Die Kirche der Liebe


Die Kirche der Liebe
Die Kirche der Liebe wurde formal am Karfreitag, dem 28. März 1986 vom englischen Heiler Colin Bloy in Andorra in Übereinstimmung mit einer
alten Prophezeiung der Katharer aus dem Jahr 1244 erneut verkündet. Er hatte im März 1985 wie von fremder Hand geführt innerhalb von 10
Minuten folgende Worte zu Papier gebracht.
ALLE,
DIE DAZUGEHÖREN WOLLEN,
GEHÖREN DAZU.
DAS IST DIE KIRCHE DER LIEBE
Die Kirche der Liebe hat keine Struktur – nur Verstehen.
Es gibt keine Mitgliedschaft – die, die dazugehören, wissen es.
Sie hat keine Rivalen, denn sie steht nicht im Wettbewerb.
Sie hat keinen Ehrgeiz, denn sie will nur dienen.
Sie kennt keine Grenzen, denn Nationalismen sind nicht liebevoll.
Sie ist nicht für sich selber da,
sondern will alle Gruppen und Religionen bereichern.
Sie erkennt alle großen Lehrer aller Zeitalter an,
die die Wahrheit der Liebe gelehrt haben.
Die, die teilnehmen, praktizieren die Wahrheit der Liebe
in ihrem alltäglichen Sein.
Es gibt keine Lebensweise oder Nationalität, die ein Hindernis wäre.
Die, die sind, wissen es.
Sie sucht nicht zu lehren, nur zu Sein und dadurch zu bereichern.
Sie erkennt die Einheit der Menschheit an, und dass wir alle eins sind mit
dem Einen.
Sie erkennt, dass wir so sind, wie die anderen um uns herum,
weil wir so sind.
Sie erkennt den ganzen Planeten als ein Wesen an, von dem wir ein Teil sind.
Sie erkennt, dass die Zeit für die allerhöchste Verwandlung gekommen ist, die letztendliche alchemistische bewusste Wandlung des Ego zu
einer freiwillligen Rückkehr zum Ganzen.
Sie verkündet sich nicht selbst mit lauter Stimme sondern leise auf liebevolle Weise.
Sie grüßt alle, die in der Vergangenheit den Weg geebnet haben und den Preis dafür zahlten.
Sie lässt keine Hierarchie und keine Struktur gelten, denn niemand ist größer als ein anderer.
Ihre Mitglieder erkennen einander durch ihre Taten und ihr Sein und ihre Augen und durch nichts anderes als die brüderliche Umarmung.
Jede/r widmet ihr/sein Leben der stillen Liebe zum Nachbarn, der Umwelt und dem Planeten, während sie ihre täglichen Aufgaben erfüllen, egal
in welcher hohen oder niederen Position.
Sie erkennt die höchste Stellung der Liebe an, die nur verwirklicht werden kann,
wenn die ganze Menschheit sie praktiziert.
Sie hat keinen Lohn anzubieten, außer der unsagbaren Freude des Seins und der Liebe.
Ihre Mitglieder streben nur die Beschleunigung des Verstehens an,
innerhalb welcher Kirche, Gruppe oder Familie auch immer.
Sie sollen Gutes im Verborgenen tun und nur durch ihr Beispiel lehren.
Sie sollen ihren Nächsten, ihre Gemeinschaft und den Planeten heilen.
Sie sollen keine Angst und keine Scham kennen und auch in allen Widrigkeiten Zeugen sein.
Sie hat keine Geheimnisse, kein Allheilmittel, keine Einweihung außer dem wahren Verstehen der Kraft der Liebe und dass, wenn wir es wollen,
die Welt sich ändern wird, wenn wir uns zuerst verändern.
In vielen Kirchen, Gruppen und Sekten nutzen einige wenige die Schwäche der Mehrheit aus.
In der Kirche der Liebe ist es umgekehrt, sie befreit und stärkt den Einzelnen.
Die Überreste von Strukturen, die sie noch haben mag, müssen von denen gebildet werden, die wissen, dass sie Teil davon sind.
(Wer mehr wissen will, kann mir schreiben)
Ich halte beide extreme für falsch: Sowohl eine romantisch-schwärmerische "Liebeskirche", die keine Regeln kennt, nicht aneckt und sich anbiedert und Alles absegnet, was ihr der jeweilige Zeitgeist nahelegt - als auch der andere Pol: eine kalte skrupolöse "Gesetzeskirche", die die Menschen in ihren Schwächen, Nöten und Erbärmlichkeiten nicht mehr mit Barmherzigkeit sieht und sich ihrer annimmt und die Menschen dort abholt wo sie sind, sondern sich auf das Aburteilen beschränkt.

Jesus Christus ist eben die vollkommene Vereinigung von Liebe und Gerechtigkeit - wie an der Begebenheit mit der verurteilten Ehebrecherin offenbar wird. Er richtet sie nicht zugrunde - holt sie auf die Beine so wie sie ist, im Staub der eigenen Erbärmlichkeit. Aber Er relativiert auch nicht die Sünde. Er sagt ihr ganz klar, dass sie sich auf den Weg machen muss, ihr Leben neu auszurichten.
Wenn Jesus die optimale Verbindung von Liebe und Gerechtigkeit war/ist, dann war/ist er jedenfalls kein Katholik.
Übrigens: Anbiedern tue ich mich nicht, wie du vielleicht schon bemerkt hast.
LG, Safira
Ich möchte euch noch auf ein Buch aufmerksam machen:
"Offene Herzen" von Manfred Johannes Reher.
In diesem Buch schreibt Reher, ebenfalls "Mitglied" in der "Kirche der Liebe" über Mystik, Kontemplation, Meditation und Heilung.
Reher ist Schüler von Frater Willigis Jäger, ein Benediktinermönch und Zen-Meister.
Als ich mir vor einigen Jahren das Buch kaufte, kostete es meiner Erinnerung nach 5 Euro.
LG, Safira
[img] ... im Staub der eigenen Erbärmlichkeit [/img]


Burkl, wen meinst Du damit?
Rowanny hat folgendes geschrieben:
[img] ... im Staub der eigenen Erbärmlichkeit [/img]


Burkl, wen meinst Du damit?


Uns alle. Der durch die Sünde verwundete Mensch ist ein "tragischer König". Zu solcher Größe bestimmt, und so tief gefallen.

Pilatus sagt, als er den zerschundenen Jesus nach der Geißelung und Dornenkrönung der gröhlenden Menschenmenge, die seine Kreuzigung fordert, präsentiert:

"Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, da ist der Mensch!" (Joh 19,5)

Dieser zerschundene, bluttriefende, gemarterte und entstellte Leib - das ist der gefallene Mensch. Pilatus hat also unwillkürlich das Richtige über den alten Menschen ausgesagt: Der Mensch, der sich gegen Gott auflehnt - das ist die Folge der Sünde, ein zerfetzter König, sterbend und unansehnlich. Und Jesus trägt als der Mensch, der selbst nicht gesündigt hat, in diesem Moment der Hinrichtung unser ganzes Böses - er nimmt es "mit ans Kreuz".

Gott hat also durch die Hingabe seines Sohnes das für uns getan, was wir nicht konnten: Uns mit ihm versöhnen - nur durch völlige Sündlosigkeit konnte er die Sünde auf sich nehmen und so "neutralisieren".

Erst jetzt ist das Hindernis, das uns von Gott getrennt hat weggeräumt, erst jetzt ist der "Weg zum Vater" frei für einen Neubeginn. Erst jetzt kann echte Gottes- und Nächstenliebe stattfinden, weil in der Hingabe des einzigen Sohnes offenbar geworden ist, WIE Gott liebt - wie seine Liebe für uns beschaffen ist: Sie ist grenzenlos - grenzenlos bis ins Missverständnis hinein, weil wir die Größendimension dieser uns unendlich übersteigenden Liebe zunächst nicht fassen können, ja sogar für "Torheit" oder "Grausamkeit" halten.
Eine schöne Religion, liebe Safira; ich erkenne im Großteil der Beschreibung, im ersten Teil die Baha'i-Religion wieder. Punkto Hierarchie und Gesetze ist sie natürlich schon strukturiert, ansonsten. . .

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
[img] Gott hat also durch die Hingabe seines Sohnes das für uns getan, was wir nicht konnten: Uns mit ihm versöhnen - nur durch völlige Sündlosigkeit konnte er die Sünde auf sich nehmen und so "neutralisieren". [/img]


Bürkl, irgendwie scheint hier aber "Sand ins Getriebe" gekommen zu sein!


Nun lesen wir aber in der Bibel, das der Vater die Ü b e l t ä t e r die den Sohn töten, übel umbringen wird. Sieht so Hingabe aus?

Und Jesus sagt lt. Bibel: "Ich komme bald und mein Lohn mit mir um zu geben einem jeglichen nach seinen W e r k e n! Liest sich das nach Sünde auf sich nehmen und erlöst sein?

Die Stellen wo in der Bibel W e r k e verlangt werden, sind sehr zahlreich.

Wenn wir Gott die Ehre der Vollkommenheit geben, dann macht das auch Sinn, denn wir unterliegen den vollkommenen Gesetzen dieser vollkommenen Schöpfung. Eines dieser Gesetze ist das Gesetz der Wechselwirkung: Wie die Saat, so die Ernte!
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Nun lesen wir aber in der Bibel, das der Vater die Ü b e l t ä t e r die den Sohn töten, übel umbringen wird.

Die Böses tun bekommen letztlich immer ihre Strafe, das ist richtig. Das ist ja auch Gebot der Gerechtigkeit.
Gott hat die Erlösung wegen der Sünde, trotz der Sünde und durch die Sünde hindurch bewirkt. Das bedeutet aber nicht, dass das Böse deshalb nicht mehr böse wäre und keine Strafe verdiente.

"Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre." Mt 26,24

Zitat:

Und Jesus sagt lt. Bibel: "Ich komme bald und mein Lohn mit mir um zu geben einem jeglichen nach seinen W e r k e n! Liest sich das nach Sünde auf sich nehmen und erlöst sein?

Die Stellen wo in der Bibel W e r k e verlangt werden, sind sehr zahlreich.

Durch die Taufe gelangen wir uns sozusagen in das "Auge im Sturm", also einen geschützten Bereich, der uns gegen die Erbsünde abschottet und uns ermöglicht das neue Menschsein zu leben - eben dieses unzerstörbare Leben zu erlangen, das Jesus erworben hat und in seiner Auferstehung kundgetan hat.
Ich kann aber durch eigenes schweres Versagen und bewusste Nichtannahme der Taufgnade auch wieder aus ihr herausfallen. Selbstverständlich muss ich, um in der Gnade zu bleiben ihr auch antworten.
Die Werke des Christen sind daher nicht insofern heilsnotwendig als sie irgendetwas zur eigentlichen Erlösung, also zum endgültigen Sieg über Sünde und Tod, beitragen könnten - Jesus hat ja alles getan, was es zu tun gibt und die Erlösung für alle Menschen endgültig errungen. Bei den Werken des Christen handelt es sich um die notwendige "antwortende" Haltung dessen, der ein unverdientes Geschenk annimmt und sich ihm nach Kräften würdig erweisen will.

Zitat:
Eines dieser Gesetze ist das Gesetz der Wechselwirkung: Wie die Saat, so die Ernte!

Wenn dieses Gesetz nicht durch die Barmherzigkeit Gottes abgemildert wäre, dann wären wir nach dem Sündenfall ins Nichts gefallen - völlig ausgelöscht worden. Dass wir aber nur in das Zeitliche gefallen sind und in diese Welt und in dieses Leben ist Folge der Barmherzigkeit Gottes. Die Zeit ist extrem wertvoll - sie kann uns in den Stand der Gnade zurückbringen. Sie ist dazu da, um Wiedergutmachung zu leisten, um die Gnade anzunehmen und zurückzukehren. Nach jedem großen Zerwürfnis kann es nur echten Frieden geben nach einer Versöhnung - und die braucht Zeit.

"Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!" 2 Kor 5,20b
Burkl, glaube was Du magst und was Du für richtig hältst, aber das was Du schreibst ist in sich nicht stimmig.

Entweder war der Tod Jesus ein Gottesplan um die Menschen zu erlösen,
dann waren die Menschen Werkzeuge Gottes und werden nicht bestraft, oder es war Mord und werden dafür bestraft.

Meine Erkenntnis: Das Erlösungswerk Jesus war das Bringen seiner Botschaft die es zu leben gilt, sein Tod war ein Opfer um uns das Wort zu bringen!

Das Ablösen seiner Schuld muss ein jeder Mensch selbst.

Gib Gott einfach die Ehre der Vollkommenheit und lebe den Willen Gottes, nicht den der Menschen!