Keine Freude, kein Spaß, keine Zufriedenheit - was tun?


Nein eher nicht.
Ich lege mich auch nicht auf einen Grillrost um beurteilen zu können wie gebratene Wurst schmeckt...
Nach über 2000 Beiträgen die nicht ohne Werbung auskommen, ist ein gewisser Zwang naheliegend...

LG
Ganz ruhig Leute!

Da weder Yoga noch Beten mein Fall sind ist diese Diskussion eh ohne Grundlage. Für beides kann ich mich nicht einmal im Ansatz begeistern. Mir wäre da Tipps lieber, die nicht in eine sprituelle Richtung gehen.
Dennoch Danke ich den Tippgebern für ihre Ideen!
Ich denke, du könntest mal "Das große Buch der Engel" von Peter Michel lesen, dann würdest du über einige Dinge überrascht sein.
vadda hat folgendes geschrieben:
Hallo,

Ich habe folgendes Problem und weiß einfach nicht wie ich es lösen kann.

Egal was mein Leben bringt ich kann einfach keine positiven Gefühle spüren. Freude, Spaß, Zufriedenheit und Stolz habe ich seit unendlich langer Zeit nicht mehr wirklich gespürt. Sobald etwas positives passiert fallen mir tausend negative Gründe ein um mich nicht zu freuen etc. Auch bin ich im Kopf nicht frei, dass ich mich mal bei irgendetwas fallen lassen kann. Egal was ist, ich stehe ständig unter Druck und weiß nicht mal warum.
Kennt ihr diese Gefühle auch und wenn ja was habt ihr dagegen unternommen?

LG

V.


Der Schlüssel steckt eigentlich im Wort, das du groß geschrieben hast, obwohl es nach dem Beistrich steht: im "Ich". Ich glaube, dass je weniger wir um das eigene Ich besorgt sind, je mehr wir nicht für uns, sondern "den Anderen leben", desto geringer werden auch Gefühle der Traurigkeit, Abgeschlagenheit und Sinnlosigkeit.

Das Ziel ist also eine gesunde "Selbstvergessenheit".
Mein konkreter Tipp: Jedesmal, wenn dich die Schwere zu packen beginnt überlege sofort, was die Anforderung des Augenblicks an dich ist. Könntest du jemand anrufen und ein freundliches Wort sagen? Steht vielleicht das Geschirr in der Kaffeküche im Büro herum und du könntest es dezent wegräumen? Gibt es eine kleine Reparatur im Haushalt, die schon länger unerledigt und aufgeschoben ist? Wie wäre es mit einer aufmunternden SMS an einen Verwandten oder Freund, der vor einer Prüfung steht oder krank ist?

Alles scheinbar banale Dinge - aber wenn es dir zur Gewohnheit wird dich als "Teppich" zu sehen, auf dem die Anderen "weicher auftreten" können, dann wird sich auch ein bleibendes Glücklichsein und eine Leichtigkeit des Lebens einstellen. Es ist wie sportliches Training - Beginne einmal damit und dann betreibe es kontinuierlich, um dich zu steigern - immer mehr "Kleinigkeiten" zu entdecken, kleine Liebesdienste an deinem Umfeld.
Am Abend vor dem Schlafen gehe dann täglich in dich und erforsche dein Inneres im Hinblick auf den Verlauf des vergangenen Tages. Geh die einzelnen Szenen des Tages durch und stelle dir die Frage wie du gekämpft hast.
Es kommt nicht auf ein "Erbsenzählen" an, sondern darauf wie deine Grundhaltung an einem Tag war. Bist du "in den Seilen gehangen" oder waren dein Herz und deine Gedanken bei deinen Lieben und Nächsten - Familie, Freunde Arbeitskollegen? Wie hat sich das konkret gezeigt in deinem Denken, Reden und Handeln?
Dann erwecke Gefühle der Reue für die Niederlagen und solche des Dankes für die errungenen Siege. Beides gibt es an allen Tagen. Jeden Tag mit dem Vorsatz zu beginnen aufs Neue dafür zu kämpfen ein besserer Mensch zu werden. Auf diese Grundentscheidung kommt es an.
Lass einfach mal das Streben nach Freude, Spaß, Zufriedenheit und Stolz. Das sind alles vergängliche Dinge. Selbst wenn man sich freut, so ist die Freude doch nur von kurzer Dauer. Und der Spaß? Hast du Lust auf diese unsere Spaßgesellschaft? Die Lage ist ernst, und je ernster wir selber sind, desto mehr entsprechen wir der Lage. Es ist halt alles im Eimer.
Grubi hat folgendes geschrieben:
Nein Vadda... tu das bloss nicht.

Das führt dazu dass du unzufrieden mit deinen Mitmenschen wirst und ihnen dann zwanghaft einreden willst dass sie eine bestimmte Form von Yoga machen müssen damit sie deinen Ansprüchen genügen...

LG


Lieber Grubi!

Ich hatte auch ein Leben vor Sahaja Yoga. Ich war ein Mitglied einer dummen und ignoranten Spassgesellschaft. Viele sogenannte "Freunde" habe ich noch aus dieser Zeit. Aber wenn ich sie treffe, wird mir immer klarer wie erbärmlich sie sind, ohne Halt und Rückgrat, aber mit einem grossen Ego versehen und voll von Angewohnheiten, Konditionierungen und äusseren Zwängen. Sie tun mir leid, denn sie sind arm, da sie Sklaven der Materie sind, und sie merken es nicht einmal. Ich gebe mich trotzdem mit ihnen ab, weil ich hoffe den einen oder den anderen aufwecken zu können.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Ja ich weiss...

LG
Burkl hat folgendes geschrieben:
vadda hat folgendes geschrieben:
Hallo,

Ich habe folgendes Problem und weiß einfach nicht wie ich es lösen kann.

Egal was mein Leben bringt ich kann einfach keine positiven Gefühle spüren. Freude, Spaß, Zufriedenheit und Stolz habe ich seit unendlich langer Zeit nicht mehr wirklich gespürt. Sobald etwas positives passiert fallen mir tausend negative Gründe ein um mich nicht zu freuen etc. Auch bin ich im Kopf nicht frei, dass ich mich mal bei irgendetwas fallen lassen kann. Egal was ist, ich stehe ständig unter Druck und weiß nicht mal warum.
Kennt ihr diese Gefühle auch und wenn ja was habt ihr dagegen unternommen?

LG

V.


Der Schlüssel steckt eigentlich im Wort, das du groß geschrieben hast, obwohl es nach dem Beistrich steht: im "Ich". Ich glaube, dass je weniger wir um das eigene Ich besorgt sind, je mehr wir nicht für uns, sondern "den Anderen leben", desto geringer werden auch Gefühle der Traurigkeit, Abgeschlagenheit und Sinnlosigkeit.

Das Ziel ist also eine gesunde "Selbstvergessenheit".
Mein konkreter Tipp: Jedesmal, wenn dich die Schwere zu packen beginnt überlege sofort, was die Anforderung des Augenblicks an dich ist. Könntest du jemand anrufen und ein freundliches Wort sagen? Steht vielleicht das Geschirr in der Kaffeküche im Büro herum und du könntest es dezent wegräumen? Gibt es eine kleine Reparatur im Haushalt, die schon länger unerledigt und aufgeschoben ist? Wie wäre es mit einer aufmunternden SMS an einen Verwandten oder Freund, der vor einer Prüfung steht oder krank ist?

Alles scheinbar banale Dinge - aber wenn es dir zur Gewohnheit wird dich als "Teppich" zu sehen, auf dem die Anderen "weicher auftreten" können, dann wird sich auch ein bleibendes Glücklichsein und eine Leichtigkeit des Lebens einstellen. Es ist wie sportliches Training - Beginne einmal damit und dann betreibe es kontinuierlich, um dich zu steigern - immer mehr "Kleinigkeiten" zu entdecken, kleine Liebesdienste an deinem Umfeld.
Am Abend vor dem Schlafen gehe dann täglich in dich und erforsche dein Inneres im Hinblick auf den Verlauf des vergangenen Tages. Geh die einzelnen Szenen des Tages durch und stelle dir die Frage wie du gekämpft hast.
Es kommt nicht auf ein "Erbsenzählen" an, sondern darauf wie deine Grundhaltung an einem Tag war. Bist du "in den Seilen gehangen" oder waren dein Herz und deine Gedanken bei deinen Lieben und Nächsten - Familie, Freunde Arbeitskollegen? Wie hat sich das konkret gezeigt in deinem Denken, Reden und Handeln?
Dann erwecke Gefühle der Reue für die Niederlagen und solche des Dankes für die errungenen Siege. Beides gibt es an allen Tagen. Jeden Tag mit dem Vorsatz zu beginnen aufs Neue dafür zu kämpfen ein besserer Mensch zu werden. Auf diese Grundentscheidung kommt es an.


Glaub mir, ich mache bei weitem mehr für andere Leute als für mich. Für andere Leute würde ich mein letztes Hemd geben. Auf mich kann man sich immer verlassen und ich bin immer da wenn mich jemand braucht. Während ich für mich selbst absolut gar nichts tue würde ich alles dafür tun, dass es allen anderen besser als mir geht.
_________________
Der Sinn des Lebens beschränkt sich darauf, die Meinung desjenigen wiederzugeben, der uns über genau diesen Sinn belehren will. -D. Graf-
vadda hat folgendes geschrieben:

Glaub mir, ich mache bei weitem mehr für andere Leute als für mich. Für andere Leute würde ich mein letztes Hemd geben.


Wichtig ist, dass deine Nächstenliebe nicht Servilität und Unterwürfigkeit sein darf. Du sollst zwar die Gesinnung haben, zu dienen - aber du musst es so sehen: Die Liebe ist das Größte, im christlichen Glauben ist die Liebe Gott. Wenn ich also der Liebe diene, bin ich Königskind - es geht also um würdevolles und standesgemäßes Verhalten. Du sollst also letztlich in deiner Hingabe nicht dabei stehenbleiben nur die menschliche Reaktion im Auge zu haben - oder daran Erfolg und Misserfolg deiner Bemühungen zu werten, denn auch das führt wieder in die Traurigkeit.

Ein Beispiel: Mutter Teresa hat einmal einem verwahrlosten, stinkenden und betrunkenen Obdachlosen ausgezogen und gewaschen, der sie währenddessen unablässig übelst beschimpfte. Am Ende spuckte er ihr ins Gesicht. Sie wischte sich den Speichel mit der Hand vom Gesicht, sah kurz auf ihre Handfläche und sagte: Danke!
Ein anwesender Journalist fragte ganz verdutzt, wofür sie sich jetzt bedanke. Darauf sie: Für meinen Lohn.

Zitat:

Auf mich kann man sich immer verlassen und ich bin immer da wenn mich jemand braucht.


Solche Generalklauseln sagen nicht viel aus. Viele benutzen sie. Ich glaube je feinfühliger du in deiner Gewissenserforschung wirst desto mehr wirst du davon abrücken, weil du immer klarer siehst um wieviel größer das ist, was wir sein könnten, wenn wir uns nur mehr hingeben würden.

Zitat:
Während ich für mich selbst absolut gar nichts tue würde ich alles dafür tun, dass es allen anderen besser als mir geht.


Absolut nichts für dich selbst zu tun, im Sinne dessen, sich jede Sinnlichkeit und jeden Genuss vorzuenthalten ist schlecht. Wir sind auch Genuss- und Sinnenwesen. Der Geist ist zwar wichtiger, die leiblichen Bedürfnisse aber auch gut und legitim sie befriedigen zu wollen.

Wichtig ist: Es gibt eine Reihenfolge - sozusagen ein "Ranking" der Personen, denen du in absteigender Intensität Zuwendung schuldest. Wenn du die einhältst tust du letztlich auch das Maximum für dich, weil du dann glücklich sein wirst.

1. Gott
2. deine Ehefrau bzw. Ehemann
3. deine Verwandten
4. deine Freunde und Arbeitskollegen
5. die Befriedigung deiner eigenen Bedürfnisse
Angesichts dieser verdorbenen Welt besteht kein Grund zur Fröhlichkeit. Mittel, die zur Fröhlichkeit führen oder führen könnten, seien sie materieller oder nichtmaterieller Art, sind nur Fata-Morgana-Drogen, die die Wahrheit verschleiern. Finde dich damit ab: Es ist alles im Eimer.