Über das Leben nach dem Tode


Da immer wieder danach gefragt wird, habe ich vor, in diesem Thread Verse der Baha'i-Religion über das Leben nach dem Tod zu posten.
Kommentare dazu sind durchaus erwünscht.

O Meine Diener!
Grämt Euch nicht, wenn Gott in diesen Tagen und auf diesem Erdenrund Dinge verordnet und verkündet, die euren Wünschen zuwider laufen, denn Tage seliger Freude und himmlischen Entzückens stehen euch sicherlich bevor. Welten, heilig und voll geistiger Herrlichkeit, werden vor euren Augen enthüllt werden. Ihr seid von Ihm ausersehen, in dieser Welt und der kommenden ihre Wohltaten und Freuden zu genießen und einen Anteil von ihrer stärkenden Gnade zu empfangen. Dies alles werdet ihr zweifellos erreichen.


Baha'u'llah, Ährenlese 153:9
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
,und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (Die Bibel Johannes 5,29)

Gibt es das in der Baha'i-Religion auch ?
Himmel und Hölle? Gibt es noch einen anderen Weg?
Wenn ich weder Lust auf Himmel noch auf Hölle habe.
Ich spiel da nicht mit.
Paul i hat folgendes geschrieben:
Gibt es das in der Baha'i-Religion auch ?


'Hölle' bedeutet in der Baha'i-Lehre Gottferne.
Die Baha'i-Religion beschreibt da Stufen, Ebenen zu denen die Seele nach dem Tod geführt wird. Jede Seele kommt auf die Ebene, die sie sich durch ihr Leben verdient hat.

Es ist sogar möglich, dass die Lage der in Sünde und Unglauben Gestorbenen geändert werden kann, das heißt, sie können zum Gegenstand der Verzeihung durch die Gnade Gottes werden, nicht durch Seine Gerechtigkeit, denn die Gnade gibt ohne Verdienst, Gerechtigkeit aber gibt nach Verdienst. Wie wir hier die Kraft haben, für diese Seelen zu beten, so werden wir die gleiche Kraft auch in der anderen Welt, die das Reich Gottes ist, besitzen. Sind nicht alle Wesen jener Welt die Geschöpfe Gottes? Darum können sie auch in jener Welt Fortschritte machen. Wie sie hier durch ihre demütigen Bitten Licht empfangen können, so können sie auch dort um Vergebung flehen und durch Bitten und Beten Licht erlangen. So wie sich Seelen in dieser Welt durch die Hilfe des Bittens, Flehens und der Gebete der Heiligen entfalten können, so ist es auch nach dem Tode. Durch eigene Gebete und demütige Bitten können sie auch Fortschritte machen, ganz besonders aber, wenn sie Gegenstand der Fürsprache der heiligen Offenbarer sind.

Abdu'l Baha, beantwortete Fragen, S. 225 f
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hier mein absolutes Lieblingszitat von 'Abdu'l-Bahá

"Der Gedanke, dass der Geist nach dem Tod des Körpers zugrunde gehe, ist wie die Vorstellung, dass ein Vogel in einem Käfig umkäme, wenn der Käfig zerbrochen wird, obwohl der Vogel von der Zerstörung des Käfigs nichts zu fürchten hat. Unser Körper ist dem Käfig und der Geist dem Vogel zu vergleichen. Wir sehen, dass dieser Vogel in der Welt des Schlafes ohne Käfig fliegt; wenn daher der Käfig zerbricht, wird der Vogel unversehrt weiterleben; seine Empfindungen werden sogar tiefer, seine Wahrnehmungen weiter und sein Glück größer sein."
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Unser Körper ist dem Käfig und der Geist dem Vogel zu vergleichen


Das ist interessant, dass dem Christentum oft "Leibfeindlichkeit" zugeschrieben wird. Durch die Vorstellung, dass der Mensch eine Leib-Seele ist wird der Leib eigentlich sehr wertvoll. Die Auferstehung besagt ja letztlich, dass nicht nur ein Teil, sondern der ganze Mensch Zukunft hat.
Dass unser Körper uns nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung steht, hat ja nun absolut nichts mit Feindlichkeit ihm gegenüber zu tun.
Ganz im Gegenteil.

Er dient uns und wir sollen ihn sehr gut behandeln.
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Dass unser Körper uns nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung steht, hat ja nun absolut nichts mit Feindlichkeit ihm gegenüber zu tun.
Ganz im Gegenteil.

Er dient uns und wir sollen ihn sehr gut behandeln.


Einen "Käfig", der meine Seele eine zeitlang gefangenhält und dann zerfällt gut behandeln - warum?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Einen "Käfig", der meine Seele eine zeitlang gefangenhält und dann zerfällt gut behandeln - warum?


Weil er uns erst das Dasein auf dieser Erde ermöglicht. Er ist ein Pfand Gottes, das wir gut behandeln sollen, damit wir mit seiner Hilfe unsere Aufgaben im Diesseits gut ausführen können.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
[b]Einen "Käfig", der meine Seele eine zeitlang gefangenhält und dann zerfällt gut behandeln - warum?


Weil er uns erst das Dasein auf dieser Erde ermöglicht. Er ist ein Pfand Gottes, das wir gut behandeln sollen, damit wir mit seiner Hilfe unsere Aufgaben im Diesseits gut ausführen können.

Bibel: „Geist gesinnt wird zu Geist, Fleisch gesinnt wird zu Fleisch“.

So lange der Mensch im Geiste sein ICH im Körper (Fleisch) sieht, wird er – nach den Tode - auch wieder in einen Körper geboren. Weil seine Gesinnung (Sinneswahrnehmung – Vorstellung vom ICH) darauf gerichtet ist.

Hier eine Fabel dazu: http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/Fabel.htm
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
So lange der Mensch im Geiste sein ICH im Körper (Fleisch) sieht, wird er – nach den Tode - auch wieder in einen Körper geboren. Weil seine Gesinnung (Sinneswahrnehmung – Vorstellung vom ICH) darauf gerichtet ist.


Ich habe keineswegs gesagt, dass ich das Selbst im Körper sehe. Ich bin Seele und habe einen Körper.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten