Gewalt zwischen Flüchtlingen. Was tun?


Von einer ethnischen Trennung halte ich wenig.
Das klingt ein wenig nach Gettoisierung.

Ich glaube, dass viele dieser Menschen doch einen Beruf haben.
Zum Nichtstun verdammt steigt der Frust an.

Warum könnten sich nicht z.B. Ärzte unter ihnen mit um die Verletzte kümmern? Man kann ihnen doch die Medikamente stellen.

Die Landwirte unter ihnen könnten brachliegende Ackerflächen bewirtschaften.
Es könnte zahlreiche Helfer geben für die Landwirtschaft.

Sie könnten mit helfen, Kupferkabel abzumanteln, um reinen Rohstoff zu erstellen.

Man könnte auch Elektronikschrott demontieren und nach Wertstoffen getrennt sammeln.

Und und und...

Mit den Aufgaben in einer Gesellschaft wächst man doch in die Gesellschaft hinein.

Wie denkt Ihr darüber?
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
Sehr idealistisch gedacht, aber wohl kaum umsetzbar.
Wie soll denn, um ein Beispiel aufzugreifen, jemand ohne Approbation therapeutisch tätig werden. Und dann noch Zugang zu Medikamenten haben, mit denen man außer Hilfeleistung noch einiges anderes machen könnte.
Ich gehe davon aus,
dass bei rund 800.000 Flüchtlingen mindestens einige Hundert approbierte Ärzte dabei sind.
Und Medikamente gäbe es natürlich nur bei begründetem Bedarf.

Und das ist ja auch nur eine von hunderten Möglichkeiten,
wie die Menschen, welche hier zeitweilig oder länger eine neue Heimat haben,
sinnvoll in unsere Gesellschaft integriert werden können und nicht
über Jahre nur Bittsteller sein müssen.
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Ich gehe davon aus,
dass bei rund 800.000 Flüchtlingen mindestens einige Hundert approbierte Ärzte dabei sind.
Und Medikamente gäbe es natürlich nur bei begründetem Bedarf.

Und wie würdest du das überprüfen?
Zitat:
Und das ist ja auch nur eine von hunderten Möglichkeiten,
wie die Menschen, welche hier zeitweilig oder länger eine neue Heimat haben,
sinnvoll in unsere Gesellschaft integriert werden können und nicht
über Jahre nur Bittsteller sein müssen.

Welche Möglichkeiten? Elektroschrott zu trennen? Kabel zu entkernen? Für alle diese Tätigkeiten gibt es inzwischen Arbeitsschutzrichtlinien. Und das ist gut. Wir können diese Richtlinien nicht aufweichen, um Menschen zu integrieren, das würde die soziale Gerechtigkeit, die zum Teil mühsam erkämpft wurde, untergraben. Und ich sehe in diesem Denkansatz auch die Möglichkeit zu einer zukünftigen Ausnutzung von Immigranten.
Dein Anliegen verstehe ich und auch wenn ich jetzt dagegen rede, ich schätze es sehr.
Ich vermute du suchst eine Lösung auf einer falschen Ebene. Es ist einfach nicht national zu lösen.
Ich sehe das auch problematisch. Wenn ich mir die Beispiele ansehe. Entkernen von Kabeln. Sowas wird heute im großem Stil maschinel erledigt.

Bleibe ich bei dem Beispiel "Kabel entkernen", kann ich mir auch kaum vorstellen, dass das jemand mit durchschnittlichem geistigem Leistungsvermögen über längere Zeit macht, ohne auch davon Frust zu bekommen. Wenn dann müssen es Aufgaben sein, die zumindest ungefähr dem Leistungsniveau der Menschen entsprechen.

Damit haben wir wieder ein Problem. Man kann womöglich einige wenige Sachen finden, die geeignet sind. Man müsste jedoch eine große Vielfalt anbieten. Das zu organisieren und auch zu finanzieren dürfte Problematisch sein.

Beispiel Ärzte. Stellen wir mal als gegeben hin, dass die Ärzte einfach ihre
Approbation hier nochmal erhalten haben. Wer zahlt die Medikamente? Solche Ärzte brauchen auch Geräte, Räume etc quasi eben alles was man in einer Praxis findet. Womöglich gibt es darunter spezialisierte Ärzte z.B. Chirugen. Die Ausrüstung für einen OP stellen? Spätestens wenn du ihnen MRT CRT und PET hinstellst, laufen die ersten Ärzte auch zu Pegida über.

Wie ist das eigentlich gemeint? Sollen die Menschen wirklich wirtschaftlich Arbeiten und womöglich damit auch Geld verdienen? Oder geht es primär um reine Beschäftigung?

Ich denke am Sinnvollsten wäre es, den Flüchtlingen möglichst schnell Zugang zum regulären Arbeitsmarkt zu gewähren.

Dann drehen die Spinner von Pegida&Co. womöglich total durch.

Liebe Grüße
Nadja
_________________
GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
Mir fällt noch was ein. Ein Freund engagiert sich in der Opensource Software Szene. Dort werden immer fähige Leute gesucht. Entwickler, 3D-Grafiker etc.

Wenn man mittelmäßig Leistungsfähige Computer organisiert, könnten wenigstens die Leute, die hier ihre Talente haben, sich beschäftigen. Um den nötigen Internetanschluss kümmern sich grad die Freifunker mit ihrem kostenlosen WLAN Mesh Netzwerk.

Die Leute aus der OSS Szene machen richtig tolle sachen. Da könnte man nachher sogar richtig stolz auf sich sein. Verdienen tut man damit allerdings nichts. Naja Anerkennung in der Szene. Ich denke da z.B. an Linux, Openoffice, Blender, Mixxx, Openshot, Audacity, Inkscape, Gimp, RawTherapee um nur einige von tausenden Projekten zu nennen.

nur mal so....

Liebe Grüße
Nadja
_________________
GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
@PapaLoooo

Flüchtlinge dürfen die ersten drei Monate keiner Arbeit nachgehen. Auch danach dürfen sie nur mit einer Arbeitserlaubnis einer Arbeit nachgehen und diese ist schwer zu bekommen. Und selbst wenn das geschafft ist fehlen oft anerkannte Zertifikationen und deutsche Sprachkenntnisse.
NadjaB hat folgendes geschrieben:
Mir fällt noch was ein. Ein Freund engagiert sich in der Opensource Software Szene. Dort werden immer fähige Leute gesucht. Entwickler, 3D-Grafiker etc.

Wenn man mittelmäßig Leistungsfähige Computer organisiert, könnten wenigstens die Leute, die hier ihre Talente haben, sich beschäftigen. Um den nötigen Internetanschluss kümmern sich grad die Freifunker mit ihrem kostenlosen WLAN Mesh Netzwerk.


Seien wir realistisch: ein IT-Experte mit einem Zugang zu PC und Internet kann durchaus auch Geld verdienen, selbst ohne Arbeitserlaubnis und Deutschkenntnisse... Freilich rechtlich eine Grauzone...
Und genau aus diesen Gründen finde ich, es sollten Arbeiten sein,
welche die Flüchtlinge ausführen können.
Selbst wenn eine Sprachbarriere besteht.
Es ist doch besser, etwas tun zu können,
als nichts tun zu dürfen.

Und - wie bereits erwähnt - Felder bestellen.
Hühner halten.
Etc. etc etc.
Es gäbe so viele Möglichkeiten.

Arbeiten hilft doch auch dabei, Traumata besser zu bewältigen.

Und genau das nähme auch den Ultrarechten den Wind aus den Segeln,
welche alle Schutzsuchenden für faul halten.
_________________
Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Und genau das nähme auch den Ultrarechten den Wind aus den Segeln, welche alle Schutzsuchenden für faul halten.


Dann nehmen sie uns die Arbeit weg. Denn Ultrarechten ist nicht zu helfen. Versuch mal mit denen zu reden. Ich habs mal versucht, keine Chance.

Liebe Grüße
Nadja
_________________
GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz