Der Sinn des Lebens und die Frage nach GOTT


Hallo Amand,
Amand hat folgendes geschrieben:
um das Unterforum Gott und Homosexualität nicht weiter mit meiner Thematik zu missbrauchen, verlege ich meinen Kommentar in dieses Forum.

sehr gut, danke dafür

Amand hat folgendes geschrieben:
Was ich bisher geschrieben habe, scheint, wie von Rentner angedeutet, nicht von Interesse zu sein. Es antwortet niemand.

Das könnte damit zusammenhängen, dass das Ganze in meiner persönlichen Wahrnehmung sehr esoterisch bis hin zu sektierisch rüberkommt. Um es positiver auszudrücken könnte man auch sagen, du argumentierst auf einer Ebene, auf der wir anderen (immer von mir ausgehend) uns nicht wirklich auskennen bzw. uns nicht auf diese Art und Weise mit dem Thema auseinandersetzen. Daher erscheint ein Kommentar dazu schwierig.

Amand hat folgendes geschrieben:
Meine Intention war, zu beweisen, dass es das Unbewusste oder Gott wirklich gibt. Das man damit in Kontakt treten und sogar Gespräche führen kann.

Das haben bspw. schon ganz andere versucht zu beweisen. Der User Pjotr Kala könnte dir diesen Satz bestimmt schon wieder um die Ohren hauen^^

Amand hat folgendes geschrieben:
Gott sucht den Menschen, genauso wie das Unbewusste, in der Absicht, sich in der Schöpfung und vornehmlich im Menschen zu verwirklichen.

Gott sucht den Menschen und der Mensch sucht Gott, denn wir fühlen uns alle unvollkommen und unvollständig, Gott eingeschlossen, denn sonst würden wir uns nicht gegenseitig suchen.

Warum sucht Gott den Menschen? Er hat doch alles.

Scheinbar nicht, denn sonst wäre er ja nicht auf der Suche. Wir haben hier schon viel über geistige Entwicklung gesprochen, was im finalen Sinne mit Bewusstwerdung gleichgesetzt wurde. Und genau das ist es, Gott hat keine Bewusstsein! Der Sinn des Lebens ist also mit der Absicht des Unbewussten oder Gott gleichzusetzten, Bewusstsein zu schaffen, denn das scheint das Einzige zu sein, was Gott in seiner Vollkommenheit noch fehlt.

Wie kann einem vollkommenen Gott etwas in seiner Vollkommenheit fehlen? Ein vollkommener Gott muss sich sicherlich auf keine Suche machen, weil er das Ziel seiner Suche bereits kennt. Im Koran steht, Gott sei uns immer näher als unsere Halsschlagader (oder so ähnlich). Der Ball liegt also alleine beim Menschen, Gott zu erkennen und zu realisieren. Gott hat die "erforderliche Leistung" bereits erbracht, bevor es uns gab.

Amand hat folgendes geschrieben:
In der zweiten Lebenshälfte begann dann das, was man als die Inkarnation Gottes oder des Unbewussten im Menschen bezeichnet.

Würdest du dich also selbst als "Inkarnation Gottes" bezeichnen?

Amand hat folgendes geschrieben:
Den Weg zu Gott, finde ich in mir sellbst. Einen außerhalb von mir existierenden Gott ist für mich nicht existent. Sollte es ihn geben, dann hatte er auf mich bisher keine Wirkung. Gott habe ich immer von innen her erfahren. Ein Gott der nicht auf mich wirkt, geht mich nichts an, er könnte genauso gut nicht existieren.

Wie erklärst du dir dann, dass es außerhalb von dir andere Lebewesen und Objekte gibt?

Zitat:
Gott in sich selbst finden, heißt, sich zu ihm hinabneigen und das geschieht in der Meditation.

Wie sieht es mit dem Gebet aus?

Amand hat folgendes geschrieben:
Das erzeugt ein Erleben von sublimster Harmonie und man ist geneigt von der Liebe Gottes zu sprechen. Es ist aber in Wirklichkeit - jedenfalls für mich war das immer so - nur ein Fest des Lebens, auf den die Totenklage folgt, nämlich die Depression.

Ist die Erleuchtung vollkommen, folgt sicherlich keine Depression

Amand hat folgendes geschrieben:
Hat man in der Meditation das Göttliche berührt, dann wird man damit identisch. Das ist nicht ganz ungefährlich. Größenwahn kann die Folge sein. Die Wirklichkeit holt einen aber schnell wieder auf den Teppich zurück. Die Ehefrau kann dabei behilflich sein.

Interessant, dass du hier dem Göttlichen die Wirklichkeit gegenüberstellst. Ich würde es eher andersherum sehen: Das Göttliche ist die Wirklichkeit und der Rest die Illusion. Die Ehefrau würde dich sogesehen zurück in die Illusion ziehen. Allerdings existiert der Wahn ebenfalls nur in der Illusion; im Göttlichen existiert allenfalls die Größe.

Zitat:
Wer das weiß, kann solchen Unannehmlichkeiten entgehen, indem er sich mit dem eingebrochenen Inhalt auseinandersetzt.

Das göttliche Licht, dass durch die Berührung durch den Menschen in die Materie gestürzt ist, verdunkelt sich durch diesen Vorgang und zerfällt auf grund der menschlichen Bewusstseinstätigkeit in die Gegensätze, in das Eine und das Andere Das wiederum erzeugt eine Gegensatzspannung, die von einer manchmal unerträglichen Energetik begleitet ist und die der Mensch aushalten muss. Herr dein Wille geschehe. Diese energetische Gegensatzspannung gleicht sich langsam gegeneinander aus. Das daraus entstehende Produkt ist Geist, der Geist der Natur, der sich auf diese Weise verwirklicht und dem Menschen zur Verfügung steht, damit er erkennt was der Wille des lieben Vaters im Himmel ist. Das ist geistige Entwicklung, wirklicher Gottesdienst und der Sinn des Lebens.

Zum Schluss wird es noch einmal sehr esoterisch. Ich kann deinen Ausführungen hier leider auch nicht mehr ganz folgen. Aber immerhin hast du jetzt mal eine der scheinbar von dir herbeigesehnten Antworten^^

Liebe Grüße,
Cacau
_________________
Die Gottheit lebt in den Details.
Hallo Cacau,

danke für deine Antwort, die nicht nur scheinbar herbeigesehnt war. Zeig mir jemanden der sich hier mitteilt und nicht auf Antwort wartet?

Du kannst meinen Ausführungen nicht ganz folgen, was durchaus verständlich ist. Nur wer gleiches erlebt hat wie ich, könnte das. Bisher hab ich niemanden gefunden. C.G. Jung würde mich verstehen, der ist leider tot.

So bin ich ein wenig einsam mit meinen Erkenntnissen, weswegen ich mich hier im Forum angemeldet habe um vielleicht jemanden anzutreffen.

Der Unterschied zwischen intellektueller und geistiger Entwicklung ist der, dass der Mensch alles in Einzelvorgänge auflösen will und somit geistige Entwicklung nicht stattfinden kann. Geistige Entwicklung ensteht, ich hab es versucht zu erklären, durch die Wechselwirkung zwischen der inneren Welt und der äußeren Welt. Die innere Welt ist das Unbewusste oder auch Gott, die äußere Welt ist das menschliche Bewusstsein. Das Unbewusste oder das Göttliche kann sich im menschlichen Bewusstsein nur approximativ - was ich mit annähern übersetze - verwirklichen, sonst würde das Bewusstsein auseinander brechen. Vollkommene Erleuchtung kann es nicht geben. Die gibt es im Tode, so denke ich. Symbolisch verwirklicht sich dann das, was in meinem Erlebnis Dreick, Quadrat, Kreis angedeutet wird.

Also um es hier wirklich kurz zu halten.

Geistige Entwicklung ensteht durch das Aushalten der Gegensatzspannung.

Ich habe aber hier auch bereits angedeutet, dass sich das in Grenzen hält. Selbst der erleuchtete Mensch bleibt der, der er ist, nämlich ein Mensch.

Die von mir gemachten Erfahrungen, lassen mich, bezogen auf den Zustand der Welt sprachlos zurück, auch wenn ich hier einen solchen Eindruck nicht hinterlasse. Aber man kennt mich ja auch nicht umfassend.

C.G. Jung hat am Ende seines Lebens gesagt: "das Leben hat Sinn und Unsinn, ich habe die ängstliche Hoffnung, dass der Sinn überwiegt"

wir können nur hoffen meint auch

Amand

Ps. entschuldige die nochmals etwas lange Ansprache. Du brauchst nicht zu antworten, ist wirklich nicht tragisch



Amand hat folgendes geschrieben:
Selbst der erleuchtete Mensch bleibt der, der er ist, nämlich ein Mensch.

Stimmt! Nur, dass ein erleuchteter Mensch eher tiefere Einsichten hat, meine ich.
_________________
Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Zitat:
Nur, dass ein erleuchteter Mensch eher tiefere Einsichten hat, meine ich.


Oh... Mal was ganz Neues...
Zitat:
Vollkommene Erleuchtung kann es nicht geben. Die gibt es im Tode, so denke ich.


Hä, bist du völlig bescheuert? Du wirst nicht plötzlich "erleuchtet", nur weil du physisch stirbst.

Es gibt bestimmte Methoden, wie man das Mensch-Sein nach dem Ableben tatsächlich verlassen kann. Was dann erlebt wird, lässt sich nicht beschreiben

Das geht aber nur wenn man bereit ist, die menschliche Form völlig aufzugeben und das ist unsagbar schwer. Du bleibst auch im Jenseits Mensch, wenn du glaubst einer zu sein und so konditioniert wurdest.

Du glaubst gar nicht wieviele Denk-Muster oder Glaubensinhalte dich an das Mensch-Sein so dermaßen binden, dass es wirklich schwer wird dort wieder herauszukommen. Deshalb auch diese etlichen Inkarnationen.

Bevor man solche Fragen behandelt... Wer bist "du"? Wer bin "ich"? (was im Grunde keinen Unterschied macht). Was ist "Bewusstsein"? Formlos!
Ich bin kein Mensch, sondern mache die Erfahrung Mensch zu sein. Du hast nicht mal das kappiert.
Life hat folgendes geschrieben:

Ich bin kein Mensch, sondern mache die Erfahrung Mensch zu sein.



stimmt und das sogar zugedröhnt morgens um halbfünfe.
Vielleicht ist der Sinn des Lebens ganz einfach mit dem Wort trotzdem und Hoffnung zu beschreiben.
Gott ist für mich die Bezeichnung von Energie, die in und um uns wirksam ist.
Als Wegweiser und Ursprung zur Liebe dient die Dankbarkeit.
Liebe Grüße!
Monaliesa
Monaliesa hat folgendes geschrieben:
Vielleicht ist der Sinn des Lebens ganz einfach mit dem Wort trotzdem und Hoffnung zu beschreiben.
Gott ist für mich die Bezeichnung von Energie, die in und um uns wirksam ist.
Als Wegweiser und Ursprung zur Liebe dient die Dankbarkeit.
Liebe Grüße!
Monaliesa



ja genau, die Hoffnung ist es , die uns am Leben erhält. Aber worauf hoffen wir?

Die Hoffnung greift hinter die Illusionen, von denen wir uns blenden lassen, die aber einen gewissen Sinn haben. In der Hoffnung wissen wir instinktiv, was das Ziel des Lebens ist. Hoffnung ist wie ein Blick durch das Fenster in die Ewigkeit.
Zitat:
stimmt und das sogar zugedröhnt morgens um halbfünfe.


Dem hab ich nichts hinzuzufügen.
Life hat folgendes geschrieben:
Zitat:
stimmt und das sogar zugedröhnt morgens um halbfünfe.


Dem hab ich nichts hinzuzufügen.