Den Islam kennen- und verstehen lernen


Hallo UF120,

gg, schon mal daran gedacht, daß es nur dein "gefallener menschlicher Verstand dir ermöglicht, sich überhaupt Gedanken über so etwas wie einen "Gott" zu machen.
Und dein zweiter Satz läßt vermuten, daß da bei einigen "Gläubigen" das bißchen Verstand auch noch durch "hl. Schriften" ersetzt wird.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
UF120 hat folgendes geschrieben:
Die "Aufklärung" ist doch die Anbetung des menschlichen Verstandes, d.h. die Anbetung seiner gefallenen Natur, die der Mensch seit dem Sündenfall besitzt. Alles wird dem gefallenen menschlichen Verstand untergeordnet, selbst Gott und Seine Gesetze.

Und dann erklärt so ein Mensch mit seiner "Vernunft" die Homosexualität zu etwas komplett Normalen z.B. und viele weitere Sachen und nennt sich dann noch "aufgeklärt". Ich kann mich über so viel Torheit nur wundern.

Der Verstand ist uns von Gott gegeben, um ihn zu benutzen.

Was würdest Du denn vorschlagen, was man mit homosexuellen Menschen zu machen hat?

P.s.: Schon mal mit der eineiigen Zwillingsforschung bei homosexuellen Menschen befasst?
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo UF120,

gg, schon mal daran gedacht, daß es nur dein "gefallener menschlicher Verstand dir ermöglicht, sich überhaupt Gedanken über so etwas wie einen "Gott" zu machen.
Und dein zweiter Satz läßt vermuten, daß da bei einigen "Gläubigen" das bißchen Verstand auch noch durch "hl. Schriften" ersetzt wird.

Pjotr Kala


Hallo, Herr 'gg',

ich habe den Verstand nicht für komplett unfähig erklärt, sondern nur gesagt, dass er nicht über alles und allem erhaben ist. Gott gehört in das Zentrum und nicht der sündige, schwache, bedürftige Mensch mit seiner gefallenen Natur.
UF120 hat folgendes geschrieben:

ich habe den Verstand nicht für komplett unfähig erklärt, sondern nur gesagt, dass er nicht über alles und allem erhaben ist. Gott gehört in das Zentrum und nicht der sündige, schwache, bedürftige Mensch mit seiner gefallenen Natur.


"Zufällig" (an echte Zufälle glaube ich ja nicht) hat heute in Österreich der Heilige Albert Gedenktag. Er hat sich schon im 13. Jahrhundert damit beschäftigt, dass es zwei Erkenntnisweisen der Wirklichkeit gibt - die der Naturwissenschaft und die des Glaubens. Recht verstanden gibt es zwischen diesen beiden keinerlei Überschneidungspunkte - betreibt man beide - so wie der heilige Albert dies auf höchstem Niveau getan hat - erhellt die eine Disziplin die Tiefe und Farbenpracht beim Erkenntnisgewinn in der jeweils anderen.

Die Vita und das geistige und naturwissenschaftliche Lebenswerk des Hl. Albert ist auch für dich, denke ich, einen Blick wert - gegenüber Pjotr allerdings genau von der "anderen Ecke" her. Ihr solltet beide aus euren Ecken kommen - du aus der kreationistischen, Pjotr aus der materialistischen. Wenn ich jetzt kurz "Ringrichter" spielen darf .

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Albertus_Magnus.htm
Hallo Herr Orthodoxer,

gg, du hast geschrieben "Die "Aufklärung" ist doch die Anbetung des menschlichen Verstandes, d.h. die Anbetung seiner gefallenen Natur, die der Mensch seit dem Sündenfall besitzt."

Ich lese daraus, daß durch den Verstand der Mensch zu einer gefallenen Natur geworden ist. Er ist aber im Gegenteil dadurch erst befähigt, sich überhaupt Gedanken zu machen. Und wenn ich deine Beiträge oder auch die Beiträge einiger anderer orthodoxer Christen Revue passieren lasse, so kann ich eigentlich nur wenig kritischen Verstand, aber viel Nachplapperei aus hl. Schriften erkennen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Burkl,
Zitat:
Die Vita und das geistige und naturwissenschaftliche Lebenswerk des Hl. Albert ist auch für dich, denke ich, einen Blick wert - gegenüber Pjotr allerdings genau von der "anderen Ecke" her. Ihr solltet beide aus euren Ecken kommen. - du aus der kreationistischen, Pjotr aus der materialistischen.


Könntest du mir mal erklären, was die Existenz des Verstandes mit "Materialismus" zu tun hat.

Pjotr Kala
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Burkl,
Zitat:
Die Vita und das geistige und naturwissenschaftliche Lebenswerk des Hl. Albert ist auch für dich, denke ich, einen Blick wert - gegenüber Pjotr allerdings genau von der "anderen Ecke" her. Ihr solltet beide aus euren Ecken kommen. - du aus der kreationistischen, Pjotr aus der materialistischen.


Könntest du mir mal erklären, was die Existenz des Verstandes mit "Materialismus" zu tun hat.

Pjotr Kala


Der Punkt geht an dich. Wobei sogesehen führt sich ein strenger Materialismus, indem er verstandesmäßig über sich selbst reflektiert ja bereits selbst ad absurdum. Einen solchem hängst du sicher nicht an - aber dafür der für unsere Zeit typischen Verengung des Vernuftbegriffes in dem Sinne, dass nur der Blick auf die Naturwissenschaften rationale Aussagen über die Wirklichkeit ermögliche. Ein Satz, der mit dem Anspruch und Maßstab, den er selbst erhebt nicht zu belegbar ist - und somit Ideologie. Und neu ist die ganze Sache nicht wie der Verweis auf den Tagesheiligen zeigt.
Hallo Burkl,

Warum sollte ein biologisches System, das sich per Evolution den heutigen "Verstand" angeeignet hat, nicht in der Lage sein, diesen Verstand zu benutzen, um über sich selbst zu reflektieren? Das verstehe ich nicht.

Außerdem glaube ich nicht, daß viele Menschen sagen, daß nur der Blick auf die Naturwissenschaften rationale Aussagen über die Wirklichkeit ermöglicht.
Andersum wird ein Schuh draus. Nur Wissenschaften haben Modelle, mit denen sie einen großen Teil der Welt rational erklären können. Religionen und Philosophien haben Fabeln und Wertekonzepte, mit denen sie die Existenz des Menschen begründen wollen und ihn im besten Fall zu einem gut integrierten Bestandteil einer Gemeinschaft machen wollen.

Pjotr Kala
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Warum sollte ein biologisches System, das sich per Evolution den heutigen "Verstand" angeeignet hat, nicht in der Lage sein, diesen Verstand zu benutzen, um über sich selbst zu reflektieren? Das verstehe ich nicht.


Weil nach der allgemeinen Systemtheorie die Funktion eines komplexen System durch rein intrasystematische Beobachtungen nicht erklärbar wird. Wenn ich mich im inneren eines Uhrwerkes befinde und hunderte Zahnräder beschreibe und womöglich ihr Ineinandergreifen irgendwann ganz durchschaue - das Ziffernblatt von außen sehe ich dadurch nie, erfahre also aus der Beobachtung und Beschreibung der Innenseite nie den letzten Sinn des Ganzen.

Zitat:

Außerdem glaube ich nicht, daß viele Menschen sagen, daß nur der Blick auf die Naturwissenschaften rationale Aussagen über die Wirklichkeit ermöglicht.


Ich befürchte schon. Es freut mich, wenn es bei dir nicht der Fall ist, weil so eine Sicht doch sehr ärmlich ist, wenn jemandem z.B. zum Leben nach dem Tod nur der banale Satz: "Energie verschwindet nicht." einfällt.

Zitat:
Andersum wird ein Schuh draus. Nur Wissenschaften haben Modelle, mit denen sie einen großen Teil der Welt rational erklären können.


Aber eben nur einen gewissen Ausschnitt der Wirklichkeit.
Nehmen wir an ich sitze in einem Auto und durchschaue alle technischen Details des Motors und der Elektronik perfekt - ich kenne dadurch trotzdem nicht das Ziel der Fahrt.

Zitat:
Religionen und Philosophien haben Fabeln und Wertekonzepte, mit denen sie die Existenz des Menschen begründen wollen und ihn im besten Fall zu einem gut integrierten Bestandteil einer Gemeinschaft machen wollen
.

Ja - wobei ich "Fabeln" durch "Gleichnisse" ersetzen würde. Es geht darum unser Verstehen übersteigende (="transzendente") Zusammenhänge und Erkenntnisse auf Bilder der Wirklichkeit "herunterzubrechen", um das größere Darüberstehende ahnungshaft ertastbar zu machen.
Wie viel Leid auf dieser Welt könnte Mensch und Tier erspart bleiben,
wenn alle Menschen anfangen würden,
den gesunden Menschenverstand über religiöse Dogmen zu erheben?
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