Gott ist ein Lebensprinzip:


Hallo zusammen,
das, was wir Gott nennen, ist ein lebendiges Prinzip, ein LEBENSPRINZIP.
Hier zwei links dazu:
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch42.htm
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch43.htm

Der Mensch kann diesen Gott erreichen, auf zwei Wegen: Durch Glauben, und durch Erkenntnis. Durch Glauben kommt man zur Erkenntnis, und durch Erkenntnis kommt man zum Glauben.
Letztendlich ist es nicht mehr BLIND glauben, sondern durch Erkenntnis glauben. Glaube beruht auf Erkenntnis. http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch03.htm

Man muß wissen, daß die Religionen über 2000 Jahre alt sind, und die Masse der Menschen der damaligen Zeit in ihrer geistigen Entwicklung noch nicht sonderlich weit waren. Darum gab man ihnen einen persönlichen Gott, an den man zu glauben hatte – oder konnte! Denn an eine Person kann man leichter glauben, als an ein Prinzip, das man nicht versteht.
Dann sagt man dem Volk noch, daß dieser Gott gute Handlungen belohnt, und schlechte Handlungen bestraft. Damit braucht man nicht lange und breit das Prinzip des Karmas usw. zu erklären.
Die tieferen Geheimnisse wurden nur an Ausgesuchte weiter gegeben.

Dann schreibst Du: (Gott ist alles, was die Schöpfung nicht ist: Alles Erschaffene, die materielle Welt, ist endlich, doch Gott ist unendlich. Alles Erschaffene ist zusammengesetzt aus Atomen und Partikeln und teilbar, doch Gott ist eins und unteilbar. Alles Erschaffene ist fehlbar oder fehlerhaft, Gott ist unfehlbar.)

Auf Erden, ist die EINHEIT von Geist und Seele (Prinzip) GETRENNT! (Polarisiert)
Das Prinzip durchdringt die materielle Natur (Materie), und der Geist (Lebensenergie) belebt die Materie.
Der Geist (männlicher Aspekt Gottes) erzeugt eine Vorstellung, und die Mutter Natur (weiblicher Aspekt Gottes) gebärt diese Vorstellung.

Das Problem ist, daß der Geist sein wahres Selbst (Prinzip – Seele) vergessen hat (Unbewusst), da er zunächst nur über die körperlichen Sinne etwas für WAHR nimmt. So entsteht ihm die falsche Vorstellung – ICH bin Körper (Pflanze, Tier, Mensch (Person)).
Im Geist liegt aber die SEHNSUCHT nach Einswerdung (mit der Seele (dem Prinzip). Diese Sehnsucht wird als LIEBE empfunden. Wird diese Sehnsucht aber in die materielle Welt gerichtet, wird sie zum BEGEHREN.
Diese Sehnsucht wirkt in allen Pflanzen, Tieren und Menschen. Durch den Art- und Selbsterhaltungstrieb werden alle Lebewesen ANGETRIEBEN. Was wiederum Begehren für sICH und Angst um sICH (den Körper – die Person – das Rudel, die Familie) bedeutet.
Sowohl Angst und Begehren, welche durch die Sinneswahrnehmungen erzeugt werden, erzeugen im Geist eine Vorstellung. Diese Vorstellung wird in der Materie (Prinzip) erfüllt. (Auch falsche Vorstellungen (durch Begehren oder Angst) werden erfüllt. Ob in Politik, Wirtschaft, ´Beruf oder auch Religion.

So ist zu verstehen, daß auch die einst richtigen Religionen, durch falsche Wahrnehmungen, im Verlauf von über 2000 Jahren, zwischenzeitlich in unzählige Variationen und Auslegungen verfälscht wurden.
Nicht unbedingt böswillig, sondern aus NICHT VERSTEHEN.

Das göttliche Prinzip in der Natur sorgt für den Ausgleich der zwei Poole (von gut und böse, von richtig und falsch), daß auf Dauer kein Pool zu mächtig wird.
So wie wir Sonne und Regen zum Leben brauchen, braucht das Lebewesen Freud UND Leid um Erkenntnis zu sammeln.
Nur Regen verfault, nur Sonne vertrocknet – nur Freude erzeugt Faulheit, nur Leid erzeugt Depression.
Ein Pool auf die Spitze getrieben, kehrt sich in´s Negative.
Vom göttlichen Prinzip in der Welt, ist es nicht gewollt, daß der Mensch dauerhaft glücklich wird. Denn bei der Entwicklung des Geistes im Menschen geht es darum, Erkenntnisse, und Erfahrungen zu sammeln, was der Mensch nur durch ein abwechslungsreiches Leben erreicht.

Ansonsten geht es um die BEFREIUNG des Geistes von der falschen Illusion, der Identifizierung des Geistes mit Person und Körper. Darum muß der Mensch die Bindung an den Körper und die Welt abbauen, überwinden und lösen. Diese Loslösung und die geistige Befreiung ist der Weg. Auf diesem Weg gewinnt der Mensch nach und nach eigene Erkenntnis. Wer alles SELBST erkannt hat, dessen Geist wird wieder FREI!
Dieser Geist wird in seinem Bewusstsein wieder EINS mit seinem wahren Selbst (dem göttlichen Prinzip), und kehrt zurück in die Einheit, aus der er herausgefallen war.

Wenn ich an anderer Stelle geschrieben habe: „Alle großen Religionen sind gleich“! So war dieser Weg zur Befreiung des Geistes gemeint. Doch kann dieser Weg in vielen Variationen gezeigt und erklärt werden. Mit anderen Worten, anderer Symbolik anderer Ausdrucksweise und anderen Beispielen – oder auch im „Klartext“. Doch zeigen sie Alle den GLEICHEN Weg auf ihre ganz individuelle weise.
Hier ein kleines Beispiel: http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/fragen.htm

Die ganze materielle Natur – das ganze Universum -, dient nur als Spielplatz für den Geist, der seine Vorstellungen (in immer neuen Körpern – entsprechend dem Bewusstsein) ausleben kann und dabei Erfahrungen und Erkenntnisse sammelt. So lange, bis er das „Spiel“ durchschaut, und „satt“ wird von der Welt. Der ist reif, wieder zurück zum Ursprung zu kehren.

Wenn man die heutige Welt betrachtet, ist offensichtlich, daß immer weniger Menschen BLIND an einen Gott glauben – den sie nicht verstehen – nur weil es eine Kirche oder eine Institution sagt. Aber doch ist die Sehnsucht vorhanden, weil sie in jedem Menschen steckt. Sonst könnte sich nicht so viel Irrglaube in der Welt verbreiten, und immer neue Sekten entstehen, welche auftauchen und wieder verschwinden.
Ich glaube, daß es höchste Zeit ist, das, was Religion ist, zu entmystifizieren, und möglichst viel über den Verstand, die Vernunft und Logik zu erklären.
Religion oder das göttliche Prinzip ist nicht zu beweisen. Doch das Prinzip ist von jedem Selbst zu erkennen - wenn er den Weg nicht nur auswendig lernt (Schriftgelehrter) und blind glaubt (Pharisäer), sondern auch SELBST GEHT!

Grüße,
© Demetrius Degen - www.Demetrius-Degen.de
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Lieber Demetrius!

Ich stimme dir im Grossen und Ganzen zu. Allerdings konnten bis vor kurzem nur wenige die Befreiung ihres Geistes erlangen. Dies ist erst auf breiter Ebene durch die Selbstverwirklichung in Sahaja Yoga möglich. Und je mehr Sucher es gibt, desto mehr Menschen können diese Erkenntnis bereits im Hier und im Jetzt erlangen, was einer Befreiung vom Leid und einer Beendigung des Karmas gleichkommt. Für den einzelnen Menschen ist das der Himmel auf Erden. Je mehr Menschen diesen Himmel haben, desto grösser wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Himmel auf Erden einkehrt.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Wenn Gott auch nicht nur eine Person ist, so ist er letztendlich doch nicht unpersönlich, denn er ist alle Personen und Dinge mitunter zugleich.
Lieber Peter.Trim!

Ich drücke das etwas anders aus. Gott ist in allen Personen und Dingen drinnen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Richtig! So kann ich es auch ausdrücken.
Zitate: Trim – Leutner - Trim
Wenn Gott auch nicht nur eine Person ist, so ist er letztendlich doch nicht unpersönlich, denn er ist alle Personen und Dinge mitunter zugleich.

Ich drücke das etwas anders aus. Gott ist in allen Personen und Dingen drinnen.

Richtig! So kann ich es auch ausdrücken.

Dem entsprechend gehen wir immer in Gott spazieren – oder?
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www.demetrius-degen.de
Richtig! Und sind auch Teile Gottes.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Richtig! Und sind auch Teile Gottes.

Richtig!
Ein göttlicher Geistfunke (mit einem individuellen Bewusstsein) in einem materiellen Körper, geht im materialisierten göttlichen Prinzip (Natur) spazieren.
Doch auf Erden, ist der Geist (durch die Identifikation mit dem Körper (Person)) von seinem wahren Selbst (Prinzip) getrennt.
Die Einswerdung, findet immer nur im „Himmel“ statt, wenn der individuelle Geist (Bewusstsein) sich von der falschen Identifikation mit dem Körper (was den „Tod“ für das persönliche ICH (Ego) bedeutet) befreit hat.
Der hat sich dann – wie in der Bibel steht – die Erde untertan gemacht.
Der Geist herrscht über die Materie, und wird nicht mehr durch die Sinneswahrnehmung in seinem Denken (seiner geistigen Vorstellung) beeinflusst. Die Vorstellung des Geistes wird von der materiellen Natur (Prinzip) erfüllt.
Der Geist (Lebensenergie) zeugt durch seine Vorstellung den Samen, der von der „Mutter“ Natur (Prinzip) verwirklicht (geboren) wird.
Demetrius Degen
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Lieber Demetrius!

Es bedeutet nicht nur den Tod des Egos, sondern auch den Tod des Superegos, denn der Mensch, der aus dem Geist geboren ist, legt auch alle seine Angewohnheiten, Konditionierungen und äusseren Zwänge ab.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Lieber Demetrius!

Es bedeutet nicht nur den Tod des Egos, sondern auch den Tod des Superegos, denn der Mensch, der aus dem Geist geboren ist, legt auch alle seine Angewohnheiten, Konditionierungen und äusseren Zwänge ab.
Alles Liebe
Erich

Hallo Leutner,

Ein Superego gibt es nicht.
Es genügt vollkommen zu verstehen, was das Ego ist!
Durch die Identifizierung des Geistes mit dem jeweiligen Körper entsteht eine persönliche und körperliche ICH-Vorstellung.
Buddha: „Durch Geistkörperlichkeit entsteht Bewusstsein“! Eben, das Bewusstsein vom körperlichen ICH (Ego).
Der Geist (Lebensenergie) wirkt als AnTRIEB des Körpers. Da in der materiellen Welt alles polarisiert sein muß, gibt es eben den Selbsterhaltungs- und den Arterhaltungstrieb. Dem entsprechend entsteht durch die körperliche Sinneswahrnehmung das Begehren FÜR sICH, und die Angst UM sICH.
Beide bedingen sich: Wer gesund sein will (Begehren), hat zwangsläufig Angst vor Krankheit. Wer reich sein will (Begehren), hat zwangsläufig Angst vor Armut usw..
Diese zwei bedingen das, wovon Du schreibst: Die Möglichkeit der Konditionierung, der Manipulation. Darum auch die alte Aussage: Gib dem Volk „Zuckerbrot“ und „Peitsche“. Das Zuckerbrot um ein Begehren zu wecken, und die Peitsche um die Angst zu wecken. Das ist aber KEIN Zwang!
Denn, wer all seine Begehren für sICH abgelegt hat, der kann zwangstäufig auch keine Angst mehr haben. Wer weder Begehren noch Angst hat, der ist auch nicht mehr zu konditionieren oder zu manipulieren, oder im Geiste durch materielle Sinneswahrnehmung zu beeinflussen.
So, und erst wer all seine Begehren überwunden hat, der kann dann den Geist von der persönlichen und körperlichen ICH-Vorstellung trennen. Vorher nicht!
Für was Du da ein Superego brauchst weiß ich nicht. Der Begriff ist weder in den Upanishaden, noch in der Yogalehre noch in der Bhagavad Gita (Hinduismus) zu finden. Auch nicht in den anderen großen Religionen.
Grüße,
Demetrius
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