Der Hass gegen Merkel


Bernh hat folgendes geschrieben:
Hallo Ziraki,

bin zwar kein Jurist, aber ich denke, wenn die Situation offensichtlich krisenhaft ist, würden sich ohne größere Probleme auch Mehrheiten zur Verschärfung der Gesetze finden.

So haben ja z.B. auch B'90/Grüne, die bisher immer strikt gegen eine Verschärfung waren, gerade dem neuen Gesetzespaket zugestimmt (im Bundesrat müssen ja auch viele rot-grün regierte Länder zustimmen, damit das durchkommt), obwohl es dazu führt, dass weitaus mehr Flüchtlinge als bisher kein Anrecht auf Asyl mehr haben (z.B. die vom Balkan).

Dass das gegenwärtig bestehende Asyrecht "keine Obergrenze" kennt, wie Merkel es ausgedrückt hat, mag ja zur Zeit noch stimmen, aber es dürfte selbst den allermeisten noch so vernagelten Abgeordneten klar sein, dass das Gesetz die Realität nicht außer Kraft setzen kann und die Kapazitäten nunmal begrenzt sind. Und dass es in einem Notfall ggf. eben auch geändert werden muss.

Gruß,
Bernhard


Detailregeln und Verordnungen zu ändern ist immer etwas anderes als ein Grundrecht einzuschränken. Bei letzterem setzt man sich zudem immer der Gefahr aus das die ganze Sache vom Bundesverfassungsgericht wieder gekippt wird.

Mal davon abgesehen das man wohl nicht von vorn herein diskutieren sollte wie man ein Grundrecht aushöhlen kann.
Bernh hat folgendes geschrieben:
Z.B. sind sie (wenn ich jetzt von "sie" spreche, spreche ich nur von einer Mehrheit derer, mit denen ich zu tun hatte -- natürlich gibt es immer Ausnahmen und meine Erfahrungen sind vielleicht auch nicht repräsentativ) kulturell völlig unfähig zu jeglicher Form der Selbstkritik. Es sind IMMER alle anderen Schuld, wenn irgendetwas schiefläuft.


Bist du dir da so sicher das es sich hier im ein spezifisch 'muslimisches' Problem handelt? Menschen reagieren oft äußerst empfindlich auf Kritik an ihrer Gruppe und deren Gepflogenheiten von Mitgliedern die nicht in dieser Gruppe sind, also auf Kritik von außen. Das kann man z.B. auch wunderbar bei US-Amerikanern oder Deutschen beobachten.

Freilich gibt es in Deutschland die Ausnahme des gebrochenen Nationalismus aufgrund des Zweiten Weltkrieges. In Österreich ist das z.B. schon wieder etwas anders.
Bernh hat folgendes geschrieben:
Aus diesem Grund gibt es auch keinen Frieden mit Israel. Das liegt nicht an den Israelis, die haben es schon oft genug versucht. Ich bin noch keinem einzigen(!) Araber begegnet, der bereit gewesen wäre, eine Zwei-Staaten-Lösung auch nur in Erwägung zu ziehen. Für die gibt es erst Frieden, wenn Israel vernichtet ist. Davor gibt es bestenfalls Waffenstillstand. Es ist keine Überspitzung, sondern schlicht die traurige Wahrheit, dass die Araber die Juden mehr hassen als sie ihre eigenen Kinder lieben.


Der Konflikt zwischen Israel und den arabischen Staaten ist komplex. Es stimmt zwar das Israel Phasen hatte in denen es weit kompromissbereiter war als die politischen Organisationen der arabischen Welt und der Palästinenser, aber auch auf israelischer Seite gibt es mehr als genug Hardliner.

Dekaden war mit den Arabern ja theoretisch kaum zu sprechen (wobei es in der Praxis dann doch vielfach möglich war), doch seit 2002 gilt eigentlich die Arabische Friedensinitiative, die eine Normalisierung der Beziehungen anbietet, wenn Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht, Palästina in die Unabhängigkeit entlässt und den Osten von Jerusalem aufgibt. Diese Initiative wird nun seitdem aber von Israel abgelehnt.

Insofern ist die Sache nicht ganz so einfach. Das Erstarken des IS und die Desintegration von Syrien und dem Irak hat die Sache noch verkompliziert.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
Andererseits habe ich schon zu Hauf negative Erfahrungen mit solchen männlichen Muslimen mit Migrationshintergrund gemacht, die schon lange, teils seit Generationen, hier sind (und auch einige positive).


Könnten deine Erfahrungen dann nicht eher mit dem sozialen Stand und der Verhaltensweise als mit der Religion und dem Kulturkreis zu tun haben. Ich finde da immer weit mehr Ähnlichkeiten.


Das mag durchaus eine Rolle spielen. Wobei ich da aber auch wieder einwenden würde, dass nach Deutschland gekommene Türken alle Türen offenstanden.

Dass man da andauernd von angeblichem "Rassismus" der Deutschen redet o.ä. ist meiner Meinung nur ein Ausdruck eines völlig kranken deutschen Selbsthasses. Geschätzt 90% der Probleme mit der Integration von Türken und Arabern liegen an der Rückständigkeit und Fortschrittsfeindlichkeit ihrer Kultur und ihrer ausgeprägten Integrationsunwilligkeit.

Wohlgemerkt: Auf der Basis der Türkischstämmigen, mit denen ich so das Unglück hatte, näher zu tun haben zu dürfen. Bestimmt gibts da auch genug Gegenbeispiele.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
Z.B. sind sie (wenn ich jetzt von "sie" spreche, spreche ich nur von einer Mehrheit derer, mit denen ich zu tun hatte -- natürlich gibt es immer Ausnahmen und meine Erfahrungen sind vielleicht auch nicht repräsentativ) kulturell völlig unfähig zu jeglicher Form der Selbstkritik. Es sind IMMER alle anderen Schuld, wenn irgendetwas schiefläuft.


Bist du dir da so sicher das es sich hier im ein spezifisch 'muslimisches' Problem handelt? Menschen reagieren oft äußerst empfindlich auf Kritik an ihrer Gruppe und deren Gepflogenheiten von Mitgliedern die nicht in dieser Gruppe sind, also auf Kritik von außen. Das kann man z.B. auch wunderbar bei US-Amerikanern oder Deutschen beobachten.

Freilich gibt es in Deutschland die Ausnahme des gebrochenen Nationalismus aufgrund des Zweiten Weltkrieges. In Österreich ist das z.B. schon wieder etwas anders.


In dieser Form ja, da bin ich völlig sicher, ist es ein ganz spezifisch muslimisches Problem.

Unter Deutschen und Amerikanern findest Du solche Einstellungen auch, aber zumeist ist das dann ein Minderheitending, was dadurch relativiert wird, dass eine große Zahl auf der anderen Seite ganz reflexhaft IMMER "sich selbst" verantwortlich macht -- also "die Deutschen", die angeblich so rassistisch seien, "den Westen", der für alles Leid der Welt irgendwie verantwortlich sei, weswegen die armen, unterdrückten nicht-Westler ja angeblich gar nicht anders könnten, als das zu tun, was sie halt unangenehmes tun.

Wenn der durchschnittliche Moslem auch nur einen Bruchteil der Fähigkeit zur Selbstkritik hätte, wie eine Mehrheit der Deutschen oder Amerikaner, wäre diese Welt schon einen riesigen Schritt weiter.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
impressum hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@impressum

Ach jetzt sind wir schon bei den Verschwörungstheorien angekommen die sich nicht einmal mehr schämen antisemitisch zu sein.

Der Link dazu wurde freilich von mir entfernt.


Ohho. Antisemitisch? Ach, komisch, das ist mir jedenfallen nicht aufgefallen! Naja, Du bist jedenfalls der Wächter welcher dafür sorgt das die Leser nicht auf diese Theorien reihenwiese hereinfallen. Wie im echten Leben



Was ich witzig finde an diesen dümmlichen rechten Verschwörungstheorien ist der Umstand, dass sie fast aufs Haar den unter Moslems vorherrschenden Meinungen gleichen: An wirklich allem Übel auf der Welt sind IMMER die Juden und die Amerikaner Schuld.

Eigentlich sollten sich diese beiden Gruppen also bestens verstehen. Aber selbst dafür sind sie zu kleingeistig.

(Die Linksextremen könnten auch noch mit ins Boot -- die Hassen auch Juden, oh pardon, "Zionisten" natürlich, was sie über ihre 68er-Eltern direkt von ihren Nazi-Großeltern übernommen haben --, und immer wird irgendwelcher Schwachsinn von "Großkonzernen" und "Banken" gefaselt, die angeblich alles Böse dieser Welt zu verantworten hätten. Ist auch nicht so weit davon entfernt.)


Halt alle die mit der Moderne und Pluralität ein Problem haben.

Wobei ich nicht jede Kapitalismuskritik gleich in diese Ecke schieben würde.


Ok, das stimmt. Es gibt auch viel sachliche Kapitalismuskritik.

Aber ihre vulgären Verfechter unterscheiden sich in so gut wie nichts von NPD-Ideologen. Der wirklich einzige Unterschied ist, dass der Kapitalismus nicht unbedingt mit dem Judentum gleichgesetzt wird und die Juden, die man gerechtfertigterweise hassen darf, "Zionisten" genannt werden. Ansonsten können diese vulgären Linken 1:1 die NPD-Parolen übernehmen.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
Aus diesem Grund gibt es auch keinen Frieden mit Israel. Das liegt nicht an den Israelis, die haben es schon oft genug versucht. Ich bin noch keinem einzigen(!) Araber begegnet, der bereit gewesen wäre, eine Zwei-Staaten-Lösung auch nur in Erwägung zu ziehen. Für die gibt es erst Frieden, wenn Israel vernichtet ist. Davor gibt es bestenfalls Waffenstillstand. Es ist keine Überspitzung, sondern schlicht die traurige Wahrheit, dass die Araber die Juden mehr hassen als sie ihre eigenen Kinder lieben.


Der Konflikt zwischen Israel und den arabischen Staaten ist komplex. Es stimmt zwar das Israel Phasen hatte in denen es weit kompromissbereiter war als die politischen Organisationen der arabischen Welt und der Palästinenser, aber auch auf israelischer Seite gibt es mehr als genug Hardliner.

Dekaden war mit den Arabern ja theoretisch kaum zu sprechen (wobei es in der Praxis dann doch vielfach möglich war), doch seit 2002 gilt eigentlich die Arabische Friedensinitiative, die eine Normalisierung der Beziehungen anbietet, wenn Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht, Palästina in die Unabhängigkeit entlässt und den Osten von Jerusalem aufgibt. Diese Initiative wird nun seitdem aber von Israel abgelehnt.

Insofern ist die Sache nicht ganz so einfach. Das Erstarken des IS und die Desintegration von Syrien und dem Irak hat die Sache noch verkompliziert.


Wie gesagt: Bisher habe ich keinen einzigen(!) arabischen oder türkischen Moslem getroffen, mit dem der Konflikt Thema war, der eine Zwei-Staaten-Lösung auch nur in Erwägung gezogen hätte. Kein einziger(!) war der Meinung, das Problem könne auf andere Weise enden als durch eine Vernichtung oder Umsiedlung Israels.
Bernh hat folgendes geschrieben:
Wie gesagt: Bisher habe ich keinen einzigen(!) arabischen oder türkischen Moslem getroffen, mit dem der Konflikt Thema war, der eine Zwei-Staaten-Lösung auch nur in Erwägung gezogen hätte. Kein einziger(!) war der Meinung, das Problem könne auf andere Weise enden als durch eine Vernichtung oder Umsiedlung Israels.


Wo hast Du die denn so alle getroffen?
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Geheimnis der Alterung: - ஜ ♥ ஜ http://Genetik.bio ღ ஜ ღ -
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Offensichtlich sind alle Seiten aus ihrer jeweiligen Interessenlage heraus nicht an einer Lösung des Palästina-Problems interessiert, sondern daran, die Sache am Kochen zu halten.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Offensichtlich sind alle Seiten aus ihrer jeweiligen Interessenlage heraus nicht an einer Lösung des Palästina-Problems interessiert, sondern daran, die Sache am Kochen zu halten.


Rein materiell gesehen hätten die Palästinenser selbst schon ein Interesse daran. Das wissen diverse arabische und islamistische Hardliner auch, weshalb sie massiv auf Propaganda in Palästina setzen. Inzwischen werden ja von diesen ja neben der PLO selbst die Hamas kritisiert das diese zu 'israelfreundlich' seien.

Wenn man einmal von der Angst durch einen arabischen oder islamischen 'Überfall' absieht und die bedingt ökonomisch ertragreichen israelischen Siedlungsprojekte hat eigentlich auch Israel materiell gesehen wenig Interesse an diesem Konflikt.

Was halt neben religiösem, nationalistischen und rassistischem Hass und diversen Vorurteilen stark hineinspielt ist freilich auch der Neid vieler Araber und die starke Angst der Israelis.