Ich stelle mich mal kurz vor...


Hallo liebe Leute!

Es wundert mich selbst einigermaßen, mich in diesem Forum wiederzufinden, hatte ich mich doch bisher immer als überzeugten Atheisten eingeschätzt. Ich hatte auch nie das Gefühl, mir fehle etwas und ich müsse mich auf die Suche nach was auch immer machen. Ich bin 44 Jahre alt, katholisch getauft, verheiratet und habe zwei Kinder (8 und 11). Religion spielt bei uns zuhause keine Rolle.

Nun stieß ich aber vor zwei Wochen durch absoluten Zufall (oder doch nicht?) auf die Baha'i, von denen ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte. So googlete ich mich also durch das Netz und bald begann ich auch eifrig in diesem Forum zu lesen. Das ganze Feld der Spiritualität ist mir sehr fremd. Ich kann auch nicht sagen ob ich mich darin jemals zuhause fühlen werde. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass ich mich eingehend mit der Geschichte und den Schriften der Baha'i auseinandersetzen werde. Wenn es eine Religion überhaupt schaffen könnte, mich für sich einzunehmen, dann wird es wohl diese sein. Ob ich durch die Beschäftigung mit diesen Themen einen Zugang zu einem möglicherweise doch existenten Gott finden werde? Ich kann es mir bisher nur schwer vorstellen. Ich bin aber durchaus dafür offen, mich von meinem Herzen auf einen neuen Weg führen zu lassen. (Huch, jetzt höre ich mich schon an wie ein Text aus meinem damaligen Kommunionsunterricht . )

Ich freue mich auf Euch!
Thilo
Hallo DusJong,
Viele Grüße von einer ganz Neuen hier. Ich beschäftige mich schon lange mit vergleichender Religion, bis jetzt gefällt mir keine Religion wirklich. Die monotheistischen Religionen haben den Kampf der Geschlechter meiner Meinung nach erst herbeigeführt, indem sie das Patriarchat etablierten. Man bedenke das die erste Frau Mohammeds eine reiche Witwe war, dass war in einer polytheistischen Götterwelt noch möglich.
Zitat aus Wiki:
Es ist bisher nicht wissenschaftlich geklärt, ab wann diese drei alten Göttinnen zu Töchtern des Hochgottes, Allah, umgedeutet wurden. Überlieferungen zu Koranversen, die die alten Göttinnen erwähnen (āyāt, Sure 53, an-nadschm („der Stern!“), āyāt 19–24), zeigen nach Meinung einiger, dass Mohammed anfangs versuchte, diese bei den alten Arabern sehr beliebten Göttinnen einzubeziehen https://de.wikipedia.org/wiki/Man%C4%81t

LG Asi
Asiram hat folgendes geschrieben:
Man bedenke das die erste Frau Mohammeds eine reiche Witwe war, dass war in einer polytheistischen Götterwelt noch möglich.


Ebenso wie eine neu geborene Tochter in ein Loch zu werfen und einzugraben, weil man sie nicht wollte.

Reiche Witwen gab es auch nach dem Hinscheiden von Mohammed. Das Töten von Säuglingen wegen ihres Geschlechts nicht mehr (bzw. es war illegal und verpönt).

In der Forschung gibt es ja immer wieder mal Trends die sich zusammenreden wie tolerant die Welt doch noch war als der Polytheismus noch vorgeherrscht habe. Meiner Meinung nach ist das eine Mär die darauf basiert das man die intolerante Seite des Monotheismus in den Fokus rückt und die negativen Aspekte polytheistischer Gesellschaften einfach wegromantisiert.

Man solle doch einfach mal ein Blick in das Römische Reich werfen als es noch polytheistisch war oder in das was wir über die Germanen wissen bevor sie christianisiert wurden. Und ich meine jetzt nicht die romantisierten Versionen, sondern was tatsächlich war.

Nur mal ein Beispiel: Die Idee das man eine Frau überhaupt vergewaltigen kann und das dies ein Verbrechen primär gegen die Frau ist ist mit dem Christentum durch Europa getragen worden. Zuvor war die Vergewaltigung einer Frau entweder deren eigene Schuld oder aber eine Verletzung des männlichen Vormunds. Der Gedanke das die Würde der Frau selbst angegriffen wird durch einen solchen Übergriff war vorher schlicht unbekannt.
Asiram hat folgendes geschrieben:
Es ist bisher nicht wissenschaftlich geklärt, ab wann diese drei alten Göttinnen zu Töchtern des Hochgottes, Allah, umgedeutet wurden. Überlieferungen zu Koranversen, die die alten Göttinnen erwähnen (āyāt, Sure 53, an-nadschm („der Stern!“), āyāt 19–24), zeigen nach Meinung einiger, dass Mohammed anfangs versuchte, diese bei den alten Arabern sehr beliebten Göttinnen einzubeziehen https://de.wikipedia.org/wiki/Man%C4%81t


Nur das diese Meinung "einiger" alleine auf einer Überlieferung basiert die auch noch als "schwach" gilt. Der Koran und die Ahadith zeigen sonst keinerlei 'Flirt' mit dem Polytheismus. Abgesehen vielleicht noch mit der Übername der Ka'ba, was aber auch mythologisch begründet wird.
Schon klar, es gibt Suren die den Polytheismus verdammen, so wie Mohammed seine eigene Mutter dafür verdammt hat.Muslime sind ja auch keine Bahai, andere Religionen sind dort nicht gleichberechtigt oder ebenfalls von Gott
Vielleicht könntet Ihr euer Zwiegespräch freundlicherweise an andere Stelle fortsetzen? Das scheint mir in diesem Thread schlecht aufgehoben zu sein.
Da hast du natürlich Recht, entschuldige, vielleicht kann das jemand abtrennen oder so.....
Hallo DusJong, zunächst mal ganz herzlich willkommen hier im Forum!

Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen, vielleicht deshalb weil ich mich darin zum Teil wiederfinde.

Auch ich habe als Atheist (und enttäuschter Christ) durch "Zufall" von der Bahai Sache zum ersten mal gehört und konnte zu dem Zeitpunkt mit Spiritualität etc.nichts anfangen.

Mich haben zunächst nur die sozialen Werte oderDinge wie Weltfrieden, Gleichwertigkeit von Mann und Frau, Einheit der Menscheit und der Religionen und zwar in Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit interessiert.

Naja, wie dem auch sei, ich wünsche Dir auf alleFälle alles Gute und dass Du Deinen Weg findest.

Magst Du vielleicht noch erwähnen ob Du männlich oder weiblich bist?
Das geht aus DeinemNamen nicht hervor (zumindest nicht für mich einfache Frau)

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Sorry Thilo, ich hatte wohl Tomaten auf den Augen.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Deinen Kommentar heute Nachmittag schon gelesen und erst heute Abend geantwortet habe. Da kann eine Oma schon mal was vergessen.


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