Gott ist ein Lebensprinzip:


leuthner hat folgendes geschrieben:
Lieber Demetrius!
Von meiner wahren Liebe habe ich losgelassen, alle anderen Menschen zolle ich ein- und denselben Respekt, ganz egal, ob verwandt oder bekannt, Freund, Fremder oder Feind.

Tolle Einstellung!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Zitat:
Tolle Einstellung!


Die einzig richtige Einstellung! Sollten alle Menschen beherzigen - ich würde zum Respekt noch Freundlichkeit, Herzlichkeit hinzufügen.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Demetrius hat folgendes geschrieben:

alle Begehren im Leben überwinden nur sehr wenige (und das erst nach unzähligen Geburten). Man muß also schon Erfahrungswerte aus früheren Leben mitbringen, um diese Aufgabe wirklich bewältigen zu können.
Viele glauben Frei zu sein, und merken erst dann, wenn ihnen etwas wirklich verloren geht, wie sehr sie daran hingen und noch hängen.

Hallo Demetrius, jemand der ganz frei ist, müsste der nicht auch ganz frei von menschlichen Bedürfnissen wie Trinken, Essen und Schlafen sein. Wie siehst du das?

Zitat:
Am leichtesten zu überwinden sind die materiellen Bindungen (Auto, Geld, Kleidung). Schwieriger werden die persönlichen Bindungen (Familie, Kinder, Freunde). Die stärksten Bindungen sind die geistigen Bindungen (Der Stolz und der Hochmut - Das ist das eigentliche Ego.) Ehre, Anerkennung, und besonders häufig, das „ich will geliebt werden“)).


Diese Rangfolge mag für dich zutreffen, lässt sich mMn jedoch nicht generalisieren.
Das Tückische sind individuell sehr verschiedenartige "stärkste Bindungen".

Zum Beispiel:
"Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!
Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.
Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!"
(Mk.10,19-23)


Anderes Beispiel:
Eine Frau geht voll in Nächstenliebe auf, indem sie einen Menschen pflegt und sich kümmert. Aus ihrer Sicht würde der Kranke ohne sie jede Lebensqualität verlieren, doch dabei sieht sie u. U. nicht, in welch starker Bindung sie selbst sich befindet. - Ob das verständlich ist?

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Demetrius hat folgendes geschrieben:
alle Begehren im Leben überwinden nur sehr wenige (und das erst nach unzähligen Geburten). Man muß also schon Erfahrungswerte aus früheren Leben mitbringen, um diese Aufgabe wirklich bewältigen zu können.
Viele glauben Frei zu sein, und merken erst dann, wenn ihnen etwas wirklich verloren geht, wie sehr sie daran hingen und noch hängen


Die guten geschaffenen Dinge zu begehren ist ja durchaus menschlich und legitim - wir würden gar nicht leben, wenn sich unsere Eltern nicht begehrt hätten.

Das Problem ist nicht das Begehren an sich, sondern die Begehrlichkeit als verkehrte Haltung, das heißt das ungeordnete Begehren und Anstreben der Dinge um ihrer selbst Willen ohne deren Hinordnung auf Gott zu sehen und an die erste Stelle zu setzen.
Solange über dem Begehren Gott als letztes Ziel steht - und nicht das geringwertigere geschaffene Gut um seiner selbst willen - ist das Begehren gut.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Die guten geschaffenen Dinge zu begehren ist ja durchaus menschlich und legitim - wir würden gar nicht leben, wenn sich unsere Eltern nicht begehrt hätten.

Du weißt aber schon, Burkl, dass es im "christlichen Himmel" kein heiraten und verheiratet sein mehr gibt?

Burkl hat folgendes geschrieben:
Das Problem ist nicht das Begehren an sich, sondern die Begehrlichkeit als verkehrte Haltung, das heißt das ungeordnete Begehren und Anstreben der Dinge um ihrer selbst Willen ohne deren Hinordnung auf Gott zu sehen und an die erste Stelle zu setzen.
Solange über dem Begehren Gott als letztes Ziel steht - und nicht das geringwertigere geschaffene Gut um seiner selbst willen - ist das Begehren gut.

Es gibt kein "untergeordnetes Begehren"!

"Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." (Matthäus 6,24)

LG
Mara
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Es gibt kein "untergeordnetes Begehren"!


Geordnet werden kann und muss das Begehren, aber nicht ausgeschaltet.

Sünde resultiert so gesehen immer aus einem falschen Begehren. Aus einem Wollen, das eben als letztes Ziel nicht das größte Gut - Gott, den Erschaffer - erlangen will sondern das Geschaffene als Selbstzweck.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Es gibt kein "untergeordnetes Begehren"!

Geordnet werden kann und muss das Begehren, aber nicht ausgeschaltet.

Sünde resultiert so gesehen immer aus einem falschen Begehren. Aus einem Wollen, das eben als letztes Ziel nicht das größte Gut - Gott, den Erschaffer - erlangen will sondern das Geschaffene als Selbstzweck.

Kannst du mal ein Beispiel für ein "richtiges Begehren" nennen?

Vielleicht meinst du etwas anderes, denn Begehren ist immer ausschließlich. Etwas zu Begehren bedeutet seinen ganzen Fokus darauf auszurichten, wodurch Gott ausgeschlossen wird.

Sich gelüsten lassen, Begierde gehen noch eindeutiger in diese Richtung:

"Und du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib; und du sollst dich nicht gelüsten lassen deines Nächsten Hauses, noch seines Feldes, noch seines Knechtes, noch seiner Magd, noch seines Rindes, noch seines Esels, noch alles dessen, was dein Nächster hat. " (5.Mose 5,21)
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Kannst du mal ein Beispiel für ein "richtiges Begehren" nennen?


Ein simples Beispiel: Das Essen.

Ein Tischgebet setzt Gott an die Spitze und die Befriedigung ist auf Ihn hin geordnet - richtiges Begehren. Wenn das fehlt dann steht die eigene Befriedigung an erster Stelle und nicht Gott. Es geht dann nur ums Essen - falsches Begehren.

"Sie essen das Brot des Herrn, / doch seinen Namen rufen sie nicht an." (Ps 14,4)
Hallo Mara-Devi,

Hallo Demetrius, jemand der ganz frei ist, müsste der nicht auch ganz frei von menschlichen Bedürfnissen wie Trinken, Essen und Schlafen sein. Wie siehst du das?
Nein! Dafür haben wir ja die Triebe! Ohne diese Antriebe, würde keine Pflanze Wurzeln treiben, oder die Blätter nach der Sonne richten. Kein Tier würde jagen, oder seinen Nachwuchs oder Rudel verteidigen. Genau so wenig würde sich ein Mensch ernähren usw. weil das alles viel zu ANSTRENGEND wäre.
Pflanzen und Tiere leben noch nach den natürlichen PRINZIPIEN! Sie können garnicht davon abweichen, es sei denn, sie werden vom Menschen dressiert (Konditioniert). Ansonsten entwickeln sich Pflanzen und Tiere, der Natur (dem Prinziep) entsprechend automatisch weiter. Denn das Prinzip dient der Weiterentwicklung.
Der Mensch hat aber einen freien Willen, mit dem er sICH entscheiden kann. Durch diese Fähigkeit des Menschen, kann er in seinem Bewusstsein tiefer sinken als jedes Tier, aber auch in ungeahnte Höhen aufsteigen.

(Ein Tier kann nicht willentlich töten. Aber ein Mensch kann das sehr wohl. Ein Tier ist nie Missgünstig, voller Hass oder Neid, usw. Das kann nur der Mensch – durch seinen Eigennutz, und sein unersättliches Begehren. Aber ein Tier kann auch nicht im Geiste über das Irdische Dasein hinaus gehen. Ein Tier kann sich nicht eigenständig weiter entwickeln.)

Doch natürlich wird auch der Mensch Angetrieben! Nach der Kindheit – in der heutigen Zeit viel zu früh- entwickelt der Mensch eben verschiedene Begehren (dem entsprechend auch Ängste). Teilweise anerzogen, teilweise aus früheren Leben (Bewusstsein) mitgebracht. Dieses Begehren erweitert sich, bis es (der Mensch) an seine Grenzen stößt. Dann bekommt er Angst.

Der „FREIE“ Wille des Menschen wird unterdrückt durch die Sinneswahrnehmung, durch die das Begehren entsteht. Somit ist der Mensch ein Sklave seiner Sinne – und der Begehren – nicht mehr frei in seinem Willen.
Darum sagt schon Schopenhauer: „Der Mensch kann zwar TUN was er will, aber er kann nicht WOLLEN was er will“.
Weil das Tun des Menschen von seinen begehren über die Sinneswahrnehmung abhängt.

Diese Rangfolge mag für dich zutreffen, lässt sich mMn jedoch nicht generalisieren.
Das Tückische sind individuell sehr verschiedenartige "stärkste Bindungen".

Aber sicher sind die Begehren individuell in ihrer Art und Kraft bei jedem Menschen total verschieden.
Ich esse gerne Leberwurst und Fleischsalat, ein Anderer lieber Schinken und Salami! Der hängt an seinem Auto mehr, als an seiner Frau, oder der hängt an seinen Kindern mehr als an seinem Haus – usw..
Ist einer reich genug, hängt er an seinem Geld, und kann sich so viel „Freunde“ kaufen wie er will. Auch Frauen sollen mit genügend Geld käuflich zu sein.
Doch im „Normalfall“ ist eine materielle Bindung leichter zu überwinden, als eine persönliche Bindung (wenn es eben auch eine feste Bindung ist).
Darüber hinaus ist das eigentliche EGO (Egoismus - Eigennutz), das nur an sICH (Das Ich, Mich und Mein) denkt. Dazu kommt dann der Stolz und der Hochmut. Dieses ist tatsächlich am schwierigsten zu überwinden.
Ich bin – reich, berühmt, und sogar das gut sein – ist Ego pur. Viele Gläubige rühmen sich ihres GUT SEINS! Dazu die Aussage der Bibel: „Wer das Gute tut um des Lohnes willen, der hat seinen Lohn schon“! Oder Jesus: … „Ich bin nicht gut, Euer Vater im Himmel, der ist gut“!

Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
Der Buddha forderte das „Gleiche“: (gekürzt) Der zieht aus dem Haus in die Hauslosigkeit, Nachdem er eine kleine oder große Familie - einen kleinen oder großen Reichtum aufgegeben hat…“.
Jetzt verlange das einmal von den heutigen Menschen!
Das ist dann erst der ANFANG auf dem Weg!

Anderes Beispiel:
Eine Frau geht voll in Nächstenliebe auf, indem sie einen Menschen pflegt und sich kümmert. Aus ihrer Sicht würde der Kranke ohne sie jede Lebensqualität verlieren, doch dabei sieht sie u. U. nicht, in welch starker Bindung sie selbst sich befindet. - Ob das verständlich ist?

Wer SELBSTLOS Kranke pflegt, geht keine Bindung ein – weil er auf oder für sein Handeln kein Ergebnis für sICH erwartet. Eine Bindung gehe ich nur dann ein, wenn ich ein Ergebnis (Dank, Lob) für mICH erwarte.
Eine Bindung gehe ich immer nur dann ein, wenn ich etwas für mICH erwarte. Sei es Geld, Güter, Lob, Anerkennung, Achtung, Beachtung, geliebt werden, geachtet werden, respektiert werden, usw.

LG,
Demetrius Degen
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Hallo Burkl,

Die guten geschaffenen Dinge zu begehren ist ja durchaus menschlich und legitim - wir würden gar nicht leben, wenn sich unsere Eltern nicht begehrt hätten.

Das Problem ist nicht das Begehren an sich, sondern die Begehrlichkeit als verkehrte Haltung, das heißt das ungeordnete Begehren und Anstreben der Dinge um ihrer selbst Willen ohne deren Hinordnung auf Gott zu sehen und an die erste Stelle zu setzen.
Solange über dem Begehren Gott als letztes Ziel steht - und nicht das geringwertigere geschaffene Gut um seiner selbst willen - ist das Begehren gut.


Du hast nicht verstanden, was Begehren ist!
Wir werden sogar aus Begehren geboren! Denn ohne Begehren, keine Wiedergeburt auf Erden!
Denn die Begehren des Geistes (Bewusstsein – geistige Vorstellung, Sehnsucht), werden IMMER vom wahren Selbst erfüllt! Allerdings nicht im „Himmel“, sondern auf Erden. Denn die Erde (das ganze Universum) ist nur da, damit der Geist seine individuellen Vorstellungen (Zu- und Abneigungen) ausleben kann. Daraus lernt der Geist, und gewinnt Erkenntnisse von seinem wahren Selbst.
Ist die Vorstellung des Geistes in´s Irdische (Materie (Fleisch)) gerichtet, entsteht diese auf Erden. Ist diese Vorstellung in den Himmel (Geist) gerichtet, entsteht sie im Himmel.
Darum die Aussage: „Fleisch gesinnt (geistige Vorstellung) wird zu Fleisch (Materie, Körper), Geist gesinnt wird zu Geist“.
Ein Begehren für sICH, ist immer in die Materie gerichtet! Weil der Mensch über seine körperlichen Sinne, nur materielles wahrnehmen kann, und nur durch die körperlichen Sinne wird der Geist an die materielle Welt gebunden. Darum kann Begehren NIE gut sein!
Geistig gesinnt, ist kein Begehren, sondern eine Sehnsucht. Man sehn(t) sich, und man sucht nach Wahrheit und Erkenntnis.
Darum muß der Geist von allem irdischen Begehren befreit oder gelöst werden, damit er umkehren kann, und sein Streben aus dem Irdischen in Sehnsucht nach dem Göttlichen gewandelt wird.

Schon in den Upanishaden steht: „Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, aufgegeben sind, wird der Sterbliche unsterblich“!
Das Ganze mindestens 2 - 4000 Jahre vor Christus!

Demetrius Degen[/b]
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de

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