Halloween


leuthner hat folgendes geschrieben:
Einerseits sind wir erlöst, andererseits nicht, denn das Göttliche empfängt uns mit offenen Armen, was jeder einzelne aber selber annehmen muss. Nimmt jemand es nicht an, so schaufelt sich derjeneige sein eigenes Grab.


Wir sind alle erlöst - ganz eindeutig und vorbehaltlos.
Und das Angebot Gottes ist jedenfalls nicht das "Angebot" eines Mafiabosses - Annahme oder ab ins Grab.
Es geht um die Leitung der Suche nach der Liebe, die ohnedies jeder Mensch ersehnt, die aber oftmals nicht gelingt. Es leuchtet auch ein, dass Lieblosigkeit ins Unglück führt. Aber keineswegs gehen Menschen aus "formalen Gründen" verloren.

Worauf es für die Rettung eines Menschen ankommt ist letztlich die "Liebesreue" also das existenzielle Bewusstsein, dass man eigentlich immer hinter der Liebe zurückbleibt und der heilsame Schmerz darüber. Der rechts neben Jesus gekreuzigte Verbrecher ist das Beispiel dafür. So gesehen ist der Erlöser dazu gekommen unsere Liebesreue zu erwecken.
Lieber Erich,
du triffst, wie immer, den Nagel auf den Kopf.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Lieber Erich,
du triffst, wie immer, den Nagel auf den Kopf.

Tatsächlich würde ich ihm da vorbehaltlos zustimmen. Im Koran steht (sinngemäß), Gott sei uns immer näher als unsere Halsschlagader.

Noch ein schönes Bild hat mir mal mein Großvater geschildert: Gott ist wie Radiowellen. Man sieht sie nicht, aber sie sind doch da. Und wenn man seine Antennen richtig ausrichtet, kann man sie sogar "empfangen".

Und schließlich proklamiert auch die Bibel: Gott nahe zu sein, ist mein Glück. Psalm 73, 28
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Die Gottheit lebt in den Details.
Cacau hat folgendes geschrieben:

Im Koran steht (sinngemäß), Gott sei uns immer näher als unsere Halsschlagader.

Noch ein schönes Bild hat mir mal mein Großvater geschildert: Gott ist wie Radiowellen. Man sieht sie nicht, aber sie sind doch da. Und wenn man seine Antennen richtig ausrichtet, kann man sie sogar "empfangen".

Und schließlich proklamiert auch die Bibel: Gott nahe zu sein, ist mein Glück. Psalm 73, 28


Das sind schöne und wahre Bilder über Gott.

Der eigentliche "Skandal" des Christentums ist dann eben, dass diese Unfassbarkeit des transzendenten Gottes radikal durchbrochen wird durch die Menschwerdung. "Gott in unserem Fleisch". Er ist für uns ganz konkret geworden hier "unten" - begreifbar im wahrsten Sinne.
Burkl hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Einerseits sind wir erlöst, andererseits nicht, denn das Göttliche empfängt uns mit offenen Armen, was jeder einzelne aber selber annehmen muss. Nimmt jemand es nicht an, so schaufelt sich derjeneige sein eigenes Grab.


Wir sind alle erlöst - ganz eindeutig und vorbehaltlos.
Und das Angebot Gottes ist jedenfalls nicht das "Angebot" eines Mafiabosses - Annahme oder ab ins Grab.
Es geht um die Leitung der Suche nach der Liebe, die ohnedies jeder Mensch ersehnt, die aber oftmals nicht gelingt. Es leuchtet auch ein, dass Lieblosigkeit ins Unglück führt. Aber keineswegs gehen Menschen aus "formalen Gründen" verloren.

Worauf es für die Rettung eines Menschen ankommt ist letztlich die "Liebesreue" also das existenzielle Bewusstsein, dass man eigentlich immer hinter der Liebe zurückbleibt und der heilsame Schmerz darüber. Der rechts neben Jesus gekreuzigte Verbrecher ist das Beispiel dafür. So gesehen ist der Erlöser dazu gekommen unsere Liebesreue zu erwecken.


Lieber Burkl!

Verloren geht gar niemand. da stimme ich dir zu. Auch die schlimmste Negativität überlebt und inkarniert wieder. Aber in welcher Hölle sich diese befindet, ist mit Worten nicht zu fassen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Burkl hat folgendes geschrieben:
Dass die Schwachen unter die Räder kommen und dass dadurch viele Menschen an ihrem Ziel vorbeigehen und scheitern.


Die soziale Marktwirtschaft - die einzige Institution die je Massenwohlstand sicherte - war übrigens so eine 'heidnische' Erfindung - im Gegensatz zur christlichen Wohlfahrt. Erzwungen wurde er durch Sozialisten, Kommunisten und z.T. auch Anarchisten. Im konservativem Bereich wehrte man sich dagegen solange es nur ging. Zumindest auf dem europäischen Festland.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Lieber Cacau,

ließ bitte noch einmal genau, was ich geschrieben habe. Ich habe gesagt der Gedanke der Selbsterlösung sei im Buddhismus stark vorhanden. Auch wenn sich viele Buddhisten darum bemühen Anderen spirituell weiterzuhelfen ändert das nichts an dem Umstand, dass für seine Erlösung jeder letztlich selbst verantwortlich bleibt und nicht sicher ist, ob die Erlösung gelingt. Im Christentum geht uns mit Tod und Auferstehung Jesu das einmalige, undwiederholbare und universelle Erlösungsgeschehen geschenkhaft voraus. Das Wesentliche - die Erlösung - ist also schon für alle Menschen geschehen. Es geht um die Annahme dieses Geschenkes, der Glaube hat "Antwortcharakter".


Im Buddhismus gilt es bezüglich der Eschatologie deutlich zwischen Theravada (Schule der Ältesten) und Mahayana (großes Fahrzeug) zu unterscheiden. Während im Theravada tatsächlich das Bemühen im Vordergrund zum Erreichen der Erlösung (Bodhi, "Erwachen") steht, so spielt im Mahayana das Ideal des Bodhisattva (Erlöste, "Erleuchtete") eine große Rolle. Bodhisattva sind Personen die bereits als Menschen die Erlösung erfahren haben, aber auf das Eingehen in den Erlösungszustand (Nirwana, "Erlöschen") verzichten um allen anderen Menschen zu helfen Erlösung zu finden.

Entsprechend gibt es für den großen Teil der Mahayana-Gläubigen auch diverse Praktiken die mit eigener Anstrengung wenig bis nichts zu tun haben. Etwa die Rezitation bestimmter einzelner Sutras oder den Glauben an ein "Reines Land", wo man nach dem Tod die Erlösung besonders leicht erlangen könne.

Nun ist es so das der Mahayana heute die weite Mehrheit des Buddhismus ausmacht. Insofern gilt deine Aussage nur sehr eingeschränkt für eine Schule die heute in der Minderheit ist. Freilich gibt es im Westen aber einige Reinterpretationen des Buddhismus.
leuthner hat folgendes geschrieben:

Verloren geht gar niemand. da stimme ich dir zu. Auch die schlimmste Negativität überlebt und inkarniert wieder. Aber in welcher Hölle sich diese befindet, ist mit Worten nicht zu fassen.

Stimmt! Dieses Gefängnis, bis das Alles abgegolten ist, kann schrecklich sein!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Hallo Cacau,

Zitat:
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Cacau,

Zitat:
Kaum ist ein Event verflogen, kommt ja schon das nächste auf uns zu.
Um nochmal den Bogen zum eigentlichen Thema zu schlagen: Gerade Halloween ist ein sehr gutes Beispiel für diesen Ausbau einzelner Ereignissen zu großen Events, die die Werbeindustrie entsprechend ausschlachten kann. Besonders tragisch wird meiner Meinung nach dann, wenn wie beim Holi-Festival, das Sören bereits ansprach, Bräuche aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen und nur des Spaßes wegen importiert werden.


hmm, ich denke, dies ist wirklich nur eine Zeiterscheinung oder auch Altersgruppenerscheinung. Bräuche haben sich in ihrer Bedeutung und Ausübung ständig geändert.

Pjotr Kala

Hallo Pjotr,
da stimme ich dir natürlich zu. Trotzdem heißt das eben nicht, dass man alles ungefragt mitmachen sollte, was einem der "Zeitgeist" so an Flausen in den Kopf setzt. Ich sollte meinen Mitmenschen bspw. Respekt entgegenbringen, unabhängig vom Zeitgeist. Wenn ich bei einem gemeinsamen Essen nur aufs Handy schaue, halte ich das für höchst bedenklich. Ich denke das ist auch genau das, was Burkl meint


hmm, ich bin da etwas anderer Meinung. Gerade von konservativen Religionsanhängern wurde und wird sehr viel als "Zeitgeist" deklariert, was nicht in ihr Religionskonzept paßt. Vieles davon (zB Soufragettenbewegung mit nachfolgenden Schritten zur Gleichberechtigung der Frau, rechtliche Gleichstellung der sexuellen Randgruppen, Rechtsordnung zur Abtreibung usw.) ist heute wohl eher allgemein anerkannt und kein "Zeitgeist" mehr.
Wenn ich mich nicht irre, wurde sogar mal vor dem übermäßigen Gebrauch von Radio und Fernsehen gewarnt. So, wie sich das im Laufe der Zeit eingespielt hat, so wird sich irgenwann auch der Gebrauch des Smartphones einspielen.
Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele. ZB ist die antiautoritäre Erziehung in der urprünglich gewollten Form grandios gescheitert. Oder der Versuch der Freigabe der ausgeübten Pädophilie, da dies einfach nicht dem Wohl der meisten Kinder dient.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Gerade von konservativen Religionsanhängern wurde und wird sehr viel als "Zeitgeist" deklariert, was nicht in ihr Religionskonzept paßt. Vieles davon (zB Soufragettenbewegung mit nachfolgenden Schritten zur Gleichberechtigung der Frau, rechtliche Gleichstellung der sexuellen Randgruppen, Rechtsordnung zur Abtreibung usw.) ist heute wohl eher allgemein anerkannt und kein "Zeitgeist" mehr.


Vieles davon wurde auch von Konservativen ganz ohne religiöse Begründung abgelehnt und von anderen religiösen Gruppen unterstützt.

Die Abtreibung würde ich da mal herauslassen, da die Sache meiner Meinung nach bis heute ethisch in den meisten Fällen nicht oder nur sehr schwer zu rechtfertigen ist.