Verhaltenspsychologie


Im Hinblick auf Liebe und Partnerschaft gibt es viele Phänomene, über die man nicht gerne spricht. Darunter auch die Angst vor Abweisung oder Angst davor verletzt zu werden.

Es gibt ein Phänomen, dass ich bei mir selbst einmal und anderen in den letzten Jahren erschreckend oft beobachtet habe.

Unzwar ist es ein Verhalten, dass sich bei vielen scheinbar automatisch einstellt, nachdem einem das Herz gebrochen wurde. Es ist die Tendenz anderen Personen auf ähnliche oder genau gleicher Art und Weise wehzutun.

Sicherlich sagt einem die Vernunft, dass man anderen sowas auf keinen Fall antun sollte, aber die emotionale oder intuitive Seite des Selbst ist da anderer Meinung. Auch aus dem Grund, dass die Psyche "heilt", wenn man anderen nach eine verletztenden Erfahrung wieder sexuell überlegen ist. Dass die menschliche Psyche so funktioniert, wusste ich bis vor kurzem auch noch nicht und es ist nicht unbedingt etwas, was man beispielsweise Kindern erzählen sollte.

Es gibt auch Studien zu dem Thema, die mir Psychologen aus meinem Bekanntenkreis empfohlen haben. Ich muss mir mal einen Link schicken lassen oder eventuell was Handfestes (mitlerweile leider eher unüblich).

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder vielleicht völlig andere gemacht? Würde mich interessieren.
Ist es nicht ein Zeichen von innerer Unsicherheit wenn ich Angst vor Abweisung habe oder anderen auf die gleiche Art und Weise weh tun möchte?

Wahrscheinlich kennt dies jeder, der eine mehr der andere weniger oder auch garnicht.

Auf alle Fälle sollte man sein eigenes Selbst (nicht das Ego) stärken, dann können solche Verhaltensweisen immer mehr in den Hintergrund rücken..

Wenn ich weiß, dass ich ein edler und wertvoller Mensch bin, kann sich Vieles ändern.

Direkt über meinem Schreibtisch habe ich ein Bild hängen das ich mal gemalt habe, in der Mitte einen Spiegel um mich darin zu sehen und nie zu vergessen, dass auch ich ein wertvolles Wesen bin. Das Bild ist mit folgendem Zitat versehen:
"Betrachteden Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert" also alle guten Eigenschaften sind in mir angelegt.

Weiter geht es : "nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt.."
und wenn ich, wie wohl alle anderen auch, nicht "vollkommen" erzogen wurde, dann darf irgendwann die Selbsterziehung einsetzen.

Auch Zitate wie "Edel erschuf Ich Dich..." ebenfalls aus den Bahai-Schriften, haben mich sehr in meinem Selbstwertempfinden gestärkt. Man muss allerdings tief über diese Dinge nachdenken und sie verinnerlichen, erst dann können sie wirken.

Liebe Grüße und alles Gute
Linde
_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Ist es nicht ein Zeichen von innerer Unsicherheit wenn ich Angst vor Abweisung habe oder anderen auf die gleiche Art und Weise weh tun möchte?


Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Angst vor Abweisung und die unbewusst willentliche Tendenz nach einem Herzbruch anderen ähnliche Schmerzen zuzufügen. Du glaubst gar nicht wieviele Handlungen unbewusst beeinflusst werden. Vorallem wenn es um das sexual Leben geht. Der Sexualtrieb oder der Wille ein sexuelles Wesen zu sein, das begehrt wird, ist genauso stark, wie das Begehren anderer.

Was die Unsicherheit angeht: Du kannst noch so selbstsicher und selbstbewusst sein... es ist dennoch möglich, dass Dir eine andere Person das Herz bricht. Und vielleicht trifft es Dich aufgrunddessen umso mehr.
Es ist richtig, dass viele Dinge unbewusst ablaufen. Wir haben aber die Chance, sie in unser Bewusstsein herauf zu heben, anzusehen und ggf. zu verändern. Je nachdem, um was es geht, können wir das alleine, meistens aber besser mit Hilfe anderer.
(meint ein verrenteter Verhaltenstherapeut)
Life hat folgendes geschrieben:


Unzwar ist es ein Verhalten, dass sich bei vielen scheinbar automatisch einstellt, nachdem einem das Herz gebrochen wurde. Es ist die Tendenz anderen Personen auf ähnliche oder genau gleicher Art und Weise wehzutun.

Auch aus dem Grund, dass die Psyche "heilt", wenn man anderen nach eine verletztenden Erfahrung wieder sexuell überlegen ist. Dass die menschliche Psyche so funktioniert, wusste ich bis vor kurzem auch noch nicht und es ist nicht unbedingt etwas, was man beispielsweise Kindern erzählen sollte.



Ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass die menschliche Psyche so funktioniert. Für mich hört sich das eher ungesund an. Hinter solch einem Verhalten verbirgt sich gewiss ein Krankheitsbild mit einem chicken mythologischen Namen.
_________________
Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Lese ich hier einen gewissen Vorbehalt gegen Psychologie, Psychiatrie oder Psychotherapie heraus?
Was bedeutet hier eigentlich "sexuell überlegen"? Und was genau tut die Psyche dann?
Vielleicht fühlt sich die Psyche dann überlegen? Wäre zu überlegen.
(Der Frosch liest mit.)
Zitat:
Ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass die menschliche Psyche so funktioniert. Für mich hört sich das eher ungesund an. Hinter solch einem Verhalten verbirgt sich gewiss ein Krankheitsbild mit einem chicken mythologischen Namen.


Wer sagt denn, die menschliche Psyche würde nach ethischen Grundsätzen funktionieren. Man kann natürlich nicht für jeden sprechen. Den Punkt "Liebe" nehme ich mal komplett vom Tisch.
Aber Überlegenheit und Sexualität haben doch sehr viel miteinander zu tun. Damit meine ich gar nicht mal den körperlichen Akt. Personen, die dominant auftreten, sind sexuell attraktiver. Das steht vielleicht nicht irgendwelche heiligen Schriften geschrieben. Dennoch ist es Teil vielen großen Gesellschaftsstrukturen.