Bahnstreiks...


PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wer sprach denn davon, dass die Sozialversicherungen abgeschafft werden sollen? ? ?

Ich sicherlich nicht!
Es ging doch darum, dass die Sozialversicherungen statt von den Lohnnebenkosten über die Mehrwertsteuer eingetrieben werden könnten.
Dann stiegen die Mehrwertsteuern und fielen die Lohnnebenkosten.
Aber die Sozialversicherungen werden nicht abgeschafft,
und dieses Modell stammt in etwa von Werner Götz.


Wenn du die Sozialversicherungen erhalten willst, müssen sie bezahlt werden. Es geht dann nur darum wer wieviel bezahlt. Die Lösung über die Mehrwertsteuer ist lediglich die Verschiebung der Kosten auf die Arbeitnehmer. Siehe oben:
Das Unternehmen kann die Mehrwertsteuer, welche beim Einkauf von Investitionen, Rohstoffen etc. anfallen, mit der zu fälligen Umsatzsteuer auf die eigenen Umsätze verrechnen.

Der Arbeitnehmer hat diese Möglichkeit nicht.

Du möchtest also Unternehmer ein Teil deiner Kosten auf den Arbeitnehmer verlagern. Also mehr Geld für dich, weniger für den Arbeitnehmer.

Unterm Strich ist das eine schlichte Lohnkürzung.

Liebe Grüße
Nadja
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GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
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Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
Ja, das ist richtig.
Aber es bedeutet ja zugleich,
dass die Menge des Konsums über die Menge der Einzahlung bestimmt.
Wer mehr konsumiert hat ja auch mehr Geld zur Verfügung,
besitzt folglich über mehr Kapital.

Ich schätze (sicherlich bin ich hier nicht der Experte) dass auf diese Weise die Arbeitslosigkeit gegen Null gehen könnte.
Des Weiteren würde ich auch Arbeitslosengeld und -hilfeempfänger an eine Arbeitsleistung koppeln, denn es gibt immer genügend zu tun.
Und es ist für jeden Menschen auch wichtig zu wissen, dass er gebraucht wird.
Es ist natürlich dann Staatsaufgabe, für alle Empfänger genügend entsprechende Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und nicht gerade einen Alkoholiker in einen Kindergarten zu stecken.

Aber wer mal zu Hause saß und nichts zu arbeiten hatte, der weiß, wie schlecht sich das anfühlt.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Angenommen wir streichen die Lohnnebenkosten und diese werden dem Arbeitnehmer ungekürzt ausbezahlt. Dafür nehme ich als Beispiel den Durchschnittslohn in Deutschland aus dem Jahr 2014, der lag bei ca € 32.000 Euro in Steuerklasse 1.

Monatsbrutto: 2.667,-
Kirchensteuer: 11,73
Lohnsteuer: 146,67
Rentenversicherung: 249,33
Arbeitslosenversicherung: 40,-
Krankenversicherung: 218,67
Pflegeversicherung: 38,-

Netto: 1926,27

Die Sozialabgaben ergeben somit eine Summe von € 546,-, die Steuern € 158,40, Gesamt € 704,40.

Bei einer Reduzierung der Lohnnebenkosten auf 0, ist das Brutto das Nettogehalt. Du möchtest den Einnahmensverlust durch die Mehrwertsteuer kompensieren. Wir berücksichten jetzt nur die 19% Mehrwertsteuer und keine Sonderfälle. In diesem Fall müsste der Durchschnittsdeutsche pro Monat Waren im Wert von € 3707,- erwerben. Wenn man berücksichtig, dass der Durchschnittsdeutsche auch laufende Kosten wie Miete, Versicherungen, Auto etc. hat, wirst du schnell feststellen, dass dieses Szeniaro nicht gut durchdacht ist.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Ja, das ist richtig.
Aber es bedeutet ja zugleich,
dass die Menge des Konsums über die Menge der Einzahlung bestimmt.
Wer mehr konsumiert hat ja auch mehr Geld zur Verfügung,
besitzt folglich über mehr Kapital.


Wenn du im Monat € 1000,- mehr im Monat hättest, würdest du alles für Konsumgüter ausgeben?

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Ich schätze (sicherlich bin ich hier nicht der Experte) dass auf diese Weise die Arbeitslosigkeit gegen Null gehen könnte.

Das schaffst du nicht mal in einer Planwirtschaft ...

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Des Weiteren würde ich auch Arbeitslosengeld und -hilfeempfänger an eine Arbeitsleistung koppeln, denn es gibt immer genügend zu tun.

Und welche Arbeiten sollen da verrichtet werden?

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Und es ist für jeden Menschen auch wichtig zu wissen, dass er gebraucht wird.

ABM waren ja wirklich sehr erfolgreich ...

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Es ist natürlich dann Staatsaufgabe, für alle Empfänger genügend entsprechende Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und nicht gerade einen Alkoholiker in einen Kindergarten zu stecken.

Willst du wirklich eine Planwirtschaft?
Du hast noch einiges vergessen, Luschn.
Dadurch, dass die Lohnkosten sinken, sinken auch die Produktionskosten.
D.h.: die Waren verbilligen sich.
Diese Verbilligung wird dann durch einen Anstieg der Mehrwertsteuer ausgeglichen.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch noch - zumindest auf Deutschland bezogen - Deutschland ist Exportweltmeister.

Also: alle Kunden, welche deutsche Waren beziehen, zahlen mit dem Einkauf im Grunde in die Sozialversicherungen mit ein.

Nun könnte man noch sagen: wer mehr konsumiert muss mehr in die Sozialversicherungen einzahlen, aber Eltern mit Kindern konsumieren zwangsläufig mehr: Hier muss dann das Kindergeld entsprechend angepasst werden.

Das Weitere ist natürlich noch ein kompliziertes Drehen an den Stellrädchen,
aber ich denke, dass auch das machbar wäre.
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Ich schätze (sicherlich bin ich hier nicht der Experte) dass auf diese Weise die Arbeitslosigkeit gegen Null gehen könnte.

luschn hat folgendes geschrieben:
Das schaffst du nicht mal in einer Planwirtschaft ..

Das hat es aber schon gegeben, und das ohne Planwirtschaft:

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Es ist natürlich dann Staatsaufgabe, für alle Empfänger genügend entsprechende Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und nicht gerade einen Alkoholiker in einen Kindergarten zu stecken.

luschn hat folgendes geschrieben:
illst du wirklich eine Planwirtschaft?

Wieso Planwirtschaft?
Ist es denn eine Planwirtschaft, wenn Harz IV-Empfängern Aufgaben zugeteilt werden?
Dann hätten wir die Planwirtschaft ja bereits!
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Du hast noch einiges vergessen, Luschn.
Dadurch, dass die Lohnkosten sinken, sinken auch die Produktionskosten.
D.h.: die Waren verbilligen sich.

Entweder habe ich gerade einen Denkfehler oder du. Ich habe dir aufgezeigt, dass der Durschschnittsdeutsche Ware im Wert von € 3707 kaufen müsste, um das aktuelle System zu erhalten. Da ist es doch egal, ob man sich dafür 4 oder 6 Flatscreens kaufen kann.

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Diese Verbilligung wird dann durch einen Anstieg der Mehrwertsteuer ausgeglichen.

Wenn wir die Mehrwertsteuer verdoppeln, müsste unser Paradebürger noch immer € 1850,- ausgeben, damit wir eine Nullrechnung haben.

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Nicht zu vergessen ist natürlich auch noch - zumindest auf Deutschland bezogen - Deutschland ist Exportweltmeister.

Also: alle Kunden, welche deutsche Waren beziehen, zahlen mit dem Einkauf im Grunde in die Sozialversicherungen mit ein.


Ich habe wenig bis keine Erfahrung mit Exportsteuern. Jedoch glaube ich, dass die Steuern im Importland erhoben werden. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege. Wenn meine Vermutung stimmt, profitieren andere Länder von unserem System ohne Gegenleistung, sprich Steuern.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Wieso Planwirtschaft?
Ist es denn eine Planwirtschaft, wenn Harz IV-Empfängern Aufgaben zugeteilt werden?
Dann hätten wir die Planwirtschaft ja bereits!


Grundsätzlich sind es Elemente aus diesem System.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wer sprach denn davon, dass die Sozialversicherungen abgeschafft werden sollen? ? ?

Ich sicherlich nicht!
Es ging doch darum, dass die Sozialversicherungen statt von den Lohnnebenkosten über die Mehrwertsteuer eingetrieben werden könnten.
Dann stiegen die Mehrwertsteuern und fielen die Lohnnebenkosten.
Aber die Sozialversicherungen werden nicht abgeschafft,
und dieses Modell stammt in etwa von Werner Götz.


Sozialversicherungen müssen bezahlt werden. Entweder per Sozialabgaben oder per Steuern.

Firmen können Mehrwertsteuern steuerlich verrechnen. Im Endeffekt würde also fast alles den Arbeitnehmern übergeholfen werden oder gar ganz abgeschafft werden. Oder aber man müsste das Steuergesetz zur Mehrwertsteuer grundsätzlich ändern.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Das hat es aber schon gegeben, und das ohne Planwirtschaft:


Ja, am Anfang der 1970er Jahre, da:

1) gab es noch richtige Sozialversicherung
2) man hatte noch kaum Lohndumping betrieben
3) es gab stetiges Wirtschaftswachstum
4) es gab kaum bis wenig Automatisierung
5) die gute wirtschaftliche Lage in Verbindung mit der Angst vor der Systemalternative machte die Arbeitgeber spendabel
6) wenige Frauen arbeiteten


Bald kamen dann die ersten Schläge ins Gesicht mit der Ölkrise, indem man tausende niedrig qualifizierte und diskriminierte Zeitarbeiter aus dem Süden isn Land holte und schließlich später dann automatisierte und Produktion ins billigere Ausland verlegte.