Von Erlösung und Pflichten


Lieber PapaLooo!

Wenn du davon ausgehst, dass wir alles richtig machen, dann brauchen wir gar nicht über Erlösung zu sprechen, denn das würde sie per se ad absurdum führen. Da wir aber alle Fehler machen, verzeiht uns ein liebender Vater, in der Hoffnung, dass wir irgendwann einmal die Fehler auf ein Minimum reduzieren oder gar keine mehr begehen. Das ist auch das Ziel von Sahaja Yoga, irgendwann einmal im jetztigen Leben heil zu sein, da wir keine Fehler mehr begehen. Für die Schritte dorthin sind wir selbst verantwortlich. Wir können also unser eigenes Tempo bestimmen und haben immer wieder etwas auzuarbeiten, wobei ein wesentlicher Punkt darin besteht, dass wir frei von jeglicher Schuld sind.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Vielen Dank, lieber Erich, vor allem für den Hinweis auf den liebenden Vater.
Meine Frau könnte interessieren, ob es sich auch um eine "liebende Mutter" handeln kann?
Wie siehst du das als Sahaya-Yogi?
Gott kann prinzipiell als eine Art Vater-Mutter in der Beziehung betrachtet werden.
Wir picken uns bei dem Göttlichen ohnehin immer nur die Aspekte heraus, die wir Ihm geben wollen.
Wenn dem Göttlichen männliche, jedoch keine weiblichen Aspekte zugedacht werden, so liegt das i.d.R. am Maskulinismus unserer Gesellschaft.
Teils wurden auch archaische Strukturen mit hinübergetragen in die Jetztzeit, bei welchen das Hinterfragen einfach versäumt wurde:

So z.B. im "Vater unser".
Man bedenke ähnliche Redewendungen wie die "Herrlichkeit Gottes" und stelle sich dem mal ein "Fraulichkeit Gottes" als ein Gegenüber vor.

Ich würde behaupten, dass der Hinduismus in dieser Hinsicht weiter ist:


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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Naja, das ist ja keine Kunst, weiter zu sein als die katholische Religion.
Zum Thema:

Die Redewendung "wunschlos glücklich sein" kommt nicht von ungefähr!
Es ist, als hielten wir eine Brennnessel fest in der Hand und flehten:
"Erlöse mich von diesen Qualen!"
Es ist unser Begehren, das uns bindet.
Ebenso ist es deren Überwindung, die uns erlöst.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Rentner hat folgendes geschrieben:
Vielen Dank, lieber Erich, vor allem für den Hinweis auf den liebenden Vater.
Meine Frau könnte interessieren, ob es sich auch um eine "liebende Mutter" handeln kann?
Wie siehst du das als Sahaya-Yogi?


Lieber Rentner!

In jedem Menschen ist sowohl der liebende Vater, die liebende Mutter und der liebende Sohn. Allerdings gibt es in Sahaja Yoga noch viel mehr göttliche Attribute in den einzelnen Chakren, die Dietäten zugeordnet werden.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Zum Thema:

Die Redewendung "wunschlos glücklich sein" kommt nicht von ungefähr!
Es ist, als hielten wir eine Brennnessel fest in der Hand und flehten:
"Erlöse mich von diesen Qualen!"
Es ist unser Begehren, das uns bindet.
Ebenso ist es deren Überwindung, die uns erlöst.

Hallo Papa Loooo,
diese Aussage würde ich so unterschreiben

Liebe Grüße,
Cacau
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Die Gottheit lebt in den Details.
Long Road hat folgendes geschrieben:
Cacau hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Und um auch den Buddhismus noch zu integrieren: Was ist daran so falsch, dass jeder nach seiner eigenen Erlösung streben sollte (jetzt auf den Theravada bezogen^^)? Wenn jeder das tun würde, hätten wir ja keine Probleme mehr, oder?


Die Probleme entstehen dann, wenn es verschiedene Vorstellungen von der individuellen Erlösung gibt. Vor allem Vorstellungen die das Wohl der Mitmenschen, der Gesellschaft oder des ganzen Planeten gefährden. Es gibt da traurige Beispiele in der Geschichte wo der Versuch die eigene Erlösung zu erlangen, sogar die des ganzen Volkes, ganz furchtbar für andere geendet hat.

Hallo Long Road,
aber hat nicht gerade Buddha gepredigt, dass es individuelle Wege zur Erleuchtung gibt? Ich habe sogar mal ein Zitat gelesen, in dem er sinngemäß sagte, dass man irgendwann selbst seine Lehre nicht mehr beachten sollte, da blinde Nachahmung niemals zur Erleuchtung führen könne. Würden solche Aussagen nicht gerade in Kauf nehmen, dass Menschen ihren Weg zur Erleuchtung selber definieren?

Liebe Grüße,
Cacau
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Die Gottheit lebt in den Details.
Buddha hat Ratschläge und Hinweise gegeben, die individuell umzusetzen sind. Jeder medidiert für sich allein. Buddha hat nicht die Arbeit abgenommen, sondern gesagt, was zu tun ist. Er hat registriert, was bei ihm funktioniert hat und zu den Menschen gesagt: So war es bei mir. Jetzt prüfe, was dir meine Erfahrungen nützen. Stellst du fest, dass meine Ratschläge und Hinweise nützlich sind, dann gehe auf diesem Weg weiter. Stellst du fest, dass sie dir nicht nützlich sind, dann suche einen anderen Weg.