Keine Freude, kein Spaß, keine Zufriedenheit - was tun?


vadda hat folgendes geschrieben:
Ich tue es weil ich möchte dass es anderen Leuten gut geht. Es soll allen Leuten gut gehen.


Lieber vadda!

Und warum willst du, dass es allen Leuten gut geht? Weil du es so gelernt hast und nicht aus Liebe. Wenn du Liebe geben würdest, würdest du sie auch zurückbekommen. Allerdings kommt diese Liebe in einem Menschen von Gott. Von dem willst du allerdings nichts wissen. Ergo. Leide weiter.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Ich will dass anderen Gut geht, weil das eine meiner Lebenseinstellungen ist. Das habe ich mir selbst auserkoren, keiner der Menschen in meinem nahen Umfeld denkt so.
Es ist für mich eine Aufgabe/Zielsetzung.
Liebe verspüre ich allerdings nicht mehr. In diese Richtung bin ich relativ tot. Ergo, spüre ich auch nicht wenn andere mich lieben. (Mich muss auch keiner lieben).
vadda hat folgendes geschrieben:
Hallo,

Ich habe folgendes Problem und weiß einfach nicht wie ich es lösen kann.

Egal was mein Leben bringt ich kann einfach keine positiven Gefühle spüren. Freude, Spaß, Zufriedenheit und Stolz habe ich seit unendlich langer Zeit nicht mehr wirklich gespürt. Sobald etwas positives passiert fallen mir tausend negative Gründe ein um mich nicht zu freuen etc. Auch bin ich im Kopf nicht frei, dass ich mich mal bei irgendetwas fallen lassen kann. Egal was ist, ich stehe ständig unter Druck und weiß nicht mal warum.
Kennt ihr diese Gefühle auch und wenn ja was habt ihr dagegen unternommen?

LG

V.

Grüß Dich vadda :->) ich bin neu hier; Dein Thema hat mich hereingelockt.

    Du beschreibst das so gut - wie wir in unserer Spaßgesellschaft permanent dazu angehalten werden Spaß zu empfinden, High zu sein - und möglichst immer zu bleiben; drauf zu bleiben.
    Auf irgendeiner Art 'Kick' müssen wir immer sein, sonst haben wir das Gefühl wir bleiben zurück, hinter den anderen zurück. (und auf dem Tripp sind wir natürlicherweise keine Spaßgesellschaft geworden, sondern eine Kon$umgesellschaft, eine Verbrauchs- und Zerbrauchshorde
    - und '$paß', ewiges Wohlfühlen, high sein und bleiben,... waren der Trick
    auf dem Weg zu diesem aggressiven Megamarktplatz
    in dem wir leben.)
      "Was?! du bist nicht quiitschfidel, euphorisch und swingswingswing all day long, vadda!? -> dann kauf dir was, wirf was ein, werde schneller, rauschender, kaufender, saufender, reisender, reissender XXXL"



Was ist, vadda :->) wenns passiert ist und du bist mensch geblieben? Also ein normaler ruhiger freundlicher Mensch.
Hallo wayki, Willkommen an Board...

Schau dir nochmal den Eingangsbeitrag an.

Es muss noch irgendwas zwischen 100% Dauerbespassung und einem nihilistischen Weltbild geben, ich vermute dass Vadda nach etwas zwischen diesen Extremen sucht.
Wenn man sich in seiner Haut nicht wohlfühlt und und da ein Gefühl von "Leere" und Unzufriedenheit ist, kann man der Sache ruhig mal nachgehen.
Da reicht es nicht unbedingt aus auf die Extreme zu zeigen...

LG
Hallo ihr zwei.
Ja, was ist nur der richtige Platz zwischen den beiden Endpunkten? Wenn das was ich durchlebe das Menschsein ist, dann ist Menschsein schei*e (entschuldigt bitte den Ausdruck). Ich meine es gibt bei mir ja wirklich gar nichts was mir wirklich irgendwie Spaß macht. Es ist vielmehr so dass selbst Dinge die früher schön waren keinen Spaß mehr machen. Egal was ich tue, ich tue es in einem Nebel aus Neutralität. Ich kann mich bei nichts entspannen und es fühlt sich nichts gut an. Es ist als würde man versuchen seinen Schatten zu fangen. Hm. Eine unendliche Grauzone, Tag für Tag.
Hoi vadda :->) hoi Grubi !

vadda hat folgendes geschrieben:
Hallo ihr zwei.
Ja, was ist nur der richtige Platz zwischen den beiden Endpunkten? Wenn das was ich durchlebe das Menschsein ist, dann ist Menschsein schei*e (entschuldigt bitte den Ausdruck).

passt schon, vadda :->))
so wie ich es begreife sind wir (Menschen) hier weder in der Hölle noch im Paradies. Eher ein Trail-Run?
und der kann sich über Strecken ganz schön höllisch anfühlen.

Ich glaube es ist zb ganz schön höllisch, wenn man unbedingt den richtigen Platz versucht zu suchen versucht -
vor allem, wenn man '''richtig''' so definiert wie einem das Umfeld das eventuell eingetrichtert hat.
-> Weißt du was Du suchst, vadda?

Zitat:
Ich meine es gibt bei mir ja wirklich gar nichts was mir wirklich irgendwie Spaß macht. Es ist vielmehr so dass selbst Dinge die früher schön waren keinen Spaß mehr machen.

Man muss vielleicht auch bedenken, man kann ja eine Hochschaubahn, einen Rollercoaster, diese Chirmesattraktion/Gesellschaftsleben nicht zum hundertsten Mal rauf und runter fahren - und noch immer jauchzen wie beim ersten mal.
Keiner ist je weise geworden, der nicht durch dieses Tal der Ablöschung ging.

wenn sich eine Tür schließt - und bevor sich eine neue öffnet - da zeigt sich deine grundsätzliche Intention. Reinheit nennen manche das. Greifst du nach dem Ersten Strohhalm? blutrot und voll der geilsten sinneslust ...
oder widerstehst du nochma. auch dieses mal nochmal...

da trennt sich Spreu von Weizen


:->)) in den Puff findet jeder rein. Wer mehr will
braucht vielleicht ein bisschen mehr Durchhaltekraft.

Zitat:
Egal was ich tue, ich tue es in einem Nebel aus Neutralität. Ich kann mich bei nichts entspannen und es fühlt sich nichts gut an. Es ist als würde man versuchen seinen Schatten zu fangen. Hm. Eine unendliche Grauzone, Tag für Tag.

erzähl von deiner Kindheit, vadda
Was ich genau suche...hm...Spaß am und im Leben. Das wäre mal ein guter Anfang. Ich möchte wieder früh aufstehen können und sagen: Auf diesen Tag heute freue ich mich! Der wird super.
Stattdessen stehe ich früh auf und denke toll, schon wieder aufstehen. Ich finde nichts was mir einfach irgendwie Spaß macht.


Was willst du von meiner Kindheit wissen?
Vadda, ist dir schon mal der Gedanke gekommen, dass du eine Persönlichkeitsstörung hast?
Und was für eine soll das deiner Meinung nach sein?
Und was für eine soll das deiner Meinung nach sein?