Allwissende Gottesoffenbarer?


Menon hat folgendes geschrieben:
Wenn Mohammed sprechen soll, dass er selbst seinen Weg in die nächste Welt nicht kenne, bezieht sich das für mich sehr wohl auf das Wissen der Offenbarung.


Nein, es geht doch gerade um sein persönliches Wissen über die Zukunft seiner Person.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Die Meinung, Buddha sei einer der ersten Lehrer des Monotheismus gewesen, ist sachlich falsch.
Mir ist zwar keine bekannt, aber es mag Schulen geben, die diese Meinung vertreten, jedoch können sich diese keines falls auf den historischen Buddha Shakyamuni beziehen.

Hallo Rentner,
aus DEINER Sicht sachlich falsch. Hier geht es aber immer noch um die Sicht des Baha'i-Glaubens. Aber es ist btw schon interessant, dass du meinst, den "historischen" Buddha zu kennen. Über den ist nämlich ähnlich viel bekannt wie über Jesus und Mohammed auch, nämlich vor allem zahlreiche Berichte von ihren Anhängern, die sicher einen wahren Kern haben, deren Historizität aber trotzdem nicht ansatzweise bewiesen werden kann. Ich möchte das jetzt aber nicht weiter vertiefen, da ich 1. selber kein Baha'i bin und das Thema 2. schon oft in diesem Forum auch mit Buddhisten diskutiert wurde. Die Suchmaschine sollte da schnell Ergebnisse bringen
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Die Gottheit lebt in den Details.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Die Meinung, Buddha sei einer der ersten Lehrer des Monotheismus gewesen, ist sachlich falsch.
Mir ist zwar keine bekannt, aber es mag Schulen geben, die diese Meinung vertreten, jedoch können sich diese keines falls auf den historischen Buddha Shakyamuni beziehen.


Das Thema wurde hier bereits mehrfach ausführlich besprochen und ich will es nicht wieder 'aufreißen'. Ich verweise deshalb einfach auf das Buch 'Buddhismus und Baha'i-Religion' von Moojan Momen, kompetent und geistreich von Peter Scheffel ins deutsche Übersetzt, ergänzt und annotiert.

https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3164/
Inwieweit Buddha den Monotheismus im engeren Sinn gelehrt haben soll, gibt es vermutlich wenig klare Aussagen, meine ich.
Hallo Menon und @Interessierte,

Zunächst empfehle ich die 7 Stufen der Jakobsleiter (Bewusstwerdung des Menschen) zu lesen.
Von E. Haich:
http://51733.dynamicboard.de/t700f1.....-von-Elisabeth-Haich.html
Info: Frau E. Haich „spricht“ in der Beschreibung viel über die sexuelle Kraft. Letztendlich ist das der LebensTRIEB, also das, was den Menschen antreibt! Für die heutige Zeit kann man auch das BEGEHREN, die Gier der Massen einsetzen, welche durch die Medien erzeugt, und wodurch der Mensch angetrieben wird. Bei der Bewusstwerdung des Menschen geht es darum, sICH nicht mehr unbewusst – seinen Begehren entsprechend – treiben zu lassen, sondern immer mehr SELBSTbewusst zu handeln.

Allwissend hat mit irdischem – theoretischem Wissen (wie lang ist der Fluss, wie hoch der Berg usw.) rein garnichts zu tun! Sondern nur mit EIGENER Erkenntnis und EIGENEM Verständnis aus dem Leben gelernt (nicht aus Büchern).
Diese Erkenntnis und das Verständnis bezieht sich auf das Leben. Den Ursprung, die Ausbreitung aus der Einheit über die Polarität zu den 3 „Erscheinungsweisen“ bis zur unendlichen Vielfalt des Lebens, und die Gesetze und Prinzipien dieses Lebens.
Hier ein paar Links: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch42.htm
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch43.htm
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch44.htm

Upanishaden: „Nun besteht ja der Mensch aus geistiger Kraft. Zu dieser wird er, wenn er hingeschieden. (der Körper stirbt).
Bei der Bewusstwerdung des Menschen geht es darum, diese geistige Kraft zu beherrschen und zu steuern, und letztendlich – im BewusstSEIN – zu dieser geistigen kraft zu werden. Als Seinzustand – ICH bin göttlicher Geist. Den könnte man dann als Propheten bezeichnen!
Wer das erreicht, hat alles erkannt und verstanden. Dann vereint er sICH im Geiste mit dem göttlichen SELBST. Das ist dann das, was man als Gottesoffenbarer bezeichnen kann. Der ist EINS mit dem Göttlichen.

Wer das nun wirklich erreicht hat, das muß jeder SELBST erkennen – oder eben glauben.
Ein Lao-Tse sagt schon: Die ganze Welt erleuchtend, kannst unerkannt du bleiben.

Zu Deinem Zitat:
Jesus sagt (Markus 13:31-32):
"Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.
Die Worte dieses Christus vergehen nicht, weil sie der reinen Wahrheit entsprechen!

Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater."
Um diese Aussage zu verstehen, muß man verstehen, wer was ist!
Der Sohn ist der lebendige GEIST. Also der Erkennende, und der Verstehende des göttlichen Prinzips. Doch der Vater IST das Prinzip (SEELE) als SEINZUSTAND. Darum kennt nur Er den Anfang und das Ende.

Demetrius Degen
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Menon

Damit ist das Wissen der Offenbarung gemeint und nicht das persönliche Wissen.


Hallo Tobias,
wie hast Du das gemeint?
Eine Offenbarung ist doch begrenzt und kann nicht allwissend sein denke ich.
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http://www.exometa.de/vr.htm
http://youtu.be/_h0ozLvUTb0
http://youtu.be/jWUAI_gywfM
JackCM hat folgendes geschrieben:
Eine Offenbarung ist doch begrenzt und kann nicht allwissend sein denke ich.


Ich meine, dass der Offenbarer allwissend ist, was die geistige Welt angeht. Die Offenbarung selbst ist natürlich begrenzt, weil sie für die jeweilige Zeit und die geistige Reife der darin lebenden Menschen gilt. Baha'i glauben jedoch an die Fortschreitende Gottesoffenbarung, darum wird es wieder Gottesgesandte geben, die ein weiteres geistiges "Fenster" für die Menschen öffnen werden.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
JackCM hat folgendes geschrieben:
Eine Offenbarung ist doch begrenzt und kann nicht allwissend sein denke ich.


Ich meine, dass der Offenbarer allwissend ist, was die geistige Welt angeht. Die Offenbarung selbst ist natürlich begrenzt, weil sie für die jeweilige Zeit und die geistige Reife der darin lebenden Menschen gilt. Baha'i glauben jedoch an die Fortschreitende Gottesoffenbarung, darum wird es wieder Gottesgesandte geben, die ein weiteres geistiges "Fenster" für die Menschen öffnen werden.


Danke für Deine Antwort,
Hatte es so verstanden dass er mit "Offenbarung" das herabgesandte (Text-)Material meint.

LG,
JackCM
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http://www.exometa.de/vr.htm
http://youtu.be/_h0ozLvUTb0
http://youtu.be/jWUAI_gywfM
Muslime sehen das anders, für sie ist Mohammed "das Siegel der Profeten", soll heißen: der letzte Profet.
Und soweit ich das verstehe, ist Jesus das fleischgewordene "Wort Gottes" (an die Menschen), und vor seiner von den Christen erwarteten Wiederkunft gibt es keine "Zwischendurch-Offenbarungen".
Rentner hat folgendes geschrieben:
Muslime sehen das anders, für sie ist Mohammed "das Siegel der Profeten", soll heißen: der letzte Profet.
Und soweit ich das verstehe, ist Jesus das fleischgewordene "Wort Gottes" (an die Menschen), und vor seiner von den Christen erwarteten Wiederkunft gibt es keine "Zwischendurch-Offenbarungen".

Hallo Rentner,
Baha'i sehen Baha'u'llah als die erwartete Wiederkunft Christi. Auch sie glauben daran, dass mit Mohammed der Zyklus der Propheten zuende gegangen ist, weswegen keine neuen Propheten mehr auftreten werden. Allerdings unterscheidet der Baha'i-Glaube zwischen den bereits genannten Manifestationen Gottes, die alle den Grundstein für eine neue Religion legten und den sog. "abhängigen Propheten", deren Offenbarungen immer nur von einer Manifestation "abstrahlen" bzw. auf deren Lehre aufbauen. Mit der Wiederkunft Christi bzw. dem Auftreten Baha'u'llahs begann für die Baha'i ein neuer Zyklus. Was das genau für Auswirkungen hat, da müsstest du nochmal einen "echten Baha'i" fragen^^ Ich glaube die bildhaften Beschreibungen der abhängigen Propheten würden in der heutigen Zeit einfach keine Wirkung mehr erzielen und jeder Einzelne soll mehr denn je das "Gespräch" mit Gott suchen. Jedenfalls soll in diesem Zyklus nicht eher als 1.000 Jahre nach Baha'u'llah die nächste Manifestation auftreten.

Um nochmal auf die zwei von dir genannten Religionen zurückzukommen: Es stimmt zwar, dass für beide die "Hauptoffenbarung" abgeschlossen ist, jedoch ging und geht es ja in beiden Religionen seit ihrem Bestehen bis heute auch um die Auslegung und Praktizierung der Lehre. Und hierbei sehe ich durchaus die Tendenz, die Offenbarung noch etwas "zu erweitern". Beispiele wären die Shia im Islam, die die 5/7/12 Imame (alles Nachkommen oder Verwandte Mohammeds) und ihre Auslegung der Schrift als unfehlbar ansieht und auf die Rückkehr des verborgenen 12. Imams wartet (dessen Rolle im Baha'itum, das viele Elemente des shiitischen Islams teilt übrigens in abgewandelter Form der Báb einnimmt). Gerade Ersteres verurteilt die Sunna aufs Schärfste.
Im Christentum ist Ähnliches durch die Einsetzung des Papstes und der Heiligen Sakramente geschehen, aber auch durch die Heiligenverehrung in der Orthodoxen Kirche. Auch diese "Institutionen" können bis heute gerade von den Protestanten nicht anerkannt werden. Wohlgemerkt möchte ich zu diesen Beispielen keine Position einnehmen, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass es sowohl im Islam als auch im Christentum Unterschiede in der Schriftauslegung gibt, die teilweise durchaus als "Erweiterung" der jeweiligen Offenbarung gesehen werden können.

Liebe Grüße,
Cacau
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