Die "Weise", mit der Gott gefunden wird (Meister E


Wer glaubt, Gott könne nur auf eine bestimmte Weise gefunden werden, der nimmt die Weise und verfehlt Gott, der in der Weise verborgen ist.
Meister Eckhart

Glückwunsch Herr Eckhart!
Gebündelter kann man diese Aussage kaum noch fassen!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Die Millionen Wege zu Gott der einzelnen Menschen sind im Grunde nicht so verschieden: Der Weg ist die Liebe.
Jesus ist der ganz Liebende und seine Gründung die Kirche hat letztlich nur diese eine Funktion: Menschen ihm gleich zu gestalten und damit zu wahrhaft Liebenden zu machen - in einem Ausmaß, das durch eigene Anstrengung nicht erreichbar wäre, durch die Vergöttlichung der irdischen Liebe - im Sakrament.
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Eine alte Legende erzählt:

„Es waren einmal zwei Mönche, die lasen miteinander in einem alten Buch, am Ende der Welt gäbe es einen Ort, an dem Himmel und Erde sich berührten und das Reich Gottes begänne. Sie beschlossen, ihn zu suchen und nicht umzukehren, ehe sie ihn gefunden hätten.
Sie durchwanderten die Welt, bestanden unzählige Gefahren, erlitten alle Entbehrungen, die eine Wanderung durch die ganze Welt fordert, und alle Versuchungen, die einen Menschen von seinem Ziel abbringen können.

Eine Tür sei dort, so hatten sie gelesen. Man brauchte nur anzuklopfen und befinde sich im Reich Gottes.
Schließlich fanden sie, was sie suchten. Sie klopften an die Tür, bebenden Herzens sahen sie, wie sie sich öffnete. Und als sie eintraten, standen sie zu Hause in ihrer Klosterzelle und sahen sich gegenseitig an.

Da begriffen sie:
Der Ort, an dem das Reich Gottes beginnt,
befindet sich auf der Erde, an der Stelle,
die Gott uns zugewiesen hat.“

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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Da begriffen sie:
Der Ort, an dem das Reich Gottes beginnt,
befindet sich auf der Erde, an der Stelle,
die Gott uns zugewiesen hat.


Ja. Das ist sehr wichtig und wahr. Es geht um die ganz "normalen" Umstände. Christsein muss den Alltag durchdringen und genau dort wirksam sein wo immer ich gerade bin, wo immer mich Gott hingestellt hat - genau dort bin ich gerade richtig. Genau dort will er etwas von mir.

Mir fällt dazu ein Zitat ein:

"Wir müssen lernen, das geistliche Leben zu materialisieren.
Es gibt eine häufige Versuchung, eine Art Doppelleben zu führen: auf der einen Seite des Innenleben, der Umgang mit Gott, und auf der anderen Seite, säuberlich getrennt davon, das familiäre, berufliche und soziale Leben …
Wenn wir Christen sein wollen, können wir diese Art von Bewusstseinsspaltung nicht mitmachen; denn es gibt nur ein einziges Leben, welches aus Fleisch und Geist besteht, und dieses einzige Leben muss an Leib und Seele geheiligt und von Gott erfüllt werden, dem unsichtbaren Gott, dem wir in ganz sichtbaren und materiellen Dingen begegnen.

Es gibt keinen anderen Weg: Entweder lernen wir, den Herrn in unserem alltäglichen Leben zu entdecken, oder wir werden ihn niemals finden."

Hl. Josemaría Escrivá
Deshalb ist es wichtig, Wertschätzung dem Nächsten gegenüber zu zeigen. Nur dann kann ich Gottes Willen im Alltag tun.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Deshalb ist es wichtig, Wertschätzung dem Nächsten gegenüber zu zeigen. Nur dann kann ich Gottes Willen im Alltag tun.


Ja klar. Menschliche Tugenden wie Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Wertschätzung etc. sind absolute Grundvoraussetzung, um christliche Tugenden - Glaube, Hoffnung, Liebe - leben zu können. Die menschlichen Tugenden wegzulassen und ohne sie die christlichen Tugenden leben zu wollen, wäre wie Juwelen auf der Leibwäsche zu tragen. Die übernatürlichen Tugenden können nur auf den menschlichen aufbauen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Wenn wir Christen sein wollen, können wir diese Art von Bewusstseinsspaltung nicht mitmachen; denn es gibt nur ein einziges Leben, welches aus Fleisch und Geist besteht, und dieses einzige Leben muss an Leib und Seele geheiligt und von Gott erfüllt werden, dem unsichtbaren Gott, dem wir in ganz sichtbaren und materiellen Dingen begegnen


Nach über 2000 Jahren wäre es an der Zeit, dass die gesamte Christenheit das begriffen hätte und danach leben würde.
Was läuft da falsch
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:

Nach über 2000 Jahren wäre es an der Zeit, dass die gesamte Christenheit das begriffen hätte und danach leben würde.


Gott wird mich einmal fragen: Wie war dein Denken, Reden und Tun? Wie groß ist deine Offenheit für die Liebe geworden in deinem Leben? Und wenn ich dann zur Antwort geben würde: Die Anderen haben dies und jenes gemacht oder nicht gemacht - dann hätte ich mein Leben verfehlt.
Es geht um jeden Einzelnen. Insgesamt wird diese Welt nie wieder ein Paradies - in jedem Herzen kann aber der Himmel jetzt schon Wirklichkeit werden und so Heil und Heilung bringen, die in diese Welt hineinkommt.

Zitat:
Was läuft da falsch 


Gott wird unterschätzt, vielfach sogar vergessen. Es wird geglaubt, dass andere Dinge wichtiger und ihm vorzuziehen sind. Der Fachausdruck dafür lautet "Sünde".
Burkl hat folgendes geschrieben:

Gott wird unterschätzt, vielfach sogar vergessen. Es wird geglaubt, dass andere Dinge wichtiger und ihm vorzuziehen sind. Der Fachausdruck dafür lautet "Sünde".

Ich denke, das ist eine tolle Definition des Begriffes "Sünde".
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Burkl hat folgendes geschrieben:

Gott wird mich einmal fragen: Wie war dein Denken, Reden und Tun? Wie groß ist deine Offenheit für die Liebe geworden in deinem Leben?

Gott weiß es ja sowieso, aber er wird mir halt vor Augen führen, was ich unter Umständen anders hätte machen sollen.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!

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