Häufen sich gerade die politischen Probleme?


Guten Morgen allerseits,

in den letzten Monaten habe ich verstärkt das Gefühl, dass sich hier (in Deutschland/Mitteleuropa) die politischen Probleme immer mehr häufen.

Da sind einerseits die hunderttausenden Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika. Es strömen weit mehr nach Europa als noch vor wenigen Jahren. Einerseits will man helfen, andererseits scheint die Aufnahmebereitschaft vieler Europäer erschöpft zu sein. Die Politiker eiern herum, jede europäische Regierung will der anderen den schwarzen Peter (kein Wortspiel) zuschieben anstatt eine gemeinsame Lösung zu finden; man hält Sonntagsreden über die Pflicht zur Hilfe und lässt andererseits Schlepperbote absaufen.

Dazu kommt das Problem mit dem Islamismus. Der IS wütet praktisch vor der Haustür Europas. Ständig liest und hört man von jugendlichen in Europa, die sich radikalisieren und sogar dem IS anschließen. Andere islamistische Gruppen mordbrennen sich quer durch Afrika und Asien. Es ist wirklich nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland mal ein Terroranschlag gelingt und dutzende in den Tod reißt.

In der Ukraine köchelt weiterhin der Krieg zwischen der Regierung und den russischen Seperatisten. Putin hat Russland auf Konfrontationskurs gegen den Westen gebracht, betrachtet den Westen jetzt offen als "Feind" und will aufrüsten. Russland hat außerdem eine massive Propagandakampagne gegen die EU gestartet, hetzt damit russische Minderheiten und Antiamerikaner von links und rechts gegen die NATO auf (gerade auch in Deutschland -- Ungarn hat Putin bereits im Sack und die EU tut nichts). Und Russland Kontakte zu Rechtsextremen in etlichen EU-Ländern geknüpft, um die EU von innen zu destabilisieren. Es ist die Rede von einem "neuen Kalten Krieg".

Das Schuldenproblem des Euro/der EU ist immer noch nicht gelöst. Griechenland steht weiterhin am Abgrund bzw. hängt am Finanzhilfen-Tropf, Spanien hat sich zwar halbwegs gefangen, jedoch ist die wirtschaftliche Lage unerträglich: Jugendarbeitslosigkeit von über 50%, ca. 25% Gesamtarbeitslosigkeit. Lass da man nur mal irgendwo im Euro-Raum ne weitere Blase platzen (auch gut möglich, weil nach 2009 praktisch nichts in Hinsicht auf Bankenregulierung umgesetzt wurde) und wir sind wieder da, wo wir 2008 waren.

In vielen EU-Ländern gewinnen Rechtsextreme und -populistische Parteien großen Zulauf. In Frankreich ist der neofaschistische Front National nach Umfragen sogar stärkste Partei. Würde der ins Amt gewählt, würde Frankreich aus der EU austreten, womit sie tot wäre, und Frankreich würde sich mit Russland gegen die NATO verbünden. Vermutlich würden sie auch ihre muslimische Minderheit zusammenknüppeln, was leicht im Bürgerkrieg enden könnte.

Jedes dieser Probleme hat schon für sich genommen unter ungünstigen Bedingungen das Potential, unsere gesamte politische und Wirtschaftsordnung zum Einsturz zu bringen. Kommt es ganz dumm, spitzen sich mehrere dieser Probleme auf einmal zu. Dann wäre Polen wirklich offen.

Wer weiß, ob wir in 5 oder 10 Jahren noch halbwegs in Frieden, Wohlstand und Demokratie leben. Sieht grad nicht gut aus.

Oder sehe ich gerade alles zu schwarz?

Gruß,
Bernhard
Bernh hat folgendes geschrieben:

Oder sehe ich gerade alles zu schwarz?


Ich denke schon, denn es war noch nie anders
Man denke mal zurück (wenn man da schon gelebt hat),
als noch der Kalte Krieg geherrscht hatte.
Als ständig die nukleare Katastrophe zum Greifen nah war.
Als es immer wieder fast zur nuklaren Kastastrophe kam.
Als Oberst Petrow in der UDSSR gar eine Disziplinarstrafe bekam,
weil er die Befehlskette verweigerte und nicht den Roten Knopf drücken wollte, welche die Menschheit wohl annähernd ausgerottet hätte.

Nein, da sind die heutigen Zeiten - trotz aller Schwierigkeiten - doch annehmbarer!
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Diese Probleme sehen auch wir Sahaja Yogis. Deshalb machen wir immer häufiger Feuerzeremonien, die das Göttliche veranlassen sollen, die Negativität in all diesen Dingen auszumerzen. Die Problematik ist nur, das Göttliche respektiert den freien Willen der Menschen, weswegen es gilt immer mehr Menschen zu gewinnen, die gegen diese Negativitäten auftreten.

Alles Liebe

Erich
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Ich handle aus reiner Liebe
Guten Abend Bernhard,

ich denke, du siehst da zu schwarz und zu situationsbezogen.

Seit in der Evolution festgelegt wurde, daß eine Regel heißt "Fressen oder Gefressen werden", hat sich das Leben nach dieser "Richtlinie" abgespielt.
Natürlich wurde diese Regel durch einige andere Regeln abgemildert, aber ganz aufgehoben wurde sie wahrscheinlich nur in ganz kleinen und sehr abgeschiedenen Populationen.

Im Augenblick haben wir wohl eine Phase, wo wieder die Macht- und Ränkespiele hauptsächlich von Staatslenkern, aber auch einigen Religionsführern die Bühne beherrschen. Hinzu kommt, daß die EU immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen verkommen ist, in dem hauptsächlich die Partikularinteressen jedes Staates verhackstückt werden und die eigentlichen Ideen den Bürgern kaum noch vermittelbar sind.
Meines Erachtens sind dies aber alles "Kinderkrankheiten", die früher oder später durchgestanden sind, da in einer technisierten und globalisierten Welt Handelsströme das Einhalten gewisser Regeln erforderlich machen. Und da sind Krieg und Zerstörung auf die Dauer kontraproduktiv.
Das bedeutet jedoch nicht, daß es nicht zwischendurch noch richtig krachen kann, denn FIFA-Systeme und Machtgelüste neuerer Despoten werden uns auch in Zukunft noch viel Kopfzerbrechen bereiten und uns auch noch Schlimmeres antun.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Bernhard,

wir haben realistisch gesehen weltweit die größte humanitäre Krise, die es je bisher gab.

Allein in Syrien hat sich die Zahl von 2013 mit ca. 2 Millionen Flüchtende in benachbarte Länder inzwischen auf beinahe 4 Millionen verdoppelt.

Erst kürzlich habe ich gesehen, wie verzweifelt Menschen über den einzigen noch für kurze Zeit geöffneten Grenzübergang aus dem Gaza-Streifen versucht haben nach Ägypten zu fliehen...

Die UNO-Flüchtlingshilfe spricht von knapp 60 Millionen Menschen weltweit die bereits Ende 2014 auf der Flucht waren und einer deutlich zugenommenen steigenden Tendenz. Gleichzeitig hat die Möglichkeit der Rückkehr in die Heimatländer stark abgenommen.

Zu den politischen Verursachern der humanitären Krise kommen die Umweltkatastrophen hinzu, die aus meiner Sicht ebenfalls menschengemacht sind.

Allein von dem Erdbeben in Nepal sind ca. 8 Millionen Menschen betroffen.


Da ist die Frage, wo das enden wird, schon berechtigt.

Allerdings denke ich dabei an die universellen und elementaren menschlichen Probleme und hoffe und bete, dass all die guten Bestrebungen, seien sie politischer, humanitärer und/oder spiritueller Natur, das weitere "Umkippen" stoppen und erst einmal wieder ein Gleichgewicht herstellen können.

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Hallo Bernhard,

wir haben realistisch gesehen weltweit die größte humanitäre Krise, die es je bisher gab.

Allein in Syrien hat sich die Zahl von 2013 mit ca. 2 Millionen Flüchtende in benachbarte Länder inzwischen auf beinahe 4 Millionen verdoppelt.

Im zweiten Weltkrieg gab es allein 14 Mio. deutsche Flüchtlinge und 12 Mio. "Displaced Persons". Die Gesamtbevölkerung war weniger als ein Drittel in der heutigen Zeit. In Relation ist es nicht die schlimmste Krise, was es nicht besser macht ...

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Zu den politischen Verursachern der humanitären Krise kommen die Umweltkatastrophen hinzu, die aus meiner Sicht ebenfalls menschengemacht sind.

Wie meinst du das?
luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Hallo Bernhard,

wir haben realistisch gesehen weltweit die größte humanitäre Krise, die es je bisher gab.

Allein in Syrien hat sich die Zahl von 2013 mit ca. 2 Millionen Flüchtende in benachbarte Länder inzwischen auf beinahe 4 Millionen verdoppelt.

Im zweiten Weltkrieg gab es allein 14 Mio. deutsche Flüchtlinge und 12 Mio. "Displaced Persons". Die Gesamtbevölkerung war weniger als ein Drittel in der heutigen Zeit. In Relation ist es nicht die schlimmste Krise, was es nicht besser macht ...

Sorry, aber ich kann das Leiden von Menschen nicht relativieren und statistisch in Bezug zur Gesamtbevölkerung betrachten.

60 Mill. Menschen auf der Flucht und eine rückläufige Zahl derer, die wieder in ihre Heimat zurückkehren können, bleibt für mich die größte humanitäre Krise in der Geschichte.

luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Zu den politischen Verursachern der humanitären Krise kommen die Umweltkatastrophen hinzu, die aus meiner Sicht ebenfalls menschengemacht sind.

Wie meinst du das?


Sind Umweltzerstörung (Abholzung von Wäldern, anderer Rohstoffabbau, Begradigung von Flüssen, Luft- und und Wasserverschmutzung etc.) und der fortschreitende Klimawandel nicht ein erkennbarer Anteil an der Verursachung von Naturkatastrophen?

Und wenn ich höre, dass die Kanzlerin beim G7-Gipfel eine max. Erderwärmung von 2 Grad Celsius durchsetzt, gleichzeitig aber ihr Wirtschaftministerium eine Forschung finanziert und vorantreibt, die der Förderung fossiler Brennstoffe in der Arktis dient, habe ich den Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen leider immer noch größer sind, als der Schutz vor Umweltkatastrophen.

In der Tradition der vedischen Schriften wird darüber hinaus von kosmisch negativen Veränderungen und Einflüssen ausgegangen, deshalb haben verschiedene hinduistische Heilige die uralten großen vedischen Feuerzeremonien wieder eingeführt.
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Hallo Bernhard,

wir haben realistisch gesehen weltweit die größte humanitäre Krise, die es je bisher gab.

Allein in Syrien hat sich die Zahl von 2013 mit ca. 2 Millionen Flüchtende in benachbarte Länder inzwischen auf beinahe 4 Millionen verdoppelt.

Im zweiten Weltkrieg gab es allein 14 Mio. deutsche Flüchtlinge und 12 Mio. "Displaced Persons". Die Gesamtbevölkerung war weniger als ein Drittel in der heutigen Zeit. In Relation ist es nicht die schlimmste Krise, was es nicht besser macht ...

Sorry, aber ich kann das Leiden von Menschen nicht relativieren und statistisch in Bezug zur Gesamtbevölkerung betrachten.

60 Mill. Menschen auf der Flucht und eine rückläufige Zahl derer, die wieder in ihre Heimat zurückkehren können, bleibt für mich die größte humanitäre Krise in der Geschichte.

Ich will auch nichts relativieren. Nur hatten wir das alles schon und es wird immer so weitergehen. Durch die Bevölkerungsexplosion kommen noch viel größere Probleme auf uns zu ...

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Zu den politischen Verursachern der humanitären Krise kommen die Umweltkatastrophen hinzu, die aus meiner Sicht ebenfalls menschengemacht sind.

Wie meinst du das?


Sind Umweltzerstörung (Abholzung von Wäldern, anderer Rohstoffabbau, Begradigung von Flüssen, Luft- und und Wasserverschmutzung etc.) und der fortschreitende Klimawandel nicht ein erkennbarer Anteil an der Verursachung von Naturkatastrophen?

Und wenn ich höre, dass die Kanzlerin beim G7-Gipfel eine max. Erderwärmung von 2 Grad Celsius durchsetzt, gleichzeitig aber ihr Wirtschaftministerium eine Forschung finanziert und vorantreibt, die der Förderung fossiler Brennstoffe in der Arktis dient, habe ich den Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen leider immer noch größer sind, als der Schutz vor Umweltkatastrophen.

Einige Naturkatastrophen sind natürlich von Menschenhand herbeigeführt, vor allem wenn wir uns Überschwemmungen ansehen. Ob Vulkanausbrüche darunter fallen, wage ich zu bezweifeln. Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

In der Tradition der vedischen Schriften wird darüber hinaus von kosmisch negativen Veränderungen und Einflüssen ausgegangen, deshalb haben verschiedene hinduistische Heilige die uralten großen vedischen Feuerzeremonien wieder eingeführt.

Dann sind wir doch gerettet ...
Hallo luschn,



Zitat:
Ich will auch nichts relativieren. Nur hatten wir das alles schon und es wird immer so weitergehen. Durch die Bevölkerungsexplosion kommen noch viel größere Probleme auf uns zu ...


Na, da wirst du aber kaum auf Gegenliebe stoßen. Die meisten Religionen bevorzugen doch die ungehemmte menschliche Vermehrung.


Pjotr Kala
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