Patriotismus


Patriotismus, Vaterlandsliebe, Nationalismus, die Liebe zum eigenen Volk und zur eigenen Nation.

Wie sehr ist bei euch der Nationalismus bzw. Patriotismus ausgeprägt?

Wie wichtig ist er euch? Hat er einen Platz in eurer jeweiligen Religion? Wie viel Platz nimmt er ein?

Was macht euch besonders stolz auf euer Volk und eure Nation?
Zitat:
Was macht euch besonders stolz auf euer Volk und eure Nation?


Überhaupt nichts! Denn ich bin dort zufällig hineingeboren. Zwar haben mich bestimmte kulturelle Eigenschaften dieses Volkes mitgeformt, sie besitzen aber nur Wert, wenn sie auch allgemeingültig für die ganze Welt sind.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ich schließe mich Baha'u'llah an, der sagt,

Zitat:
„Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt“.

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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich bin nicht stolz darauf, ein Deutscher zu sein. Aber ich freue mich, ein Deutscher zu sein, denn hier geht es mir jedenfalls gut, wäre ich woanders geboren, bin ich mir da nicht so sicher.
(Ein büschen stolz bin ich allerdings doch, wenn ich ehrlich bin, nämlich ein Friese zu sein *grins*)
Stolz macht mich im Augenblick der überwiegende Zusammenhalt in Deutschland, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht.
Die Gegenkräfte sind in der Minderheit, möge es so bleiben!

Ansonsten sind wir doch alle (auf körperlicher Ebene) Bewohner dieses Universums.
Mögen wir uns mit diesem identifizieren!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Ich selber war nie sonderlich patriotisch eingestellt. Im Gegenteil freue ich im Fußball bspw. nach wie vor nicht selten mehr über Siege anderer Nationen. Trotzdem machen die Ausführungen eines Björn Höcke meiner Meinung nach schon Sinn, wenn er sagt, dass man andere Kulturen und Nationen erst richtig schätzen kann, wenn man selber eine feste Identität in seiner eigenen hat. Kritisch wird es meiner Meinung nach, wenn man auf dieser Schwelle des Nationalstolzes stehen bleibt. Letztlich sollte sie nur dazu dienen, einen festen Boden zu haben, von dem aus man dann Schritte in die Fremde wagen kann.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Ich bin nicht stolz darauf, ein Deutscher zu sein.


Und auf was genau ist man da so stolz? Immerhin hast du selbst ja nichts dafür getan Deutscher zu sein.
Ich für meinen Teil kann mit Nationalismus nichts und mit Patriotismus wenig anfangen. Denn beides zielt auf die ausschließliche Identifikation mit einer partikularen Gemeinschaft, die sich von anderen abgrenzt. Klar, ich verstehe mich als Deutscher, weil Deutsch meine Muttersprache ist und ich Bürger der Bundesrepublik Deutschland bin, aber genauso bin ich Langenholzer, Alfelder, Leinebergländer, Europäer, Bahá'í, Gläubiger, Terraner, Mensch und Geschöpf Gottes.

Gerade dieser Facettenreichtum ist es, der mich ausmacht. Ich bin Teil von verschiedenen, meist nicht deckungsgleichen Gruppen, die alle ihre eigenen Teile zu meiner Identität als Individuum beitragen. In diesem Zuge fühle ich mich mit allen diesen Facetten verbunden, ohne eine davon auf Kosten anderer überzubetonen. Beim Fußball freue ich mich natürlich über Tore der deutschen Nationalmannschaft, aber darüber hinaus habe ich immer noch einen persönlichen Favoriten - der in der Regel nicht Deutschland ist, weil ich denen nie ernsthaft einen Titel zutraue^^

Einen Teil dieser Identitäten habe ich mir selbst gewählt, andere sind mir durch Geburt - und folglich ohne eigenes Zutun - mit auf den Weg gegeben worden. Auf viele dieser Identitäten bin ich durchaus stolz, denn andere Individuen aus diesen Gruppen haben bereits bedeutende Beiträge für die Weiterentwicklung der Welt geleistet. Das heißt nicht, dass ich mich auf fremden Lorbeeren ausruhe, sondern dass mich deren Leistungen inspirieren können, selbst etwas beizutragen. Wichtig ist, etwas Konstruktives daraus zu machen. Das bedeutet insbesondere, darauf zu achten, welche Vorteile ich durch diese vorgeprägten Identitäten genossen habe, und mitzuhelfen, anderen ebenfalls die Chancen zu eröffnen, die ich hatte. Das geht nur, wenn ich über die Landesgrenzen und über die Grenzen Europas hinausdenke.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Also, ich habe doch geschrieben, NICHT stolz darauf zu sein, ein Deutscher zu sein.
Darum verstehe ich die Frage von Tobias nicht.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Also, ich habe doch geschrieben, NICHT stolz darauf zu sein, ein Deutscher zu sein.
Darum verstehe ich die Frage von Tobias nicht.


Die Frage ist zu deinem Zitat tatsächlich etwas seltsam bzw. missverständlich. Die Frage war an jene gerichtet die es sind. Also nicht an dich.