Glaube


Hallo Long Road,

Zitat:
Zitat:
Im christlichen Glauben ist die tiefste und letzte Antwort Gottes auf unsere Fragen nach seiner Liebe und Gerechtigkeit eine konkrete Person: Jesus Christus.


Und diese Antwort hilft meistens nicht weiter, weil sie schon per Definition unbegreiflich und unbeschreibbar ist.


gg, Burkl schüttet uns mal wieder mit seiner allumfassenden Liebe zu, und man muß aufpassen, daß das nicht zum Leichentuch klarer Gedanken wird.


Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Long Road hat folgendes geschrieben:
Auch bei einem Kind, das während der Geburt oder kurz danach stirbt stelle ich es in Frage inwieweit das Kind da Offenheit für Liebe und Sühne hat,


Sie waren da, ihr Herz hat geschlagen, sie wurden geliebt, voller Hoffnung erwartet. Sie waren wertvoll. Ihr Leben und Sterben hat die Liebe von Menschen vergrößert, ihr Herz geweitet, den unendlichen Wert des Lebens gezeigt. Das ist genug "Leistung" für sie - dann kommen sie in den Himmel, nach Hause. Zu ihrem Engel. Und der Schmerz über den Abschied von ihnen kann das Herz derer, die noch dableiben weiten und offener und dankbarer machen für das Wunder des Lebens und für die Liebe.
Hallo Burkl,

gg, du verallgemeinerst mal wieder nach Belieben.
Nicht alle Kinder werden vor und nach der Geburt geliebt und ihr Leben und Sterben interessiert 99.9% der Menschen herzlich wenig, da sie gar nichts davon wissen. Dein "unendlicher Wert des Lebens" wurde und wird auch von Religionen mit Füßen getreten und nur dann hervorgeholt, wenn es gerade opportun erscheint.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Cacau,

Zitat:
Hallo Pjotr,
Hilft es dir, wenn du den Begriff "Göttliche Gerechtigkeit" als "Nicht im Ermessensspielraum des Menschen" übersetzt?


Eigentlich nicht. Denn wenn ich das Universum als Gesamtes betrachte, muß ich feststellen, daß sich 99,99 Periode % diesem Ermessensspielraum entziehen.
Wir haben nur die von Menschen definierte Gerechtigkeit zur Verfügung und Rentner hat bereits beschrieben, in welches Dilemma wir da kommen.
Wir werden uns wohl mit einer situationsbezogenen und zeitlich begrenzten Gerechtigkeit zufrieden geben müssen.

Pjotr Kala

Ich verstehe nicht wirklich, wo das meiner vorgeschlagenen Definition von "Göttlicher Gerechtigkeit" widersprechen sollte. Die sagt ja nichts über das Ausmaß aus.
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Die Gottheit lebt in den Details.
Hallo Cacau,

hmm, "nicht im Ermessensspielraum des Menschen" soll doch wohl bedeuten, daß es außerhalb dieses Raumes auch etwas wie Gerechtigkeit gibt.

Da meines Erachtens Gerechtigkeit aber eine rein menschliche Definition ist, hat dieser "Wert" zur Zeit außerhalb der menschlichen Kultur keine Bedeutung, bzw. nur die, die wir ihm auch nach außen oder metaphysisch zuordnen.
Es ist und bleibt eine menschliche Definition, ob ich sie nun "Göttliche Gerechtigkeit" oder als "nicht im Ermessenspielraum Des Menschen" bezeichne. Außerdem müßtest du dann erklären, wer oder was einen "Ermessensspielraum" überhaupt festlegt. Und damit bist du dann wieder bei "Gott" (für die Religionsanhänger).


Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
du verallgemeinerst mal wieder nach Belieben.
Nicht alle Kinder werden vor und nach der Geburt geliebt und ihr Leben und Sterben interessiert 99.9% der Menschen herzlich wenig, da sie gar nichts davon wissen.


Auch die Herzen, die vielleicht nur einmal geschlagen haben, von denen niemand etwas wusste, mehren Gottes Ehre. Sie sind neue Seelen, die zu ihm gelangen. Sie ehren Ihn alleine dadurch, dass sie da waren, eine neue Seele für den Himmel sind und ihn dort in Ewigkeit anbeten. Indem sie das tun wird die Liebe insgesamt vergrößert.

"Hast du an einem trüben Nachmittag im Herbst die Blätter fallen sehen? So fallen jeden Tag die Seelen in die Ewigkeit. Eines Tages bist du das fallende Blatt."

Hl. Josémaría Escrivá, Der Weg Nr. 736

Und die Kinder, die auch nur von einem Menschen sehnsuchtsvoll erwartet wurden, bewirken auch etwas hier in dieser Welt. Sie können Herzen weiten für die Liebe.

Mein Sternenkind

bist gegangen bevor du warst da,
Nur du warst gut - liest mich allein,
hast mir nie gezeigt dein Lächeln,
Schliefst nicht ein mal bei mir ein,

Hast dich fröhlich angekündigt
und gingst doch so bald wieder heim,
Wolltest leben, lieben, lachen,
doch dafür warst du noch zu klein,

Habe kurz gebraucht um zu verstehen;
Egal was kommt, es wird vergehn,
Du gabst mir Kraft, gabst mir die Ruh,
Doch dann, ganz plötzlich sahst du mir von oben zu

Nun weiß ich nicht,
was soll ich tun? Wer hält meine hand?
Wer füllt den platz, den du, mein Stern,
so leer im Herzen hinterlassen hast?

Irgendwie, mein Licht,
ich seh's ich geh mein' Weg,
ich find mein Glück!
Du wirst schon sehn, nur noch paar Trän',

Schon bald, mein kind, bin ich zurück,
Schon bald mein kind, sind wir vereint
Du wirst schon sehn, bald bin ich da,
Bin ganz bei dir, bin schon ganz nah.

Verfasserin unbekannt
Hallo Burkl,


Zitat:
Auch die Herzen, die vielleicht nur einmal geschlagen haben, von denen niemand etwas wusste, mehren Gottes Ehre. Sie sind neue Seelen, die zu ihm gelangen. Sie Ehren Ihn alleine dadurch, dass sie da waren, eine neue Seele für den Himmel sind und ihn dort in Ewigkeit anbeten. Indem sie das tun wird die Liebe insgesamt vergrößert.

"Hast du an einem trüben Nachmittag im Herbst die Blätter fallen sehen? So fallen jeden Tag die Seelen in die Ewigkeit. Eines Tages bist du das fallende Blatt."

Hl. Josémaría Escrivá, Der Weg Nr. 736

Und die Kinder, die auch nur von einem Menschen sehnsuchtsvoll erwartet wurden, bewirken auch etwas hier in dieser Welt. Sie können Herzen weiten für die Liebe.

Sie bewirken manchmal etwas für die Eltern und oft sorgen sie auch für die Scheidung der Eltern.
Deine Weiß-Malerei ändert nichts an den Tatsachen.
Und was soll der Schmus mit den fallenden Blättern? Der Tod ist nun mal ein Teil der belebten Natur. Ob da eine Seele in den Himmel fällt, ist nicht beweisbare Ansichtsache.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Sie bewirken manchmal etwas für die Eltern und oft sorgen sie auch für die Scheidung der Eltern.
Deine Weiß-Malerei ändert nichts an den Tatsachen.


Es ist beim Tod von Kindern so wie bei jedem großen Leid, das über Menschen kommt. Wenn es angenommen wird, kann es fruchtbar werden. Das gelingt aber gerade in solchen extremen Situationen wohl nur mit der Kraft des Glaubens.

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Und was soll der Schmus mit den fallenden Blättern? Der Tod ist nun mal ein Teil der belebten Natur. Ob da eine Seele in den Himmel fällt, ist nicht beweisbare Ansichtsache.


Zwei Menschen geben sich bei der Hochzeit das Ja-Wort. Hast du schon einmal eine Hochzeit erlebt wo diesem Vorgang eine "Beweiswürdigung" hinsichtlich der Echtheit ihrer Liebe vorausgeht? Und dass, weil das nicht so ist, dann jemand der Anwesenden die Echtheit ihrer Liebe als "nicht beweisbare Ansichtssache" diffamiert hätte?
Das Wesentliche im Leben steht über der Natur und lässt sich nicht so beweisen wie du (in Wahrheit ideologisch motiviert) glaubst, dass es die einzig legitime Art der Beweisführung wäre. Du selbst bleibst den naturwissenschaftlichen Beweis dafür schuldig, dass nur die Naturwissenschaften gültige Beweise liefern können - kannst also für deine Position das nicht liefern, was du von anderen forderst.
Moin

Ich denke mal dass nicht viele Eltern in ihrer Liebe an Fehlgeburten oder plötzlichem Kindstod wachsen.
Da macht sich eher eine bittere Verzweifelung breit die zu einer extremen Belastung für den Rest des Lebens werden kann.
Glücklich sind die die damit umgehen können und anschliessend ein halbwegs normales Leben führen.
Die anderen sind verzeifelt und teilweise in Behandlung.

Alleine der Gedanke dass Gott Kinder aus unserem Leben reisst damit wir daran wachsen können ist ziemlich fies, das auch noch als göttliche Gnade zu betrachten ist nahezu völlig bescheuert.

Eltern die ihren Kindern geliebte Menschen oder sonstwas wegnehmen, damit ihre Kinder daran in ihrer Liebe wachsen können und ihre Gnade erkennen, würde ich als gestört bezeichnen.

Wenn Menschen aus unserem Leben gerissen werden, dann führt das immer zu Verlustschmerzen, unabhängig davon wie abgeklärt wir mit dem Tod umgehen und egal wie gross unsere Liebe zu einem Schöpfer ist.

Nehmen wir an uns nimmt ständig jemand etwas weg, lässt uns möglichst viel Leid erfahren und sorgt für ein auswegloses Gefühlssetting welches unser Leben dominiert und will dann noch für seine Gnade angehimmelt werden, weil er uns die Wut über diese Schicksalsschläge verzeiht...
Na den schicken wir doch zum Arzt oder in den Knast und bauen ihm kein Denkmal...

Gerechtigkeit mag kein Naturgesetz sein, es ist uns aber ein sehr wichtiges Anliegen und selbst Tiere zeigen starke Anzeichen für einen Gerechtigkeitssinn.

Da kann man nicht hergehen und aus wiedrigen Umständen eine göttliche Gerechtigkeit konstruieren die kein Mensch versteht oder gefühlsmässig nachvollziehen kann.
Liebe zu Eltern nährt sich aus liebevollem Umgang der Eltern zu ihren Kindern, nicht aus ständig drohender Bestrafung und Liebesentzug wenn das Kind die Unfehlbarkeit der Eltern nicht bedingungslos lobt und preist.


LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Burkl hat folgendes geschrieben:

Zwei Menschen geben sich bei der Hochzeit das Ja-Wort. Hast du schon einmal eine Hochzeit erlebt wo diesem Vorgang eine "Beweiswürdigung" hinsichtlich der Echtheit ihrer Liebe vorausgeht?


Ja das ist bei den grossen christlichen Konfessionen so üblich dass der Pfarrer oder Pastor sich von den ernsthaften Absichten überzeugen lässt, in einem Traugespräch:
http://www.helpster.de/traugespraec.....-richtig-darauf-vor_28871

Beweisführung mag etwas übertrieben sein, aber solche Gespräche können schon recht umfangreich ausfallen und wenn es eine ökumenische Hochzeit werden soll, ist das in der Vergangeheit auch schonmal von einzelnen Geistlichen abgelehnt worden...

Der Geistliche will schon ziemlich genau abklopfen ob diese Liebe eine Zukunft hat, wenn er sie absegnen soll.
Gleichgeschlechtliche Liebe halten diese Geistlichen in der Regel für ausgeschlossen und fragen garnicht erst nach Motiven oder Gründen.


LG