Jesus Christus - Die Manifestation Gottes


Herzliche Gratulation! Dann hast du ja philosophisch Einiges so gearbeitet!
Lieber Sören.

Das war sicher ein hartes Stück Arbeit. Ich weiss noch ganz genau wieviel Schweiss und Herzblut ich in meine Diplomarbeit investierte, und das waren lediglich 110 Seiten. Gratulation an deine Ausdauer und deine Geduld.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Habe jetzt Soerens Buch endlich bekommen! Es ist beeindruckend, was er da auf
409 Seiten geschaffen hat - ein Standardwerk, ein Muss, wenn man sich fuer
Die Beziehung zwischen Christen-u. Baha'itum interressiert. Bin begeistert! Toll!
Wir bestellen das Buch uebrigens auch fuer unsere Gemeindebibliothek.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
So eine wissenschaftliche Abhandlung bezüglich der Person Jesu Christi ist immer spannend und regt sehr zum Nachdenken an.
Minou hat folgendes geschrieben:
Habe jetzt Soerens Buch endlich bekommen! Es ist beeindruckend, was er da auf
409 Seiten geschaffen hat - ein Standardwerk, ein Muss, wenn man sich fuer
Die Beziehung zwischen Christen-u. Baha'itum interressiert. Bin begeistert! Toll!
Wir bestellen das Buch uebrigens auch fuer unsere Gemeindebibliothek.


Vielen Dank für das große Lob, Minou In der September-Ausgabe der österreichischen Bahá'í-Nachrichten soll auch nochmal eine Buchbesprechung drin sein.

Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
So eine wissenschaftliche Abhandlung bezüglich der Person Jesu Christi ist immer spannend und regt sehr zum Nachdenken an.


Lieber Peter.Trim,
auch wenn ich mich natürlich um Sachlichkeit bemüht habe, ist das Buch keine wissenschaftliche Abhandlung. Es ist ein theologisches Werk, das im Groben aus einer Zitatesammlung und einem zusammenfassenden Kommentar. Insofern werden andere Wissenschaftler mein Buch wohl eher als Primär- denn als Sekundärquelle nutzen
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Hallo Sören,
Ich bin nun auch durch und möchte dir sagen, dass du da meiner Meinung nach fantastische Arbeit geleistet hast. Sowohl vom Umfang als auch von der Geradlinigkeit und Übersicht her hat dieses Buch aus meiner Sicht wirklich gute Chancen, ein Standardwerk zum Thema zu werden. Etwas Vergleichbares ist mir jedenfalls nicht bekannt. Ich bin überzeugt davon, dass dem Dialog zwischen Baha´i und Christen hier wirklich eine Wohltat erwiesen worden ist. Großes Lob und großer Dank dafür!

Natürlich habe ich mir als aufmerksamer Leser auch so meine Notizen gemacht und möchte den Rahmen dieses Forums nun nutzen, um einem Autor mal direkt ein paar Fragen stellen zu können. Ich hoffe, du machst dir die Mühe und beantwortest sie


(Ich besitze die Kindle-Version und kann daher keine genauen Seitenangaben machen. Ich hoffe, wir verstehen uns trotzdem.)

1) Gleich in einem der ersten Sätze im Kapitel 1.1 Wer sind die Baha´i? sprichst du davon, dass sie "statistisch die am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft der Welt" seien. Das ist sicherlich prozentual und nicht absolut gemeint oder?

2) Im Unterkapitel Die Baha´i-Gemeinde in Deutschland schilderst du, dass amerikanische Soldaten die Gemeinde nach dem 2. WK wieder aufgebaut hätten. Warum? Weil sie selber Baha´i waren?

3) In Zitat 15 schreibt `Abdu´l-Bahá wörtlich:
Zitat:
Denn es ist gesagt: "Ein Tag des Herrn ist ein Jahr."

Woher stammt diese Aussage und kann sie wirklich allgemeingültig angewendet werden?

4) In Zitat 269 wird eine Fähigkeit beschrieben, die im christlich-charismatischen Umfeld "in fremden Zungen reden" genannt wird. Aus der Praxis weiß ich, dass Gläubige, die diese Fähigkeit "beherrschen" oft nur eine Art "Kauderwelsch" reden, der von Außenstehenden in der Regel nicht verstanden werden kann. `Abdu´l-Bahá scheint hier aber nahelegen zu wollen, dass die Jünger Christi hätten auf diese Art und Weise mit jedem Menschen der Welt reden können. Habe ich das richtig verstanden? Dann stellt sich für mich aber die Frage, warum "ungläubige" Menschen diese "Sprache des Königreiches" verstehen können sollten.

5) In deinem Kommentar schreibst du unter dem Unterpunkt Bethlehem und Nazareth: "Der Geburtsort Jesu steht für die Baha´i-Schriften eindeutig fest: Bethlehem." Nun tendiert aber die Wissenschaft heutzutage soweit ich informiert bin eindeutig zu Nazareth. Wie erklärst du dir diesen Widerspruch?

6) Im Unterpunkt Das Opfer Christi aus der Sicht Bahá´u´lláhs und `Abdu´l-Bahás schreibst du in Bezug auf ein Zitat des Letzteren von einer "stofflichen" und einer "geistigen" Deutung. Ich persönlich hatte den "stofflichen" Teil eher so verstanden, dass es unausweichlich war, mit der Lehre, die Jesus vertrat, am Kreuz zu landen. Die Kreuzigung also letztlich obligatorisch war. Allerdings weiß ich nicht mehr, an welcher Stelle in der Zitatesammlung das komplette Zitat stand. Ich hoffe, du kannst mir da aushelfen.


Nun noch drei letzte Anmerkungen:
Zum Ersten fand ich es etwas schade, dass Herr Baumann nicht noch etwas ausgeführt hat, was er als christlicher Theologe an der Bahà´i-Interpretation Jesu nun genau ablehnt.
Zum Zweiten stimme ich dir zu, dass solch´ ein Werk wie das vorliegende über Moses, aber gerade über Mohammed Gold wert wäre. Ich hoffe, dass sich das in naher Zukunft realisieren lässt, von wem auch immer.
Und zum Dritten finde ich gerade die Aussprüche, die Jesus nach der Baha´i-Lehre in seiner Passion getätigt haben soll und die in der Bibel nicht zu finden sind sehr inspirierend. Mit einem solchen möchte ich meinen Beitrag auch schließen und dir lieber Sören noch einmal aufrichtig danken, dass du mir Zitate wie das Folgende zugänglich gemacht hast.

Zitat:
Die Ersten, die sich erhoben, um Ihn zu vernichten, waren die Israeliten, Sein eigener Stamm. Rein äußerlich gesehen, überwältigten sie Ihn und stürzten Ihn in tiefste Erniedrigung. Schließlich setzten sie Ihm die Dornenkrone aufs Haupt und kreuzigten Ihn. Aber Christus verkündete in der Stunde Seiner scheinbar höchsten Not und Trübsal: "Diese Sonne wird strahlen, dieses Licht wird scheinen, und meine Gnade wird die Welt umfassen, und alle Meine Feinde werden erniedrigt sein." Was Er gesagt hatte, ging in Erfüllung. Alle Könige der Welt haben Ihm nicht widerstehen können, ja mehr noch, die Banner aller Könige gingen unter, das Banner jenes Unterdrückten aber wurde zum Gipfelpunkt erhoben.

(`Abdúl´Bahá, Beantwortete Fragen, S. 30-31)

In diesem Sinne:
Liebe Grüße,
Cacau
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Die Gottheit lebt in den Details.
Cacau hat folgendes geschrieben:
Hallo Sören,
Ich bin nun auch durch und möchte dir sagen, dass du da meiner Meinung nach fantastische Arbeit geleistet hast. Sowohl vom Umfang als auch von der Geradlinigkeit und Übersicht her hat dieses Buch aus meiner Sicht wirklich gute Chancen, ein Standardwerk zum Thema zu werden. Etwas Vergleichbares ist mir jedenfalls nicht bekannt. Ich bin überzeugt davon, dass dem Dialog zwischen Baha´i und Christen hier wirklich eine Wohltat erwiesen worden ist. Großes Lob und großer Dank dafür!

Natürlich habe ich mir als aufmerksamer Leser auch so meine Notizen gemacht und möchte den Rahmen dieses Forums nun nutzen, um einem Autor mal direkt ein paar Fragen stellen zu können. Ich hoffe, du machst dir die Mühe und beantwortest sie


(Ich besitze die Kindle-Version und kann daher keine genauen Seitenangaben machen. Ich hoffe, wir verstehen uns trotzdem.)

1) Gleich in einem der ersten Sätze im Kapitel 1.1 Wer sind die Baha´i? sprichst du davon, dass sie "statistisch die am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft der Welt" seien. Das ist sicherlich prozentual und nicht absolut gemeint oder?

2) Im Unterkapitel Die Baha´i-Gemeinde in Deutschland schilderst du, dass amerikanische Soldaten die Gemeinde nach dem 2. WK wieder aufgebaut hätten. Warum? Weil sie selber Baha´i waren?

3) In Zitat 15 schreibt `Abdu´l-Bahá wörtlich:
Zitat:
Denn es ist gesagt: "Ein Tag des Herrn ist ein Jahr."

Woher stammt diese Aussage und kann sie wirklich allgemeingültig angewendet werden?

4) In Zitat 269 wird eine Fähigkeit beschrieben, die im christlich-charismatischen Umfeld "in fremden Zungen reden" genannt wird. Aus der Praxis weiß ich, dass Gläubige, die diese Fähigkeit "beherrschen" oft nur eine Art "Kauderwelsch" reden, der von Außenstehenden in der Regel nicht verstanden werden kann. `Abdu´l-Bahá scheint hier aber nahelegen zu wollen, dass die Jünger Christi hätten auf diese Art und Weise mit jedem Menschen der Welt reden können. Habe ich das richtig verstanden? Dann stellt sich für mich aber die Frage, warum "ungläubige" Menschen diese "Sprache des Königreiches" verstehen können sollten.

5) In deinem Kommentar schreibst du unter dem Unterpunkt Bethlehem und Nazareth: "Der Geburtsort Jesu steht für die Baha´i-Schriften eindeutig fest: Bethlehem." Nun tendiert aber die Wissenschaft heutzutage soweit ich informiert bin eindeutig zu Nazareth. Wie erklärst du dir diesen Widerspruch?

6) Im Unterpunkt Das Opfer Christi aus der Sicht Bahá´u´lláhs und `Abdu´l-Bahás schreibst du in Bezug auf ein Zitat des Letzteren von einer "stofflichen" und einer "geistigen" Deutung. Ich persönlich hatte den "stofflichen" Teil eher so verstanden, dass es unausweichlich war, mit der Lehre, die Jesus vertrat, am Kreuz zu landen. Die Kreuzigung also letztlich obligatorisch war. Allerdings weiß ich nicht mehr, an welcher Stelle in der Zitatesammlung das komplette Zitat stand. Ich hoffe, du kannst mir da aushelfen.


Nun noch drei letzte Anmerkungen:
Zum Ersten fand ich es etwas schade, dass Herr Baumann nicht noch etwas ausgeführt hat, was er als christlicher Theologe an der Bahà´i-Interpretation Jesu nun genau ablehnt.
Zum Zweiten stimme ich dir zu, dass solch´ ein Werk wie das vorliegende über Moses, aber gerade über Mohammed Gold wert wäre. Ich hoffe, dass sich das in naher Zukunft realisieren lässt, von wem auch immer.
Und zum Dritten finde ich gerade die Aussprüche, die Jesus nach der Baha´i-Lehre in seiner Passion getätigt haben soll und die in der Bibel nicht zu finden sind sehr inspirierend. Mit einem solchen möchte ich meinen Beitrag auch schließen und dir lieber Sören noch einmal aufrichtig danken, dass du mir Zitate wie das Folgende zugänglich gemacht hast.

Zitat:
Die Ersten, die sich erhoben, um Ihn zu vernichten, waren die Israeliten, Sein eigener Stamm. Rein äußerlich gesehen, überwältigten sie Ihn und stürzten Ihn in tiefste Erniedrigung. Schließlich setzten sie Ihm die Dornenkrone aufs Haupt und kreuzigten Ihn. Aber Christus verkündete in der Stunde Seiner scheinbar höchsten Not und Trübsal: "Diese Sonne wird strahlen, dieses Licht wird scheinen, und meine Gnade wird die Welt umfassen, und alle Meine Feinde werden erniedrigt sein." Was Er gesagt hatte, ging in Erfüllung. Alle Könige der Welt haben Ihm nicht widerstehen können, ja mehr noch, die Banner aller Könige gingen unter, das Banner jenes Unterdrückten aber wurde zum Gipfelpunkt erhoben.

(`Abdúl´Bahá, Beantwortete Fragen, S. 30-31)

In diesem Sinne:
Liebe Grüße,
Cacau


Lieber Cacau,

erst einmal vielen Dank für deine lobenden Worte, die mich sehr gefreut haben. Es ist immer schön, Feedback zu bekommen, aber positives natürlich umso mehr

Nun zu deinen Fragen:

1) Ja, das sind relative Zahlen gemessen an der aktuellen Anhängerzahl.

2) Ja, es waren amerikanische Bahá'í, die als Besatzungssoldaten nach Deutschland kamen, die die alten Gemeinden wieder zusammengesucht haben.

3) Dieser Ausspruch findet sich sowohl in Psalm 90 als auch im 2. Petrusbrief, die Links hänge ich dir an. Darüber hinaus ist das Zeitverhältnis von Mensch zu Gott auch Thema in der rabbinischen Literatur und der kabbalistischen Zahlenmystik.

http://www.bibleserver.com/text/LUT/Psalm90%2C4

http://www.bibleserver.com/text/LUT/2.Petrus3%2C8

4) Wie Abdu'l-Bahá erklärt, ist mit der "Sprache des Köänigreichs" eben keine Lautkommunikation gemeint. Das Kauderwelsch, das aus manchen geistbesessenen in den Pfingskirchen quillt, ist damit jedenfalls nicht gemeint. Stattdessen ist die universale Sprache der Menschheit die Gefühlebene. Wenn Menschen weinen, dann versteht jeder, dass sie leiden. Wenn Menschen lachen, weiß jeder, dass sie fröhlich sind. Auf dieser Ebene konnten sich die Jünger verständlich machen, selbst wenn sie kein Griechisch, Persisch oder Latein sprechen konnten. Ich hab da ja auch im Kommentar einiges zu gesagt.

5) Bethlehem ist der biblische Gewburtsort Jesu und essentiell für seinen Messiasanspruch. Aber wie bei so Vielem kommt es auch da auf den symbolischen Gehalt an, nicht so sehr auf historische Genauigkeit. Moderne Wissenschaftler halten schließlich auch die Jungfrauengeburt für völlig aberwitzig.

6) Es gibt mehrere Zitate, die das Opfer Christi beleuchten. Im Grundsatz ist es aber natürlich so, dass die Kreuzigung unausweichlich war -als Konsequenz seines Lebensweges. Was die Kreuzigung bei Abdu'l-Bahá aber definitiv nicht ist, ist ein Heilsereignis. Sie ist eine Tragödie, die letzten Endes illustriert, wie ernst es Jesus mit seiner Botschaft war. Theoretisch hätte er widerrufen und sich retten können. Dass er das nicht getan hat, ist ein Akt freien Willens, keine göttliche Verordnung.

Zu deiner ersten Anmerkung: Ich habe ja vorher schon längere Zeit mit Herrn Baumann geschrieben. Im Kern hat er nichts, dem er kategorisch widersprechen würde. Im Gegenteil hält er das Bahá'í-Jesusbild ja, wie er auch hat anklingen lassen in seinem Nachwort, auch innerchristlich für einen bereichernden Denkanstoß

Ich hoffe, ich konnte dir damit ein bisschen weiterhelfen. Ansonsten löcher' mich gerne weiter!
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523