Sünde, Karma, Wiedergeburt und Evolutionssprung.


Was ist Sünde?
Sünde ist ein falsches Handeln in Tat, Wort oder Gedanken. Worauf die Sünde beruht, ist der BEWEGGRUND des Handelns. Ein Beispiel: Ein Kind reißt die Zimmerpflanzen aus - trotz mehrfacher Ermahnungen. Die Mutter gibt dem Kind einen kräftigen Klaps auf den Hintern. Das alleine ist noch kein schlechtes Handeln, denn die Mutter kann aus Wut zuschlagen, oder auch aus Notwendigkeit, damit das Kind endlich lernt. Der Klaps oder das vorherige Ermahnen oder das Schimpfen ist nicht die Sünde, sondern der Beweggrund - WARUM man ermahnt, schimpft, oder schlägt. Aus WUT, weil die Pflanze kaputt ist - oder weil dem Kind Ermahnungen und Schimpfen nicht geholfen haben - und jetzt unbedingt ein kräftiger Klaps notwendig für den Lernprozess des Kindes ist. Ich habe in der Gastronomie über Jahrzehnte Jugendliche ausgebildet. Da habe ich festgestellt, daß bei manchen ein ernster Blick in die Augen genügte, Andere brauchten einen aufmunternden Klaps auf die Schulter (streng Dich an) und Anderen mußte man einen kräftigen Tritt in den Hintern geben. Das war nicht aus Wut, sondern hilfreich und notwendig für den Lernprozess. Jeder wie er es braucht. Die schlechtesten Beweggründe des Handelns sind Wut, Hass, Neid und Eiversucht. Letztendlich jedes Handeln aus Eigennutz.

Der Beweggrund des Handelns erzeugt das Karma:
Beim Karma muß man eigentlich nur wissen, daß es die Summe aller Handlungen ist, welche im aktuellen Leben zum Eigennutz oder zum Wohle Anderer ausgeführt wurden. Da der Mensch in 3 Bereichen handelt (Tat, Wort und Gedanken) gibt es auch 3 Arten der Ergebnisse. Sinnbildlich könnte man sagen: Tat = Fleisch, Wort = Gemüse und Gedanken = Früchte. Wobei Wort aus Wissen entsteht, Gemüse aus Erkenntnis und die Früchte aus Verständnis. Es ist also immer ein BEWUSSTERES und ABSICHTLICHERES Handeln. Diese 3 Faktoren: Wissen, Erkenntnis und Verständnis bilden wieder eine EINHEIT, welche als BEWUSSTSEIN bezeichnet wird. Es kommt also darauf an, aus welchem Bewusstsein eine Handlung ausgeführt wird. Darum ist eine falsche Handlung unbewusst (unabsichtlich) ausgeführt, nicht so schlimm, wie die GLEICHE Handlung bewusst (mit Absicht) auszuführen. Dieses, im jetzigen Leben aufgebaute Karma, ist entscheidend für das nächste Leben. Im eigentlichen Sinne BEWIRKT das Kama die Wiedergeburt, weil jede erzeugte URSACHE, zwangsläufig eine WIRKUNG hervorbringen MUSS!

Die Wiedergeburt:
Die Wiedergeburt ist also bedingt durch den jeweiligen Bewusstseinszustand, welchen der Mensch beim Tod seines benutzten Körpers erreicht hat.
Das Leben ist ein Lernprozess. Dem entsprechend wird jeder da (in diese Gegebenheiten und Lebenssituation) wieder geboren, wo er das lernen kann, was er bisher noch nicht erkannt und verstanden hat. Dadurch kann der Mensch nach und nach neue Erfahrungen sammeln sich und im Bewusstsein weiter entwickeln.
Wir sehen in der heutigen Welt die Extreme zwischen extremem Reichtum und extremer Armut. Es wäre ein sehr schlechter Gott der diese absolute Ungerechtigkeit zulässt, wenn es nur EIN Leben geben würde. Der Mensch lebt aber nicht nur einmal. Wer in diesem Leben sehr reich ist, kann im nächsten Leben bettelarm sein und umgekehrt. Wer in diesem Leben Mann ist, kann im nächsten Leben Frau sein und umgekehrt. Wer in diesem Leben sehr berühmt ist, der kann im nächsten Leben verlacht werden und umgekehrt. Wer in diesem Leben Generaldirektor ist, kann im nächsten Leben Bettler sein und umgekehrt - usw. Es gibt immer einen Ausgleich. So wirkt die Gerechtigkeit dieses Gottes.
Jeder Mensch lernt NUR aus seiner jeweiligen Lebenssituation und den gegebenen Umständen und Möglichkeiten. Darum müssen wir auch öfters (in verschiedene Situationen) geboren werden, um alles lernen, erkennen und verstehen zu können.
Wer BLIND glaubt, daß nur EIN Leben notwendig ist, um die Vollendung zu erreichen (oder in den "Himmel" zu kommen, der irrt sich ganz gewaltig.
Doch bei dieser geistigen Entwicklung (Bewusstwerdung) geht beim körperlichen Tod nichts verloren, was der Mensch aus dem Leben SELBST erkannt und verstanden hat. Doch alles theoretische Wissen, das auswendig gelernte, das nur in Büchern gelesene und blind geglaubte, das geht verloren.
Je mehr Erkenntnisse der jeweilige Mensch in Hunderten und Tausenden von Leben gesammelt hat, um so schneller entwickelt dieser Mensch sich im nächsten Leben. Denn alle Erkenntnisse liegen schon in seinem Unterbewusstsein. Also in seinem individuellen Selbst. Dieses Unbewusste muß nicht mehr mühevoll erarbeitet werden, sondern kann viel schneller aus dem Selbst hervorgebracht werden. Alles, was der Mensch in vielen Leben an Erkenntnis und Verständnis gewonnen hat, wird ihm immer schneller BEWUSST.
So ist zu verstehen, daß eigentlich jeder Mensch früher oder später die Vollendung erreichen wird. Der hat sich dann alles bewusst gemacht, löst seinen Geist vom Körper, und vereint sich im Geiste wieder mit seinem göttlichen Selbst. Der wird nicht mehr in der Welt in einem Körper geboren, sondern ist bei Gott, seinem Ursprung, EINS MIT ALLEM.

Der Evolutionssprung:
Wenn wir die Evolution der Erde ansehen, so ist ersichtlich, daß dieses Ganze (wohl auch das Universum) einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess unterliegt. Was schlichtweg bedeutet, daß alles was lebt, sich weiterentwickelt, vom einfachsten körperlichen Aufbau, bis zum (aktuell) kompliziertesten Aufbau des jeweiligen Körpers.
Alles ist lebendiger Geist mit einer unterschiedlichen Vorstellung vom Sein, einem unterschiedlichen Bewusstsein. Die Materie bildet entsprechend der geistigen Vorstellung, die Form des jeweiligen Körpers. Jeder Grashalm, jeder Busch und jeder Baum, ist materialisierte Vorstellung des Geistes - belebt durch den Geist. Gleiches gilt für Fische, Landtiere und Vögel, und letztendlich auch für die Rassen der Menschen.
Das konnte aber nur geschehen, wenn von der Pflanze Zum Tier, und vom Tier zum Menschen, so etwas wie ein Evolutionssprung stattgefunden hat. Die Wissenschaft nennt es Quantensprung. Also müssen sich auch Pflanzen zu Tieren, und Tiere zu Menschen im Bewusstsein weiterentwickeln können und weiterentwickelt haben.
Das wird vielleicht nicht gerne "gehört", aber anders kann es eigentlich nicht sein.
Was sich verändert ist das Bewusste SEIN. So muß bei der Pflanze im Geist das bewusste Sein von ICH BIN Baum gelöscht worden sein, damit die NEUE geistige Vorstellung vom ICH BIN Tier entstehen konnte. Gleiches gilt dann auch für das Tier. Das Bewusste Sein - geistige Vorstellung - von ICH BIN Tier, muß im Geist gelöscht werden, damit die NEUE Vorstellung von ICH BIN Mensch in diesem Bewusstsein entstehen konnte.
Denn nur so ist es auch beim Menschen. Das persönliche ICH-Bewusstsein vom ICH als Körper, muß "sterben" (im Geist gelöscht werden), damit das NEUE Bewusstsein - ICH BIN EINS mit dem Göttlichen entstehen kann.

So müssen wohl bei der Evolution dieser Erde, 3 gewaltige Bewusstseinsänderungen stattgefunden haben - und wahrscheinlich immer noch stattfinden.
Denn alles in der Welt (im Universum) ist WEITERENTWICKLUNG des geistigen Bewusstseins bis zur endgültigen Vollendung der göttlichen Schöpfung.
http://www.demetrius-degen.de/gedanken/gedanken21.htm
©Demetrius Degen

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Was ist Sünde?
Sünde ist ein falsches Handeln in Tat, Wort oder Gedanken. Worauf die Sünde beruht, ist der BEWEGGRUND des Handelns. Ein Beispiel: Ein Kind reißt die Zimmerpflanzen aus - trotz mehrfacher Ermahnungen. Die Mutter gibt dem Kind einen kräftigen Klaps auf den Hintern. Das alleine ist noch kein schlechtes Handeln, denn die Mutter kann aus Wut zuschlagen, oder auch aus Notwendigkeit, damit das Kind endlich lernt. Der Klaps oder das vorherige Ermahnen oder das Schimpfen ist nicht die Sünde, sondern der Beweggrund - WARUM man ermahnt, schimpft, oder schlägt. Aus WUT, weil die Pflanze kaputt ist - oder weil dem Kind Ermahnungen und Schimpfen nicht geholfen haben - und jetzt unbedingt ein kräftiger Klaps notwendig für den Lernprozess des Kindes ist.

Ein Kind wird durch einen kräftigen Klaps auf den Hintern nicht lernen. Im Gegenteil. Es ist nur ein Ausdruck der Schwäche der Eltern.

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Ich habe in der Gastronomie über Jahrzehnte Jugendliche ausgebildet. Da habe ich festgestellt, daß bei manchen ein ernster Blick in die Augen genügte, Andere brauchten einen aufmunternden Klaps auf die Schulter (streng Dich an) und Anderen mußte man einen kräftigen Tritt in den Hintern geben. Das war nicht aus Wut, sondern hilfreich und notwendig für den Lernprozess. Jeder wie er es braucht. Die schlechtesten Beweggründe des Handelns sind Wut, Hass, Neid und Eiversucht. Letztendlich jedes Handeln aus Eigennutz.

Wie hat sich der Tritt in den Hintern geäußert?

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Dieses, im jetzigen Leben aufgebaute Karma, ist entscheidend für das nächste Leben. Im eigentlichen Sinne BEWIRKT das Kama die Wiedergeburt, weil jede erzeugte URSACHE, zwangsläufig eine WIRKUNG hervorbringen MUSS!

Alles was du jetzt bewirkst, zeigt sich als Reaktion im Umfeld. Somit ist die Wirkung verbraucht und es bedarf keiner Wiedergeburt.

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Das Leben ist ein Lernprozess. Dem entsprechend wird jeder da (in diese Gegebenheiten und Lebenssituation) wieder geboren, wo er das lernen kann, was er bisher noch nicht erkannt und verstanden hat. Dadurch kann der Mensch nach und nach neue Erfahrungen sammeln sich und im Bewusstsein weiter entwickeln.

Mit welchem Ziel?

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Wir sehen in der heutigen Welt die Extreme zwischen extremem Reichtum und extremer Armut. Es wäre ein sehr schlechter Gott der diese absolute Ungerechtigkeit zulässt, wenn es nur EIN Leben geben würde. Der Mensch lebt aber nicht nur einmal. Wer in diesem Leben sehr reich ist, kann im nächsten Leben bettelarm sein und umgekehrt. Wer in diesem Leben Mann ist, kann im nächsten Leben Frau sein und umgekehrt. Wer in diesem Leben sehr berühmt ist, der kann im nächsten Leben verlacht werden und umgekehrt. Wer in diesem Leben Generaldirektor ist, kann im nächsten Leben Bettler sein und umgekehrt - usw. Es gibt immer einen Ausgleich. So wirkt die Gerechtigkeit dieses Gottes.

So klingt der Wunsch nach Gerechtigkeit von Menschen.

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Jeder Mensch lernt NUR aus seiner jeweiligen Lebenssituation und den gegebenen Umständen und Möglichkeiten. Darum müssen wir auch öfters (in verschiedene Situationen) geboren werden, um alles lernen, erkennen und verstehen zu können.

Dann müssten auf dieser Welt ja schon einige, nahezu perfekte Menschen rumlaufen. Wo verstecken die sich alle?

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Wer BLIND glaubt, daß nur EIN Leben notwendig ist, um die Vollendung zu erreichen (oder in den "Himmel" zu kommen, der irrt sich ganz gewaltig.

Wer BLIND glaubt, dass mehr als ein Leben notwendig ist, um ein gutes Leben zu leben, der irrt gewaltig.

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Doch bei dieser geistigen Entwicklung (Bewusstwerdung) geht beim körperlichen Tod nichts verloren, was der Mensch aus dem Leben SELBST erkannt und verstanden hat. Doch alles theoretische Wissen, das auswendig gelernte, das nur in Büchern gelesene und blind geglaubte, das geht verloren.

Laut deiner Theorie werden manche bis ans Ende der Welt wiedergeboren?

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Je mehr Erkenntnisse der jeweilige Mensch in Hunderten und Tausenden von Leben gesammelt hat, um so schneller entwickelt dieser Mensch sich im nächsten Leben. Denn alle Erkenntnisse liegen schon in seinem Unterbewusstsein. Also in seinem individuellen Selbst. Dieses Unbewusste muß nicht mehr mühevoll erarbeitet werden, sondern kann viel schneller aus dem Selbst hervorgebracht werden. Alles, was der Mensch in vielen Leben an Erkenntnis und Verständnis gewonnen hat, wird ihm immer schneller BEWUSST.
So ist zu verstehen, daß eigentlich jeder Mensch früher oder später die Vollendung erreichen wird. Der hat sich dann alles bewusst gemacht, löst seinen Geist vom Körper, und vereint sich im Geiste wieder mit seinem göttlichen Selbst. Der wird nicht mehr in der Welt in einem Körper geboren, sondern ist bei Gott, seinem Ursprung, EINS MIT ALLEM.

Und wofür dann der ganze Quark, wenn wir zum Einheitsbrei aufgehen?

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Der Evolutionssprung:
Wenn wir die Evolution der Erde ansehen, so ist ersichtlich, daß dieses Ganze (wohl auch das Universum) einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess unterliegt. Was schlichtweg bedeutet, daß alles was lebt, sich weiterentwickelt, vom einfachsten körperlichen Aufbau, bis zum (aktuell) kompliziertesten Aufbau des jeweiligen Körpers.
Alles ist lebendiger Geist mit einer unterschiedlichen Vorstellung vom Sein, einem unterschiedlichen Bewusstsein. Die Materie bildet entsprechend der geistigen Vorstellung, die Form des jeweiligen Körpers. Jeder Grashalm, jeder Busch und jeder Baum, ist materialisierte Vorstellung des Geistes - belebt durch den Geist. Gleiches gilt für Fische, Landtiere und Vögel, und letztendlich auch für die Rassen der Menschen.

In welche Rassen wird der Mensch aufgeteilt? Hohl und sehr hohl?

Demetrius hat folgendes geschrieben:

Das konnte aber nur geschehen, wenn von der Pflanze Zum Tier, und vom Tier zum Menschen, so etwas wie ein Evolutionssprung stattgefunden hat. Die Wissenschaft nennt es Quantensprung. Also müssen sich auch Pflanzen zu Tieren, und Tiere zu Menschen im Bewusstsein weiterentwickeln können und weiterentwickelt haben.
Das wird vielleicht nicht gerne "gehört", aber anders kann es eigentlich nicht sein.

Natürlich kann es anders sein, Theorien diesbezüglich gibt es genug.
Lieber Demetrius!

Die schlechtesten Beweggründe für unser Handeln vervollständige ich um die Gier, den Ärger und die Lust.

Am einfachsten kann der Evolutionssprung vom Körper zum Geist mit der Sahaja Yoga Meditation erreicht werden.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Es ist tatsächlich ein wesentlicher Unterschied, ob jemand was mit oder ohne Absicht tut.
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Worauf die Sünde beruht, ist der BEWEGGRUND des Handelns.


Das stimmt so alleine nicht.

Es ist nicht erlaubt ein gutes Ziel durch eine in sich schlechte Handlung zu erreichen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Der irrige Gedankengang des Kajaphas, das ungerechte Todesurteil gegen einen Einzigen, wäre ein legitimes Mittel, wenn damit ein ganzes Volk gerettet wird, ist ein Musterbeispiel dafür. Oder die Abtreibung eines Kindes mit dem Ziel vorzunehmen, dadurch das wirtschaftliche Überleben der übrigen Familie zu sichern.

Es kommt also für das Vorligen von Sünde nicht nur auf den Beweggrund an. Es gibt Handlungen, die völlig unabhängig vom Beweggrund Sünde sind.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Es ist tatsächlich ein wesentlicher Unterschied, ob jemand was mit oder ohne Absicht tut.

Ohne Absicht handelt fast keiner. S. meine Antwort bei Burkl.
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Burkl hat folgendes geschrieben:
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Worauf die Sünde beruht, ist der BEWEGGRUND des Handelns.


Das stimmt so alleine nicht.

Es ist nicht erlaubt ein gutes Ziel durch eine in sich schlechte Handlung zu erreichen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Der irrige Gedankengang des Kajaphas, das ungerechte Todesurteil gegen einen Einzigen, wäre ein legitimes Mittel, wenn damit ein ganzes Volk gerettet wird, ist ein Musterbeispiel dafür. Oder die Abtreibung eines Kindes mit dem Ziel vorzunehmen, dadurch das wirtschaftliche Überleben der übrigen Familie zu sichern.

Es kommt also für das Vorligen von Sünde nicht nur auf den Beweggrund an. Es gibt Handlungen, die völlig unabhängig vom Beweggrund Sünde sind.

Hallo Burkl,
auch Du verstehst nicht!
Pickst Dir nur Abschnitte heraus, ohne das Ganze zu verstehen.
Es ist auch nicht erlaubt ein gutes Ziel durch eine in sich schlechte Handlung zu erreichen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.
Das habe ich auch nicht geschrieben!
Wenn ich ein Ziel habe, dann habe ich zwangsläufig auch einen GRUND, um dieses Ziel zu erreichen.
Und wenn ICH dieses Ziel unbedingt erreichen will, habe, ist es einen egoistischen Grund.
Oder die Abtreibung eines Kindes mit dem Ziel vorzunehmen, dadurch das wirtschaftliche Überleben der übrigen Familie zu sichern.
Ist das nun EIGENNUTZ oder nicht? Dient diese Handlung dem EIGENEN Wohl, oder dem Wohl des Kindes?
Der Mensch handelt IMMER aus einem Grund. Dieser Beweggrund ist überhaupt die Triebfeder des Lebens! Entweder dieser Grund bezieht sich auf mein EIGENES Wohl oder auch Interesse – also auf mICH, oder zum Wohle eines oder auch mehr ANDERE.
Im Handeln gibt es nur die zwei Richtungen: Egoismus oder Selbstlosigkeit. Mehr nicht! Entscheidend ist also der GRUND – WARUM ich Handle – warum ich mich überhaupt bewege – um etwas bemühe, usw.

Aber selbstverständlich kann ich eine falsche Sache für richtig halten. Das gibt es sogar in den Ideologien und auch in den Religionen.
Man denke nur an die Kreuzritter, welche den christlichen Glauben mit dem Schwert verbreitet haben. Was hatten die für einen Beweggrund?
Auch die sogenannten „Heiligen“, welche sICH für Ihren Glauben geopfert haben – was hatten die für einen Beweggrund?
Die meisten Menschen kennen nichtmal ihren EIGENEN Beweggrund – WARUM sie Handeln. Das nennt man unbewusst oder auch blind! Darum haben wir auch nach wie vor – blinde Blindenführer.

Ich sage Dir, selbst wer Handelt, um in den „Himmel“ zu kommen, der hat immer noch einen Egoistischen Beweggrund – denn er denkt: „Mit oder durch diese-r Handlung komme ICH in den Himmel. Der kommt garantiert nicht in den „Himmel“. Genau so wenig wie diese, die sICH für ach so gut halten.
Da sagt schon Jesus: „ICH bin NICHT gut! Euer Vater im Himmel, der ist gut“!
Nur GRUNDLOS kommst Du in den „Himmel“!
In der Welt handeln wir aus einem Grund. Entweder egoistisch oder selbstlos. Beides ist eine Ursache, und erzeugt seine Wirkung (Ergebnis). Egoismus – schlecht, Selbstlos – gut.
Nur das GRUNDLOSE Handeln erzeugt kein Ergebnis mehr!
Davon spricht Lao-Tse vom „Tun ohne Tun“. Er selbst sagt: „das nur SELTEN erreicht wird“.
Grundloses Handeln bedeutet, das zu tun, was man für richtig und notwendig hält, OHNE ein ERGEBNIS darauf zu erwarten.
In der Bhagavad Gita steht sogar: „Wer im Brahman fest verankert ist – selbst wenn der Menschen tötet, trifft ihn keine Schuld“. Das ist natürlich leicht falsch zu verstehen und zu deuten.
Auch im Koran steht: „Du sollst den Ungläubigen töten“. Auch das wird gerne falsch verstanden. Doch der Ungläubige, ist in UNS (nicht der Andere). Der Ungläubige ist das EGO in uns, das getötet werden muß. Denn das EGO ist EIGENINTERESSE. Dadurch wird der Mensch an-GETRIEBEN. Erst wenn das Ego getötet wurde (gestorben ist (Jesus)), wird der Mensch nicht mehr an-GETRIEBEN, sondern wird zum Antrieb SELBST (Christus – Geist).
Aber danke für Deinen Beitrag, der mir die Gelegenheit gab, den Beweggrund etwas ausführlicher zu beschreiben.
In diesem Sinne,
Demetrius Degen
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Der Mensch handelt IMMER aus einem Grund. Dieser Beweggrund ist überhaupt die Triebfeder des Lebens! Entweder dieser Grund bezieht sich auf mein EIGENES Wohl oder auch Interesse – also auf mICH, oder zum Wohle eines oder auch mehr ANDERE.
Im Handeln gibt es nur die zwei Richtungen: Egoismus oder Selbstlosigkeit. Mehr nicht! Entscheidend ist also der GRUND – WARUM ich Handle – warum ich mich überhaupt bewege – um etwas bemühe, usw


Zum einen - es gibt auch moralisch neutrale Handlungen, z.B. ob ich den linken oder rechten Schuh zuerst anziehe.

Und zum anderen - bestimmte Handlungen sind in sich schlecht und unabhängig vom Beweggrund immer Sünde. Wenn sich z.B. jemand prostituiert, um die Familie zu ernähren, ist es - trotz des guten Motivs - eindeutig Sünde.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Und zum anderen - bestimmte Handlungen sind in sich schlecht und unabhängig vom Beweggrund immer Sünde. Wenn sich z.B. jemand prostituiert, um die Familie ernähren zu können, ist es - trotz des guten Motivs - eindeutig Sünde.


Wenn die Kinder verhungern, weil man sich nicht prostituiert, hat man alles richtig gemacht?
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Und zum anderen - bestimmte Handlungen sind in sich schlecht und unabhängig vom Beweggrund immer Sünde. Wenn sich z.B. jemand prostituiert, um die Familie ernähren zu können, ist es - trotz des guten Motivs - eindeutig Sünde.


Wenn die Kinder verhungern, weil man sich nicht prostituiert, hat man alles richtig gemacht?


Man hat in diesem Fall jedenfalls nicht gesündigt - ja.

Allerdings gibt es Situationen, wo die Schwere einer Sünde sehr deutlich abgemildert werden kann.

Nehmen wir den Selbstmord. Er ist immer und ausnahmslos Sünde.
Aber jemand, der in der Gefangenschaft der Taliban aus schwerer Furcht den Freitod wählt, da wird die persönliche Vorwerfbarkeit sehr klein sein.

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