Häufen sich gerade die politischen Probleme?


luschn hat folgendes geschrieben:

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Sorry, aber ich kann das Leiden von Menschen nicht relativieren und statistisch in Bezug zur Gesamtbevölkerung betrachten.
60 Mill. Menschen auf der Flucht und eine rückläufige Zahl derer, die wieder in ihre Heimat zurückkehren können, bleibt für mich die größte humanitäre Krise in der Geschichte.

Ich will auch nichts relativieren. Nur hatten wir das alles schon und es wird immer so weitergehen. Durch die Bevölkerungsexplosion kommen noch viel größere Probleme auf uns zu ...

Dass es immer so weiter gehen wird, wage ich zu bezweifeln.
Bei zunehmender Zahl der Weltbevölkerung zerstört die Menschheit entweder immer mehr sich selbst und ihren Lebensraum oder viele Menschen, besonders in den reichen Ländern, ändern sich und ihren Lebensstil und es kommt zu einer gerechten Verteilung der Ressourcen und einem weltweit schonendem Umgang mit der Natur.

luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Und wenn ich höre, dass die Kanzlerin beim G7-Gipfel eine max. Erderwärmung von 2 Grad Celsius durchsetzt, gleichzeitig aber ihr Wirtschaftministerium eine Forschung finanziert und vorantreibt, die der Förderung fossiler Brennstoffe in der Arktis dient, habe ich den Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen leider immer noch größer sind, als der Schutz vor Umweltkatastrophen.

Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Glaubst du das dies bei allen Regierungen der Fall ist?


Zitat:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

In der Tradition der vedischen Schriften wird darüber hinaus von kosmisch negativen Veränderungen und Einflüssen ausgegangen, deshalb haben verschiedene hinduistische Heilige die uralten großen vedischen Feuerzeremonien wieder eingeführt.

Dann sind wir doch gerettet ...

Vielleicht liegst du da insofern richtig, dass wir deshalb bis jetzt noch nicht im Chaos versunken sind, weil sich Heilige und Gläubige auf mancherlei Art und Weise permanent für die "Rettung" dieser Welt eingesetzt haben.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Sorry, aber ich kann das Leiden von Menschen nicht relativieren und statistisch in Bezug zur Gesamtbevölkerung betrachten.
60 Mill. Menschen auf der Flucht und eine rückläufige Zahl derer, die wieder in ihre Heimat zurückkehren können, bleibt für mich die größte humanitäre Krise in der Geschichte.

Ich will auch nichts relativieren. Nur hatten wir das alles schon und es wird immer so weitergehen. Durch die Bevölkerungsexplosion kommen noch viel größere Probleme auf uns zu ...

Dass es immer so weiter gehen wird, wage ich zu bezweifeln.
Bei zunehmender Zahl der Weltbevölkerung zerstört die Menschheit entweder immer mehr sich selbst und ihren Lebensraum oder viele Menschen, besonders in den reichen Ländern, ändern sich und ihren Lebensstil und es kommt zu einer gerechten Verteilung der Ressourcen und einem weltweit schonendem Umgang mit der Natur.


Hallo Mara-Devi!

Dass die Menschen vernünftiger werden, hoffe ich auch. Leider befürchte ich nur, dass das nicht von selbst passieren wird. Es wird vielleicht erstmal richtig "knallen" müssen, eine weltweit spürbare Katastrophe, bevor die Mehrheit der Menschen aufgerüttelt werden und grundlegend etwas ändern.

Ich hoffe, ich irre mich ...

Was das Relativieren angeht: Du hast ja die Behauptung aufgestellt, wir hätten gerade "die größte humanitäre Katastrophe der Geschichte". Damit hast Du ja zum Vergleich mit anderen Katastrophen in der Geschichte praktisch aufgerufen. Wenn Luschn dann darauf hinweist, dass es nach dem 2. Weltkrieg schonmal ähnlich schlimm oder sogar schlimmer aussah, ist das ja kein "Relativieren", sondern nur ein Einordnen Deiner Behauptung.

Im Grunde ist es ja auch egal, ob es nun zahlenmäßig wirklich "die schlimmste" Krise ist. Auf jeden Fall ist sie heute schon sehr schlimm ... wenn sie in etwa an die nach dem Zweiten Weltkrieg heranreicht, ist das schon katastrophal. So schlimm war es schon lange nicht mehr.

Zitat:
luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Und wenn ich höre, dass die Kanzlerin beim G7-Gipfel eine max. Erderwärmung von 2 Grad Celsius durchsetzt, gleichzeitig aber ihr Wirtschaftministerium eine Forschung finanziert und vorantreibt, die der Förderung fossiler Brennstoffe in der Arktis dient, habe ich den Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen leider immer noch größer sind, als der Schutz vor Umweltkatastrophen.

Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Glaubst du das dies bei allen Regierungen der Fall ist?


Ich bin zwar nicht Luschn, aber antworte trotzdem mal:

Natürlich sind "die Regierungen" nicht alle von Konzernen gesteuert. Das ist eine ziemlich grobe Vereinfachung, meiner Meinung nach.

Klar haben mächtige Unternehmen mit viel Geld auch gewissen Einfluss. Es wird natürlich viel Lobbyismus betrieben. Aber was dabei übersehen wird ist ja, dass viele andere Dinge auch eine Rolle spielen, nicht zuletzt das Verhalten der Verbraucher und Wähler, also uns allen.

Konzerne können ja nur deswegen Geld mit schmutzigen fossilen Brennstoffen machen, weil "wir" genau das haben wollen. Wir, als Verbraucher, kaufen eben billiges Benzin und regen uns schrecklich auf, wenn es mal um ein paar Cent teurer wird. Fragen wir uns mal ehrlich: Wer von uns ist bereit, gerne das doppelte und dreifache für Ökostrom zu bezahlen, für Biosprit oder Lebensmittel aus nachhaltiger Landwirtschaft? Wer verzichtet denn freiwillig auf ein Auto oder die tägliche Portion Fleisch auf dem Teller? Sind wir dazu nicht bereit, dann ist es heuchlerisch, sich über "die Konzerne" aufzuregen. Die sind nur deswegen so groß und mächtig, weil wir sie mit unserem Geld dazu machen.

Wenn dann z.B. Merkel schmutzige Ölbohrungen genehmigt, tut sie das nicht nur, weil die pöhsen Konzerne sie in der Tasche haben, sondern weil wir, das Volk, sie eher wählen wird, wenn sie dafür sorgt, dass das Benzin schön billig bleibt und niemand auf sein Auto verzichten muss.

Natürlich ist das dann auch wieder eine soziale Frage ... wenn nur noch "saubere" Energie verkauft wird, nur noch nachhaltige Lebensmittel, dann steigen die Preise, worunter gerade Arme, sozial Schwache besonders zu leiden haben.

Deswegen sind oft auch gerade besonders "linke", die für die pöhsen Konzerne ja nicht viel Liebe übrig haben, für dreckige Energie zu haben: Blos nicht die Braunkohle stilllegen, denn sonst leiden ja die guten alten gewerkschaftlich organisierten Kohlekumpel. Sollen die etwa arbeitslos werden und am Ende nicht mehr links wählen? Und der teure "Ökofraß" ist doch sowieso nur was für verhätschelte Wohlstandskinder, die sonst keine Probleme haben. Für den Hartz IV-Empfänger ist Fleisch auf dem Teller eine Frage der Lebensqualität, und das geht halt nur dreckig und billig.

Machen wir es uns also lieber nicht zu einfach mit dumpfen Parolen von "der bösen Wirtschaft" und "dem kleinen Mann", der angeblich nur Opfer sei. Wenn eine Mehrheit der Wähler es wollen -- und auch dafür bezahlen wollen würde, hätten wir ohne weiteres schon praktisch null CO2-Ausstoß.

Gruß,
B.
Bernh hat folgendes geschrieben:
Was das Relativieren angeht: Du hast ja die Behauptung aufgestellt, wir hätten gerade "die größte humanitäre Katastrophe der Geschichte". Damit hast Du ja zum Vergleich mit anderen Katastrophen in der Geschichte praktisch aufgerufen. Wenn Luschn dann darauf hinweist, dass es nach dem 2. Weltkrieg schonmal ähnlich schlimm oder sogar schlimmer aussah, ist das ja kein "Relativieren", sondern nur ein Einordnen Deiner Behauptung.

Wenn ich von der größten humanitären Krise in der Geschichte spreche, ist dies weltweit gesehen und von der Anzahl der Menschen (60 Mill.), die zur Zeit auf der Flucht sind. Es waren noch nie zuvor so viele Menschen auf der Flucht.
Luschn hatte dann darauf hingewiesen, dass, in Relation zur ebenfalls stark gewachsenen Gesamtbevölkerungszahl, diese weltweite Flüchtlingszahl gar nicht so groß sei.

Doch so kann und will ich es nicht sehen, sondern so, dass die Gesamtzahl der Flüchtlinge in den letzten beiden Jahren ganz extrem gestiegen ist und bei den meisten keine Aussicht besteht, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.


Bernh hat folgendes geschrieben:

Dass die Menschen vernünftiger werden, hoffe ich auch. Leider befürchte ich nur, dass das nicht von selbst passieren wird. Es wird vielleicht erstmal richtig "knallen" müssen, eine weltweit spürbare Katastrophe, bevor die Mehrheit der Menschen aufgerüttelt werden und grundlegend etwas ändern.

Das sehe ich optimistisch, denn wer hätte z.B. je gedacht, dass wir unter der derzeitigen Regierung doch noch den Atomenergieausstieg voranbringen.

Die Frage ist doch, wie man emotionale Betroffenheit über das Leid der Flüchtlinge bei einzelnen Menschen bewirken kann, die selbst entweder fernab als "Reiche" im sicheren und gemachten Nest sitzen oder die ebenfalls fernab auf die Straße gehen, aus Angst vor Überfremdung (Verlust der eigenen Kultur) und Wirtschaftsflüchtlingen, die ihnen die Arbeitsplätze und "das Brot vom Teller" wegnehmen.

Bernh hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Glaubst du das dies bei allen Regierungen der Fall ist?


Ich bin zwar nicht Luschn, aber antworte trotzdem mal:

Natürlich sind "die Regierungen" nicht alle von Konzernen gesteuert. Das ist eine ziemlich grobe Vereinfachung, meiner Meinung nach.

Klar haben mächtige Unternehmen mit viel Geld auch gewissen Einfluss. Es wird natürlich viel Lobbyismus betrieben. Aber was dabei übersehen wird ist ja, dass viele andere Dinge auch eine Rolle spielen, nicht zuletzt das Verhalten der Verbraucher und Wähler, also uns allen.

Konzerne können ja nur deswegen Geld mit schmutzigen fossilen Brennstoffen machen, weil "wir" genau das haben wollen. Wir, als Verbraucher, kaufen eben billiges Benzin und regen uns schrecklich auf, wenn es mal um ein paar Cent teurer wird. Fragen wir uns mal ehrlich: Wer von uns ist bereit, gerne das doppelte und dreifache für Ökostrom zu bezahlen, für Biosprit oder Lebensmittel aus nachhaltiger Landwirtschaft? Wer verzichtet denn freiwillig auf ein Auto oder die tägliche Portion Fleisch auf dem Teller? Sind wir dazu nicht bereit, dann ist es heuchlerisch, sich über "die Konzerne" aufzuregen. Die sind nur deswegen so groß und mächtig, weil wir sie mit unserem Geld dazu machen.

Was Bio-Lebensmittel-Konsum und Fleischverzicht angeht, hat sich bereits ein ziemlicher Wandel vollzogen. Durch die starke Nachfrage sind Bio-Lebensmittel kaum noch teurer und es kommen neue fleischfreie und sogar vegane Produkte auf den Markt, selbst beim Käse wird inzwischen meist angegeben ob er mit tierischem oder mikrobiellem Lab hergestellt wurde.



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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
Was das Relativieren angeht: Du hast ja die Behauptung aufgestellt, wir hätten gerade "die größte humanitäre Katastrophe der Geschichte". Damit hast Du ja zum Vergleich mit anderen Katastrophen in der Geschichte praktisch aufgerufen. Wenn Luschn dann darauf hinweist, dass es nach dem 2. Weltkrieg schonmal ähnlich schlimm oder sogar schlimmer aussah, ist das ja kein "Relativieren", sondern nur ein Einordnen Deiner Behauptung.

Wenn ich von der größten humanitären Krise in der Geschichte spreche, ist dies weltweit gesehen und von der Anzahl der Menschen (60 Mill.), die zur Zeit auf der Flucht sind. Es waren noch nie zuvor so viele Menschen auf der Flucht.
Luschn hatte dann darauf hingewiesen, dass, in Relation zur ebenfalls stark gewachsenen Gesamtbevölkerungszahl, diese weltweite Flüchtlingszahl gar nicht so groß sei.

Doch so kann und will ich es nicht sehen, sondern so, dass die Gesamtzahl der Flüchtlinge in den letzten beiden Jahren ganz extrem gestiegen ist und bei den meisten keine Aussicht besteht, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Ich will nur darauf hinweisen, dass die Menschheit bereits solche Szenarien durchlebte. Im 14. Jhdt. hat die Pest ein Drittel der europäischen Bevölkerung ausgemerzt. Die spanische Grippe forderte (je nach Quellen) bis zu 50 Mio. Opfer. Wenn wir die wachsende Bevölkerung, vor allem in wirtschaftlich schwachen Regionen, betrachten, ist es nicht verwunderlich, dass die Flüchtlingsströme immer mehr zunehmen werden.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Bernh hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Glaubst du das dies bei allen Regierungen der Fall ist?


Ich bin zwar nicht Luschn, aber antworte trotzdem mal:

Natürlich sind "die Regierungen" nicht alle von Konzernen gesteuert. Das ist eine ziemlich grobe Vereinfachung, meiner Meinung nach.

Klar haben mächtige Unternehmen mit viel Geld auch gewissen Einfluss. Es wird natürlich viel Lobbyismus betrieben. Aber was dabei übersehen wird ist ja, dass viele andere Dinge auch eine Rolle spielen, nicht zuletzt das Verhalten der Verbraucher und Wähler, also uns allen.

Konzerne können ja nur deswegen Geld mit schmutzigen fossilen Brennstoffen machen, weil "wir" genau das haben wollen. Wir, als Verbraucher, kaufen eben billiges Benzin und regen uns schrecklich auf, wenn es mal um ein paar Cent teurer wird. Fragen wir uns mal ehrlich: Wer von uns ist bereit, gerne das doppelte und dreifache für Ökostrom zu bezahlen, für Biosprit oder Lebensmittel aus nachhaltiger Landwirtschaft? Wer verzichtet denn freiwillig auf ein Auto oder die tägliche Portion Fleisch auf dem Teller? Sind wir dazu nicht bereit, dann ist es heuchlerisch, sich über "die Konzerne" aufzuregen. Die sind nur deswegen so groß und mächtig, weil wir sie mit unserem Geld dazu machen.

Was Bio-Lebensmittel-Konsum und Fleischverzicht angeht, hat sich bereits ein ziemlicher Wandel vollzogen. Durch die starke Nachfrage sind Bio-Lebensmittel kaum noch teurer und es kommen neue fleischfreie und sogar vegane Produkte auf den Markt, selbst beim Käse wird inzwischen meist angegeben ob er mit tierischem oder mikrobiellem Lab hergestellt wurde.

Ich gehe davon aus, dass es kaum Regierungen gibt, die sich dem Einfluss von Konzernen entziehen können. In Deutschland schaffen wir nicht mal eine Trennung zwischen Kirche und Staat. Natürlich sind immer Angebot und Nachfrage maßgebend für einen Markt, wenn jedoch das Angebot limitiert ist, kann die Nachfrage gesteuert werden. Der Bio-Lebensmittelmarkt in Deutschland machte in 2012 3,9% des Gesamtmarktes aus und Deutschland ist der größte Biomarkt in Europa (in absoluten Zahlen, Relationen interessieren dich ja nicht ...)
luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
Was das Relativieren angeht: Du hast ja die Behauptung aufgestellt, wir hätten gerade "die größte humanitäre Katastrophe der Geschichte". Damit hast Du ja zum Vergleich mit anderen Katastrophen in der Geschichte praktisch aufgerufen. Wenn Luschn dann darauf hinweist, dass es nach dem 2. Weltkrieg schonmal ähnlich schlimm oder sogar schlimmer aussah, ist das ja kein "Relativieren", sondern nur ein Einordnen Deiner Behauptung.

Wenn ich von der größten humanitären Krise in der Geschichte spreche, ist dies weltweit gesehen und von der Anzahl der Menschen (60 Mill.), die zur Zeit auf der Flucht sind. Es waren noch nie zuvor so viele Menschen auf der Flucht.
Luschn hatte dann darauf hingewiesen, dass, in Relation zur ebenfalls stark gewachsenen Gesamtbevölkerungszahl, diese weltweite Flüchtlingszahl gar nicht so groß sei.

Doch so kann und will ich es nicht sehen, sondern so, dass die Gesamtzahl der Flüchtlinge in den letzten beiden Jahren ganz extrem gestiegen ist und bei den meisten keine Aussicht besteht, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Ich will nur darauf hinweisen, dass die Menschheit bereits solche Szenarien durchlebte. Im 14. Jhdt. hat die Pest ein Drittel der europäischen Bevölkerung ausgemerzt.
Die spanische Grippe forderte (je nach Quellen) bis zu 50 Mio. Opfer.

Du nennst hier tödlich verlaufende Krankheitsepedemien, gegen die es leider kein Mittel gab und denen deshalb viele Menschen zum Opfer fielen.
Bei den Flüchtlingen handelt es sich jedoch um Menschen, die wir noch retten können, und deren Leben nicht durch unbekannte Viren bedroht wird, sondern durch unsere eigenen Artgenossen.

Zitat:
Wenn wir die wachsende Bevölkerung, vor allem in wirtschaftlich schwachen Regionen, betrachten, ist es nicht verwunderlich, dass die Flüchtlingsströme immer mehr zunehmen werden.

Es geht jedoch bei der Mehrheit der Flüchtlinge nicht um Wirtschaftsflüchtlinge, die nur ein besseres Leben führen wollen, sondern bei immer mehr Menschen geht es um´s nackte Überleben.


luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Glaubst du, dass dies bei allen Regierungen der Fall ist?

Ich gehe davon aus, dass es kaum Regierungen gibt, die sich dem Einfluss von Konzernen entziehen können. In Deutschland schaffen wir nicht mal eine Trennung zwischen Kirche und Staat.

Heißt das jetzt, dass du die beiden Kirchen mit Konzernen gleichsetzt und keine wirtschaftliche Trennung zwischen Kirche und Staat siehst?


luschn hat folgendes geschrieben:
Natürlich sind immer Angebot und Nachfrage maßgebend für einen Markt, wenn jedoch das Angebot limitiert ist, kann die Nachfrage gesteuert werden. Der Bio-Lebensmittelmarkt in Deutschland machte in 2012 3,9% des Gesamtmarktes aus und Deutschland ist der größte Biomarkt in Europa

Verstehe ich nicht? Inwiefern kann die Nachfrage gesteuert werden? Was willst du mit dem Biomarkt Anteil sagen, der sich inzwischen kräftig geändert haben dürfte?

Zitat:
(in absoluten Zahlen, Relationen interessieren dich ja nicht ...)

Stimmt nicht, ich bin normalerweise eher eine Freundin der Relativität. Nur wenn es um das abwendbare Leid von Menschen geht erscheinen mir Relativierungen als Verharmlosung und "Gewissensbetäubung".
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
@Menschliches Leid durch Krieg und Gewalt

Tatsächlich lässt sich durch die Geschichte hindurch bezüglich zwischenmenschlicher Gewalt und auch der Gewalt zwischen Gemeinwesen eine Zivilisierung erkennen. Steven Pinker hat dies in seinem Werk "The Better Angels of Our Nature: Why Violence Has Declined" (dt. Ausgabe hat den irreführenden Titel "Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit") eindrucksvoll dargelegt. Das Werk wurde auch vielfach kritisiert, aber selbst die Kritiker mussten zugeben, dass der Kern von Pinker These stimmt.

Pinker steht damit in der Tradition von Norbert Elias und seinem Werk "Über den Prozeß der Zivilisation" (1939). Der Zweite Weltkrieg und seine Grausamkeiten versperrten hier aber lange eine angemessene Rezeption.

Das soll aber nicht heißen, dass die Menschheit heute grundlegend friedlich sei. Auf der einen Seite gibt es immer wieder einzelne Rückfälle und auch systemische Störungen. Aber diese wiederlegen nicht die Gesamtentwicklung.

Gleichwohl stehen der Menschheit heute Möglichkeiten zur Verfügung und Problemstellungen vor der Tür in der zu große Ausrutscher nicht mehr möglich sind, wenn wir uns als Gattung erhalten wollen.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Bernh hat folgendes geschrieben:
Was das Relativieren angeht: Du hast ja die Behauptung aufgestellt, wir hätten gerade "die größte humanitäre Katastrophe der Geschichte". Damit hast Du ja zum Vergleich mit anderen Katastrophen in der Geschichte praktisch aufgerufen. Wenn Luschn dann darauf hinweist, dass es nach dem 2. Weltkrieg schonmal ähnlich schlimm oder sogar schlimmer aussah, ist das ja kein "Relativieren", sondern nur ein Einordnen Deiner Behauptung.

Wenn ich von der größten humanitären Krise in der Geschichte spreche, ist dies weltweit gesehen und von der Anzahl der Menschen (60 Mill.), die zur Zeit auf der Flucht sind. Es waren noch nie zuvor so viele Menschen auf der Flucht.
Luschn hatte dann darauf hingewiesen, dass, in Relation zur ebenfalls stark gewachsenen Gesamtbevölkerungszahl, diese weltweite Flüchtlingszahl gar nicht so groß sei.

Doch so kann und will ich es nicht sehen, sondern so, dass die Gesamtzahl der Flüchtlinge in den letzten beiden Jahren ganz extrem gestiegen ist und bei den meisten keine Aussicht besteht, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Ich will nur darauf hinweisen, dass die Menschheit bereits solche Szenarien durchlebte. Im 14. Jhdt. hat die Pest ein Drittel der europäischen Bevölkerung ausgemerzt.
Die spanische Grippe forderte (je nach Quellen) bis zu 50 Mio. Opfer.

Du nennst hier tödlich verlaufende Krankheitsepedemien, gegen die es leider kein Mittel gab und denen deshalb viele Menschen zum Opfer fielen.
Bei den Flüchtlingen handelt es sich jedoch um Menschen, die wir noch retten können, und deren Leben nicht durch unbekannte Viren bedroht wird, sondern durch unsere eigenen Artgenossen.

Wenn die Epidemie vorüber ist, kehrt natürlich der Alltag ein. Ganz klar. Es gibt keine Vollwaisen, Familien ohne Ernährer, Eltern deren Kinder 5 Kinder verstorben sind. Auch hier will ich nicht relativieren, aber du solltest deinen Horizont etwas erweitern. Es gab und gibt immer wieder Krisen, die uns herausfordern. Noch ist die Menschheit daran nicht zerbrochen.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Wenn wir die wachsende Bevölkerung, vor allem in wirtschaftlich schwachen Regionen, betrachten, ist es nicht verwunderlich, dass die Flüchtlingsströme immer mehr zunehmen werden.

Es geht jedoch bei der Mehrheit der Flüchtlinge nicht um Wirtschaftsflüchtlinge, die nur ein besseres Leben führen wollen, sondern bei immer mehr Menschen geht es um´s nackte Überleben.

Ich spreche auch nicht von Wirtschaftsflüchtlingen, die grob gesagt ein gutes gegen ein besseres Leben eintauschen wollen. Sondern von destabilisierten Regionen, in denen Armut, Hunger und keine Hoffnung herrscht. Die politischen Komponenten müssen auch berücksichtigt werden, das eine bedingt das andere.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Solange Regierungen von Konzernen gesteuert werden, wird immer die Wirtschaft im Vordergrund stehen.

Glaubst du, dass dies bei allen Regierungen der Fall ist?

Ich gehe davon aus, dass es kaum Regierungen gibt, die sich dem Einfluss von Konzernen entziehen können. In Deutschland schaffen wir nicht mal eine Trennung zwischen Kirche und Staat.

Heißt das jetzt, dass du die beiden Kirchen mit Konzernen gleichsetzt und keine wirtschaftliche Trennung zwischen Kirche und Staat siehst?

Vielleicht hätte ich strikte Trennung schreiben sollen. Es gibt Verflechtungen, auch historisch bedingt, die meines Erachtens überholt sind. Und auf ähnliche Weise ist es mit Konzernen.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Natürlich sind immer Angebot und Nachfrage maßgebend für einen Markt, wenn jedoch das Angebot limitiert ist, kann die Nachfrage gesteuert werden. Der Bio-Lebensmittelmarkt in Deutschland machte in 2012 3,9% des Gesamtmarktes aus und Deutschland ist der größte Biomarkt in Europa

Verstehe ich nicht? Inwiefern kann die Nachfrage gesteuert werden? Was willst du mit dem Biomarkt Anteil sagen, der sich inzwischen kräftig geändert haben dürfte?

Wie ein Markt funktioniert, sich reguliert oder gesteuert wird, kannst du gerne googeln. Was ich mit der Bioaussage wollte weiß ich nicht mehr, aber anscheinend fehlt da was. Wahrscheinlich wollte ich darauf hinaus, dass durch den rapiden Anstieg in den letzten Jahren, Biogemüse und Fleisch oftmals nicht mehr "gesünder" ist als konventionelles Gemüse und Fleisch.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Zitat:
(in absoluten Zahlen, Relationen interessieren dich ja nicht ...)

Stimmt nicht, ich bin normalerweise eher eine Freundin der Relativität. Nur wenn es um das abwendbare Leid von Menschen geht erscheinen mir Relativierungen als Verharmlosung und "Gewissensbetäubung".

Kommt immer auf den Blickwinkel an. Wenn man polarisieren will, auf jeden Fall, will man eine vernünftige Diskussion führen, sollte man alle Fakten beleuchten.