Keine Freude, kein Spaß, keine Zufriedenheit - was tun?


Die Therapieform hängt von der Diagnose ab. Ich weiß nicht, ob du Deutscher bist, in den Regelungen außerdeutscher KK kenne ich mich nicht aus. In Deutschland sind ja nur einige Therapieformen kk-fähig, werden also von der Krankenkasse bezahlt. Nimmt man eine andere Therapieform, muss man selber zahlen.
Da ich die Diagnose nicht stellen kann, Ferndiagnosen sind nicht möglich, wäre ein Weg, einen Verhaltenstherapeuten aufzusuchen (VT wird von der Kasse bezahlt). Der wird sich deine Geschichte anhören, Fragen stellen und schließlich, wahrscheinlich erst nach einigen Sitzungen, die Diagnose stellen. Fühlt er sich mit seiner Kompetenz zuständig, wird er mit dir über Diagnose und Therapie sprechen, dann mit deinem Einverständnis einen Antrag auf Kostenübernahme bei deiner Krankenkasse stellen, in dem er die Diagnose schildert, das Therapieverfahren vorschlägt und die Dauer der Therapie, das Heißt die Anzahl der veranschlagten Sitzungen prognostiziert. Wird dieser Antrag genehmigt, kann die eigentliche Therapie beginnen.
Fühlt er sich mit seiner Therapieform (viele Psychotherapeuten sind in mehreren Therapieformen ausgebildet) nicht kompetent für die gestellte Diagnose, wird er dich an einen anderen Therapeuten weiterleiten.
Ich bin Deutscher:)
Den Therapiehergang kenne ich auch. Trotzdem danke.
vadda hat folgendes geschrieben:
Und das obwohl ich einer derjenigen mit der höchsten Arbeitsmoral, Arbeitsleistung und Aufopferung bin/war.


Hallo vadda,

entschuldige, aber diese Aussage ist in meinen Augen richtig überheblich. Vielleicht liegt bei dir das Problem daran/darin dass deine Bewertungen überzogen sind, dass deine Vorstellungen beinahe schon utopisch sind.
Wenn ich von anderen Menschen ständig nur das Optimum verlangen würde würde ich vermutlich auch frustriert sein, von anderen Menschen, der Situation usw.
Vielleicht solltest du deine Ansprüche etwas runter schrauben. Was tust du eigentlich so tolles und hervorragendes für andere und deine Umwelt?


Gruß Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Hallo rosenrot.
Das meine Aussage keineswegs überheblich ist erleutere ich dir in einer pn, da ich mein Berufsleben nicht groß in der Öffentlichkeit breit treten will.
Was spricht dagegen von den Leuten das Optimum zu verlangen? Außerhalb der Arbeit versucht doch auch jeder das Optimum zu erzielen. Beim Fussball will jeder gewinnen und immer höher aufsteigen, Kleingärtner wollen den perfekten Garten oder den größten Kürbis züchten usw.. Warum soll man diesen Willen nicht auch auf der Arbeit verlangen können? Es wird ja auch das Optimum an Lohn/Gehalt und möglichst viel Urlaub gefordert.

Anderes Beispiel: Am Wochenende können tausende Leute in Deutschland in strömenden Regen, Eis und Kälte oder größter Hitze Fussball spielen, laufen gehen, etc. Wenn se a er unter diesen Bedingungen arbeiten sollen wird gejammert. Das beißt sich.

Für andere mache ich nichts Spezielles, sondern nur Kleinigkeiten, die in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich sind. Zu m Beispiel wenn ich beim einkaufen bin und sehe wie sich ne alte Dame/ nen alten Herren mit ihren/seinen Einkäufen abquält, helfe ich diese mit ins Auto zu tun oder wenn ich seh, dass die alte Omi in meinem Haus den Kasten Wasser gerade unten aus dem Auto wuchtet, dann trage ich ihn ihr halt schnell mal hoch in den dritten Stock. Ich sehe halt wenn Leute gerade jetzt bei irgendwas Hilfe brauchen und gehe denen zur Hand, während andere Menschen (aller Altersklassen, also keine Kritik die speziell auf die Jugend geht) noch zuschauen wie die sich abquälen. Kleine, einfache Dinge halt. Ich würde auch gerne bei der Feuerwehr oder im Rettungsdienst helfen, bin aber leider für Verletzte nicht gemacht, da brauche dann ich auch noch Hilfe wenn ich da dazu komme.
Hallo vadda,

hab dir in einer PN geantwortet.

Also ich verstehe dich schon wenn es um die Arbeit geht und du da den ganzen Einsatz forderst. Nur kann ich da nicht mehr mitreden, ich hab das hinter mir.
Aber dass in vielen Bereichen mehr getan werden könnte und von vielen Menschen der Einsatz zu wünschen übrig läßt habe ich auch erlebt und mich darüber geärgert ...
aber wenn es danach ginge könnte man sich ständig über vieles aufregen und empören ...
ja, ich glaube dass es für dich eine gute Möglichkeit wäre wenn du dich sozial engagieren würdest, dazu gibt es genügend Gelegenheiten.

Gruß Rose
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*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Es ist halt sehr traurig zu sehen, wieviel Arbeitskraft, und Potenzial durch eine falsche Arbeiteinstellung verloren geht.
Es muss jeder nur sein Bestes geben und es würde allen sehr gut gehen.
Ein Engagement im sozialen Bereich wäre nicht schlecht, dafür wird mir bald allerdings die Zeit fehlen, da ich mir wohl noch nen Nebenjob suchen werden muss. Knapp 600,- € Unterhaltszahlungen hauen ein riesen Loch in die Kasse, welches es auszugleichen gilt.
Naja, was solls, ich habe ja eh nichts besseres zu tun, als zu arbeiten;)
Ich denke, etwas Freizeit ist auch wichtig! Und sogar sehr! Du musst dir halt einen Job suchen, wo du hinreichend verdienst und auch genug Zeit für dich hast, meine ich!
Ich verdiene in meinem Job genug. Daran dass ich Unterhalt zahlen muss trage ich ja zur Hälfte mit die Schuld.
An der mangelnden Freizeit scheitert es auch nicht, sondern eher daran, was ich damit anfangen könnte.
Hallo vadda,

ist es möglich dass du dich nur zur Zeit in einem etwas tieferen Loch befindest? Deine Unterhaltszahlungen lassen darauf schließen dass du eine Trennung oder sowas in der Art hinter dir hast. Dass dieser Zustand einen ganz schön runter ziehen kann ist nicht verwunderlich. Eine "Enttäuschung" die du ja erst verarbeiten mußt.
Dazu kommt noch die angespannte finanzielle Situation, wen wundert es dass du keine großartigen Luftsprünge vor lauter Freude vollführen möchtest und kannst.
Eine Zeit der Trauer, Sinnlosigkeit und Ver"zweiflung" darf da ihren Platz haben und soll ausgelebt werden. Ich bin zwar keine psychologische Beraterin, aber etwas an Lebenserfahrung kann ich vorweisen

lieben Gruß
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Hallo Rose,
nein, dieses Loch ist schon so ziemlich mein ganzes Leben. Etwa seit ich 6 Jahre alt bin. Ob es davor auch schon so war kann ich nicht sagen, weil ich mich an die Zeit davor nicht erinnern kann. Die Trennung und auch der finanzielle Aspekt machen die Sache natürlich nicht einfacher. Aber meine beschriebenen Probleme habe ich eigentlich schon "immer". Mal mehr, mal weniger ausgeprägt