Entkriminalisierung der Prostitution


Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Heraclitus

Zu dem Thema gibt es einfach, aus verständlichen Gründen, zig Studien.


So eine Aussage habe ich gerne. Behauptungen. Bemühe dich jedoch nicht, es interessiert mich nicht. Ich habe meine Meinung und gut.


Ich habe dazu in vergangenen Jahren bereits vielfach ausführlich gepostet, mit Quellenangaben. Ist leicht über die Forensuche zu finden.

Allerdings haben auch da Leute deine Haltung vertreten.
Tobias hat folgendes geschrieben:
NadjaB hat folgendes geschrieben:
Ich bin den Frauen, die diesem Gewerbe nachgehen sehr dankbar dafür. Gäbe es sie nicht, davon bin ich überzeugt, könnte ich nur schwer Bewaffnet bzw mit Personenschutz das Haus verlassen.


Ach bitte. Als ob es für Männer nicht genug andere Möglichkeiten gibt den Sexualtrieb auszuleben außer Prostitution und Vergewaltigung.

Mal von der Option der Keuschheit nicht zu sprechen.

Es muss noch nicht einmal Keuschheit sein, wie wäre es mit Selbstbefriedigung? Allerdings zeugen die Befürchtungen der Frauen davon, dass Männer halbwilde sind.....die sich wie Tiere kein bisschen unter Kontrolle halten können. Ist da was dran?
_________________
Freiheit, kann es nur ohne Dogmen geben
Nein, Frauen halten Männer nicht für Halbwilde, wie Tiere, die sich nicht unter Kontrolle haben.
Das ist das Bild von Männern, die sich hinter Männerreligionen verschanzen, die befürchten, dass sie die sexuelle Attraktivität von Frauen vom Weg zu Gott abbringen könnte.
Frauenreligionen hatten ein wesentlich entspannteres Verhältnis zur Sexualität und integrierten sie, statt sie wie die Männerreligionen auszugrenzen.
Was die Kirchen als Sünde im Zusammenhang mit Sexualität behaupten, ist keine.
Von kriminellen abirrungen sexueller Praxis abgesehen gibt es keine sexuelle Sünde.
Unterdrückung und Verengung der Sexualität rein aufs Kinderkriegen, Maßregelungen der Sexualität aufgrund angeblich von Gott oder seinen Abgesandten verfügten Geboten, wie sie die Kleriker vieler Religionen propagieren und sogar erzwingen bzw. erzwangen, das kann schon eher Sünde genannt werden.
LG, Safira
Safira hat folgendes geschrieben:
Nein, Frauen halten Männer nicht für Halbwilde, wie Tiere, die sich nicht unter Kontrolle haben.
Das ist das Bild von Männern, die sich hinter Männerreligionen verschanzen, die befürchten, dass sie die sexuelle Attraktivität von Frauen vom Weg zu Gott abbringen könnte.
Frauenreligionen hatten ein wesentlich entspannteres Verhältnis zur Sexualität und integrierten sie, statt sie wie die Männerreligionen auszugrenzen.
Was die Kirchen als Sünde im Zusammenhang mit Sexualität behaupten, ist keine.
Von kriminellen abirrungen sexueller Praxis abgesehen gibt es keine sexuelle Sünde.
Unterdrückung und Verengung der Sexualität rein aufs Kinderkriegen, Maßregelungen der Sexualität aufgrund angeblich von Gott oder seinen Abgesandten verfügten Geboten, wie sie die Kleriker vieler Religionen propagieren und sogar erzwingen bzw. erzwangen, das kann schon eher Sünde genannt werden.
LG, Safira

Ist die Religion der Bahai nicht auch eine patriarchale Gesellschaftsform, in der also der Vater eine Vormachtstellung hat wie in den anderen monotheistischen Religionen auch?
Soweit ich es gelesen habe hatte der Baha'u'llah selbst drei Frauen und 14 Kinder mit diesen.
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Freiheit, kann es nur ohne Dogmen geben
Asiram hat folgendes geschrieben:
Ist die Religion der Bahai nicht auch eine patriarchale Gesellschaftsform, in der also der Vater eine Vormachtstellung hat wie in den anderen monotheistischen Religionen auch?
Soweit ich es gelesen habe hatte der Baha'u'llah selbst drei Frauen und 14 Kinder mit diesen.


Willkommen im Forum Asiram.

Ich verstehe den Bezug deines Posts auf den von Safira nicht ganz. Daher behandle ich ihn jetzt erst einmal als Aussage die alleine steht.

1) Nein, das Baha'itum versteht sich nicht als Patriarchat. Gewiss geht das Baha'itum in der Gleichsetzung der Geschlechter nicht ganz so weit wie manch moderne Gender-Ideologie oder radikaler Feminismus, grundlegend setzt sich das Baha'itum aber für die Gleicheit von Mann und Frau ein, wie überhaupt für die Gleichheit von allen Menschen. Das übrigens schon weit bevor dies in Mode kam.

O Menschenkinder! Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. (Baha'ullah)

An diesem Tag hat die Hand göttlicher Gnade alle Unterschiede getilgt. Gottes Diener und Seine Dienerinnen stehen auf derselben Stufe. Gesegnet der Diener, der erlangt, was Gott verordnete, und das Blatt, das sich im Windhauch Seines Willens bewegt. (Baha'ullah)

2) Der Vater hat keine gesonderte Vormachtsstellung im Baha'itum. Die Familie ist im Baha'itum als Einheit zwischen Mann und Frau gedacht. Wenn überhaupt sind es die Eltern denen eine gewisse "Vormachtstellung" zukommt.

Nach den Lehren Bahá’u’lláhs soll die Familie als eine menschliche Einheit nach den Regeln der Heiligkeit erzogen werden. Alle Tugenden sind der Familie zu lehren. Die Familienbande sind unversehrt zu bewahren; die Rechte der Familienmitglieder dürfen nicht verletzt werden, weder die des Sohnes noch die des Vaters oder der Mutter. Die Mutter, die Schwester und die anderen Haushaltsmitglieder haben ihre eigenen Vorrechte. Alle diese Rechte müssen gewahrt werden, doch die Einheit der Familie muß erhalten bleiben. Die Schädigung eines Familienmitgliedes soll als die Schädigung aller gelten, das Wohl eines als das Wohl aller, die Ehre eines als die Ehre aller. ('Abdulbaha')

3) Es stimmt das Baha'ullah drei Ehefrauen hatte und mit diesen auch eine größe Zahl an Kinder (14, wovon jedoch nur nur fünf sein eigenes Hinscheiden überlebten). Die Vielehe war in damaligen islamischen Gesellschaften - Baha'ullah lebte im Persischen und Osmanischen Reich des 19. Jahrhunderts - war damals für einen Mann seines sozialen Standes - er war der Sohn eines adligen Ministers und Landbesitzers - der Normalfall bzw. sogar erwartet. Die ersten beiden Ehen wurden von seiner Mutter organisiert. Die erste Frau war die Tochter eines anderen Adligen, die zweite Frau war eine verwitwete Cousine von ihm. Die dritte Frau wurde von seiner ersten Frau arrangiert, die sich eine Unterstützung im Haushalt wünschte (eine Dienerin einzustellen mit welcher der Mann des Hauses nicht verheiratet gewesen wäre hätte als hochgradig unehrenhaft gegolten und man hätte offene Unzucht unterstellt).

Derweil war Baha'ullah trotzdem kein Verfechter der Vielehe. Ganz im Gegenteil. Seinen Halbbruder Yahya hat er wegen seinen sehr vielen Ehefrauen scharf kritisiert. In seinem Heiligsten Buche schreibt Baha'ullah:

Wenn sich der Mann mit einer einzigen Gefährtin unter den Dienerinnen Gottes begnügt, so werden beide in Ruhe leben. Und wer eine Jungfer in Dienst nehmen will, mag dies mit Anstand tun. Dies Gebot ward in Wahrheit und Gerechtigkeit von der Feder der Offenbarung verzeichnet. Tretet in den Stand der Ehe, o Menschen, auf daß aus euch ein Nachkomme erstehe, der Meiner unter Meinen Dienern gedenkt. Dies ist Mein Gebot, das Ich euch gebe. Haltet euch daran zu eurem eigenen Nutzen. (Baha'ullah)

Seinen Sohn 'Abdulbaha' weist er später an die bis zu seinem Tod formell noch erlaubte - wenn auch unerwünschte - Ehe mit zwei Frauen ebenfalls zu verbieten. Das "Jungfer in Dienst nehmen" bezieht sich übrigens auf die Anstellung einer Frau im Haushalt und der "Anstand" meint diese dann nicht sexuell zu belästigen oder überhaupt eine erotische Beziehung mit ihr einzugehen.


4) Deine Aussagen bezüglich anderer monotheistischer Religionen lasse ich jetzt einmal so stehen und diese von den Anhängern der betreffenden Religionen hier kommentieren.
Asiram hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
NadjaB hat folgendes geschrieben:
Ich bin den Frauen, die diesem Gewerbe nachgehen sehr dankbar dafür. Gäbe es sie nicht, davon bin ich überzeugt, könnte ich nur schwer Bewaffnet bzw mit Personenschutz das Haus verlassen.


Ach bitte. Als ob es für Männer nicht genug andere Möglichkeiten gibt den Sexualtrieb auszuleben außer Prostitution und Vergewaltigung.

Mal von der Option der Keuschheit nicht zu sprechen.

Es muss noch nicht einmal Keuschheit sein, wie wäre es mit Selbstbefriedigung? Allerdings zeugen die Befürchtungen der Frauen davon, dass Männer halbwilde sind.....die sich wie Tiere kein bisschen unter Kontrolle halten können. Ist da was dran?


Ich sprach doch auch ebenso von 'anderen Möglichkeiten'.

Keuschheit ist eine Form der Kontrolle was gegen Wildheit spricht.

Männern generell vorzuwerfen sie könnten sich nicht kontrollieren ist meiner Meinung nach nicht weniger sexistisch als Frauen zu unterstellen sie seien ja immer Emotional.
@ Tobias,
Ich hoffe die sind legitim, in der katholischen Kirche war das ja streng verboten "hust"
Aber zum Thema, ich halte Prostitution für sehr verwerflich, dass Argument weil es das schon so lange gibt, hilft da nicht weiter, früher hatten Frauen keine Wahl, nach der ersten Vergewaltigung waren sie Huren.
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Freiheit, kann es nur ohne Dogmen geben
Asiram hat folgendes geschrieben:
@ Tobias,
Ich hoffe die sind legitim, in der katholischen Kirche war das ja streng verboten "hust"


Dazu wär's natürlich hilfreich, zu wissen, was man vom jeweils anderen glaubt, worüber er spricht
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Es ging um Selbstbefriedigung, Tobias hat das schon verstanden...
Safira hat folgendes geschrieben:
Nein, Frauen halten Männer nicht für Halbwilde, wie Tiere, die sich nicht unter Kontrolle haben.
Das ist das Bild von Männern, die sich hinter Männerreligionen verschanzen, die befürchten, dass sie die sexuelle Attraktivität von Frauen vom Weg zu Gott abbringen könnte.
Frauenreligionen hatten ein wesentlich entspannteres Verhältnis zur Sexualität und integrierten sie, statt sie wie die Männerreligionen auszugrenzen.
Was die Kirchen als Sünde im Zusammenhang mit Sexualität behaupten, ist keine.
Von kriminellen abirrungen sexueller Praxis abgesehen gibt es keine sexuelle Sünde.
Unterdrückung und Verengung der Sexualität rein aufs Kinderkriegen, Maßregelungen der Sexualität aufgrund angeblich von Gott oder seinen Abgesandten verfügten Geboten, wie sie die Kleriker vieler Religionen propagieren und sogar erzwingen bzw. erzwangen, das kann schon eher Sünde genannt werden.
LG, Safira


Liebe Safira!

Shri Mataji Nirmala Devi, die Begründerin der Sahaja Yoga Meditation ist eine Fau. Auch bei ihr ist die Keuscheit ein wesentlicher Faktor der Liebe und der Tugend. wobei der tugendhafte Mensch der Welt ein Rätsel ist wie bereits Laotse formulierte.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!

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