Bahnstreiks...


Einfach mal durchgerechnet:
(Sicherlich fehlen viele Parameter und wenn mir jemand Fehler aufzeigt, wäre ich dankbar)

- Die Lohnnebenkosten würden von 30% auf 0% gesetzt.
- Der Warenwert besteht zu ca. 50% aus Materialkosten und zu 50% aus Lohnkosten.
- Der Warenwert wird um 15% günstiger.
- Diese 15% werden auf die Waren für Inland- und Auslandsverkauf aufgeschlagen.
- Die Waren verteuern sich also nicht.
- Da ca. 50% der Waren ins Ausland verkauft werden (Deutschland ist Exportweltmeister), sind die Steuern für die Lohnnebenkosten kompensiert.

Und:
- Einstellungsanreiz: die Arbeitgeber bezahlen den Arbeitnehmern wegen den fehlenden
Lohnnebenkosten nur noch 70%: die Arbeitslosigkeit sinkt gegen Null (wie sie Anfang der 1970er war).
- Die Arbeitslosenversicherungsbeiträge würden drastisch sinken.
- Wenn 2 - 3.000 Arbeitslose wieder beschäftigt sind, steigt auch ihre Kaufkraft.

Ich schätze: es könnte gehen (wenn ich nichts gravierendes vergessen habe).
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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@ PapaLoooo

Zitat:
- Der Warenwert wird um 15% günstiger.
...
- Die Waren verteuern sich also nicht.


Nett gedacht, aber ich denke das funktioniert so einfach nicht. Ich denke nicht, dass die Wirtschaft pauschal einfach 15% nachlassen würde. Bei im Ausland gefertigten waren gilt das ohnehin nicht.

Zitat:
- Da ca. 50% der Waren ins Ausland verkauft werden (Deutschland ist Exportweltmeister), sind die Steuern für die Lohnnebenkosten kompensiert.


Dann wäre Deutschland noch abhängiger vom Export, als es eh schon ist. Der Export kann aufgrund verschiedenster Faktoren von heute auf morgen einbrechen.

Zitat:
- Einstellungsanreiz: die Arbeitgeber bezahlen den Arbeitnehmern wegen den fehlenden
Lohnnebenkosten nur noch 70%: die Arbeitslosigkeit sinkt gegen Null (wie sie Anfang der 1970er war).


Dafür müsste mehr Arbeit da sein.

Es bleibt immer noch dabei, dass die Mehrwertsteuer "ungerecht" ist, da sie unabhängig vom Lohn erhoben wird.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Einfach mal durchgerechnet:
(Sicherlich fehlen viele Parameter und wenn mir jemand Fehler aufzeigt, wäre ich dankbar)

- Die Lohnnebenkosten würden von 30% auf 0% gesetzt.
- Der Warenwert besteht zu ca. 50% aus Materialkosten und zu 50% aus Lohnkosten.
- Der Warenwert wird um 15% günstiger.

Ich kenne keine branchenübergreifende Statistik, die belegt wie sich die Kosten von Waren zusammensetzen. Wenn dem aber so ist, sieht es auf den ersten Blick so aus, als ob es sich rechnet. Jedoch spielt der Staat Poker, da er sich komplett vom produzierenden Gewerbe abhängig macht.
Die Konzerne würden noch mehr Macht über den Staat haben, als ohnehin schon.

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

- Diese 15% werden auf die Waren für Inland- und Auslandsverkauf aufgeschlagen.
- Da ca. 50% der Waren ins Ausland verkauft werden (Deutschland ist Exportweltmeister), sind die Steuern für die Lohnnebenkosten kompensiert.

Hier gibt es wahrscheinlich unüberwindbare rechtliche Hürden.

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Und:
- Einstellungsanreiz: die Arbeitgeber bezahlen den Arbeitnehmern wegen den fehlenden
Lohnnebenkosten nur noch 70%: die Arbeitslosigkeit sinkt gegen Null (wie sie Anfang der 1970er war).
- Die Arbeitslosenversicherungsbeiträge würden drastisch sinken.
- Wenn 2 - 3.000 Arbeitslose wieder beschäftigt sind, steigt auch ihre Kaufkraft.

Wenn du nur noch 70% des Lohnes bezahlst, bekommt der Durchschnittsarbeitnehmer eine Lohnkürzung. Ein Teil der Lohnnebenkosten trägt das Unternehmen. Der Fachkräftemangel bleibt trotzdem bestehen, egal wieviel Geld sich ein Unternehmen spart.
@PapaLoooo

Du bastelst an der völlig falschen Baustelle. Wenn du den Konsum mehr als homöopathisch steigern willst, solltest du an der verheerenden Vermögensverteilung in Deutschland arbeiten. Wenn du aber den Arbeitnehmern den Lohn kürzt, arbeitest du daran diese Entwicklung noch zu verschlimmern.

Dazu:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-.....ensverteilung-deutschland

Liebe Grüße
Nadja
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Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
@PapaLoooo

Wie du an der Grafik in dem Artikel unschwer erkennen kannst, rechnet es sich immer noch mehr Arbeitnehmer einzustellen. Inklusive der Lohnnebenkosten. Ich behaupte mal kühn: Da geht auch noch was am Lohn für den Arbeitnehmer.

Liebe Grüße
Nadja
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NadjaB hat folgendes geschrieben:
@PapaLoooo

Du bastelst an der völlig falschen Baustelle. Wenn du den Konsum mehr als homöopathisch steigern willst, solltest du an der verheerenden Vermögensverteilung in Deutschland arbeiten. Wenn du aber den Arbeitnehmern den Lohn kürzt, arbeitest du daran diese Entwicklung noch zu verschlimmern.

Dazu:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-.....ensverteilung-deutschland

Liebe Grüße
Nadja

Wieso denn den Arbeitnehmern den Lohn kürzen?
Davon war doch nicht die Rede!
Könnte sich eine steuerliche andere Quelle für die Lohnnebenkosten auftun, so blieben die Löhne doch die gleichen.
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Busshari hat folgendes geschrieben:
Nett gedacht, aber ich denke das funktioniert so einfach nicht. Ich denke nicht, dass die Wirtschaft pauschal einfach 15% nachlassen würde.

Wieso sollte die Wirtschaft nachlassen?
Oder besser was verstehst Du darunter?
Wenn die Waren günstiger werden würden, dann müsste es doch zumindest gleichbleibend bis besser werden, oder?
Bitte nochmals und genauer erklären?

Busshari hat folgendes geschrieben:
Dann wäre Deutschland noch abhängiger vom Export, als es eh schon ist. Der Export kann aufgrund verschiedenster Faktoren von heute auf morgen einbrechen.

Das ist ein Argument,
jedoch ist die Exportleistung ziemlich konstant ziemlich hoch.
Und um da nicht zu viel Abhängigkeit reinzubringen,
könnte man die in Parameter ja einfach die Exportkraft mit einrechnen:
Z.B.
dass sich die Zusatzabgabe für Sozialleistungen auf den Warenwert äquivalent und die Lohnsteuer umgekehrt äquivalent zur Exportkraft verhält.
Und schon wäre da kaum noch Abhängigkeit da.

Busshari hat folgendes geschrieben:
Dafür müsste mehr Arbeit da sein.

Arbeit - so meine ich - ist genug da.
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luschn hat folgendes geschrieben:
Ich kenne keine branchenübergreifende Statistik, die belegt wie sich die Kosten von Waren zusammensetzen. Wenn dem aber so ist, sieht es auf den ersten Blick so aus, als ob es sich rechnet. Jedoch spielt der Staat Poker, da er sich komplett vom produzierenden Gewerbe abhängig macht.
Die Konzerne würden noch mehr Macht über den Staat haben, als ohnehin schon.

Bitte genauer aufführen:
Inwieweit ist der Staat in diesem Wirtschaftsmodell vom produzierenden Gewerbe abhängiger, als derzeit?
Und wie steht es derzeit mit dem Lobbyismus?
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Wieso denn den Arbeitnehmern den Lohn kürzen?
Davon war doch nicht die Rede!
Könnte sich eine steuerliche andere Quelle für die Lohnnebenkosten auftun, so blieben die Löhne doch die gleichen.


Das haben Tobias und ich schon einmal erklärt. Wenn du die Sozialversicherungen über die Mehrwertsteuern finanzierst und dafür die Lohnnebenkosten senkst, ist das eine Lohnkürzung. Ich habe jetzt keine Zeit, das noch einmal auszuführen.

Auf dieser Seite stehen die Erklärungungen von Tobias und mir:
http://www.geistigenahrung.org/ftopic72575-30.html

Liebe Grüße
Nadja
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@PapaLoooo

Zitat:
Wieso sollte die Wirtschaft nachlassen?
Oder besser was verstehst Du darunter?
Wenn die Waren günstiger werden würden, dann müsste es doch zumindest gleichbleibend bis besser werden, oder?
Bitte nochmals und genauer erklären?


Warum sollte die Wirtschaft 15% Nachlass auf ihre Produkte gewähren? Auch wenn die Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber wegfallen bekommen die Arbeiternehmer doch genauso viel Geld wie vorher. Da spart niemand.

Zitat:

Das ist ein Argument,
jedoch ist die Exportleistung ziemlich konstant ziemlich hoch.


Die Arbeistlosenquote schwank jetzt schon mit der Exportleistung. Zudem drängen unsere europäischen Nachbar uns den Exportüberschuss abzubauen.


Zitat:
Arbeit - so meine ich - ist genug da.


Ich denke das sehen rund vier Millionen Arbeitslose anders. Im europäischen Ausland sieht es freilich noch ganz anders aus.
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