Die "Weise", mit der Gott gefunden wird (Meister E


Burkl hat folgendes geschrieben:

Was könnte sich der Teufel mehr wünschen als dass man ihn nicht ernst nimmt. Dass man die Möglichkeit des endgültigen Scheiterns des Menschens verniedlicht, relativiert, gänzlich leugnet...

Glaubst du eigentlich, dass der "Teufel" ein ganz bestimmter Typ ist, also eine Einzelperson, sowie ich oder du, dass er was im wörtlichen Sinn wünschen kann?
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Was könnte sich der Teufel mehr wünschen als dass man ihn nicht ernst nimmt. Dass man die Möglichkeit des endgültigen Scheiterns des Menschens verniedlicht, relativiert, gänzlich leugnet...

Glaubst du eigentlich, dass der "Teufel" ein ganz bestimmter Typ ist, also eine Einzelperson, sowie ich oder du, dass er was im wörtlichen Sinn wünschen kann?


Er ist fähig in den Dialog mit Personen zu treten. Also ist er Person. Er ist an-sprechend, leider auch attraktiv. Sicherlich hat er einen Willen. Und der geht dahin zu verderben. Und das ist sehr konkret, wie er das tut. Die Offenbarung verrät diese "Grundmuster" in denen er sich bewegt.

Diese Gestalten, in denen sich der Böse manifestiert, wiederholen sich immer wieder im Spektrum dieser drei archetypischen Erscheinungsformen:

1. Variante - "der Drache": Der Kern des Bösen, zielt auf totale Vernichtung, dass nichts mehr sein soll. Also voller Frontalangriff auf das Gute, das Leben mit roher vernichtender Gewalt. Diese Form zeigt sich z.B. im Antlitz des Krieges, in Körperverletzung, Verstümmelung, Vergewaltigung und Mord.

"Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen. Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliegen konnte. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt. Die Schlange spie einen Strom von Wasser aus ihrem Rachen hinter der Frau her, damit sie von den Fluten fortgerissen werde." (Offb 12,13-15)

2. Variante - "der Mächtige". Einschüchternd, versucht mit schillerndem Imponiergehabe zu beeindrucken und Macht über Menschen durch Furcht zu gewinnen, z.B. indem er den Schein des Unbesiegbaren und Omnipräsenten aufbaut, dem anderen das Gefühl gibt klein, alleine, verloren zu sein. Da werfen sich dann viele nieder. Musterbeispiele: Diktatoren, Demagogen, Mafiabosse. Aber auch im Kleinen: Generell jeder Mensch, der seine ihm gegebene Macht über Andere dazu missbraucht, den eigenen egoistischen Zwecken zu dienen. Machtmissbrauch ist Dienst für die alte Schlange.

"Das Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie die Tatzen eines Bären und sein Maul wie das Maul eines Löwen. Und der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine große Macht.
Die Menschen warfen sich vor dem Drachen nieder, weil er seine Macht dem Tier gegeben hatte; und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen?" (Offb 13,2 u. 4)

3. Variante - "das christusähnliche Lamm". Am schwersten zu durchschauen. Es passt sich dem Guten möglichst genau an, versucht ihm täuschend ähnlich zu werden. Mehr noch: Es schlüpft sozusagen in die Rolle des Guten und will das Gute schlecht erscheinen lassen oder aber eine "bessere Alternative" zum wahren Guten sein. Einziges Unterscheidungskriterium - die "Stimme": Das was und wie gesprochen wird, welcher "Geist" dahinter steht, das kann mit einem reinen Herzen erspürt werden. Diese Variante des Bösen bedarf der feinsten Antennen, weil es sich eben perfiderweise der Wahrheit und dem Guten so ähnlich macht, um es so gleichsam "von Innen auszuhebeln".

"Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache.
Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus. Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten, dessen tödliche Wunde geheilt war." (Offb 13,11 u. 12

Interessant ist, dass letztlich hinter allen Erscheinungsformen des Bösen immer der eine Drache steckt. Es geht im Kern also immer nur um die Vernichtung, um die Negierung des Geschaffenen. Und da steckt ein Wille dahinter. Ein kalter, berechnender, hochintelligenter und abgrundtief hässlicher Wille.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Was könnte sich der Teufel mehr wünschen als dass man ihn nicht ernst nimmt. Dass man die Möglichkeit des endgültigen Scheiterns des Menschens verniedlicht, relativiert, gänzlich leugnet...

Der Fachausdruck für diese Einstellung - Motto:"Wir kommen ohnedies Alle in den Himmel" - lautet "Vermessenheit".

Ist es denn nicht so, dass gerade das Christentum meist vermittelt,
dass das Bekenntnis zum Christentum ausreicht, und dass es andersgläubige sehr schwer haben werden, diesen Himmel zu erreichen?

Und nochmals: ich glaube an eine Seelenreise, welche in der Erkenntnis endet, dass man in Wirklichkeit nie von Gott getrennt war und wieder ins das Göttliche, also :Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit einmündet.

Und da ich daran Glaube, dass Gott die Allmacht ist, glaube ich nicht an eine Gegenmacht.
Die Gegenmacht, wenn sie überhaupt besteht, ist die Illusion, dass es ein von Gott getrennt sein, gäbe.
Und dieser Illusion bin ich natürlich ebenfalls noch erlegen.

Wenige Menschen haben es bisher geschafft, diese Illusion ganz und gar zu überwinden.
Diese Menschen können uns als Vorbild dienen.
Und dennoch muss jede Seele ihren Weg selbst gehen.
Bekenntnisse und Rituale alleine bringen die Seele nicht voran.

Ich halte es eher als Bedenklich, einen Satan zu konstruieren und diesem dann die Schuld in die Schuhe zu schieben, für eigenes Versagen.

Und diese Satan soll dann gefürchtet und bekämpft werden.
Alles beides sind negative Emotionen, welche das negative im Menschen gar noch verstärken.
Ich habe mal einer geradezu Satanischen Messe in einer freikirchlichen Gemeinde beigewohnt.

Wenn es den Satan gäbe, und dieser wäre wirklich so dunkel,
wäre es denn dann nicht besser, ihm Licht zu geben?
Denn das Dunkel muss vor dem Licht zurückweichen und nicht das Licht vor dem Dunkel.
Und das Dunkel, welches von Licht durchflutet ist, ist doch Licht!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Papalooo hat folgendes geschrieben:
Wenn es den Satan gäbe, und dieser wäre wirklich so dunkel,
wäre es denn dann nicht besser, ihm Licht zu geben?
Denn das Dunkel muss vor dem Licht zurückweichen und nicht das Licht vor dem Dunkel.
Und das Dunkel, welches von Licht durchflutet ist, ist doch Licht!


Er hatte das Licht in Fülle - Luzifer, der Lichtträger - er hat es verworfen. Keine Finsternis kann erleuchtet werden, wenn sie sich für das Licht verschließt.

"Und das Licht leuchtet in der Finsternis / und die Finsternis hat es nicht erfasst." (Joh 1,5)
Burkl, ich habe es nicht grundsätzlich nötig, meine Vorstellungen mit Zitaten aus den Schriften zu "adeln".
Aber ich gebe dennoch das Beispiel des verlorenen Sohns:
Hatte der Vater denn ihn nicht wieder aufgenommen?

Ist es denn nicht vermessen, zu behaupten, ein Wesen (also hier der Satan) werde ich niemals ändern?
Dann wäre dieses Wesen, von dem wir sprechen ja nicht mehr dieses Wesen, sondern unsere Vorstellung VON diesem Wesen!

Und genau das ist es ja, was ich über den Satan denke: es ist ein Konsrukt.
Und dieses Konstrukt hat eben so zu sein, wie man es haben will.
Auf ewig uneinsichtig, auf ewig unnachgiebig!
Und dieses Konstrukt soll gefürchtet werden!

Was steckt da denn wohl dahinter?
Es ist einfacher, Menschen durch Furcht zu beherrschen, als durch Liebe!
Und so machten sich die frühen Kirchen Menschen zu gefügigen Untertanen.

Und so wird es auch heute oft noch gehandhabt.
Übrigens nicht nur im Christentum.
Auch der Schamane, der davon lebt, Menschen mit scheußlichem Gebräu Dämonen auszutreiben und und und
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Papaloooo hat folgendes geschrieben:

Ist es denn nicht vermessen, zu behaupten, ein Wesen (also hier der Satan) werde sich niemals ändern?


Es steht so in der heiligen Schrift. Er wird am Ende verworfen - das steht fest.

Schau mal wie Jesus dem Satan begegnet - mit Zitaten aus der Schrift. Dem hat er nämlich nichts entgegenzusetzen.

http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/mt4.html
Hallo zusammen,

das, was in der Bibel als Satan bezeichnet wird, ist das persönliche EGO (die persönliche ICH- Vorstellung) im Menschen, welche voller Begehren für sICH (die Person) ist. Dieses EGO ist der Gegenspieler unseres wahren göttlichen Selbst.
Als 3. haben wir dann den Geist, mit dem der Mensch sich durch den Willen frei entscheiden kann wem er DIENT!
Bei Freud ist der Geist das Überich, das Ego das Ichbewusstsein, und die Seele als das Unbewusste.

Es geht also darum, den Egoismus (Eigennutz in jeder Beziehung) zu überwinden, immer selbstloser zu werden, und unser wahres Selbst zu erkennen.
Das geht nicht durch blinden Glauben, sondern nur über den Geist – mit eisernem Willen – und ist sicherlich nicht einfach. Der Glaube ist dabei sicher hilfreich, aber nicht ausschlaggebend.
Auf diesem Weg wehrt sich natürlich das Ego, weil man immer einiges aufgeben muß. Dann meldet sich das Ego: “Wie kannst Du nur … auf Dein Haus verzichten, Deine Freunde, auf Lob, Ehre und Anerkennung … usw. Du kannst das doch – Du mußt doch nur danach streben (Begehren), dann bekommst Du doch alles – hier in dieser Welt“.
In die Wüste ziehen, bedeutet, daß man sich zu gewissen Zeiten in die Einsamkeit zurückzieht, um über alles Erkannte in Ruhe nachzudenken. (Dann wird man natürlich vom Ego (dem Satan) angegriffen – wie kannst Du nur?). Man muß immer etwas aufgeben. Das ist 3 mal der Fall! Wenn man gewinnt, erhält man seinen Lohn: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch37.htm

@PapaLoooo hat schon vieles richtig – aus sich Selbst – erkannt.
Dieses Zitat gefällt mir: „[2] Jesus sagte: Wer sucht, der soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet; und wenn er findet, wird er erschüttert sein; und wenn er erschüttert worden ist, wird er sich wundern und wird über das All herrschen.
Diese Aussage der Erschütterung, (wenn man die Wahrheit erkannt hat) deckt sich mit der Aussage von Plato in seinem Höhlengleichnis. (Als er vom Licht zurück kam, und wieder in die dunkle Höhle gezwungen wurde).
Alleine dieses Gleichnis zeigt, daß er sicher zu den ganz Großen im Geiste zu zählen ist. http://www.demetrius-degen.de/fabeln/plato1.htm

Noch ein kleiner Nachtrag:
Lao-Tse: „13. Himmel und Erde sind nicht menschenfreundlich; sie nehmen die zehntausend Wesen für Strohhunde. Der Heilige Mensch ist nicht menschenfreundlich; Er nimmt die hundert Geschlechter für Strohhunde“.
Sagen wir Strohköpfe. Wer vom Licht kommt, der sieht die Menschen so.
Auch Moses, als er die Gesetze von Gott bekam, und vom Berg herunter kam, und die Anbetung des Götzen sah sagte: „Ihr seid es nicht wert, daß ich Euch die Lehre gebe“!

18. Deshalb der Heilige Mensch. Er setzt zurück sein Selbst - Und es wird vorne sein; Er treibt hinaus sein Selbst - Und sein Selbst tritt ein.
Zurückzusetzen ist das Ego – heraus zu treiben ist das Ego, damit das wahre Selbst einziehen kann.

Jesus: „Im gleichen Maße, wie ihr Euch (EGO) mir hingebt, werde ich Euch belohnen“.
Kurz: Je weniger Egoismus, um so mehr Erkenntnis aus dem wahren Selbst. Ohne Ego (was den Tod für das Ego – die persönliche ICH – Vorstellung - bedeutet) die höchste Erkenntnis.

Sage mir noch einer, die Religionen seien unterschiedlich!

Grüße,
Demetrius
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Papaloooo hat folgendes geschrieben:

Ist es denn nicht vermessen, zu behaupten, ein Wesen (also hier der Satan) werde sich niemals ändern?

Burkl hat folgendes geschrieben:
Es steht so in der heiligen Schrift. Er wird am Ende verworfen - das steht fest.

Und eben deswegen ist Satan keine Wesenheit, sondern ein Konstukt.
Denn eine Wesenheit hätte die Möglichkeit sich zu ändern.
Wenn aber von vorne herein feststeht, wie eine Wesenheit entscheidet,
so hat diese Wesenheit also keine Willensfreiheit.
Willensfreiheit ist aber eine grundlegende Eigenschaft einer Wesenheit.

Somit ist Satan lediglich ein Konstrukt!
Ich stimme Dir, Demterius absolut zu: es handelt sich um das Ego eines Wesens, das (in meinen Worten) in der Vorstellung externalisiert wurde.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Lieber Demetrius!

Dem, was du über das Ego und dem wahren Selbst sagst, stimme ich zu. Allerdings ist auch das Superego Teil von Satan und zu verwerfen, weil man sonst aufgrund seiner Ängste und Sorgen, Konditionierungen und Prägungen, Angewohnheiten und äusseren Zwängen sowie negativen Emotionen handelt, was ebenfalls der Entfaltung des wahren Selbsts entgegensteht. Wir Sahajayogis verwenden allerdings anstelle des wahren Selbsts die Begriffe Geist, Spirit oder Atma.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es steht so in der heiligen Schrift. Er wird am Ende verworfen - das steht fest.

Und eben deswegen ist Satan keine Wesenheit, sondern ein Konstukt.
Denn eine Wesenheit hätte die Möglichkeit sich zu ändern.
Wenn aber von vorne herein feststeht, wie eine Wesenheit entscheidet,
so hat diese Wesenheit also keine Willensfreiheit.
Willensfreiheit ist aber eine grundlegende Eigenschaft einer Wesenheit.
Somit ist Satan lediglich ein Konstrukt!

Und einen weiteren Beweis, dass Satan laut Bibel keine fixe Einzelperson ist, zeigt die Schrift, wo Jesus den Petrus Satan nennt, weil er seiner Meinung nach nicht wertschätzend, sondern zu egoistisch gedacht und geredet hat.
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