Der Sinn des Lebens und die Frage nach GOTT


Hoffen und Harren
macht manchen zum Narren.
wesentlich beteiligt an der Meinungsbildung sind die Neurotransmitter. Je nach Temperament prallen so die unterschiedlichsten Meinungen aufeinander.

Bei manchen Menschen erzeugt die Konstellation der Neurotransmitter Unwissenheit. So entsteht die Neigung dumme Sprüche zu versenden.

Inspirierender Geist ist etwas ganz anderes.
Ach so! Das erklärt natürlich so manchen Beitrag in diesem Forum. Schade, dass ich von Neurotransmittern so aber auch rein gar nichts verstehe, vor allem die "Konstellation" derselben würde mich brennend interessieren, vor allem dann, wenn sie inspiererend ist. Ich stelle mir vor: zwei Neurotransmitter links, zwei Neurotransmitter rechts, das Weltkind in der Mitten. Oder so. Mal sehen, was da noch so alles konstelliert wird.
als Laie kann ich es mir leisten oberflächlich zu formulieren. Ich bin ja verstanden worden.


Was Botenstoffe im Einzelnen tun und machen kann jeder selbst nachlesen. Das WEB ist voll davon.
Das macht nichts. Bei der Suche nach dem Sinn des Lebens sind wir alle Laien. Oberflächlichkeiten bei dieser Suche sollten wir aber vermeiden.
Der Laienstand impliziert also nicht immer das Recht auf Oberflächlichkeit. Bezüglich Neurotransmittern schon.
Weiterhin frohes Transmittern wünscht ein Rentner.
Stimmt! Wir sind Laien! Aber wir können durchaus einen Sinn diesbezüglich finden, wenn wir es wollen.
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Bhagavad Gita: „Wer Handeln im nicht Handeln, und nicht Handeln im Handeln sieht, der sieht die Dinge wie sie wirklich sind“!


der vollständige Vers lautet wie folgt:
Zitat:
Wer Nichthandeln in Handeln und Handeln in Nichthandeln sieht, ist intelligent unter den Menschen, und er befindet sich auf der transzendentalen Ebene, obwohl er allen möglichen Tätigkeiten nachgeht. BG 4.18

In der vedischen Philosophie unterscheidet man verschiedene Arten des Handelns.
Das Gesetz des "Handeln" (Karma) ist das Gesetz von Aktion und Reaktion. Mit jeder Aktion erzeugen wir eine Reaktion. Mit jeder Handlung erzeugen wir in der Zukunft (nah oder fern) eine Reaktion.

1. frommes Handeln = genannt "Karma"
2. sündhaftes Handeln = genannt "Vikarma"
3. Handeln ohne Reaktion = genannt "Akarma"

Die ersten beiden Arten der Handlung basieren auf dem "ich und mein" und verstricken uns mit der materiellen Welt. In der Folge werden wir in der Zukunft mit sogenanntem "Glück" oder sogenanntem "Unglück" konfrontiert. Sind also gezwungen die Reaktionen zu geniessen oder dafür zu leiden.

Jemand jedoch der im Bewusstsein handelt ein ewiger Diener Gottes zu sein um nach den Wünschen Gottes zu handeln und nicht nach seinen eigenen selbstischen Wünschen, handelt frei und unbeeinflusst vom falschen Ego des "Ich und mein". Man handelt nach den Wünschen Gottes begehrt jedoch keine Belohnung dafür zu bekommen. Allein das Handeln im Dienst Gottes ist alles was man begehrt!
Ein solcher Mensch geht vielen Handlungen nach ohne zu Handeln. Da er nach den Wünschen Gottes handelt, wird er nicht von Gott für sein Handeln zur Verantwortung gezogen. Mit seinem Handeln erzeugt er keine Reaktionen. Und somit "Handelt" er im Grunde nicht.

Jede Handlung basiert auf einem Wunsch, einem Wunsch nach Genuss. Und die Reaktion davon ist, dass wir in unserem Bewusstsein immer neue Wünsche erzeugen. (Aktion --> Reaktion)
Jemand jedoch der nach den Wünschen Gottes handelt ohne nach eigenem Genuss (Belohnung) zu streben, wird befreit von jedweden Reaktionen die unser Bewusstsein trüben (verunreinigen).
Obwohl es so aussieht als wenn diese Person vielen Handlungen nachgeht ist die Person jedoch befreit von jedweder feinstofflichen Beeinflussung durch die materielle Natur auf unser Bewusstsein.

Dazu nochmals Sri Krishna der in der Bhagavad Gita (18.54) sagt:
Zitat:
Wer auf diese Weise in der Transzendenz verankert ist, erkennt sogleich das Höchste Brahman und wird von Freude (Nirvana) erfüllt. Er klagt niemals, noch begehrt er irgendetwas. Er ist jedem Lebewesen gleichgesinnt. In diesem Zustand erreicht er reinen hingebungsvollen Dienst für Mich.


Wohingegen ein Mensch der keinen Handlungen nachgeht, trotzdem Handelt, da er Glaubt die Handlungen könnten ihn mit der Welt wieder verstricken. Was ebenfalls auf einer Handlung von "Ich und mein" basiert.

Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.
Narasimha hat folgendes geschrieben:
Jemand jedoch der nach den Wünschen Gottes handelt ohne nach eigenem Genuss (Belohnung) zu streben, wird befreit von jedweden Reaktionen die unser Bewusstsein trüben (verunreinigen).
...
Man handelt nach den Wünschen Gottes begehrt jedoch keine Belohnung dafür zu bekommen. Allein das Handeln im Dienst Gottes ist alles was man begehrt!
Ein solcher Mensch geht vielen Handlungen nach ohne zu Handeln.


Jeder normale Mensch strebt für sich das Gute an bzw. das was er für gut hält. Insofern wäre es krank nach etwas zu streben, das ich zuvor als schlecht erkannt habe. Sogar die böse Tat ist letztlich auf ein Gut gerichtet. Es wird nur auf falschem Wege angestrebt. Wenn z.B. jemand entgegen dem zehnten Gebot dem Nachbarn sein Haus neidet, dann strebt er ja etwas an sich Gutes an - das Haus ist ja nichts Schlechtes. Der Weg dorthin passt nicht. Insofern stelle ich in Frage, dass es innerhalb des als normal (also nicht geisteskrank) zu wertenden Spektrums überhaupt bewusste menschliche Handlungen geben kann - seien sie moralisch gut oder böse - die nicht auf den Genuss eines Gutes abstellen.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Jeder normale Mensch strebt für sich das Gute an bzw. das was er für gut hält. Insofern wäre es krank nach etwas zu streben, das ich zuvor als schlecht erkannt habe. Sogar die böse Tat ist letztlich auf ein Gut gerichtet. Es wird nur auf falschem Wege angestrebt. Wenn z.B. jemand entgegen dem zehnten Gebot dem Nachbarn sein Haus neidet, dann strebt er ja etwas an sich Gutes an - das Haus ist ja nichts Schlechtes. Der Weg dorthin passt nicht. Insofern stelle ich in Frage, dass es innerhalb des als normal (also nicht geisteskrank) zu wertenden Spektrums überhaupt bewusste menschliche Handlungen geben kann - seien sie moralisch gut oder böse - die nicht auf den Genuss eines Gutes abstellen.

Wobei die böse Tat ja schon darin besteht, dass ich zum Schlechten meiner Mitmenschen bewusst handle oder so. Das kann ich auch ohne geistige Vorerkrankung bewusst entscheiden.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Rentner hat Folgendes geschrieben:
Hoffen und Harren
macht manchen zum Narren.

So kann man das auch sehen, aber Hoffnung ist für mich mehr und etwas Anderes.
Ich kann zum Beispiel hoffen, dass eine Entscheidung die ich fällte, die richtige war,
oder, wenn mir keine Handlung als angemessen erscheint, dass ich bald schon die Passende Lösung finde.
Weiters kann ich hoffen, dass eine unangenehme Situation sich bald verändert, oder eine Wunde gut verheilt.
Hat also ganz bestimmt nicht zwangsweise mit Harren zu tun.
Liebe Grüße!
Monaliesa