Wo Gott gefürchtet werden muss, entsteht das meiste Unheil!


@PapaLoooo

Die Liste ist völlig willkürlich zusammengestellt. Ich könnte mehrere Listen zusammenstellen die das genaue Gegenteil belegen.
leuthner hat folgendes geschrieben:
Liebe Rosenrot!

Gott braucht sich nicht zu verändern, denn Gott ist zeitlos. Die Reflexion Gott Vaters ist in jedem einzelnen Menschen drinnen.[...]
Alles Liebe
Erich


Lieber Erich,

für Dich mag es so richtig sein, aber ich für mich sehe "das Göttliche" nicht als Vater, das ist für mich nicht mehr stimmig.
Weil das "Göttliche" auch genau so weiblich ist. Es ist alles in allem.
Mir passiert es schon noch daß ich auch öfter sage: "der liebe Gott" ...
aber so leicht kann man das halt auch nicht ablegen
Jedoch bin ich der Ansicht daß sich das Göttliche ständig verändert, weiterentwickelt, vergrößert, erweitert usw. und ja, es ist auch zeitlos.
Es ist, es war und es wird immer sein, in welcher Form auch immer.

Lieben Gruß
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Liebe Rosenrot!

Da stimme ich dir zu. Das Göttliche zeigt sich in den verschiedensten Formen. So auch als Mutter und als Sohn. Ich habe deshalb Gott Vater erwähnt, weil dieser Aspekt im linken Herzen residiert, wo das wahre Selbst zu Hause ist.

Das, was sich verändert hat, ist die Behandlung der Negativität, die immer schwerer zu erkennen ist, weil sie einem viel vermeintlich Gutes und scheinbar Richtiges vorgaukelt, nämlich Transformation anstelle der Zerstörung, da auf Erden zerstörte Negativität immer wiederkehrt, die Transformation zum Positven die Negativität jedoch verschwinden lässt.

Was mich hier vor allem antreibt, ist viele Menschen zur Transformation zu bewegen, da gerade Verhaftungen viele verstorbene Seelen dazu verführen spirituell nicht aufzusteigen und in den Himmel einzukehren, da der verlorene Besitz, die verlorenen Hinterbliebenen, der eigene Körper oder Laster wie Drogen-, Alkohol- und Tabakkonsum wichtiger erscheinen als der Eintritt in den Himmel. Dann vegetieren diese Seelen ohne Körper in nicht einladenden Zwischenwelten und holen sich iihre Befriedigung dadurch, indem sie Menschen auf der Erde verführen. Dieses Dasein können sie am besten dadurch vermeiden, indem sie bereits im Hier und im Jetzt die Transformation durch die zweite Geburt ( Erleuchtung, Selbstverwirklichung ) anstreben.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Tobias hat folgendes geschrieben:
@PapaLoooo

Die Liste ist völlig willkürlich zusammengestellt. Ich könnte mehrere Listen zusammenstellen die das genaue Gegenteil belegen.

Aber sicher, denn es ist durch Brainstorming entstanden,
und mir hat die RKK leider nicht die "infallibilitatem Papae" verliehen!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Guten Morgen.

Ein paar Gedanken, die mir zu dem Thema spontan in den Sinn kommen:

Religionen hatten bzw. haben u.a. auch immer den Zweck, den Menschen zum Besseren zu erziehen, eine Ordnung innerhalb der Gemeinschaft zu stiften ohne die sie schlechter dran wäre, und das Überleben der Gemeinschaft zu sichern.

Dazu gehört eben nicht nur der liebende, sondern auch der strafende Gott; "die Gesellschaft ist auf zwei Pfeilern errichtet, Lohn und Strafe". Das Verhältnis von beidem, sowie die verwendete Sprache und die erlassenen Gesetze war und ist natürlich von der jeweligen Situation des Volkes abhängig, in der es lebte bzw. lebt:

Das Volk Israel war vor 3000 Jahren, als es gerade Ägypten verlassen hatte, relativ klein und von vielen feindseligen anderen Stämmen umgeben, mit denen es ums nackte Überleben kämpfte. Es galt "töten, oder getötet werden". Viel Raum für Empfindsamkeiten konnte es damals schlicht nicht geben, sonst wäre das ganze Volk ausgestorben. Entsprechend streng waren die Gesetze. Viele davon, die uns im wohlhabenden Westen heute unnötig grausam erscheinen, waren schlicht überlebensnotwendig -- es gab kaum Medizin und keine staatlichen Strukturen, eine Seuche könnte schnell das Ende des gesamten Volkes bedeuten. Deswegen strikteste Hygiene- und Sexualvorschriften, z.B. Auch die verwendete Sprache und Bilder waren ziemlich roh (ein eifersüchtiger Gott, der in Wut gerät und mal eben ein Dorf plattmacht), mussten es aber sein, um dem Stand der Bildung und des Vorstellungsvermögens der damaligen Israeliten angemessen zu sein -- fast alle waren zerlumpte Analphabeten und sicher nicht sehr feinsinnig.

Als die Zivilisation einen ausreichenden Stand erreicht hatte, wurde dann Jesus gesandt, um mehr Gewicht auf die Liebe und Vergebung zu legen (was 1000 Jahre zuvor das Volk vermutlich in den Untergang getrieben hätte). Ebenso bekam das arabische Volk z.B. mit Muhammed eine ihren Nöten angemessene Offenbarung usw.

Es sagt viel über uns übersättigte, friedensverhätschelte Westler aus, wenn wir den Gedanken eines strafenden Gottes so abwegig oder gar grausam finden. Wir sind uns, anders als unseren Vorfahren und vielen anderen Menschen auf der Welt, einfach nicht mehr existentieller Nöte bewusst. Meist haben wir uns unser kindliches Urvertrauen bewahrt, weil wir es uns schlicht leisten können und kaum wirkliche Not kennen, so dass alles, was uns die unangenehme Wahrheit ins Bewusstsein ruft, dass unsere bloße Existenz am seidenen Faden hängt und es sehr schnell vorbei sein kann mit Bequemlichkeit, uns beleidigend ungerecht erscheint. Wir wollen sowas einfach nicht hören, weil es unsere Illusion der Sicherheit stört.

Aber "Strafe" muss man nicht zu wertend sehen. Gott straft uns nicht aus Willkür. Es ist nur einfach so, dass die Welt eben gefährlich, anstrengend und grausam ist, auch wenn wir uns vor dieser Erkenntnis meist drücken: Wenn der Sommer zu heiß oder der Frühling zu kalt wird, müssen wir hungern, vielleicht sogar verhungern. Wenn eine Naturkatastrophe kommt, wird alles vernichtet, was wir besitzen. Wenn ein Krieg kommt, müssen wir unvorstellbare Grausamkeiten erleiden. All das passiert, so ist die Welt eben. Auch für uns hat sich daran nichts geändert, nur können wir das verdrängen, weil wir das historische Glück haben, mal drei Generationen lang in materiellem Überfluss und relativer Sicherheit vor Krieg und Verbrechen zu leben.

Unseren Vorfahren war das völlig klar und selbstverständlich. Deswegen hat es sie auch nicht befremdet, wenn diese einfache Wahrheit der totalen Unsicherheit des Lebens in Worte gekleidet wurde, die von einem "strafenden Gott" sprechen. Sie haben ihr kindliches Urvertrauen im Angesicht der tagtäglich grausamen Welt nicht lange bewahren können und sich stattdessen Gott anvertraut. Wir sind darüber aber beleidigt, weil wir naiverweise annehmen, alles sei sicher, solange die Menschen nur nett zueinander sind -- und wenn Gott dann nicht "nett" ist, ist das einfach "böse".

Auch ein strafender Gott, der die Menschen zu ihrem eigenen Schutz erzieht -- je nach Erfordernis mal mit stärkerer Hand, mal mehr durch gutes Zureden --, ist also untrennbar mit dem liebenden Gott verbunden. Nämlich der liebende Gott, an den man sich hängen kann und muss, wenn man vernünftigerweise nicht mehr in der Lage sein kann, kindliches Urvertrauen in die Güte der Welt zu empfinden.

Die oben genannten Probleme entstehen dann, wenn einzelne Gläubige archaische Gesetze ohne Sinn und Verstand auf völlig andere kulturelle Kontexte anzuwenden suchen, als die, in denen diese Gesetze einst Sinn ergaben: Fundamentalistische Christen in den USA zum Beispiel haben nicht begriffen, dass das Volk heute sicher nicht vom Untergang bedroht ist, nur weil einzelne Frauen abtreiben oder man Verhütungsmittel benutzt, um nicht jedes Jahr ein neues Kind zu zeugen -- wie es im Alten Israel vor 3000 Jahren noch war.

Und dann kommt zusätzlich zu dieser historischen Ungleichzeitigkeit noch das Problem, dass viele Menschen ihre Religion mit nichtreligiösen Traditionen oder Politik vermischen, eine Ideologie daraus machen. Auch blinder Buchstabenglaube ohne jede Reflexion ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Ein alter Hut hingegen ist das Problem, dass natürlich auch alle Gläubigen immer Sünder sind und selbst bei besten Absichten immer noch trotz der Religion schlechtes tun, nicht wegen ihr.

So kommt es dann zu widerwärtigen Verbrechen im Namen der Religion.

Gruß,
Bernhard
Hallo lieber Bernhard

Schön von dir zu hören.

Prinzipiell kann ich deinem Beitrag viel abgewinnen, aber ich habe da ein großes Problem, das hier immer wieder thematisiert wird.

Deine Grundaussage ist ja, dass Gott streng sein muss und uns strafen muss um uns (oder eben die Menschen damals) durch diese erzieherischen Maßnahmen das Überleben in einer gefährlichen, anstrengenden und grausamen Welt zu ermöglichen. Nur ist ja er auch der Schöpfer dieser gefährlichen, anstrengenden und grausamen Welt. Das heißt Gott baut eine gefährliche Welt setzt dann einen relativ primitiven Menschen darauf um diesen dann durch Strafen und Angst zu einem besseren Menschen zu machen.

Da hatten wir mal in einem anderen Thread das Bild von einem Gott der gegen sich selbst Schach spielt und die Frage bleibt: wozu das alles? und vor allem in dieser Grausamkeit?
Lieber Long Road!

Gott ist der Schöpfer dieser Welt, aber die Welt wie wir sie kennen, ist von uns Menschen so gemacht, weil wir den freien Willen haben. Gott setzt dabei immer wieder Mittel ein, um die Menschen, die Negatives Tun, zu korrigieren. Zum Beispiel in der Form von Manifestationen, aber auch durch Krankheit und Leid, denn Gott kann das karmische Gesetz, dass der Mensch das erntet, was er sät, nicht ausser Kraft setzen. Allerdings hat er eine Möglichkeit geschaffen, diesem Gesetz zu entkommen, indem er uns Menschen durch Shri Mataji Nirmala Devi einen Weg zeigt, der uns Menschen in unsere Herzen einkehren lässt, damit wir den Himmel auf Erden haben.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Long Road hat folgendes geschrieben:
Hallo lieber Bernhard

Schön von dir zu hören.

Prinzipiell kann ich deinem Beitrag viel abgewinnen, aber ich habe da ein großes Problem, das hier immer wieder thematisiert wird.

Deine Grundaussage ist ja, dass Gott streng sein muss und uns strafen muss um uns (oder eben die Menschen damals) durch diese erzieherischen Maßnahmen das Überleben in einer gefährlichen, anstrengenden und grausamen Welt zu ermöglichen. Nur ist ja er auch der Schöpfer dieser gefährlichen, anstrengenden und grausamen Welt. Das heißt Gott baut eine gefährliche Welt setzt dann einen relativ primitiven Menschen darauf um diesen dann durch Strafen und Angst zu einem besseren Menschen zu machen.

Da hatten wir mal in einem anderen Thread das Bild von einem Gott der gegen sich selbst Schach spielt und die Frage bleibt: wozu das alles? und vor allem in dieser Grausamkeit?


Hallo Long Road, schön, dass Du auch noch hier bist und man sich mal wieder "sieht"!

Hm ja, da sagst Du was. Über die Theodizee haben sich über die Jahrtausende ja schon weitaus größere Geister als ich Gedanken gemacht. Insofern weiß ich nicht, was ich da groß hinzufügen könnte.

Nur ein paar Ideen dazu:

Erstens einmal gehört zum Glauben an einen gerechten und gnädigen Gott ja zumeist auch der Glaube an ein jenseitiges Leben. Da ist es dann naheliegend zu vermuten, dass Gott sicher alle Seelen im nächsten Leben für das in diesem Leben unverschuldet erlittene Unrecht entschädigen wird. Vielleicht ist Leid in diesem Leben sogar dringend notwendig, weil nur dies das nötige geistige Wachstum bewirkt, um im jenseitigen Leben bestehen zu können.

Ein anderer Gedanke ist der des freien Willens: Dass der Mensch nicht mehr im Paradies lebt, sondern Leid erfahren muss, ist eine notwendige Folge davon, dass Gott dem Menschen einen freien Willen zugebilligt hat. Dank dieses Willens wissen wir um Gut und Böse, können uns für das Böse und gegen Gott entscheiden und in Konsequenz Leid erfahren -- aber dennoch ist das gnädig, weil wir sonst nur bewusstseinslose Marionetten wären.

Und wer kann schon sagen, dass einzelnes Leid nicht notwendig ist, um noch viel größeres Leid abzuwenden? Die Chaostheorie sagt ja, dass selbst kleine Ereignisse große Auswirkungen woanders oder später haben können, ohne dass wir jemals alle Wirkzusammenhänge berechnen oder einsehen könnten. Gott kann das aber sicher. Vielleicht ist ein Leid heute in diesem Sinne notwendig, um noch viel schlimmeres Leid auf der anderen Seite der Erde zu verhindern, oder Jahrhunderte in der Zukunft? Vielleicht ist also unsere Welt schon die bestmögliche?

Liebe Grüße,
Bernhard
Hallo Bernard,

Zitat:
Erstens einmal gehört zum Glauben an einen gerechten und gnädigen Gott ja zumeist auch der Glaube an ein jenseitiges Leben. Da ist es dann naheliegend zu vermuten, dass Gott sicher alle Seelen im nächsten Leben für das in diesem Leben unverschuldet erlittene Unrecht entschädigen wird. Vielleicht ist Leid in diesem Leben sogar dringend notwendig, weil nur dies das nötige geistige Wachstum bewirkt, um im jenseitigen Leben bestehen zu können.


Das ist eine sehr metaphysische Betrachtungsweise, die für einzelnen Menschen so etwas wie Trost bieten kann.
Für eine Religion als Institution ist sie allerdings ein willkommenes Machtinstrument: 1. Sie muß keine Erklärungen für das Leid suchen, sondern kann die Menschen auf das "Ewige Leben" vertrösten, und Religionen haben mit dieser Vertröstung Menschen weidlich ausgenutzt ("Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt).
2. Erlittenes Unrecht muß ja nicht hier auf Erden ausgeglichen werden, sondern erst im Himmel. Für skrupellose Priester, Bischöfe und sich auf Gott berufende weltliche Mächte (hierzu zähle ich z.B den IS) ein Freifahrtschein zum Morden, Stehlen und sich ein gutes Leben machen (und das alles im Namen Gottes).
Am Leid selber ist noch niemand gewachsen, höchstens die Verarbeitung und die Einordnung in die eigenen Lebensumstände kann jemand weiterbringen.

Zitat:
Ein anderer Gedanke ist der des freien Willens: Dass der Mensch nicht mehr im Paradies lebt, sondern Leid erfahren muss, ist eine notwendige Folge davon, dass Gott dem Menschen einen freien Willen zugebilligt hat. Dank dieses Willens wissen wir um Gut und Böse, können uns für das Böse und gegen Gott entscheiden und in Konsequenz Leid erfahren -- aber dennoch ist das gnädig, weil wir sonst nur bewusstseinslose Marionetten wären.


Unser Wissen von Gut und Böse ist immer Zeit-, Kultur- und Umwelt-abhängig. Damit gibt es keinen absoluten, sondern immer nur einen relativen Maßstab. Und das Konzept vom freien Willen ist inzwischen auch so löchrig wie ein Schweizer Käse. Mein freier Wille bleibt immer abhängig von meinen Genen, meiner Erziehung und meinen Erfahrungen.
Warum wohl wird in der Rechtssprechung nach der Schuldfähigkeit gefragt.

Zitat:
Vielleicht ist ein Leid heute in diesem Sinne notwendig, um noch viel schlimmeres Leid auf der anderen Seite der Erde zu verhindern, oder Jahrhunderte in der Zukunft? Vielleicht ist also unsere Welt schon die bestmögliche?

Hmm, systemimanent ist in der Evolution das Fressen und Gefressenwerden und damit auch Schmerzen und Krankheit. Nur der Mensch definiert es als Leid. Und weil er dafür Erklärungen sucht, hat er sich für das Leid einen Sinn gesucht, der ihm zumindest in einem "Himmel" ein leidloses Dasein verspricht.
Dem Universum ist es wahrscheinlich vollkommen gleichgültig, ob wir morgen noch existieren oder durch irgendeine Katastrophe ausgelöscht werden.
Aber obwohl wir eigentlich keine Wahl haben, müssen wir so tun, als hätten wir eine Wahl, und das werden wir auch dann noch tun, wenn es für die Erde eventuell schon keine 5vor12 sondern schon 5nach12 ist. Dafür sorgt allein schon der Selbsterhaltungstrieb.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Hmm, systemimanent ist in der Evolution das Fressen und Gefressenwerden und damit auch Schmerzen und Krankheit. Nur der Mensch definiert es als Leid.


Tiere können auch leiden. Das ist ganz eindeutig so. Es gibt sehr viel Tierleid auf dieser Welt. Und ein großer Teil davon wird von Menschen verursacht.

Dieses Fressen und Gefressenwerden ist zweifellos eine Wirklichkeit der Natur, aber nicht die einzige oder wichtigste. Wenn man es näher betrachtet ist sie ein Ausdruck von tiefer wechselseitiger Abhängigkeit. Die Natur ist so gebaut, dass sich die Lebewesen gegenseitig brauchen, um leben zu können.

Aber diese wechselseitige Abhängigkeit ist eben nicht nur schön und harmonisch, wie z.B. bei Symbiosen, sondern eben auch "grausam". Irgendwie gefällt uns das dem inneren Empfinden nach nicht und es ist nicht "stimmig", dass eine gewisse "Feindschaft" zwischen den Lebewesen herrscht - man spricht ja sogar von "Fressfeinden". Bei Kindern ist das gut zu sehen - sie sind besonders betroffen, wenn z.B. ein Reh von einem Löwen gerissen wird.

Trotzdem - diese Welt ist im Grunde gut und wunderschön. Wieviele - auch Nichtgläubige - gehen in die Natur "um aufzutanken", "verehren" die Berge und Flüsse und das Meer.

Diese Welt ist aber eben auch erkennbar "nicht ganz in Ordnung" - erlösungsbedürftig. Sie "ächzt und stöhnt" in gewisser Weise - wird erschüttert, im wahrsten Sinne durch Erdbeben und andere Naturgewalten.
Die Bibel spricht davon, dass die Welt in "Geburtswehen" liegt. Sie steuert auf etwas zu, ist im Wandel - ist noch nicht am Ziel.
Nach christlichem Glauben wird es eine Welt geben, in der Alles versöhnt und in Frieden sein wird. Der Friede, den Gott mit den Menschen in Christus gemacht hat wird in der neuen Welt auch die ganze Wirklichkeit umfassen. Diese neue versöhnte Welt, nach der wir uns im Inneren sehnen, die wird es wirklich geben. Christus ist ihr Beginn.

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