Den Islam kennen- und verstehen lernen


PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wie viel Leid auf dieser Welt könnte Mensch und Tier erspart bleiben,
wenn alle Menschen anfangen würden,
den gesunden Menschenverstand über religiöse Dogmen zu erheben?


Das Problem ist nur, dass er eben nicht von Natur aus gesund ist, wie man am Zustand der Welt deutlich sieht. Er bedarf also der Gesundung. Und dass geht nicht aus eigener Kraft, weil niemand (außer Münchhausen ) sich selbst aus dem Sumpf ziehen kann.

Dogmen sind wie Laternen - sie leuchten den Weg aus, aber nur Betrunkene klammern sich daran fest. Dogmen sind wie Fenster, die einen Blick durch die undurchsichtige Mauer ermöglichen. Nicht der Verstand muss sich daher über die Dogmen und Lehren der Kirche erheben - sondern genau umgekehrt - diese erheben den Verstand und das Herz auf eine Erkenntnisebene, die sie aus Eigenem nicht erreichen könnten.

"Es ist schlechthin aussichtslos, die Grenze des Nicht-mehr-Wißbaren überschreiten zu wollen. Diese Fragen nach Sinn und Maß der Hinopferung natürlicher Güter münden unmittelbar in das undurchdringbare Geheimnis, das mit der konkreten Existenz des Menschen selbst gegeben ist, mit der Existenz also eines leiblich-geistigen, geschaffen-erhobenen-gefallenen-erlösten Wesens."

Josef Pieper in "Das Viergespann", Kösel-Verlag 1964
Burkl hat folgendes geschrieben:
"Zufällig" (an echte Zufälle glaube ich ja nicht) hat heute in Österreich der Heilige Albert Gedenktag. Er hat sich schon im 13. Jahrhundert damit beschäftigt, dass es zwei Erkenntnisweisen der Wirklichkeit gibt - die der Naturwissenschaft und die des Glaubens. Recht verstanden gibt es zwischen diesen beiden keinerlei Überschneidungspunkte - betreibt man beide - so wie der heilige Albert dies auf höchstem Niveau getan hat - erhellt die eine Disziplin die Tiefe und Farbenpracht beim Erkenntnisgewinn in der jeweils anderen.

Die Vita und das geistige und naturwissenschaftliche Lebenswerk des Hl. Albert ist auch für dich, denke ich, einen Blick wert - gegenüber Pjotr allerdings genau von der "anderen Ecke" her. Ihr solltet beide aus euren Ecken kommen - du aus der kreationistischen, Pjotr aus der materialistischen. Wenn ich jetzt kurz "Ringrichter" spielen darf .

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Albertus_Magnus.htm

Wie kann jemand heilig gesprochen werden, der zum Mord aufruft?
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
"Zufällig" (an echte Zufälle glaube ich ja nicht) hat heute in Österreich der Heilige Albert Gedenktag. Er hat sich schon im 13. Jahrhundert damit beschäftigt, dass es zwei Erkenntnisweisen der Wirklichkeit gibt - die der Naturwissenschaft und die des Glaubens. Recht verstanden gibt es zwischen diesen beiden keinerlei Überschneidungspunkte - betreibt man beide - so wie der heilige Albert dies auf höchstem Niveau getan hat - erhellt die eine Disziplin die Tiefe und Farbenpracht beim Erkenntnisgewinn in der jeweils anderen.

Die Vita und das geistige und naturwissenschaftliche Lebenswerk des Hl. Albert ist auch für dich, denke ich, einen Blick wert - gegenüber Pjotr allerdings genau von der "anderen Ecke" her. Ihr solltet beide aus euren Ecken kommen - du aus der kreationistischen, Pjotr aus der materialistischen. Wenn ich jetzt kurz "Ringrichter" spielen darf .

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Albertus_Magnus.htm

Wie kann jemand heilig gesprochen werden, der zum Mord aufruft?


Was meinst du damit?
UF120 hat folgendes geschrieben:
Die "Aufklärung" ist doch die Anbetung des menschlichen Verstandes, d.h. die Anbetung seiner gefallenen Natur, die der Mensch seit dem Sündenfall besitzt.


Du meinst also der Verstand ist eine 'Strafe Gottes'?

Freilich gab es auch innerhalb der Aufklärung bestimmte Züge die den menschlichen Verstand letztlich naiv überbewerteten, ja sozusagen einen Kult um ihn errichteten. Wobei man da eher das Wort 'Vernunft' statt 'Verstand' benutzte bzw. verwendet.

Zugleich wurden in der Aufklärung aber auch die größten Kritiken am menschlichen Verstand und vermeintlicher reiner Vernunft verfasst.

Zumal man freilich nicht vergessen sollte das es im voraufklärerischen und selbst im vorhumanistischen Denken auch eine große Betonung der menschlichen Ratio innerhalb der Scholastik gab. Es waren aber eben nur bestimmte Quellen und bestimmte Gedankengänge erlaubt, weil man sich selbst in den Schatten bestimmter alter Denker stellte und ideologisch stark eingegrenzt wurde. Der Humanismus machte am Anfang auch nichts weiter als die Quellenbasis erst einmal zu erweitern.

Der Spalt zwischen Humanisten und Teilen der römisch-katholischen Amtskirche ging übrigens von letzerer aus. Nicht von den Humanisten.

UF120 hat folgendes geschrieben:
Alles wird dem gefallenen menschlichen Verstand untergeordnet, selbst Gott und Seine Gesetze.


Was meinst du mit 'Verstand' Vernunft oder die Gesamtheit des menschlichen Denkens? Nur dann kann man zu diesem Satz etwas sinnvolles sagen.

Was denkst du eigentlich wie die 'Kirchenväter' etwa ihre Werke verfasst haben? Mit was verfasst du deine Posts hier? Mit was ließt du die Bibel?

UF120 hat folgendes geschrieben:
Und dann erklärt so ein Mensch mit seiner "Vernunft" die Homosexualität zu etwas komplett Normalen z.B. und viele weitere Sachen und nennt sich dann noch "aufgeklärt". Ich kann mich über so viel Torheit nur wundern.


Akzeptanz von Homosexualität hat mit der Aufklärung erst einmal wenig zu tun. Die Aufklärung gibt es seit dem 17./18. Jahrhundert. Homosexualität erfährt - zumindest offiziell - erst seit den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts Toleranz oder gar Akzeptanz.

Viel ursächlicher dafür dürfte die Durchsetzung liberaler Werte auch im Sexualbereich sein. Liberalismus und Aufklärung haben zwar ein paar Schnittmengen, sind aber nicht identisch. So lässt der Liberalismus durchaus auch - und das ganz wissentlich - auch unvernünftige Dinge zu. Das wäre bei einer 'reinen' Aufklärungsphilosophie nicht möglich.
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
"Zufällig" (an echte Zufälle glaube ich ja nicht) hat heute in Österreich der Heilige Albert Gedenktag. Er hat sich schon im 13. Jahrhundert damit beschäftigt, dass es zwei Erkenntnisweisen der Wirklichkeit gibt - die der Naturwissenschaft und die des Glaubens. Recht verstanden gibt es zwischen diesen beiden keinerlei Überschneidungspunkte - betreibt man beide - so wie der heilige Albert dies auf höchstem Niveau getan hat - erhellt die eine Disziplin die Tiefe und Farbenpracht beim Erkenntnisgewinn in der jeweils anderen.

Die Vita und das geistige und naturwissenschaftliche Lebenswerk des Hl. Albert ist auch für dich, denke ich, einen Blick wert - gegenüber Pjotr allerdings genau von der "anderen Ecke" her. Ihr solltet beide aus euren Ecken kommen - du aus der kreationistischen, Pjotr aus der materialistischen. Wenn ich jetzt kurz "Ringrichter" spielen darf .

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Albertus_Magnus.htm

Wie kann jemand heilig gesprochen werden, der zum Mord aufruft?


Was meinst du damit?


Ich nehme an das hier dürfte gemeint sein:

"Er war zwei Jahre Bischof von Regensburg und warb dann im Auftrag von Papst Urban IV. 1263/64 in Böhmen und Deutschland mit Predigten für den 7. Kreuzzug."

'Mord' finde ich jetzt auch den falschen Begriff, aber er hat offenbar für einen Glaubenskrieg gepredigt. Das erscheint heute vielen kaum mehr angemessen für jemanden der 'heilig' sein soll. Damals dürfte das aber kaum gestört haben, da die Theorie des 'gerechten Krieges' für das Christentum sehr verbreitet ist. Ist es heute noch bei einigen Christen (George Bush, jr. bezog sich etwa darauf als der den Irak angegriffen hat und sah das Ganze ja als Teil eines 'Kreuzzugs').
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wie viel Leid auf dieser Welt könnte Mensch und Tier erspart bleiben,
wenn alle Menschen anfangen würden,
den gesunden Menschenverstand über religiöse Dogmen zu erheben?

Burkl hat folgendes geschrieben:
Das Problem ist nur, dass er eben nicht von Natur aus gesund ist, wie man am Zustand der Welt deutlich sieht. Er bedarf also der Gesundung. Und dass geht nicht aus eigener Kraft, weil niemand (außer Münchhausen ) sich selbst aus dem Sumpf ziehen kann.

Burkl, dem gesunden Menschenverstand reichen zwei simple Regeln:

1. Regel: Tue für Andere das, was du von ihnen erwartet.
2. Regel: Tue Anderen das nicht an, was du von ihnen auch nicht willst.

Das würde schon ausreichen!
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Zitat:

Burkl, dem gesunden Menschenverstand reichen zwei simple Regeln:

1. Regel: Tue für Andere das, was du von ihnen erwartet.
2. Regel: Tue Anderen das nicht an, was du von ihnen auch nicht willst.

Das würde schon ausreichen!


Der Überbegriff lautet Nächstenliebe, die wiederum ein konkreter Teilbereich der Liebe ist. Liebe wiederum ist ein sog. "Grenzbegriff", das sind solche, die mit anderen Begriffen nicht näher zu erklären sind. Daher ist mit der goldenen Regel zwar Einiges an der Oberfläche, aber bei Weitem nicht alles in der Tiefe klar. Die Tiefe der Bedeutung erschließt sich erst im Eindringen in das Wesen der Liebe, was im christlichen Glauben gleichbedeutend ist mir der mystischen Einverleibung von Jesus Christus, der Gott und damit Quelle und Ursprung der Liebe ist.
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:

Wie kann jemand heilig gesprochen werden, der zum Mord aufruft?


Was meinst du damit?


Er war zwei Jahre Bischof von Regensburg und warb dann im Auftrag von Papst Urban IV. 1263/64 in Böhmen und Deutschland mit Predigten für den 7. Kreuzzug.
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:

Wie kann jemand heilig gesprochen werden, der zum Mord aufruft?


Was meinst du damit?


Er war zwei Jahre Bischof von Regensburg und warb dann im Auftrag von Papst Urban IV. 1263/64 in Böhmen und Deutschland mit Predigten für den 7. Kreuzzug.


Und eine persönliche (diskutierbare) Einschätzung, dass eine militärische Intervention in einer bestimmten Konstellation gerechtfertigt ist, ist für dich gleichbedeutend mit "Aufruf zum Mord"?
Ist z.B. Frau Bundeskanzlerin Merkel wegen ihrer Befürwortung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr für dich eine Anstifterin zum Mord?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Und eine persönliche (diskutierbare) Einschätzung, dass eine militärische Intervention in einer bestimmten Konstellation gerechtfertigt ist, ist für dich gleichbedeutend mit "Aufruf zum Mord"?

Ja.

Hätte Jesus in einer bestimmten Konstellation einer militärischen Intervention zugestimmt?

Burkl hat folgendes geschrieben:

Ist z.B. Frau Bundeskanzlerin Merkel wegen ihrer Befürwortung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr für dich eine Anstifterin zum Mord?

Ja.

Natürlich muss man alle Facetten betrachten und VIELLEICHT kann so ein Einsatz legitimiert werden. Ich könnte so eine Entscheidung niemals treffen und möchte für nichts auf der Welt in solch eine Situation geraten. Sobald ein solcher Einsatz befürwortet wird, unterschreibt man gleichzeitig unzählige Todesurteile.