtet nicht sinnvoll eine negative Haltung wie Verachtung oder Hass zu kultivieren.
Dadurch pflegt man ein negatives Gefühl, das tut niemandem gut...
Wenn eine Religion dem Menschen helfen will, sollte sie sich auf positive Ideen konzentrieren.


In der sekulären Gesetzgebung hilft uns ein Teufel grundsätzlich nicht weiter, wir gehen davon aus dass Menschen für ihr Handeln selbst verantwortlich sind und prüfen bei Strafverfahren ob eine Schuldfähigkeit vorliegt.
Sollte die Schuldfähigkeit bei einem Angeklagten eingeschränkt sein, wird das bei der Urteilsverkündung berücksichtigt, aber nicht einem Teufel zugeschrieben...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA