Gewalt zwischen Flüchtlingen. Was tun?


Asiram hat folgendes geschrieben:
Trotzdem handelt es sich um eine islamische Kultur, in den letzten Jahren hieß es immer wieder die Integration der Muslime ist gescheitert.

Ich kenne ein paar Muslime, aber keine bei denen die Integration gescheitert wäre.

Sicher hab ich auch schon ein paar muslische Pfeifen erlebt, aber auch nicht mehr als nichtmuslimische.

Asiram hat folgendes geschrieben:

Warum sollte das eine Bereicherung für uns sein? Entwurzelte Menschen lassen ihre Kultur erst recht wieder aufleben, vor allem wenn sie wissen das die Kriege dort absichtlich geschürt wurden.

Die deutsche Kulter + die Kultur der Flüchtlinge ... ist jetzt warum nicht mehr Kultur?

Asiram hat folgendes geschrieben:

Zudem gibt es doch gar nicht so viele Arbeits- und Ausbildungsplätze, um den Flüchtlingen auch wirklich ein besseres Leben hier zu bieten. Also in der EU gibt es jede Menge Jugendarbeitslosigkeit, zum Teil mehr als 30%, dass ist doch der Grund, warum alle Flüchtlinge nach Deutschland wollen. Aber auch wir können weder so viele Wohnungen noch so viele Arbeitsplätze aus dem Boden stampfen.

Mehr Menschen bedeutet auch mehr Konsum, alleine schon weil die Menschen sich ernähren müssen. Das bedeutet aber auch einen höheren Bedarf an Arbeitskräften. Sicherlich wird das nicht ganz aufgehen. Das Problem ist aber kein Flüchtlingsproblem. Eher ein Problem der ungenügenden Teilhabe der Gesellschaft an der Produktivitätssteigerung der letzten Jahrzehnte. Was wiederum eine politische Aufgabe wäre. Deutschland wählt immer wieder CDU/SPD und jetzt wo man immer mehr genug hat (Merkel wird trotzdem wieder gewählt) neigt man Richtung AFD. Selbst schuld!

Was die fehlenden Wohnungen angeht.... das bedeutet vor allem mehr Arbeit im Baugewerbe....

Liebe Grüße
Nadja
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GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
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Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
Asiram hat folgendes geschrieben:
Trotzdem handelt es sich um eine islamische Kultur, in den letzten Jahren hieß es immer wieder die Integration der Muslime ist gescheitert. Warum sollte das eine Bereicherung für uns sein? Entwurzelte Menschen lassen ihre Kultur erst recht wieder aufleben, vor allem wenn sie wissen das die Kriege dort absichtlich geschürt wurden.

So wirklich?
Als Elektriker noch, hatte ich viele nette Arbeitskollegen muslimischen Glaubens.
Einer war sogar Betriebsrat.
Fehlende Integration?

Heute gehe ich meist bei türkischen Imbissen essen.
Und die haben sich sogar sehr gut auf Vegetarier eingestellt.

Kriege absichtlich geschürt? ? ?
Nun ich denke, der Arabische Frühling wollte eher eine Demokratisierung bezwecken.
Dass das außer in Libyen reichlich schief ging,
ist sehr bedauerlich!
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Papaloooo hat folgendes geschrieben:
Heute gehe ich meist bei türkischen Imbissen essen.


Das mache ich auch immer wieder einmal. Neulich habe ich allerdings ein bisschen einen "Patzer" hingelegt. Da gab es Pide, die waren belegt mit Käse und einer Wurstsorte - und ich habe (voreilig) gefragt "Ist das Blutwurst?" (die sah wirklich genauso aus!). Beim Beenden der Frage war mir schon klar, dass ich da ziemlich daneben gehaut habe. Blutwurst aus Schweinefleisch und Schweineblut beim Türken... Ups.
Es war eine Knoblauchwurst auf Rindfleischbasis. Aber der Besitzer hat es mir nicht übel genommen. Wir sind dann sogar in ein nettes Gespräch über die Essgewohnheiten der einzelnen Völker gekommen: Inder ("Essen die eigentlich nur Huhn?"), Chinesen ("Essen alles, was Beine hat außer einen Tisch..."). Es war dann wirklich nett dort.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Inder ("Essen die eigentlich nur Huhn?")


Tatsächlich nicht ganz so falsch. Das liegt daran das Indien ja sowohl sehe viele Hindus als auch viele Muslime hat. Die Inder schrecken vor Rindfleisch zurück und die Muslime essen kein Schweinefleisch. Bleibt also für die Inder die Fleisch essen (viele Inder sind Vegetarier) nur Geflügel übrig.

Burkl hat folgendes geschrieben:
Chinesen ("Essen alles, was Beine hat außer einen Tisch...").


Das dagegen kann ich nicht bestätigen. Alle Chinesen die ich kenne sind äußerst angewidert etwa von der Idee Hunde oder Katzen zu essen.
Asiram hat folgendes geschrieben:
Trotzdem handelt es sich um eine islamische Kultur, in den letzten Jahren hieß es immer wieder die Integration der Muslime ist gescheitert. Warum sollte das eine Bereicherung für uns sein?
Persönlich finde ich die Trennung der Nationen sehr viel schöner als ein Mischmasch, wie es vorgesehen ist... Wenn ich nach Griechenland fahre will ich doch dort die griechische Kultur kennenlernen und nicht unbedingt englischen "fish and chips". Man stielt uns die Vielfalt für einen Einheitsbrei...
Auch ich kenne ein paar nette Türken - aber die türkischen Viertel in Berlin und sonstwo, wo sich kein Polizist mehr am Abend allein hinwagt sprechen Bände über "Integration", oder irre ich?
Danke für solche Bereicherung
Zitat:
Zudem gibt es doch gar nicht so viele Arbeits- und Ausbildungsplätze, um den Flüchtlingen auch wirklich ein besseres Leben hier zu bieten. Also in der EU gibt es jede Menge Jugendarbeitslosigkeit, zum Teil mehr als 30%, dass ist doch der Grund, warum alle Flüchtlinge nach Deutschland wollen. Aber auch wir können weder so viele Wohnungen noch so viele Arbeitsplätze aus dem Boden stampfen.
Die Industrie und Politiker schreien nach Fachleuten - obwohl es eigentlich genug gibt. Der Grund: sie sind verwöhnt - bisher gab es im Durchschnitt zw. 5-15 Bewerbungen für eine offene Stelle - heute sind es "nur" 3-5. Natürlich wollen sie ständig Frischfleisch, welches viel weniger kostet, - damit sie die älteren aussondern können - der Staat darf sich mit diesen befassen. Sie wollen nur die Sahnehäubchen - und die Steuerzahler sollen den Rest der Zeche bezahlen...
Ich selber habe in einem Unternehmen gearbeitet, das den ganzen Customer Service nach England ausgelagert hat - dort haben sie nur halb soviel gezahlt... Sie müssen jedes Jahr mehr Gewinn einfahren, um gesund zu bleiben, und wen es trifft ist ihnen egal - Hauptsache die Gewinnoptimierung stimmt...
Die Frage ist also: spielen wir mit, oder durchschauen wir das Spiel?
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NadjaB hat folgendes geschrieben:
Mehr Menschen bedeutet auch mehr Konsum, alleine schon weil die Menschen sich ernähren müssen. Das bedeutet aber auch einen höheren Bedarf an Arbeitskräften. Sicherlich wird das nicht ganz aufgehen.
Bedaure, mir klingt das fast wie: Wir brauchen Atomkraftwerke, sie sichern Arbeitsplätze...
Zitat:
Was die fehlenden Wohnungen angeht.... das bedeutet vor allem mehr Arbeit im Baugewerbe....
Nun, wir haben die zweitgrößte Bevölkerungsdichte Europas - wollen wir wirklich auch hier "Spitze" werden? Soll das Lebensqualität bedeuten? Mehr Betonbauten und mehr Straßen?
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Es ist doch nicht so, dass unsere Infrastruktur wesentlich ausgebaut werden müsse.
Man bedenke doch mal, dass die Geburtenrate der Deutschen pro Paar deutlich unter den durchschnittlicher erforderlichen 2.1 Kindern (für den Nullwachstum) zurückliegt.
Ergo: Ohne Zuzug könne die Bevölkerungsanzahl nicht stabil bleiben.
Des weiteren sieht man in Deutschland doch mehr und mehr den Abbruch kleinerer Häuser zugunsten mehrstöckiger Häuser.
Und eine Notunterkunft in leerstehenden Fabrikhallen und Baumärkten wie dem ehemaligen Praktiker ist ja auch noch möglich und wird bereits praktiziert.

***

Was mich immer wieder verwundert ist, wie gerade Menschen, welche eine Spiritualität vorgeben, sich so deutlich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen.

Solle man sie denn etwa besser dort im Bombenhagel umkommen lassen?

Wie viele Menschen konnte Deutschland aus Schlesien in den 1950-ern aufnehmen?

Wie viele Menschen konnte West-Deutschland erneut nach den Mauerfall aufnehmen?

Das sind doch nun weniger!
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Papaloooo hat folgendes geschrieben:
Was mich immer wieder verwundert ist, wie gerade Menschen, welche eine Spiritualität vorgeben, sich so deutlich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen.


Ich glaube da muss man differenziert herangehen. Die Ordnung ist meiner Meinung nach wichtig. Ich glaube es hat keinen Sinn alle Regeln über Bord zu werfen und "zu schauen, was passiert". Bilder von Menschen, die neben der Autobahn spazieren und auf Bahnhöfen desorientiert herumstehen - das kann nicht die Lösung sein. Auf der anderen Seite muss ein Gesamtvolumen an Flüchtlingen von ca. 1% der europäischen Bevölkerung für diesen Kontinent durchaus zu bewältigen sein.

Das Hauptproblem ist das sich gegenseitige Zuschieben von Verantwortung, weil in diesem Thema die EU schwach ist. Dort gibt es zwar eine Wirtschaftslobby - aber bei weitem keine "humanitäre Lobby". Daher bleibt es letztlich Aufgabe der Nationalstaaten, deren Entscheider aber oft innenpolitisch nicht die Kraft haben besonderes überproportionales Engagement zu rechtfertigen. Die Lösung wäre meines Erachtens eine konsequente Weiterentwicklung Europas vom auf Wirtschaftsfragen eingeengten Staatenbund hin zum Bundesstaat. Dann könnten auch endlich die großen Fragen abseits von Geldmarkt und Wirtschaft konzertiert angegangen werden. Dazu bedürfte es aber einer einheitlichen "Seele Europas", also eines gemeinsamen ideellen Zusammenstehens, wie es die USA z.B. massiv ausgeprägt haben - das sehe ich momentan nicht. Die Flüchtlinge zeigen: Was Europa fehlt ist die gemeinsame Seele. "Krise" heißt ja von der griechischen Wortwurzel her "Veränderung". Ich hoffe, dass die Flüchtlingskrise zum Anlass einer solchen wird
Zunehmend wird doch (zumindest meiner Meinung nach) deutlich,
dass es frustrierend ist, zur Untätigkeit verdammt zu sein.

Es könnte doch gehen:
Man kann doch in Ämtern wie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlingshilfe (BAMF) mehr mit den Arbeitsagenturen zusammenarbeiten.
Man sollte möglichst viele Flüchtlinge irgendwie unterbringen:
Jetzt im Herbst: Laub kehren, später Schnee räumen.
Und auch viele Produktionsschritte in Fabriken werden doch noch manuell erledigt.

Zudem müssen für mehr als eine Million Menschen Unterkünfte geschaffen werden.
Alte Fabrikgebäude müssten ausgebaut werden:
Trockenbauwände eingezogen etc.
Sie brauchen auch noch Gesellschaftsräume, Gebetsräume etc.
Auch hier können viele helfen!

Lassen wie sie auch Hühner halten. Auch wenn ich Vegetarier bin, es ist für mich keine eiserne Regel: Wenn es Menschen aufgaben gibt, sollen sie es doch tun!

Das Resultat der Untätigkeit ist allzuoft Gewalt gegen ihre Mitmenschen!
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Asiram hat folgendes geschrieben:
Zudem gibt es doch gar nicht so viele Arbeits- und Ausbildungsplätze, um den Flüchtlingen auch wirklich ein besseres Leben hier zu bieten. Also in der EU gibt es jede Menge Jugendarbeitslosigkeit, zum Teil mehr als 30%, dass ist doch der Grund, warum alle Flüchtlinge nach Deutschland wollen. Aber auch wir können weder so viele Wohnungen noch so viele Arbeitsplätze aus dem Boden stampfen.


Völlig klar ist, dass den Menschen geholfen werden muss und sie vor Tod und Verfolgung zu schützen. Innerhalb Europas, das was Anzahl der Flüchtlinge angeht ohnehin nur einen geringen Teil ausmacht, kann aber eine freie Bewegung der Asylwerber nicht funktionieren. Auch weil die Sozialsysteme der europäischen Länder auf wirtschaftlich ganz anderen Voraussetzungen beruht.

Ich habe allerdings meine Zweifel, wenn es um die Integration geht - vor allem aus wirtschaftlichen Gründen.

Ich sehe es in der Arbeit mit bildungsfernen Familien. Viele Jugendlichen darin sind kaum vermittelbar - wenig Fähigkeiten, die heute noch nicht automatisiert sind und von denen man leben kann. Und auch teilweise eine fragwürdige Arbeitshaltung, Resignation und Ablenkung. Man sollte sich meiner Ansicht nach nicht dem Wunschtraum hingeben, dass die Mehrzahl der Flüchtenden Fachkräfte sind, auf die die Unternehmen nur gewartet haben.

Lieben Gruß,
Wohlwollen
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Mögen alle Wesen frei sein von Leid und Bedrückung.
Mögen alle Wesen glücklich und zufrieden sein.