Gott ist ein Lebensprinzip:


Also was mich betrifft, bin ich auf jeden Fall selbst denkend und nicht nur blind glaubend.
@all!

Ich bin weder blind glaubend noch selbst denkend; ich bin wissend, weil ich alles im Vertrauen auf Gott geschehen lasse. Ich weiss, dass es das beste für mich ist. Dabei spricht Gott aus mir und lässt mich zu jedem beliebigen Zeitpunkt an jedem beliebigen Ort das Richtige tun oder unterlassen. Ich kann auch denken, aber das bringt meitsens nur Negativität hervor, weswegen ich das Denken meistens unterlasse.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Burkl hat folgendes geschrieben:

Das Christentum will nichts aus dem Menschen "ausreissen", das Christentum will das Ego auf Gott ausrichten, sodass dieser immer mehr in der Seele "einwohnen" kann. Das bedeutet in gewisser Weise Tod. Nämlich Tod des alten Menschen, damit der neue geboren werden kann.

Du hast recht, dass Christentum will nichts aus dem Menschen "ausreissen", aber der Mensch soll das selber tun.
Das fleischlich gesinnte Ego, der alte Mensch, muss gestorben sein, damit der neue geistig gesinnte Mensch geboren werden kann. Diese Stelle zeigt den "harten Weg":

"Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen.
Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.
Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiss es aus und wirf es von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Und wenn deine rechte Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird." (Matthäus 5,27-30)


Zitat:
Die "Selbsterlösung" durch "harte Arbeit an sich selbst" ist aus christlicher Sicht ein ganz großer Irrtum.
Gott arbeitet an uns - das ist eben die Gnade der Erlösung, die Christus vermittelt. Es gilt sich für diese Gnade immer mehr zu öffnen und so Gott immer mehr an uns arbeiten zu lassen, was das Heilwerden bewirkt - Heilung im tiefen Sinn. Der Schlüssel ist nicht "religiöse Leistung", sondern vertrauensvolle Hingabe an Gott.

Es gibt jedoch tatsächlich einen sanften Weg mit einem persönlichen Gegenüber für das du in Liebe zu erglühen beginnst, so dass das fette Ego wie von selbst verschwindet. ("Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.")

Wer schon einmal verliebt war, weiß wie es ist, völlig auf den anderen und dessen Person ausgerichtet zu sein.
Dieses Einswerden mit dem göttlichen Geliebten, was in den verschiedenen mystischen Richtungen angestrebt wird, lässt jedes Begehren wie von selbst verschwinden.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Demetrius hat folgendes geschrieben:

Anderes Beispiel:
Eine Frau geht voll in Nächstenliebe auf, indem sie einen Menschen pflegt und sich kümmert. Aus ihrer Sicht würde der Kranke ohne sie jede Lebensqualität verlieren, doch dabei sieht sie u. U. nicht, in welch starker Bindung sie selbst sich befindet. - Ob das verständlich ist?

Hallo Mara-Devi,
Wer SELBSTLOS Kranke pflegt, geht keine Bindung ein – weil er auf oder für sein Handeln kein Ergebnis für sICH erwartet. Eine Bindung gehe ich nur dann ein, wenn ich ein Ergebnis (Dank, Lob) für mICH erwarte.
Eine Bindung gehe ich immer nur dann ein, wenn ich etwas für mICH erwarte. Sei es Geld, Güter, Lob, Anerkennung, Achtung, Beachtung, geliebt werden, geachtet werden, respektiert werden, usw.

Hallo Demetrius,

was du schreibst ist schon klar, doch was ich meinte ist die Täuschung, der man mit der scheinbaren Selbstlosigkeit unterliegen kann.

Auch die Meinung, gebraucht zu werden, kann eine Bindung sein und "das Ego füttern".

Deshalb soll "die Linke nicht wissen, was die Rechte tut" (Mt. 6,3) und deshalb sind diejenigen bei den Gerechten, die ohne es zu wissen Jesus in "den Geringsten" selbstlos Gutes getan haben. (Mt, 25,34-40)

Sobald man von anderen gelobt wird oder irgendwo Sternchen oder "Likes" erhält, ist man schon in Gefahr und sobald man meint sich darauf berufen zu müssen, ist man wohlmöglich der Versuchung schon erlegen.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Anweisungen und Richtlinien zur Überwindung der schädigenden Begierden

Willst du dahin gelangen, alles zu verkosten,
so suche in nichts Genuss;
willst du dahin gelangen, alles zu wissen;
verlange in nichts etwas zu wissen;
willst du dahin gelangen, alles zu besitzen,
verlange in nichts etwas zu besitzen,
willst du dahin gelangen, alles zu sein,
verlange in nichts etwas zu sein;

und
willst du erlangen, was du nicht genießest,
musst du hingehen, wo du nichts genießest;
willst du zu dem gelangen, was du nicht weißt,
musst du hingehen, wo du nichts weißt;
willst du zu dem gelangen, was du nicht besitzest,
musst du hingehen, wo du nichts besitzest;
willst du erlangen, was du nicht bist.
musst du hingehen, wo du nichts bist.

Nur in solch einer demütigen Losgelöstheit findet der Geist seine Ruhe und Erquickung; verlangt er nämlich nach nichts, so kann ihn auch nichts ermüden ….
Hier ruht er in der Mitte seiner Demut.

Johannes vom Kreuz, Aufstieg auf den Berg Karmel, I. 13-14
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Auch die Meinung, gebraucht zu werden, kann eine Bindung sein und "das Ego füttern.

Stimmt!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Hallo Demetrius,

was du schreibst ist schon klar, doch was ich meinte ist die Täuschung, der man mit der scheinbaren Selbstlosigkeit unterliegen kann.

Auch die Meinung, gebraucht zu werden, kann eine Bindung sein und "das Ego füttern.

Deshalb soll "die Linke nicht wissen, was die Rechte tut" (Mt. 6,3) und deshalb sind diejenigen bei den Gerechten, die ohne es zu wissen Jesus in "den Geringsten" selbstlos Gutes getan haben. (Mt, 25,34-40)

Sobald man von anderen gelobt wird oder irgendwo Sternchen oder "Likes" erhält, ist man schon in Gefahr und sobald man meint sich darauf berufen zu müssen, ist man wohlmöglich der Versuchung schon erlegen.


Hallo Mara-Devi,

Die Meinung gebraucht zu werden, ist noch nicht unbedingt eine Bindung.
Doch wenn ich dem, der Hilfe braucht auch helfe, und im Geist denke – ICH habe diesem armen Menschen geholfen – DANN ist man noch gebunden.
Ich hatte einmal einen sehr gläubigen (Christentum) Mitarbeiter. Eines Tages kam er stolz und freudestrahlend in die Küche, und sagte: „ICH habe gerade einer alten Oma über die Straße geholfen“!
Das ist die Bindung. Der Stolz, und der Gedanke, daß ICH GUT BIN!

Da gibt es eine Aussage in der Bhagavad Gita:
„Wer Handeln in Nichthandeln, und Nichthandeln in Handeln sieht, der sieht die Dinge wie sie wirklich sind“.
Da habe ich lange gebraucht, um diese Aussage zu verstehen.
4. Transzendentales Wissen : http://www.demetrius-degen.de/religionen/hinduismus/gita2.htm

Lao-Tse spricht da einfach vom „Tun ohne Tun“ (das nur selten erreicht wird).

Der Buddha hat diesbezüglich eine Aussage: (gekürzt – sinngemäß) Der Buddha besuchte einen Einsiedler, und er begrüßte ihn mit den Worten: „Du zu ZWEIT lebender“! Der Einsiedler war beleidigt. Ich bin doch alleine hier, wer soll der Zweite sein? Buddha antwortete: „Dein Begehren ist der Zweite“!

Es nützt also auch nichts, wenn man sich von der Welt zurück zieht, wenn man seine Begehren mitnimmt!
Theoretisch kann man besitzen was man will, wenn man im Geist BEFREIT ist. Doch wer wirklich befreit ist, der legt auch keinen Wert mehr auf irdischen Besitz. Er nutzt nur das, was er für seine Aufgabe braucht.
Ansonsten hast Du natürlich vollkommen recht, es kommt öfters vor, daß man glaubt, dieses oder jenes (Begehren, Anhaftung, Ego) überwunden zu haben, und dann kommt man in eine Situation, die einem klar vor Augen führt, daß es doch noch nicht so ist.

Bei der geistigen Entwicklung (Bewusstwerdung) gilt folgendes:
Der Geist wird immer klarer!
Wissen, Erkennen, Verstehen:
Der Wissende erkennt nur ein trübes Wasser – mehr nicht.
Der Erkennende erkennt schon verschiedene Fische im Wasser.
Der Verstehende erkennt alles im Wasser – bis auf den GRUND (Ursprung des Seins).

Das Prinzip ist: Je weniger Begehren (Eigennutz) der Mensch hat, um so KLARER wird sein Geist – um so mehr erkennt und versteht er.
B-Gita oder Bibel? „Im gleichen Maße, wie Ihr euch mir hingebt, werde ich Euch belohnen“!
Noch eine Kleinigkeit zu Deiner Aussage bei Burkl:
Es gibt jedoch tatsächlich einen sanften Weg mit einem persönlichen Gegenüber für das du in Liebe zu erglühen beginnst, so dass das fette Ego wie von selbst verschwindet. ("Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.")
Wer einen festen Glauben zu einem Gott mitbringt, hat es ohne Zweifel leichter auf dem Weg. Doch seine Begehren muß er auch abbauen.
Beispiel:
Licht + Schatten.
Gott ist das Licht, die Erde ist der Schatten. Du stehst in der Mitte (+). Wenn Du Dich dem Licht zuwenden willst, mußt Du Dich automatisch vom Schatten abwenden. Anders geht das nicht.
Wenn man diese Liebe zu Gott hat, dann macht das den Weg auf jeden Fall einfacher.
Letztendlich ist es nur die Frage, worauf (in welche Richtung) Du Deinen Geist richtest.
Der Jesus (Christus) sagt ja: „Keiner kommt zum Vater den durch MICH“!
Der Christus ist der Geist.
In diesem Sinne,
Demetrius Degen.
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:

Theoretisch kann man besitzen was man will, wenn man im Geist BEFREIT ist. Doch wer wirklich befreit ist, der legt auch keinen Wert mehr auf irdischen Besitz. Er nutzt nur das, was er für seine Aufgabe braucht.
Ansonsten hast Du natürlich vollkommen recht, es kommt öfters vor, daß man glaubt, dieses oder jenes (Begehren, Anhaftung, Ego) überwunden zu haben, und dann kommt man in eine Situation, die einem klar vor Augen führt, daß es doch noch nicht so ist.

Stimmt! In diesem Punkt kann man sich sehr überschätzen!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Demetrius hat folgendes geschrieben:

Noch eine Kleinigkeit zu Deiner Aussage bei Burkl:
Es gibt jedoch tatsächlich einen sanften Weg mit einem persönlichen Gegenüber für das du in Liebe zu erglühen beginnst, so dass das fette Ego wie von selbst verschwindet. ("Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.")
Wer einen festen Glauben zu einem Gott mitbringt, hat es ohne Zweifel leichter auf dem Weg. Doch seine Begehren muß er auch abbauen.

Hallo Demetrius,

bei dir hört sich das alles nach bewusster und z.T. harter Arbeit an.
Was ich meine geschieht jedoch wie von selbst, d.h. unbewusst und ohne jede Anstrengung.
Die Anstrengung und die Gedanken sind völlig auf den Geliebten ausgerichtet.

Zitat:
Beispiel:
Licht + Schatten.
Gott ist das Licht, die Erde ist der Schatten. Du stehst in der Mitte (+). Wenn Du Dich dem Licht zuwenden willst, mußt Du Dich automatisch vom Schatten abwenden. Anders geht das nicht.

Was ist Schatten? - Es ist nur die Abwesenheit von Licht.
Wenn ich mich Gott als Person und Lichtquelle zuwende, bleibt der Schatten automatisch hinter mit.
Je mehr du mit dem göttlichen Geliebten eins wirst, desto mehr wirst du selbst zur Lichtquelle und überall wo du dich dann hin wendest wird der Schatten verschwinden. (Mit einer Lampe am Kopf kannst du die dunkelste Höhle erhellen.)

Zitat:
Wenn man diese Liebe zu Gott hat, dann macht das den Weg auf jeden Fall einfacher.
Letztendlich ist es nur die Frage, worauf (in welche Richtung) Du Deinen Geist richtest.

Wenn du liebst, richtest du alles auf den Geliebten aus, auch deinen Geist.


Zitat:
Der Jesus (Christus) sagt ja: „Keiner kommt zum Vater den durch MICH“!
Der Christus ist der Geist.
Jesus sagt auch: "Ich und der Vater sind eins.!"

Für mich ist dein Weg viel zu analytisch, lieber Demetrius, Gott zu lieben bedeutet mit dem Herzen zu sehen, da binden einen keine komplizierten oder moralischen Gedankengänge und Gesetze.

Alles ist gut so wie es ist,
alles ist im Fluss,
der göttliche Geliebte bleibt
und genügt.


LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Für mich ist dein Weg viel zu analytisch, lieber Demetrius, Gott zu lieben bedeutet mit dem Herzen zu sehen, da binden einen keine komplizierten oder moralischen Gedankengänge und Gesetze.

So hat es Jesus laut Bibel auch gelehrt.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!

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